Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 6
Erstellt von Admin am 13. April 2009
Teil 6
Wie muß man mit thailändischen Frauen umgehen?
An Paule Plapper
Nachdem ich einige Ihrer Artikel gelesen habe, konnte ich Ihnen bisher leider noch nicht widersprechen. Ich muß Ihnen auch eine gute Kenntnis des Landes und der Menschen zugestehen. Aber Ihre Antworten auf Leserbriefe schmecken nach essigsaurer Tonerde und ich kann mir gut vorstellen, wie Sie vor dem Computer sitzen und einen Leserbrief auf ihren Giftzähnen aufgespießt haben, um dem fragenden Schreiber mit sadistischem Vergnügen zu erklären, warum das gar nicht geht, was er will.
Ich selbst lebe seit einiger Zeit mit einer Thailänderin zusammen und wir haben viele Probleme, obwohl sie offensichtlich mit mir leben will. Da ich aber keine Lust habe, mir von Ihnen begründen zu lassen, warum ich ein kleiner Doofi bin, drehe ich den Spieß um und führe Sie aufs Glatteis: Wenn Sie sich so gut auskennen, dann sagen Sie mir doch, wie die thailändischen Frauen sind und wie man mit ihnen umgehen muß. Dann kann ich anschließend Ihre Antwort verreißen. Viel Vergnügen,
August D.
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Danke, August,
danke für das Vergnügen. Mit Ihrem Wunschzettel auf meinen hochachtungsvoll frisch polierten Giftzähnen bemühe ich mich darum. Leider haben Sie mich nicht gerade mit Informationen überhäuft. Sie wollen also wissen, wie irgendein Farang mit den thailändischen Frauen umgehen soll. Das ist gut, weil auch schon andere Farang nach einer allgemeingültigen Gebrauchsanweisung für den Artikel ‘thailändische Frauen’ gefragt haben.
Zunächst einmal gehen Sie „die thailändischen Frauen“ überhaupt nichts an. Fragen Sie bitte Ihre Frau, die wird das bestätigen. Dann gibt es noch ein anderes Problem: Trotz allen Geredes über ‘die Frauen’, ‘die Männer‘ und die erstaunliche anatomische Ähnlichkeit innerhalb dieser Gruppen handelt es sich jedoch nicht um standardisierte Industrieprodukte, die alle gleich sind (und folglich beliebig auswechselbar wären). Wenn ich davon ausgehe, daß Ihre Frau mindestens 18 Jahre alt ist, dann war sie mindestens 18 Jahre lang einer Fülle von Erlebnissen und Erfahrungen unterworfen, die sie geprägt und ihren Charakter geformt haben. Kein anderer Mensch hat diese Erfahrungen gemacht und so ist kein Mensch so, wie diese Frau.
Ihr Problem in der Beziehung zu ‘den Frauen’ besteht deshalb vornehmlich darin, daß alle diese Frauen sich voneinander unterscheiden, nur Sie sind immer derselbe. Deswegen müssen wir bei der Suche nach den Ursachen von Partnerschaftsproblemen bei Ihnen beginnen. Können Sie sich verstehen, können Sie einem Menschen erklären, wer Sie sind und wie Sie sind? Das wäre eine Voraussetzung für ein gemeinsames Leben, denn den Menschen ‘an sich’ gibt es nicht. Jeder Mensch ist in Situationen, die mit anderen Menschen zu tun haben. Jeder Mensch, der mit Ihnen etwas zu tun hat, reagiert auf Sie. Er kann sich beispielsweise nicht wohlfühlen, wenn Sie mürrisch aussehen oder verärgert sind. Wer Sie sieht, stellt sich auf sie ein, er reagiert auf Sie und ein großer Teil seines Verhaltens sind Reaktionen auf Ihr Verhalten. Wenn Sie nett und freundlich sind, so fällt es Ihrem Gegenüber viel leichter, auch nett und freundlich zu sein. ‘Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus’.
Und noch etwas: Können Sie alleine leben? Das ist vielleicht nicht angenehm, aber diese Fähigkeit ist eine Voraussetzung, mit anderen Menschen leben zu können. Wenn Sie nicht leben können, können Sie auch nicht mit einem anderen Menschen leben, denn Sie brauchen ihn dazu, um selbst leben zu können. Das ist kein Miteinander. Sie können dann höchstens von ihm oder durch ihn leben, aber nicht mit ihm. Sicher gibt es die Möglichkeit gegenseitiger Abhängigkeit, aber diese macht die Gemeinsamkeit unmöglich und diese Partnerschaften sind sehr aufreibend und zeitlich begrenzt, nämlich bis einer der Partner merkt, daß man sich nicht versteht, daß die Gemeinsamkeit fehlt.
