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    Gruberts‘ Lieblingsautor in Sachen Thailand!

    Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 13

    Erstellt von Admin am 26. April 2009

    Teil 13

     

     

    Und wenn ich nicht mehr zahlen kann?

    Ich habe schon vor über einem Jahr ein Mädchen kennengelernt, das aus Mukdahan kommt. Kop ist noch sehr jung und unerfahren, aber ich habe mich gleich in sie verliebt.

    Als wir uns gerade eine Woche kannten, wurde ihre Mutter krank und mußte ins Krankenhaus. Ich konnte damals mit etwas Geld aushelfen, aber die Mutter wurde nicht besser und mußte immer weiter behandelt werden und ich habe Kop aus Deutschland immer weiter Geld geschickt, damit die Mutter den Arzt bezahlen kann. Als ich vor einem halben Jahr wiederkam, traf ich Kop erst zwei Tage später als vereinbart. Sie kam gerade von ihrer Mutter, der es sehr schlecht ging. In den drei Wochen, die ich hier war, haben wir uns sehr gut verstanden und ich wollte sie nach Deutschland mitnehmen.

    Sie wollte das auch, aber dann sagte sie, das ginge nicht, weil sie ihre Mutter nicht alleine lassen kann. Dann meinte sie, daß es ihrer Mutter vielleicht besser geht, wenn wir ihr ein kleines Haus bauen, weil das Haus, in dem sie jetzt lebt, nur aus Holz und aus Bambus gemacht ist und es regnet immer hinein. Dann habe ich ihr das Geld für ein kleines Häuschen geschickt, was ja in den Dörfern nicht so teuer ist. Aber danach ist Kop krank geworden und ich mußte ihr Geld für das Krankenhaus schicken.

    Als wir uns jetzt getroffen haben, kam Kop auch gerade wieder aus dem Dorf. Der Mutter geht es nicht besser und ich mußte wieder helfen, weil der Vater wegen der vielen Kosten sein Land verpfändet hat und das Land verliert, wenn er den erhaltenen Kredit jetzt nicht zurückzahlt. Außerdem brauchte sie Geld für das Haus, weil das Geld, das ich geschickt hatte, nicht gereicht hat und jetzt dringend das Dach gedeckt werden muß. Kop war in dieser Zeit sehr lieb zu mir. Als ich ihr aber vorschlug, wir sollten uns das Haus einmal ansehen, wollte sie nicht und sagte, sie kann nicht mit einem fremden Mann nachhause fahren, wenn sie nicht verheiratet ist.

    Als ich ihr sagte, wir können ja heiraten, meinte sie, das geht nur, wenn ich mit ihr in Thailand lebe. Aber ich bin jetzt 54 Jahre und arbeite im Maschinenbau. Ich kann jetzt noch nicht nach Thailand gehen. Aber ich kann auch nicht dauernd nur Geld schicken, weil mein Konto immer kleiner wird. Ich liebe Kop immer noch, aber wie soll das jetzt weitergehen und was passiert, wenn ich nicht mehr zahlen kann?

    Franz B.

    – – – – – – – – – – –

    Lieber Franz,

    Sie sind nicht alleine. So ähnlich wie Ihnen geht es vielen Ausländern, die hier junge, unerfahrene Mädchen kennenlernen. Es ist geradezu charakteristisch für die jungen unerfahrenen Mädchen, die in Pattaya ältere Ausländer treffen, daß sie häufige, unvorhersehbare Finanzprobleme haben, sowie als auch einen väterlichen Freund, der ihnen in dieser entsetzlichen Situation selbstverständlich vollkommen uneigennützig hilft.

