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	<title>travel-funblog &#187; Gastautoren</title>
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	<description>Reiseblog für Singlemänner</description>
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		<title>Geng Ben: One Night in Bangkok Teil 3</title>
		<link>http://www.travel-funblog.com/2009/04/30/geng-ben-one-night-in-bangkok-teil-3/</link>
		<comments>http://www.travel-funblog.com/2009/04/30/geng-ben-one-night-in-bangkok-teil-3/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 09:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastautoren]]></category>

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		<description><![CDATA[9. Tag/2. Teil: Immer noch über die erhaltene Abfuhr nachgrübelnd, marschiere ich in den Morgen. Es ist kurz vor fünf Uhr und es ist immer noch eine Menge auf den Strassen von Bangkok los. Da treffe ich sie. Mit einem charmanten Lächeln kommt mir eine süße kleine Thai-Maus mit tiefem Ausschnitt entgegen. Sie hat offensichtlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">9. Tag/2. Teil:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Immer noch über die erhaltene Abfuhr nachgrübelnd, marschiere ich in den Morgen. Es ist kurz vor fünf Uhr und es ist immer noch eine Menge auf den Strassen von Bangkok los. Da treffe ich sie. Mit einem charmanten Lächeln kommt mir eine süße kleine Thai-Maus mit tiefem Ausschnitt entgegen. Sie hat offensichtlich Silikontitten. Gleichzeitig ist sie so klein und zierlich, dass es sich unmöglich um einen Ladyboy handeln kann. Ich quatsche sie an und lade sie auf einen Drink ein. Sie hat einen &#8211; soweit ich das beurteilen kann &#8211; einen traumhaften Körper. Lediglich ein Makel fällt mir ins Auge: Sie leidet unter einem relativ ausgeprägten Überbiss (so im Doris Schröder-Köpf-Style). Aber absolute Perfektion langweilt mich ohnehin.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie bestellt ein Heineken, stößt mit mir an und zeigt mir ihr Handy. Als Bildschirmhintergrund ist ein perfekt geformtes nacktes Paar Brüste zu erkennen. Es handelt sich offensichtlich um ihren Vorbau &#8211; damit bin ich ihr endgültig verfallen. Ihr Name ist Ann. Ich nehme sie mit auf mein Hotelzimmer. Sie zieht sich aus und präsentiert mir ihren Körper. Würde man in Deutschland ein Mädel mit einer solchen Figur bumsen wollen, müsste man sich an einer Zehnjährigen vergreifen. Ich habe noch nie einen derart gertenschlanken Body gesehen dem gleichzeitig alles krankhaft Magere völlig abgeht. Eine akkurat blankrasierte Muschi unterstreicht ihre kleinmädchenhafte Art. Innerlich entfährt mir ein lauter Jubelschrei: Juhuu, meine erste haarfreie Möse in Thailand.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wir duschen gemeinsam. Ich möchte sie am liebsten direkt unter dem lauwarmen Wasserstrahl knallen. Danach nehme ich sie huckepack und werfe sie aufs Bett. Sie lutscht, hungrig schmatzend, meinen Schwanz. Wenige Minuten später ziehe ich mir ein Gummi über und will loslegen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das passiert das Unbegreifliche: Das exzessive Leben der letzten Tage fordert schlagartig seinen Tribut. Aus dem Nichts überkommt mich die tiefe Niedergeschlagenheit, die Sexsüchtige bisweilen überfällt. Ich fühle mich leer und ausgebrannt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Üble Gedanken peinigen mich:<br />
Was mache ich hier eigentlich?<br />
Welches Ziel verfolge ich überhaupt?<br />
Versuche ich durch meine Rastlosigkeit und meine Triebhaftigkeit nicht nur krampfhaft, die Leere in meinem Dasein zu überspielen?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Meine Erektion schrumpft und fällt in sich zusammen. Mit traurigem Blick schaut Ann mich an und fragt mit leiser Stimme: &#8220;What can I do for you, boy?&#8221; Sie versucht mich aufzumuntern, indem sie mir ein paar selbstgedrehte Handy-Sexfilme vorspielt. Zu sehen, wie ein 45jähriger, hässlicher Europär mit krummem Riesenschwanz sie knallt, macht mich aber auch nicht wirklich geil. Durch einen mit Vehemenz durchgeführten Handjob entringt sie mir schließlich tatsächlich einen kümmerlichen Samenerguss.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Danach beweist sie mir, welch unglaubliche Energie in ihrem winzigen Körper steckt. Mit rührender Hingabe widmet sie sich die nächsten drei Stunden ausschließlich meinem Schwanz. Sie spricht mit ihm, streichelt ihn, bläst ihn und tut alles um mich spüren zu lassen: &#8220;Es gibt nichts Wichtigeres in meinem Leben als deinen Schwanz.