Wenn jemand behauptet, er liebt seinen Partner, so sollte er sich fragen, was er für diesen Partner will. Wollen ist übrigens wie Lieben die eigene Aktivität und nicht etwa die Erwartung, daß der Partner gefälligst glücklich zu sein hat. Die Frage ist also, was Sie dafür tun, daß Ihre Frau glücklich oder zumindest zufrieden ist. Wissen Sie das? Können Sie sich das einen Moment merken? Schön. Dann sollten Sie sich jetzt überlegen, ob ihre Frau das auch wirklich will, was Sie ‘für sie’ tun, oder ob Sie etwa nur bestimmen, daß es für sie gut zu sein hat.
Wissen Sie wirklich, was Ihre Frau will? Sagt sie Ihnen das? Und ist das wirklich alles, was sie will, oder weiß sie es selbst nicht oder sagt es Ihnen nicht und wartet nun darauf, daß Sie ihr Leben regeln, damit sie zufrieden leben kann? Können Sie sich vorstellen, was Ihre Frau will, was sie braucht? Würde Ihnen das reichen, um zufrieden leben zu können? Oder konzentrieren Sie sich mehr auf das, was Sie von Ihrer Frau erwarten, vielleicht mit der Begründung, sie geben ihr ja Geld und Essen dafür, daß sie für Sie da ist?
Wenn Sie dieser Meinung sind, sollten Sie sich überlegen, weshalb sie mit einem anderen Menschen leben wollen; Geld und Essen haben sie doch selbst, aber Sie suchen die Gesellschaft eines Menschen. Könnte es nicht sein, daß Ihre Frau dasselbe sucht, wie Sie? Vielleicht etwas Wärme, Anerkennung, Verständnis, etwas freundliches Leben um sich herum und etwas Aufmerksamkeit? Und geben Sie ihr das? Sie wollen sicher nicht erzählen, daß thailändische Frauen keine Zuneigung und Aufmerksamkeit brauchen, weil sie ja Geld bekommen, nicht wahr?
Aber wir haben bisher etwas theoretisch überlegt, was ein Zusammenleben ausmacht, egal mit welcher Person und aus welchem Land. Nun kommen wir zum Leben mit einer Thailänderin. Thailänderinnen sind nicht anders, als andere Menschen auch. Sie sind vielleicht körperlich etwas schmaler gebaut, etwas kleiner, was manche Ausländer dazu veranlaßt, sie wie Kinder oder minderwertige Menschen zu behandeln, wodurch Spannungen entstehen. Viele Ausländer sind der Meinung, daß die kleinen thailändischen Frauen ‘ganz scharf’ darauf sind, einen großen, stattlichen Ausländer zu finden und rechnen ihr höheres Alter und ihren Bauchspeck zu dem hinzu, was sie für ihre ‘Männlichkeit’ halten.
Oft glauben sie, daß höchste Ziel aller Frauen sei die sexuelle Befriedigung und meinen, daß sie diese durch einen großen und schweren Körper garantieren können. Beides ist ein Irrtum. Weder ist die sexuelle Befriedigung ihr vorrangiges Ziel, noch halten sie dicke ältere Männer für besonders stattlich oder gar ‘sexy’, auch wenn dies an Bars zum Anlocken der Gäste so gerne gesagt wird.
Im Allgemeinen kann gesagt werden, daß die meisten thailändischen Frauen zum Nachgeben erzogen werden, sie sollen ihren Eltern und ihrem Mann dienen, ihnen gehorchen und für deren Wohlergehen sorgen. Doch diese kulturelle Norm findet ihre Grenzen, wenn der Mann sich nicht auch an die dazugehörigen kulturellen Normen hält, die der Ausländer oft gar nicht kennt, oder wenn sich keine gemeinsame Lebensbasis, keine Übereinstimmung finden läßt. Dazu kommt, daß es keinerlei Garantie gibt, daß die Frau, die ein Ausländer kennenlernt, auch tatsächlich untertänig sein will. Oftmals wird die Frau zu Beginn der Bekanntschaft nachgiebig sein und eine untergeordnete Rolle spielen.