    Die wichtigste Frage ist eigentlich, was sie in diesem Mädchen sehen und worin die Liebe besteht, von der Sie sprechen. Sind es die vielen Übereinstimmungen, die Sie teilen, die gleiche Begeisterung für dieselben Fernsehprogramme und Videofilme, dieselbe Anschauung vom gesellschaftlichen Leben und der Politik, die gleichen Interessen für Freizeitgestaltung und Hobbies, der gleiche Geschmack für Kleidung und Speisen? Wenn man gemeinsam leben will, dann braucht man doch Gemeinsamkeiten. Worin bestehen die? Aber wir wollen nicht nur fragen, wir wollen auch Ihre Frage beantworten, wie es jetzt weitergeht. Wir haben darüber unseren Hausastrologen befragt und der erklärt, daß sich hier der Merkurius zu sehr an die Venus angenähert hat, woraus große Komplikationen entstehen und er sagt, es steht viel Unglück ins Haus.

    Jetzt wird der Bruder von Kop erst einmal einen schweren Motorradunfall erleiden, an dem er völlig unschuldig ist, aber er muß das Krankenhaus und das Motorrad bezahlen, das er nur geliehen hatte. Dann braucht er ein neues Motorrad, wahrscheinlich eine Harley Davidson oder eine 500-er von Toyota, weil er sonst nicht zur Arbeit fahren kann. Dann muß das Haus verputzt werden, Türen und Fenster fehlen auch noch und der Fußboden muß gelegt werden. Dann führt der Vater sich mit dem Traktor über den Fuß, bei der Flucht vor dem Traktor wird er von einem Krokodil gebissen und muß ins Krankenhaus. Die Krankheit der Mutter wird immer schlimmer, der Vater muß weitere verpfändete Felder auslösen, die er vergessen hatte, eine Großmutter muß wegen Leistenbruch ins Krankenhaus und anschließend beerdigt werden und wenn Sie in Deutschland sind, hat Kop einen teuren Unfall und braucht dringend finanzielle Hilfe.

    Wie, glauben Sie, hat Kop, die als Arbeiterin im Monat vielleicht drei- bis allerhöchstens viertausend Baht im Monat verdienen könnte, die Herkunft des vielen Geldes ihren Eltern erklärt – vorausgesetzt, daß sie welche hat? Und warum wäre es den Eltern nicht zumutbar, daß ihre Tochter mit dem Mann nachhause kommt, der ihnen ein Haus baut, das Leben der Mutter erhält, dem Vater seine Felder schenkt, für das Leben der Tochter aufkommt und ihre Krankenhausrechnungen bezahlt? Könnten sie es nicht ertragen, den Mann zu sehen, von dem sie leben, den ihre Tochter liebt und den sie heiraten will? Das wäre in den Dörfern in Thailands armem Norden etwas ganz Neues.

    Falls Sie immer noch glauben, daß es der Mutter so schlecht geht und sie immer wieder ins Krankenhaus muß, dann verlangt es doch eigentlich der Anstand, diese arme Frau im Krankenhaus zu besuchen und vielleicht auch mit den Ärzten zu sprechen. Außerdem müßten Sie mit dem Vater wegen des Hauses sprechen, in dem er leben will und dessen Bau Sie bezahlen. Ein Besuch der Familie wäre also mehr als gerechtfertigt, äußerst empfehlenswert und ganz bestimmt informativ. Auch auf die Gefahr hin, daß es entweder den Vater, die Mutter oder das Haus gar nicht gibt. Denn es ist doch immer wieder schön, Gewißheit zu haben.

    Ach ja, Ihre letzte Frage: Wie es weitergehen soll, wenn sie nicht mehr zahlen können. Nun, in diesem Falle geht wohl nichts mehr weiter und ihre Freundin wird sich wahrscheinlich gezwungen sehen, leider, leider einen anderen väterlichen Gönner zu suchen, weil ihre Mutter ins Krankenhaus muß und der Bruder einen Motorradunfall hat. Ansonsten geht nichts weiter. Aber das läßt sich ausprobieren. Wie wär’s, wenn Sie ihrer Kop mitteilen, daß Sie kein Geld mehr haben und sie fragen, ob sie Ihnen jetzt vielleicht helfen könnte? Die Reaktion dürfte auf jeden Fall sehr aufschlußreich sein, glaubt