&#8221;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie unterbricht ihre aufopferungsvolle Arbeit nur, um gelegentlich mit gespreizten Beinen über meinem Kopf zu tanzen und mir tiefe Einblicke in ihre fleischige Möse zu gewähren. Schließlich hat sie mich soweit: Er steht wieder. Sie setzt sich auf mich und reitet mich auf eine unnachahmlich federleichte Art und Weise. Laut keuchend spritze ich ab. Im Moment der Ejakulation spüre ich all meine Depressionen verfliegen. Ich bin wieder ganz der Alte. Eine Stunde später bumse ich sie heftig und kraftvoll als wäre nichts gewesen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Schließlich ist es elf Uhr. Die Sonne knallt. Wir schnappen uns ein Tuk-Tuk und gehen früstücken (Foodland, Sukhumvit Soi 5, warme Küche rund um die Uhr).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich bin glücklich &#8211; und ein bisschen verliebt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Moinsen,</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">da bin ich wieder.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Seit heute Nacht hat Hamburg mich wieder. Ab sofort gibt es meine Berichte sogar mit ö, ü, ä und ß. Und nein: Ich habe keine Minderjährigen geknallt, nur damit dieser Thread offen bleibt (oder habe ich da was falsch verstanden?).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Rückflug mit LTU. Superempfehlenswerte Fluglinie: das mieseste Essen, die häßlichsten Stewardessen. Werde mal versuchen, die letzten Tage noch niederzuschreiben. Und danach gibt&#8217;s noch ein paar (wenige) Fotos. Vorausgesetzt natürlich, meine Digi-Cam ist bereit mit diesem Kack-Apple hier zu kommunizieren. Zur Abwechslung sind sogar mal Bildern von Bangkok dabei &#8211; habe die Taxifahrt zum Flugafen sinnvoll genutzt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">10. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich wache auf. Es ist 20 Uhr. Ann liegt neben mir. Ich stupse sie. Sie schaut mich verschlafen an. Dann kriecht sie unter die Decke und bläst mir einen. Schließlich schleppe ich mich ins Bad, mache mich ausgehfertig und verschwinde. Nach einer ausgiebigen Thai-Massage nehme ich mir ein Taxi in die Sarasin Road. Dort besuche ich das Brown Sugar &#8211; eine Blüs- und Jazz-Bar.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ein seltsames Gefühl: Nach zehn Tagen der erste normale Laden. Keine Ladies die einen anquatschen, kein Table-Dancing, kein Hormonstau. Stattdessen feine Live-Musik. Gegen 1 Uhr verschwinde ich und treffe mich mit Ann. Wir verabreden uns zum Abendessen in die Sukhumvit Road. Dort sitzen wir an der Strasse und futtern. Ich bin in einer sehr entspannten und freundlichen Stimmung: Wir sitzen im Freien, es ist mitten in der Nacht, das Leben tobt und wir schlürfen Suppe mit Nudeln und Fischbällen (umgerechnet 50 Cent teuer).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Danach geht‘s ins Hotel. Ich bombe mir zwei Caverta und habe einen Riesenständer &#8211; gefühlte 2,8 Meter lang. Läge nicht dieses zauberhafte Wesen neben mir, würde ich mit meinem kleinen Freund wahrscheinlich Löcher in die Hotelwände rammen. Ich fühle mich potent wie ein Stier &#8211; nur das komische weiße Flimmern vor den Augen stört ein bisschen. Scheiße, war wohl eine Überdosis. Ich bumse sie, spritze ab, bumse sie umgehend noch mal, spritze ab, bumse weiter, spritze nicht mehr ab und gebe nach einer weiteren Stunde Non-Stop-Fickerei schließlich auf. Ein Hoch auf die moderne Medizin. Gegen 8 Uhr in der Früh schlafen wir erschöpft ein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">11. Tag.: </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich stehe auf, packe Ann in ein Taxi und gehe Einkaufen. Erst die dritte Apotheke hat Caverta. Ich kaufe 16 Stück und handle einen Superpreis aus: 2000 Baht, umgerechnet 40 Euro. Macht 2,50 Euro pro Tablette. Zum Vergleich: Viagra hat in Bangkok einen Stückpreis von 16 Euro.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Danach gehe ich in eine der üblichen Bumsbars. Ich ordere ein Radler und picke mir aus der mich umgebenden Mädchentraube die Hübscheste aus. Sie heißt Nui, ist 26 Jahre alt und eine richtige Schönheit. Sie hat lange, schlanke Beine, ist über 1,70 Meter groß und definitiv kein Ladyboy. Ich lasse mir ihre Telefonnummer geben und verspreche ihr, mich später zu melden. Neben ihr sitzend, überprüfe ich durch einen Probeanruf die Richtigkeit der Nummer. Leider habe ich in der Zwischenzeit ihren Namen vergessen und rufe statt Nui Noi an. Die freut sich riesig, von mir zu hören (wer zum Teufel ist Noi?). </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nui hingegen fällt vor Lachen fast vom Barhocker. Diese dämlichen Thai-Namen machen mich noch mal wahnsinnig. Ich verabschiede mich von Nui und ziehe weiter.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es ist mal wieder Zeit für etwas Landeskunde.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gewisse Dinge sollte man in Bangkok besser bleiben lassen (gilt zum größten Teil auch für Rest-Thailand):</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals auf Geldstücke treten &#8211; da ist nämlich das Bild des Königs drauf.<br />