Dieses Verhalten hört meist dann auf, wenn sie als ein untergeordneter Mensch behandelt wird, oder dann, wenn es für sie nicht mehr lebensnotwendig ist, sich unterordnen zu lassen, wenn sich damit keine gemeinsame Lebensbasis schaffen läßt. Während Thailänder die Tendenz haben, möglichst ohne große Reibungen nebeneinander zu leben, neigen westliche Ausländer eher dazu, gegeneinander zu kämpfen, wobei aber gewisse Grenzen gelten. Wenn nun ein Farang auf den Gedanken kommen sollte, gegen seine Partnerin zu kämpfen, sollte er sich nicht wundern, wenn sie diesen Kampf schließlich aufnimmt – ohne die Grenzen zu kennen.
Wer bei seiner thailändischen Partnerin eine bestimmte Handlung erreichen will, tut gut daran, sie dabei um ihre Hilfe zu bitten und ihr klar zu sagen, was er wünscht. Es ist ebenso verkehrt, Handlungen oder Verhaltensweisen als selbstverständlich vorauszusetzen, nur weil sie vielleicht in Europa üblich sind, wie es verkehrt ist, diese Handlungen zu befehlen (weil man ja ein größerer Mensch ist).
Eine Besonderheit der Thailänderinnen, die westliche Ausländer kennenlernen, besteht nicht so sehr in deren Wesen, sie ergibt sich vielmehr in den weitaus meisten Fällen durch die etwas sonderbare Art der Bekanntschaft, durch eine Situation, in der der Ausländer Vergnügen oder Unterhaltung sucht und Geld hat, auf das die Thailänderin glaubt, angewiesen zu sein. Dadurch kommen zwei Menschen, die sich nicht kennen und kaum miteinander sprechen können, abrupt in eine sehr enge Nähe, während man normalerweise Wochen oder Monate braucht, um sich kennenzulernen und zu verstehen. Hier müssen meist Stunden reichen, Stunden in einer Bar, von der es meist direkt ins Hotelbett geht. Maßgeblich sind dabei zunächst nur der vermutete Reichtum des Farang und die subjektiv wahrgenommene Schönheit des Körpers der Thailänderin. Alles Andere scheint nebensächlich; es kann sich vielleicht später entwickeln.
Beim Kennenlernen eines Partners sollte man vielleicht nicht so sehr darauf achten, wieviel Geld er hat oder wie schön er ist. Eine Frau, die schon halb ausgezogen an einer Bar steht, mag ihrem Partner zu später Stunde vielleicht Arbeit ersparen, aber das ist leider gar keine Garantie dafür, daß man später auch mit ihr gemeinsam leben kann.
Das Allerwichtigste, was man bei einem Partner sehen kann, sind weder Portemonnaie noch Brüste, sondern die Achtung, die er vor anderen Menschen hat. Man kann mit keinem Menschen leben, der Menschen nicht achtet. Das trifft auch dann zu, wenn man selbst keine Achtung hat und nur ein Geschäft beabsichtigt. Achtung vor anderen Menschen ist nicht vom Besitz eines Menschen abhängig. Am leichtesten erkennt man sie am Umgang mit Menschen, die von der Umwelt vielleicht als ‘minderwertig’ eingestuft werden.
Wer vor einem Menschen keine Achtung hat, weil dieser nur wenig Besitz zeigt oder vielleicht klein oder gar körperbehindert ist, der hat keine Achtung vor Menschen. Er wird seine Partner oder Freunde nur nach dem von ihnen zu erwartenden Vorteil betrachten und fallenlassen, wenn dieser Vorteil eines Tages zu gering erscheint.
Man kann übrigens auch Geschäftspartner achten und sollte es unbedingt tun, denn auch Geschäfte bedürfen einer Gemeinsamkeit, gemeinsamen Gewinns. Das hier übliche Geschäft lautet zunächst: Geld gegen Vergnügen. Dennoch kann daraus eine gemeinsame Beziehung werden, denn man kann sich aneinander gewöhnen und gegenseitig versorgen. Sie müssen allerdings zuerst herausfinden, ob Ihre Partnerin nur Geld sucht, oder ob sie auch versucht, an Sie zu denken, versucht, etwas für Sie zu tun, ohne daß Sie es zuvor verlangt haben, versucht, Ihnen eine Freude zu bereiten, ohne dafür Geld zu verlangen. Und Sie sollten sicher sein, daß sie Sie nicht für irgend einen dummen Farang hält. Dann können Sie vielleicht mit ihr leben, es sei denn, daß Sie sie für irgend eine dumme Thai halten.