    Ihr Paule

     

    Meine Frau braucht dringend Goldschmuck…

    Ich komme jedes Jahr für zwei Monate nach Thailand. Beim letzten Mal habe ich meine Suni kennengelernt, vor Buddha im Dorftempel geheiratet und ein kleines Haus gekauft. Dann bin ich wieder nach Deutschland gefahren, denn ich muß noch viel Geld verdienen, um mit ihr hier leben zu können. In Deutschland habe ich einen Thai-Kursus belegt. Dabei habe ich erfahren, daß das Haus, das ich meiner Frau gekauft habe, zwar richtig auf ihren Namen eingetragen ist, daß sie es aber schon vor sechs Jahren besessen hat.

    Sie hat mir nur die Urkunde und ihren Namen gezeigt und ich habe nicht auf das Datum gesehen. Später hat sie mir geschrieben, die haben sich auf dem Amt nur vertippt. Ich habe ihr Geld zum Leben geschickt, dann habe ich Geld geschickt, um das Haus zu reparieren, für ihren kranken Vater und weil sie einen Unfall gehabt hat.

    Als ich jetzt auf Urlaub kam, war sie in Pattaya in einer Bar. Sie sagt, sie hat nur ihre Schwester besucht, die aber in einer ganz anderen Bar arbeitet. Dann wollte sie von mir Geld zum Leben, Geld für neue Kleidung und Goldschmuck haben. Sie hat gesagt, sie muß im Dorf ihren Goldschmuck zeigen, weil das erwartet wird, wenn eine Frau mit einem Farang verheiratet ist, sonst machen wir uns lächerlich. Ist das nun alles so üblich, oder versucht sie, mich auszunehmen? Und wie kann ich mich dann ich dagegen wehren?

    Arno F.

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    Lieber schlitzgeohrter Liebeskasper,

    eine Heirat ist der sinnlose Versuch zweier Leute, den Partner zu besitzen. Eine Heirat vor Buddha ist der schlitzohrige Versuch, den Partner zu besitzen, ohne selbst gebunden oder verpflichtet zu sein, weil die Heirat ja offiziell nicht gültig ist. Glaubst Du wirklich, daß Du per Zufall eine Frau triffst, die mit der Liebe Geld verdient, nun aber, weil sie einen Arno gesehen hat, sich zum liebevollen Eheleben mit einem abwesenden Arno bekehrt und nichts Besseres zu tun hat, als im Dorf auf seinen Urlaub zu warten? Auf einen Arno, der einmal im Jahr kommt, sich kaum überlegt, wie es ihr geht und wie sie leben kann, der sie aber für hübsch und praktisch hält und deshalb sein Besitzrecht gut bezahlt?

    Hast Du Dir überlegt, was Du von ihr willst und was Du an ihr liebst? Hast Du sie gefragt, wie sie leben will und wie Du ihr dabei helfen kannst? Nein? Macht nichts. Offensichtlich will sie nur Geld haben und Du hast ihr dabei schon viel geholfen. Sie ist nach Pattaya gekommen, weil sie Geld liebt und nicht etwa einen Fremden, den sie einmal im Jahr sieht. Du willst nur ihren Körper, wenn Du auf Urlaub bist. Und sie will nur Dein Geld. Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, bei dem jeder nur freiwillig bezahlt. Aber, wie Du Dich vor Dir schützen kannst, weiß ich auch nicht.

    Beste Grüsse, Dein Paule Plapper

     

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    Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 12

    Erstellt von Admin am 24. April 2009

    Teil 12

     

    Muß ich für meine Kinder bezahlen?