Füße gelten als unrein &#8211; der Tatbestand der Majestätsbeleidigung wäre damit erfüllt. Und darauf stehen bis zu 15 Jahre Knast. Deshalb gilt auch:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals Geldscheine zerknüllt in der Hosentasche tragen &#8211; auch das wird als deutliches Zeichen der Geringschätzung gegenüber dem König missbilligt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals im Gespräch die Themen Religion (Buddhismus) oder Königshaus anschneiden. Beides sind tragende Säulen des thailändischen Systems. Kritik daran (vor allem von Ausländern) ist absolut tabu.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals mit dem Fuß auf Leute zeigen &#8211; ihr wisst ja: unrein. Wer jetzt einwendet, dass er grundsätzlich nicht mit dem Fuß auf Leute zeigt, der sei gewarnt. Wer mit übereinander geschlagenen Füßen in der Öffentlichkeit sitzt, zeigt ungewollt ruckzuck mit dem Fuß auf jemanden. Nicht gut.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals in Bangkok einen Mietwagen nehmen. Der Stadtverkehr überfordert definitiv jeden Europäer.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals die Polizei rufen. Jedweden Konflikt sollte man nach Möglichkeit ohne Anrufung der Obrigkeit lösen. Der Polizeiapparat ist korrupt bis dorthinaus. Zudem neigen die Ordnungshüter dazu, sich grundsätzlich auf die Seite ihrer Landsleute zu schlagen. Wenn es denn gar nicht anders geht, ausschließlich die Tourist Police kontaktieren (Tel 1155).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals ohne Gummi bumsen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals auf Buddha-Statuen setzen. Religionsbeleidigung &#8211; Knast.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals Buddha-Statuen ausführen. Das ist offiziell verboten. Damit soll verhindert werden, dass im Ausland damit Schindluder getrieben wird (Buddhafigur als Türstopper, etc.).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals Tiere streicheln. Hunde gibt es in Bangkok wie Sand am Meer &#8211; und die meisten sehen sehr niedlich aus. Sie tragen im Fell jedoch alle denkbaren Krankheiten spazieren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals in einer Go-Go-Bar ein Mädchen aufreißen. Will man es von dort mitnehmen, wird üblicherweise eine Bar-Fee fällig (ab 10 Euro). Nach Ladenschluss hängen die Mädels vor der Bar rum &#8211; dann entfällt die Bar-Fee. Es gibt auch viele Schuppen ohne Bar-Fee (z. Bsp. Thermae).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals in einem Hotel mit Lady-Fee absteigen. Dort kostet es jedes Mal extra, ein Mädel mit aufs Zimmer zu nehmen (ab 10 Euro). </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals mit Ladyboys anbandeln. Hände, Füße, Köpergröße und Adamsapfel (der ist jedoch oft wegoperiert) verraten die Transe. Silikontitten sollten ebenfalls ein Anlass sein, misstrauisch zu werden.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals mit dem Finger auf Leute zeigen &#8211; das gilt als sehr unhöflich.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals gemein zu Frauen sein. Thai-Frauen sind von Natur aus anschmiegsam, liebreizend und unterwürfig. Untersteht euch, das auszunutzen. Behandelt sie mit Respekt. Verarscht sie nicht. Tut ihnen nicht weh.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals zum Liebeskasper werden. Aufgrund der oben genannten Eigenschaften verfällt man schnell in einen besinnungslosen Liebestaumel. Jetzt gilt es, trotzdem klaren Kopf zu bewahren. Überschreibt der Lady nicht gleich euren kompletten Besitz. Und schickt sie nie mit eurer Kreditkarte einkaufen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals in Taxis ohne funktionierendes Taximeter einsteigen. Ihr werdet abgezockt. Weigert sich ein Fahrer das Taximeter einzuschalten, sofort den Wagen wechseln.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals zu offensichtlich Zigarettenkippen wegwerfen. Es gibt in Bangkok sogenannte &#8220;Clean Areas&#8221;. Dort kosten derlei Delikte richtig Asche.