Schließlich haben die Geschäftspartner, die nach Pattaya kommen, ein gemeinsames Problem; sie sind allein, meist sogar einsam. Gemeinsam kann man dem entgehen. Dazu muß man bereit sein, das Leben mit dem Anderen zu teilen. Das bedarf nicht nur einiger Anstrengung, sondern auch vieler Geduld und Ehrlichkeit. Zunächst einmal müssen die Partner akzeptieren, daß der andere nichts Böses will und ein eigenständiger Mensch ist. Man sollte ihn also sein eigenes Leben leben lassen, ohne Befehle oder Geschrei. Wenn man eine Handlung des Partners nicht versteht, so geht dies vielleicht besser, wenn man ihn fragt, warum er so handelt – und wenn man dann auch aufmerksam zuhört, wenn er versucht, es zu erklären.
Zum Verständnis ist es natürlich auch wichtig, seine Sprache zu lernen, oder zumindest eine gemeinsam bekannte Sprache, wie etwa Englisch. Dennoch sollte man nicht vergessen, daß die meisten Frauen, die mit einem Ausländer leben, keinen sehr hohen Bildungsgrad haben und ihre Empfindungen oder Gedanken nicht gerade sehr präzise ausdrücken können. Hier ist der berühmte Satz der deutschen Hausfrau zu berücksichtigen, die ihrem Mann sagt: „Nun hör’ doch endlich einmal nicht darauf, was ich sage, hör’ doch ‘mal auf das, was ich meine.“
Das muß nicht immer einen durchschlagenden Erfolg bringen, denn viele Menschen wollen gar nicht wissen, wofür sich ihr Partner interessiert. Es reicht ihnen, ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit führt in vielen Fällen nur dazu, daß die Frau ausschließlich von der Bedeutung und der Auswirkung der verschiedensten Omen und aller möglichen Geister, von glückverheißenden Zahlen, von garantiert zutreffenden, erträumten Lottozahlen und gehörten Unglücken durch Geistereinwirkung spricht.
Das wirkt etwa so aufmunternd, wie eine europäische Partnerin, die nur von Schönheitssalons, schicker Mode und der unbedingt durchzusetzenden Gleichberechtigung schnattert, ohne dabei ihr Hirn zu bemühen oder etwa zu verstehen, was sie sagen. Männer ziehen es demgegenüber vor, ihre Frauen über Fußball und Börsenberichte zu informieren, weshalb sie sich als intelligenter bezeichnen.
Während man die Worte seiner Partnerin also nicht immer auf die Goldwaage legen sollte, ist es empfehlenswert, ihre Handlungen näher zu betrachten. Thailänder sind normalerweise sehr höflich. Es ist interessant, zu beobachten, wer sich wem gegenüber höflich verhält. Oft läßt eine Person die Höflichkeit fallen, wenn der Gegenüber arm ist; dann wird angesetzt, daß er keinen Wert hat, weil man vom ihm keinen Gewinn erwarten kann. Für diese Person haben auch Sie keinen Wert, wenn sie kein Geld mehr haben. Sie sind für ihn nur das, was er von Ihnen erhalten kann.
Andere Personen lassen die Höflichkeit fallen, wenn der Gegenüber eine untergeordnete Stellung hat, keine Macht besitzt, in der Gesellschaftsordnung unten steht, wie etwa der Farang. Auch hier geht es nur um die Vorteile, die erwartet werden, nicht etwa um eine menschliche Beziehung. Wenn Sie sich an eine Bar setzen und Ihnen ein zwanzigjähriges Mädchen sagt, Sie sollen sich erst einmal die Haare schneiden und sie müssen sich die Fingernägel völlig abschneiden, so wie es in ihrem Dorf üblich ist, und sich dann auf den Tisch vor Ihren Kaffee setzt, so haben Sie ein Muster dieses Verhaltens. Dieses Mädchen würde es nie wagen, sich einem Thai gegenüber dermaßen unhöflich zu verhalten.
Bei Ihnen aber ist dieses Verhalten angebracht, weil Sie ja nur ein Farang sind. Sie haben keinen Wert, außer dem Geld, das man von Ihnen erwartet. Eine menschliche Beziehung wird hier nicht möglich sein. Erst wenn ein Mensch auch anderen gegenüber, die ärmer oder ‘untergeordnet’ sind, höflich und hilfsbereit ist, können Sie annehmen, daß hier eine menschliche Beziehung möglich ist, daß Sie für diesen Menschen mehr sind, als ihr Kapital.