    An Paul Plapper,

    Ich bin seit sieben Jahren mit einer Thailänderin in Deutschland verheiratet, wo wir auch leben. Aber meine Frau will nur immer Geld von mir und sie gibt vielzuviel aus. Wir haben auch zwei Kinder, die sind jetzt vier und sechs Jahre alt. Aber ich muß leider sagen, daß meine Kinder mehr in Richtung meiner Frau geraten und dumm sind. Sie sprechen beide kein Deutsch und kein Englisch, ich kann aber kein Thai, kann also nicht einmal mit ihnen sprechen. Meine Frau beschäftigt sich immer nur mit den Kindern und hat für mich keine Zeit und kein Interesse.

    Jetzt habe ich aber im Urlaub eine andere Thailänderin kennengelernt, mit der ich viel lieber leben würde. Sie ist viel jünger, viel netter und liebevoller. Wenn ich jetzt meine Frau verlasse, muß ich ihr dann Unterhalt zahlen, obwohl sie Thailänderin ist und es in Thailand kein Unterhaltsgesetz gibt? Kann man mich in Thailand zur Unterhaltszahlung verurteilen? Eine frühere Freundin von mir, die in Thailand lebt, hat es versucht und hat gesagt, sie kann mich nicht zur Zahlung zwingen. Wenn ich jetzt einfach weggehe, weiß sie doch gar nicht, wo ich bin und ich muß mich ja nicht bei der Botschaft melden. Kann sie mich dann trotzdem verklagen? Was kann ich jetzt am besten tun, um weitere unnötige Kosten und Probleme zu vermeiden?

    Theo Sch.

    – – – – – – – – – – –

    Hallo, Theo,

    zunächst zu Deinem größten Problem: Um weitere Kosten und Probleme zu vermeiden, raten wir dringend zu einer sofortigen Kastration.

    Doch diese verringert nur die in Zukunft zu erwartenden Kosten und Probleme und nicht etwa die aus der Vergangenheit herrührenden. Wenn ihr in Deutschland nach deutschem Gesetz verheiratet seid, so gelten auch die deutschen Unterhaltsbestimmungen und die Unterhaltsverpflichtungen für Dich, wo immer Du Dich auch befindest. Du kannst auch in Abwesenheit verurteilt werden und spürst die Folgen dann erst, wenn Du wieder einmal nach Deutschland fährst – oder etwa einen neuen Reisepaß brauchst.

    Aber das eigentliche Problem ist nicht etwa die böse Justiz, sondern Dein mieser Charakter. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann hast Du schon einmal eine Freundin mit einem Kind sitzen lassen, nicht wahr? Und dann hast Du eine andere geheiratet, die Du jetzt mit zwei Kindern sitzen lassen willst, weil sie zuviel Geld will, sich nicht genug mit Dir beschäftigt und Du eine jüngere Frau kennengelernt hast, die etwas schlanker, unerfahrener und deshalb noch netter und liebevoller ist.

    War denn Deine Frau nicht liebevoll, als ihr geheiratet habt? Was glaubst Du wohl, warum sie jetzt nicht mehr liebevoll ist? Ist ihr die Liebe vielleicht ausgegangen, weil Du ihr nie welche gegeben hast? Ich möchte fast wetten, wenn ich Dich frage, was der Unterschied zwischen einem Sofa und einer Frau ist, dann antwortest Du, der läge darin, daß ein Sofa keine Kinder kriegt und kein Geld ausgibt.

    Du beklagst Dich, daß Deine Frau sich nicht mit Dir beschäftigt. Wieviel hast Du Dich denn mit ihr beschäftigt – jenseits der von Dir bevorzugten sexuellen Kampfsportarten? Wahrscheinlich genausoviel, wie mit Deinen Kindern. Die leiden übrigens nicht darunter, daß sie dumm sind, sondern darunter, daß sie einen dummen Vater haben. Kleine Kinder lernen auch in Deutschland zuhause nicht die deutsche Sprache, weil der Vater einen deutschen Reisepaß hat, sondern nur, wenn er mit ihnen in Deutsch spricht und sich mit ihnen beschäftigt. Kinder lernen eine Sprache auch dann nicht, wenn man ihnen sagt, sie sollen die Sprache erst einmal beherrschen und später würde der Vater dann mit ihnen auch sprechen.