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals Drogen konsumieren. Die Polizei greift gnadenlos durch. Im Rahmen von Razzien finden oft Urintests statt. Ihr seid schnell angeschmiert. Wer unbedingt etwas einwerfen will, sollte sich mit dem begnügen, was die Apotheken anbieten. Hier sind eine Menge interessanter Dinge frei verkäuflich (z. Bsp. viele Mittel auf Ampethaminbasis).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals ohne Visitenkarte des Hotels aus dem Haus gehen. Sonst könnte es bisweilen schwierig werden zurückzukommen. Viele Taxi-Fahrer sprechen nämlich kein Wort Englisch.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals auf Schlepper hereinfallen (Obacht vor allem vor Tuk-Tuk-Fahrern). Vor allem niemals in irgendwelche Privaträume mitgehen. Dort wir oft Glücksspiel praktiziert &#8211; und das ist in Thailand streng verboten. Mit der Teilnahme an einer privaten Pokerrunde macht ihr euch erpressbar.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Niemals Edelsteine kaufen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">11.Tag/2. Teil:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich durchstreife die Sukhumvit Road und checke die Ladies.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Da treffe ich Ann &#8211; was so eigentlich nicht geplant war. Eigentlich wollte ich mal wieder etwas Abwechslung. Ich lade sie auf einen Drink ein. Ich quatsche mit ihr und stelle überrascht fest, dass ich gegen die Vorstellung sie eine weitere Nacht bei mir zu haben, nichts einzuwenden hätte. Gedacht &#8211; getan. Wir machen Liebe bis in die Morgenstunden. Wenn wir nicht bumsen, schauen wir fern (Pay-TV inklusive &#8211; keine Pornos aber fette US-Blockbuster nonstop), trinken (ich Radler, sie Thai-Schnaps) oder unterhalten uns über meinen Schwanz. Gegen 8 Uhr in der Früh schlafen wir ein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">12. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mein Urlaub verläuft in immer geordneteren Bahnen: Ich treffe mich mit Ann, wir gehen ficken, pennen bis spätabends, ich werfe sie raus, gehe in ein Internetcafe, gehe zur Massage und treffe mich dann wieder mit Ann. Seltsamerweise gefällt mir dieser eintönige Lebenswandel ganz gut.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ann ist wunderbar unkompliziert. Wir treffen uns in der Nacht wieder in der Sukhumvit. Essen, trinken. Sie gibt mit mir vor ihren Freundinnen an. Inzwischen bin ich nicht mehr ein “Customer“ sondern ihr “Boyfriend“. Als ich sie gebumst habe (die vierte Nacht!!!!!), stelle ich fest, dass sie mich nicht mehr ganz so geil macht. Liebes-Routine droht einzukehren. Schluss mit romantischem Kuschelsex. Es ist an der Zeit, ihrer Grenzen auszuloten. Ich führe mit ihr ein Grundsatzgespräch:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">“Wollen wir zusammen Pornos gucken?“<br />
“Natürlich. Hauptsache du bist glücklich.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">“Darf ich dich in den Arsch ficken?“<br />
“Natürlich. Hauptsache du bist glücklich.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">“Ich hätte gerne Sex zu dritt. Soll ich ein weiteres Mädel einladen?“<br />
“Natürlich. Hauptsache du bist glücklich.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">“Was hälst du von der Idee, sie vor mir zu lecken.“<br />
“Vergiss es.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gut, damit wäre ja alles geklärt. Die ersten beiden Programmpunkte hake ich umgehend ab. Als der ganze Raum nach Scheiße riecht, stelle ich mit Bedauern fest, dass sich das Fenster meines Hotelzimmers nicht öffnen lässt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">13. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich rufe Fon an. Die habe ich irgendwann, irgendwo getroffen. Meine mich zu erinnern, dass sie recht gut aussieht. Ich verabrede mich mir ihr um 23 Uhr vor meinem Hotel. Ich sage ihr, dass ich bereits ein Mädel auf dem Zimmer hätte. Nach langem Überlegen willigt Fon ein, zu kommen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als sie um 23.30 Uhr immer noch nicht da ist, melde ich mich nochmal bei ihr. Sie erklärt mir, sie habe es sich anders überlegt. Scheiße. Ann wartet nackt auf dem Zimmer und diese Schlampe versetzt mich. Ich klappere, beseelt von fiebrigem Verlangen, die Sukhumvit ab, um Ersatz zu finden. Schließlich nehme ich irgendeine Thai mit. Die äußert, ob der Tatsache, dass uns auf dem Hotelzimmer meine Freundin erwartet zwar leichte Bedenken (“She will kill me“), kommt aber schließlich mit. Ich habe extra keine allzu Hübsche gewählt &#8211; Ann soll nicht eifersüchtig werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Stimmung auf dem Zimmer ist etwas angespannt. Die Nutte ist ziemlich verlegen. Ich dusche mit ihr, massiere ihre Muschi und versuche sie zu entspannen. Ann ist bemüht, gute Laune zu verbreiten. Ich meine aber zu erkennen, dass sie mit der Situation nicht allzu glücklich ist. Ich bumse beide abwechselnd, flüstere Ann immer wieder ins Ohr, dass ich nur sie liebe und werfe die Prostituierte nach zwei Stunden raus.