So sehr Farang auch in der thailändischen Gesellschaft der touristischen Orte und vieler Städte abgelehnt werden, sofern sie nicht gerade als Kunden und Geldbringer auftreten, so sehr wird man aber auch darauf achten, ob Sie selbst höflich sind und Thailänder akzeptieren. Wenn Sie das nicht tun, können Sie sicher sein, daß auch Sie nicht akzeptiert werden, daß man Sie höchstens lächelnd als die Variation eines Goldesels ansieht. Es ist ja auch nur sehr schwer möglich, einen Menschen zu achten, von dem man nicht geachtet wird. Die Beziehung zu Ihnen wird von diesem Menschen dann nur als eine zu bezahlende Dienstleistung angesehen, nicht etwa als eine Partnerschaft oder gar Freundschaft.
Viele thailändische Frauen haben Angst vor einem Ausländer. Nicht nur wegen vieler Vorurteile und wegen des schlechten Rufes, in dem Ausländer dank jener Leute stehen, die hier im Urlaub ‘die Sau ‘rauslassen’ oder großkotzig und überheblich auftreten, sondern auch wegen des unterschiedlichen kulturellen Hintergrundes, der unterschiedlichen Mentalität und der Verständigungsschwierigkeiten.
Wenn Ihre Partnerin von Ihnen Abstand hält, so heißt das nicht unbedingt, daß sie Sie ablehnt; es kann die normale Angst vor dem Fremden sein, die Angst, Fehler zu machen. Sie können diese Angst nicht verbieten und Sie können sie auch nicht erdrücken, indem Sie Ihre Partnerin jetzt dauernd in den Arm nehmen. Wenn Sie sie zu nichts zwingen, wird sie wahrscheinlich von selbst auf Sie zukommen. Sie können ihr dabei zumindest mit Geduld helfen.
Barfrauen kommen meist aus sehr armen Verhältnissen. Das bedeutet, daß sie viele Dinge nicht kennen und nicht viel gelernt haben. Nicht, weil sie dumm sind, sondern weil sie keine Gelegenheit zum Lernen hatten. Vieles, von der Anwendung elektrischer Geräte bis zur Anwendung spezieller Medikamente für bestimmte Krankheiten ist vielleicht für Sie selbstverständlich, Ihrer Partnerin aber völlig unbekannt, meist auch das logische Denken. Wenn Sie Ihrer Frau etwas sagen wollen und sie versteht es nicht, fühlen Sie sich vielleicht hilflos, weil Sie glauben, Ihre Frau will Sie nicht verstehen oder sie ist einfach zu dumm. Und wenn Sie sich hilflos fühlen, dann neigen Sie dazu, irgendeine Kurzschlußhandlung zu begehen oder zu schreien. Beides hilft nicht.
Ihre Frau kann Sie dann wohl besser hören, aber immer noch nicht besser verstehen. Und sie wird in Zukunft noch mehr Angst vor Ihnen haben. Sie erreichen also das Gegenteil von dem, was Sie wollen. Geduldige Erklärungen helfen hier mehr.
Versuchen Sie, Ihrer Partnerin ganz in Ruhe etwas zu erklären, wenn sie es nicht weiß – und ganz in Ruhe zuzuhören, wenn sie fragt, antwortet oder Ihnen widerspricht. Und geben Sie ihr für das, was sie tut und lernt, auch etwas Anerkennung, für die Mühe, die sie sich macht, etwas für Sie zu tun. Wenn Ihre Partnerin empfindet, daß sie von Ihnen akzeptiert wird und gemeinsam mit Ihnen leben kann, wird sie dies ernsthaft versuchen. Besonders dann, wenn sie keine eigene Familie unterstützen muß.
Doch wenn Ihre Partnerin sich auch von Ihnen verlassen fühlt, werden sie nur die Rolle eines Versorgers oder eines Goldesels erhalten. Das kommt dann ganz auf Sie an. Aber sie sollten wissen, daß solch eine Beziehung nur solange hält, wie Sie unbedingt gebraucht werden. Je mehr Geld Ihre Partnerin sparen kann, desto näher rückt dann der Tag, an dem sie es nicht mehr nötig hat, mit einem Farang zu leben, ihm zu dienen und das zu tun, was er will oder was er befiehlt.
Mit besten Grüssen
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