    Hast Du Dich jemals um Deine Kinder gekümmert, oder hast Du sie nur spüren lassen, daß sie Dich stören und daß Du sie für dumm hältst? Hast Du Dich jemals um Deine Frau gekümmert und ihr geholfen, Deutsch zu lernen, oder hast Du sie nur spüren lassen, daß sie Dich stört, daß Du Dich nur für den Gebrauch eines Frauenkörpers interessierst und vielleicht noch für die Zärtlichkeit und die Zuneigung, die eine Frau Dir gibt, aber nie für ihre Person oder eine Gemeinsamkeit?

    Du beschwerst Dich, daß Deine Frau sich nur um die Kinder kümmert, wenn Du da bist. Abgesehen davon, daß das nicht sehr oft zu sein scheint, bist Du schon einmal auf den Gedanken gekommen, daß Du Dich um Deine Frau und Deine Kinder kümmern könntest, daß ihr eine Familie seid und etwas zusammen tun und unternehmen könnt oder willst Du schon einmal üben, Dich darüber zu beschweren, daß Deine Kinder sich auch nicht genug um Dich kümmern?

    Du hättest längst bemerken müssen, daß an Dir etwas verkorkst ist, spätestens in den Stunden, die Du alleine bist, in den Nächten, in denen Du nicht einschlafen kannst und in den Momenten, in denen Du Menschen begegnest, aber einfach nicht in der Lage bist, auf diese Menschen einzugehen, sondern lieber small talk, den Partylöwen und den feurigen Liebhaber spielst, nicht wahr? Du hast doch nicht etwa schon einmal mit anderen Menschen über ihre Gefühle oder gar über Dich oder Dein Leben gesprochen? So enge Beziehungen stören Dich doch nur.

    Aber jetzt hast Du einen praktischen Ausweg gefunden. Du brauchst nichts an Dir zu ändern, um mit einem Menschen leben zu können. Du hast schon wieder eine jüngere, liebevolle Thai gefunden, die Dich noch nicht kennt. Deshalb laß’ Dich schnell kastrieren, rät

    Paule Plapper

     

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    Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 11

    Erstellt von Admin am 22. April 2009

    Teil 11

     

    Es ist doch einfach, in Thailand zu leben…

    An die Redaktion,

    Ich war schon dreimal in Thailand und ich habe in Pattaya eine Freundin. Seither macht es mir keinen Spaß mehr, in Deutschland in einer Bank zu arbeiten. Ich habe gehört, daß es einfach ist, in Thailand zu leben. Man kann eine Company gründen und dann unter dem Namen der Company eine Bar oder ein Restaurant aufmachen. In der letzten Zeit habe ich aber keine guten Nachrichten von Thailand gehört. Könnt Ihr mir sagen, wie das jetzt ist oder was man machen kann?

    Beste Grüße von Boris M.

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    Hallo, Boris,

    es sind gleich mehrere Themen, die Du auf einmal anschneidest. Irgendwie hörst Du Dich an, als wenn Du sagst, Du machst hier jetzt eine Sprachschule für Thai und Chinesisch auf, Du mußt nur noch die Sprachen lernen. Ich glaube Dir, daß Du essen und trinken kannst, aber das beweist nicht, daß Du Koch oder Gastwirt bist. In eine Bar gehen die Leute zur Unterhaltung und nicht, weil sie zuhause nicht trinken dürfen. Ein guter Gastwirt muß eine Kreuzung zwischen Psychotherapeut, Alleinunterhalter und Organisationstalent sein. Er muß die Gäste unterhalten.