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Resumee: Gar nicht schlecht, aber ausbaufähig.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Die Erkenntnisse </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">die ich in diesem Thread verbreite, sind nicht alle auf meinem Mist gewachsen (die Fickgeschichten natürlich schon). Folgende Quellen kann ich wärmstens empfehlen:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">“Bangkok und Umgebung“ von Rainer Krack</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">&#8220;Kulturschock Thailand“ von Rainer Krack</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: red; font-family: Verdana;"><a href="http://www.bkk-gui.de/" target="_blank"><span style="color: purple;"><span style="color: #800080;">www.bkk-gui.de</span></span></a> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das allerwichtigste Utensil ist allerdings der Stadtplan “Bangkok by Night“ von Aaron Frankel (<a href="http://www.groovymap.com/"><span style="color: #41a99c;"><span style="color: #41a99c;">www.groovymap.com</span></span></a>). Ohne den bin ich nie aus dem Haus gegangen. Sollte bei Ebay für rund 6 Euro zu bekommen sein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Und hier mein Hotel:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"><a href="http://www.grottino.com/" target="_blank"><span style="color: red;"><span style="COLOR: red">www.grottino.com</span></span></a></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ein besseres ist in ganz Bangkok nicht zu finden (behaupte ich einfach mal):</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- gemütlich und klein (20 Zimmer)<br />
- Schweizer Leitung<br />
- mit Bar und Restaurant<br />
- Vier-Sterne-Standard<br />
- moderne, große Zimmer<br />
- Pay-TV inklusive<br />
- Safe auf dem Zimmer<br />
- riesiges französisches Bett<br />
- dimmbares Licht<br />
- flexibler Putzdienst (Zimmerreinigung bis 18 Uhr)<br />
- diskret und verschwiegen<br />
- keine Lady-Fee<br />
- aufmerksamer Sicherheitsdienst<br />
- günstige Minibar-Preise<br />
- großartige Schweizer und Thai-Küche<br />
- Bäckerei und Konditorei im Haus (Shit, habe 3 Kilo zugenommen)<br />
- superfreundliches Personal<br />
- moderate Preise (34 Euro pro Nacht)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">14. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Meine letzte Nacht in Bangkok.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nach dem Aufstehen, will Ann wissen, ob ich mir für meine letzte Nacht wieder eine zweite Frau nehmen wolle. Diese Frage beantworte ich mit einem entschiedenen Ja. Sie erklärt mir, dass sie nicht gewillt sei, mich erneut mit einer Dame zu teilen, die sie überhaupt nicht kenne. Ich wittere Unfrieden und halte mich erst einmal zurück.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ann wäre jedoch nicht Ann, wenn sie nicht eine Alternative parat hätte: Sie schlägt mir vor, stattdessen ihre beste Freundin einzuladen. Ich mache ihr klar, dass ich keinen Bock auf irgendeine Fette hätte. Sie zeigt mir ein Handybild von der Freundin. Ich bekomme einen Ständer und bitte sie, diese sofort anzurufen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdem ich mir eine letzte Massage gegönnt habe, treffe ich mich mit Ann in der Sukhumvit. Die Freundin ist nicht da. Wir warten. Nach einer Stunde werde ich unruhig. Plötzlich taucht sie auf. Ich kippe fast von meinem Schemel: Sie ist groß, hat schwarzes, langes Haar bis zum Arsch, ist schlank und hat wunderschöne Lippen. Sie heißt Lek. Ich starre sie mit offenem Mund an. Ann lacht. Ich betreibe etwas Konversation mit Lek. Dann schnappe ich mir die beiden. Ich will nur noch auf mein Zimmer.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wir duschen. Lek hat einen Modelkörper &#8211; mit kleinen, wohlgeformten Brüsten. Schließlich landen wir im Bett. Ann beginnt, mir einen zu blasen, Lek leckt (was sonst?) mir den Arsch. Mein Handy klingelt. Meine Mutter ist dran. Scheiße. Mit jeder Sekunde des Gesprächs schrumpft mein Schwanz um rund einen Zentimeter. Zum Glück gelingt es mir, sie zügig abzuwimmeln.