    In Pattaya brauchst Du außerdem hübsche Mädchen, die mit Kunden umgehen und auch sprechen können. Das setzt voraus, daß Du mit den Mädchen umgehen und sprechen kannst. Wenn Du ‘gute Geister’ suchst, die für ein paar Baht die Arbeit machen und Du glaubst, Du brauchst nur noch zu kassieren, dann bist Du bald von allen guten Geistern verlassen.

    Es ist (theoretisch) richtig, daß ein Ausländer eine Company eröffnen und sich als Geschäftsführer einsetzen kann. Das wird dann eine ‘ausländische Company’ genannt. Die Company muß mindestens sieben Teilhaber haben und die Besitzmehrheit (in der Regel zwischen 51 und 70 Prozent) muß in thailändischen Händen liegen. Die Mehrheit ist übrigens auch berechtigt, den Geschäftsführer abzusetzen oder sogar zu entlassen. Er hat bei über 25 Prozent Anteil ein Einspruchsrecht. Dann kann mit einem langwierigen Prozeß in Thai ein Gerichtsbeschluß erwirkt werden, dessen Ausgang ungewiß ist. Es gibt keinen Grund zur Annahme, daß die anderen Teilhaber sich nicht früher oder später darauf besinnen, wieviel ihnen und wie wenig Dir von dieser Company gehört.

    Doch die Voraussetzungen zur Gründung einer Company und zum Erhalt einer Arbeitsgenehmigung haben sich geändert. Der geschäftsführende Direktor der Thailand Co., Ltd. empfindet Ausländer als Konkurrenz in seiner eigenen Firma. Es sei denn, sie kritisieren die Regierung; dann sieht er sie als ein nationales Sicherheitsrisiko. Der Arbeitsminister sieht Ausländer als ein nur begrenzt hinzunehmendes Übel und der Innenminister sieht Ausländer als das Übel schlechthin.

    Die Gründung einer Company zur Eröffnung eines kleineren Restaurants oder einer Bar wird nicht mehr genehmigt. Es ist auch nicht neu, daß Ausländer keine Genehmigungen mehr für Restaurants oder Bars erhalten. Die Aufenthaltsgenehmigung für einen Ausländer ist nach Auskunft der Einwanderungsbehörde Pattaya davon abhängig, daß er 800.000 Baht auf seinem thailändischen Konto oder eine entsprechende Rente hat und über 55 Jahre alt ist, oder eine Arbeitsgenehmigung besitzt.

    Von dem für Pattaya zuständigen Arbeitsamt in Chonburi werden kaum noch Anträge auf Arbeitsgenehmigungen oder Verlängerungen genehmigt. Eine der Begründungen lautet, daß die Firma, für die der Ausländer arbeitet, dem Staat voraussichtlich keine sehr hohen Einnahmen bringt und die Anzahl thailändischer Arbeiter, die bei der Company einen Arbeitsplatz erhalten, nur gering ist und daß aus diesem Grund kein Anlaß besteht, einem Ausländer eine Arbeitsgenehmigung zu erteilen. Dieser Bescheid ging auch an Leute, die schon seit vielen Jahren eine Arbeitsgenehmigung hatten oder einen eigenen Betrieb geführt haben.

    Der Gouverneur von Chonburi und der Innenminister sehen eine Bedrohung des Staates durch Ausländer, die mit einer thailändischen Frau verheiratet sind, die dann auf ihren Namen eine Bar führt. Obwohl das völlig legal ist, will die Regierung diese Praxis ausmerzen, ‘um Jugendliche vor der Prostitution und vor dem Konsum illegaler Drogen zu schützen’.

    Weshalb in der Bar einer Thailänderin, die nicht mit einem Ausländer verheiratet ist, weniger Prostitution vorkommen soll, ist nicht einsichtig. Es geht also letztlich nicht darum, die Prostitution oder den Drogenkonsum einzugrenzen, sondern darum, Ausländer in erster Linie aus der Gastronomie und den Bars, aber auch ganz allgemein aus dem Geschäftsleben und offensichtlich aus dem Land auszugrenzen.

    Die Aufenthaltsbedingungen für Ausländer sind in den letzten Jahren zunehmend verschärft worden und es ist auch nicht mehr als sicher anzunehmen, daß ein Ausländer eine Arbeitsgenehmigung erhält, nur weil er die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Es hat sich gezeigt, daß die Aversion eines Beamten gegen Ausländer sein Ermessen bestimmen kann.

    Ob Deine Freundin heute oder im nächsten Jahr noch Deine Freundin ist und ob Du in einem Jahr noch in Thailand leben willst, ist auch nicht sicher. Für ein Jahr auf Probe zu kommen, das Land näher kennenzulernen und Thai zu lernen empfiehlt

    Dein Paule
     

     

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    Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 10

    Erstellt von Admin am 20. April 2009

    Teil 10

     

     

    Ich kann die Frauen nach Deutschland holen…

    An die Redaktion

    Ich habe bei Berlin eine große Bar, die viel besser laufen würde, wenn ich ein paar flotte Bienen hätte. Ich habe gehört, daß die Thaifrauen in den Bars sich darum reißen, nach Deutschland zu kommen. Wenn ich ein Ganzkörperfoto von Superfrauen kriege, kann ich denen einen Arbeitsvertrag als Serviererinnen schicken und wenn sie den Papierkram erledigt haben, können sie hierher kommen und bei mir anfangen.

    Ich hab’ im dritten Stock vier Zimmer, da können sie viel verdienen, weil die Männer immer wild auf scharfe Weiber sind. Was muß ich tun, daß die sich melden? Kann ich bei Euch eine Annonce aufgeben oder könnt Ihr mit den Frauen reden? Wir können auch eine Kommission abmachen, die ich zahle, wenn die Frauen hier ihr Geld verdienen.

    Rüdiger W.

    – – – – – – – – – – –

    Hallo, Rüdiger,

    das geht alles ganz einfach und es gibt überhaupt keine Probleme. Vorher müssen natürlich einige Formalitäten erfüllt werden. Du mußt  zur Polizei gehen und ein Diplom als staatlich beglaubigter Zuhälter beantragen. Dafür mußt Du Beweise für erfolgreiche Zuhälterei mitbringen. Wenn Du dann bei guter Führung nach etwa drei Jahren wieder entlassen wirst – schneller geht’s nicht, weil eine matschige Birne nicht als mildernder Umstand anerkannt wird – , kannst Du als eingetragener Zuhälter die Serviererinnen hier selbst abholen. Du kannst aber auch ersatzweise einen Klempner für eine Hirnoperation rufen, Du bist nämlich nicht ganz dicht.

    Die Mädchen arbeiten in den Bars, weil sie sonst nichts können und nichts haben. Die meisten gehen in die Bars, und versuchen, einen Mann zu finden, der ihnen für einige Tage, Wochen oder Jahre den Unterhalt für sie, ihre Eltern und ihre Kinder bezahlt, oder sie suchen ein paar doofe Ausländer, die sie ausnehmen können. Wenn sie fähig wären, ‘den Papierkram’ für einen Reisepaß, für ein Visum und eine Flugreise selbst zu erledigen und alleine nach Deutschland zu fliegen, dann brauchten sie nicht für 1.600 bis 2.000 Baht monatlich in einer Bar zu arbeiten.

    Und wenn sie tatsächlich die zwanzig Gehälter gespart haben sollten, die Papierkram und Flug kosten, sind sie doch nicht dumm genug, die wegzuwerfen, um  bei Berlin nach einem Rüdiger zu suchen, der eine Kneipe mit vier Zimmern hat. Und ‘heiße Superfrauen’ gibt’s hier nicht. Die Frauen kommen nicht als geprüfte Nymphomaninnen hierher, sondern zum Geldverdienen und haben überhaupt keine Lust, ‘heiß’ zu sein. Wenn Du eine Frau suchst, dann mußt Du schon selber kommen, weiß

    Dein Paule

     

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