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der Rest der Nacht ist Wohlgefallen. Gegen 6 Uhr verschwindet Lek. Ann bleibt. Wir liegen uns in den Armen und vergießen bittere Tränen (naja, eigentlich nur sie &#8211; aber ich habe es zumindest versucht).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Um 9 Uhr morgens nehmen wir ein letztes gemeinsames Frühstück ein (Ann: Thaisuppe mit Reis und Heineken, ich: Fleischkäse mit Spiegelei und Pommes und Radler). Schweren Herzens (und Magens) setze ich mich schließlich in mein Taxi. Sie winkt mir hinterher, bis ich am Horizont verschwinde.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wir sehen uns garantiert wieder.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich bin glücklich.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du wirst mir fehlen, du Stadt meiner Träume.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Das ist Lek</span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">, die beste Freundin von Ann:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/dsc00913.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Ann:</span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> Ist sie nicht süß? </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/dsc00894.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Die Sukhumvit Road </span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- hier habe ich den größten Teil meiner Zeit verbracht:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/dsc00940.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Auf dem Weg zum Flughafen:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/dsc00940.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Hotelbar:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/dsc00937.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Hotelschrein</span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> (mit Ann):</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/dsc00939.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Ein schönes Paar:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/dsc00932.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Ich krieg nicht genug von dieser Frau:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/dsc00921.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">ENDE</span></span></div>
<p><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;"> </p>
<p></span></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Geng Ben: One Night in Bangkok Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 09:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastautoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Erschwerend hinzu kommt, dass ich den Engländer in der Kabine neben mir permanent keuchen und stöhnen höre. Es klingt als genösse er gerade eine endlose Kette multipler Orgasmen. Mit dicken Eiern liege ich im Dunkeln und beginne die Sache so langsam persönlich zu nehmen. Offensichtlich kriegt&#8217;s hier jeder so richtig gut besorgt &#8211; nur ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Erschwerend hinzu kommt, dass ich den Engländer in der Kabine neben mir permanent keuchen und stöhnen höre. Es klingt als genösse er gerade eine endlose Kette multipler Orgasmen. Mit dicken Eiern liege ich im Dunkeln und beginne die Sache so langsam persönlich zu nehmen. Offensichtlich kriegt&#8217;s hier jeder so richtig gut besorgt &#8211; nur ich nicht. Wahrscheinlich weil ich Deutscher bin. Verdammt. Offensichtlich ist der Holocaust mal wieder schuld daran, dass ich nicht auf meine Kosten komme.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dann ist die Massage zu Ende. Beim Gehen linse ich in die Kabine des Engländers. Was ich sehe, beruhigt mich ein wenig. Offensichtlich entspringen die lauten Stöhner des Briten weniger der Lust als dem Schmerz. Er kommt nämlich gerade in den Genuss einer Thai-Massage der schmerzhaften Sorte. Eine Thai hüpft auf seinem Rücken herum, eine andere verdreht ihm die Füße. Damit wäre wenigstens das geklärt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich zahle meine 6 Euro (für eine Stunde Öl-Massage) und gehe.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Tatort:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"><img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/tatort2wx.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kaufrausch:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;">  <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/kaufrausch3gr.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Mandy und Sandy</span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> können ihr Glück, einen so geilen Typen wie mich kennengelernt zu haben, kaum fasssen:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> <img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/aussersichvorfreude6pg.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Nackte Tatsachen:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"><img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/nacktetatsachen3uo.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es ist kurz vor Mitternacht. Durch die unbefriedigende Massage relativ aufgeheizt, mache ich mich auf den Weg ins Thermae (Sukhumvit, zw. Soi 15 u. 17). Dieser Club wurde mir bereits verschiedentlich empfohlen. Als ich die Kaschemme betrete, macht sich Ernüchterung breit: Ich bin der einzige männliche Gast, der riesige Laden ist gähnend leer. Abgesehen natürlich von rund 30 Damen die mich so hungrig anstarren wie Aasgeier den Kadaver. Ich bestelle mir das übliche Radler (trinke nichts anderes mehr &#8211; so bewahre ich einen halbwegs kühlen und klaren Kopf) und sondiere die Lage.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich lache zwei Mädels an &#8211; offensichtlich Freundinnen. Die eine ist von knabenhafter Statur und wunderbar quirlig. Die andere hat ein üppiges Dekollete und ein träges Lächeln. Ich lade beide auf einen Drink ein. Von meiner Großzügigkeit angelockt, rückt mir die Barfrau auf die Pelle. Um sie auf Distanz zu halten &#8211; sie ist ungefähr 102 Jahre alt und zerfurcht wie der Grand Canyon &#8211; spendiere ich auch ihr einen Drink. Das entpuppt sich als großer Fehler. Die Alte fasst diesen barmherzigen Akt nämlich als Einladung auf und quetscht sich zwischen mich und die Mädels. Als ich kurze Zeit später eine Hand spüre die meinen Schenkel hochwandert, stelle ich mit Entsetzen fest, dass Methusalem tatsächlich mit mir anbandeln will. Die Greisin packt immer fester zu und versucht mich mit ihrem charmantesten Lächeln (sie hat noch höchstens 5 Zähne im Mund) rumzukriegen. Sie beugt sich zu mir und ich spüre den Atemhauch des Todes. Schließlich habe ich genug: Ich befreie mich aus ihrem eisernen Griff und ziehe mit den beiden Ladies von dannen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wir gehen direkt in mein Hotel. Nachdem wir die Minibar geplündert haben, ziehen wir uns gegenseitig aus. Beide sind nicht wirklich der Hammer, aber durchaus annehmbar (die Rede ist hier übrigens NICHT von den Damen auf den Fotos). Die Üppige leidet jedoch unter einem ernsthaften Makel: Was im Dämmerlicht der Bar nach Knutschflecken aussah, sind in Wirklichkeit Brandwunden. Davon hat sie ungefähr ein Dutzend. Und ein paar sind noch nicht wirklich verheilt &#8211; weitere Einzelheiten will ich euch ersparen. Ich führe ein stilles Zwiegespräch mit meiner Libido und überzeuge sie schließlich davon, dass derlei optische Mängel keinerlei Einfluss auf meine Potenz haben sollten. Einen Gebrauchtwagen würde ich ja auch nicht verschmähen, nur weil er ein paar kleine Lackschäden hat.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wir duschen zusammen und alles wird gut. Vier Frauenhände auf einem Männerkörper sind einfach eine feine Sache. Wir trollen und aufs Bett und ich fühle mich sehr wohl. Ein Paar Lippen auf dem Mund, ein Paar Lippen am Schwanz &#8211; mehr braucht es wirklich nicht zum Glücklichsein (dieser Satz könnte glatt als Weisheit duchgehen). Schließlich bumse ich die Pralle, registriere mit Wohlgefallen ihre wogenden Brüste und spritze zufrieden ab. Ich gebe den Beiden je 20 Euro und schicke sie nach Hause.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Grob überschlagen werde ich in den 14 Tagen in Bangkok knapp 1500 Euro auf den Kopf hauen. Das Hotel kostet mich noch mal mindestens 400 bis 500 Euro.<br />
Dann kommt noch der Flug dazu &#8211; noch mal 500 Euro. Scheiße: Jetzt, wo ich das zusammenrechne, tut&#8217;s mir doch ziemlich weh.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der einzige fixe Kostenpunkt ist jedoch der Flug. Alles andere geht viel billiger. Hotels sind in Bangkok ab 10 Euro die Nacht zu haben (mit Air-Condition). Und zum Lebensunterhalt reichen für 14 Tage auch 500 Euro aus &#8211; man muss ja nicht unbedingt jeden Tag mehrmals abspritzen. Macht summa summarum also um die 1100 Euro die du mindestens einkalkulieren solltest. Bei Gelegenheit werde ich das Ganze noch mal explizit aufschlüsseln.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">8. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich stehe nach Einbruch der Dunkelheit auf und gehe erstmal zur Massage. Ich will es noch mal im selben Laden wie gestern probieren &#8211; kann einfach nicht glauben, dass sich meine verlässlichen Informanten so getäuscht haben sollten. Wieder wähle ich eine Stunde Ölmassage. Diesmal bekomme ich keine Dicke, sondern eine Schlanke zugeteilt. Sie sieht nicht übel aus, ist aber schon mindestens 40 Jahre alt. Zudem macht sie einen ziemlich züchtigen Eindruck. Sich diese Frau mit (m)einem Schwanz im Mund vorzustellen, fällt mir schwer.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wir verziehen uns in die Dunkelkammer und das gleiche Spiel wie am Tag zuvor beginnt. Sie ölt mich ein, streichelt mich sanft, und knetet mich durch. Ich bekomme selbstverständlich wieder einen Harten und mache wieder keinen Hehl daraus. Sie straft mein gutes Stück mit völliger Missachtung und tut nur ihren Job. Nach 45 Minuten Massage träufelt sie sich ein letztes Mal Öl in die Hände. Dann nimmt sie das Handtuch von meinem Schwanz und beginnt ihn gefühlvoll zu reiben.<br />
Völlig überrascht ob dieser spontanen Wohltat, fällt es mir schwer meine Fassung zu bewahren. Ich wage nicht sie anzufassen, liege nur regungslos (na ja, fast regungslos) da und lasse es geschehen. Die Lady geht sanft aber unnachgiebig zur Sache &#8211; offenbar sind schon viele Schwänze durch ihre Hände gegangen. Mein Orgasmus ist so explosiv, dass ich mir das Sperma vom Kinn wischen muss. Ich gebe ihr ein üppiges Trinkgeld (6 Euro Massage, 6 Euro Tip) und verschwinde.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Die Dame</span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">, mit der ich mich heute Nacht zum zweiten Mal treffe:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"><img class="alignnone" src="http://major-grubert.com/assets/images/suessemaus0ug.jpg" alt="" width="400" height="300" /></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Deswegen bin ich jetzt auch raus. Tschüß!</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Des weiteren gestaltet sich die Lage wie folgt:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es ist 11 Uhr abends. Ich bin vor 2 Stunden aufgestanden. Mein Schwanz schmerzt (aber kein Grund sich Sorgen zu machen &#8211; hat natürliche Ursachen). Die tägliche Kolumne fällt deshalb heute leider aus.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Lasst&#8217;s euch gutgehen!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hallo.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich bin&#8217;s.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Seit gestern habe ich rote Pickel auf beiden Schenkeln. Mal sehen wie sich die Sache entwickelt. Melde mich demnächst wieder &#8211; dieses Internet-Cafe schließt jeden Moment.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">8. Tag/2. Teil: </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich verlasse den Massagesalon und habe ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen. Überhaupt lächle ich in letzter Zeit viel häufiger als normalerweise.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Lächeln ist die Grundlage jeglicher Kommunikation in Thailand. Besonders für Touristen gilt: Beende jeden Satz mit einem Lächeln. Schlechte Laune gibt es in Thailand nicht. Zumindest wird sie nicht offen zur Schau gestellt. Auch Unbeherrschtheit gilt als verachtenswert. Wer die Stimme erhebt, wer laut schimpft und möglicherweise dazu wild gestikuliert, erreicht damit &#8211; egal in welcher Situation &#8211; garantiert überhaupt nichts, sondern verliert nur sein Gesicht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Auch die Anwendung von körperlicher Gewalt hat einen ganz anderen Stellenwert als hierzulande. Ihre Anwendung ist &#8211; quer durch alle Schichten &#8211; streng verpönt.<br />
Es kommt überhaupt nicht in Frage, dass Eltern ihre Kinder schlagen. Selbst marodierende Jugendliche sind in Bangkok selten &#8211; die bei uns allgegenwärtigen Stressertürken glänzen durch Abwesenheit. Heranwachsende rebellieren gegen das System höchstens durch den Kauf eines irrsinnig lauten Motorrads, mit dem sie des Nachts an illegalen Straßenrennen teilnehmen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die allgegenwärtige Friedfertigkeit führt zu einem sehr entspannten Miteinander und einem angenehmen Umgangston. Natürlich hat die Unterdrückung sämtlicher Aggressionen auch negative Folgen. Psychische Krankheiten sind in Thailand weit verbreitet. Auch der Drogenkonsum hat bedenkliche Ausmaße angenommen. Unter Einfluss von Rauschmitteln (vorzugsweise Amphetaminen) kommt es immer wieder zu blutigen Straftaten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wer prüfen will, ob er im thailändischen Alltag bestehen kann, sollte unbedingt folgenden Psychotest absolvieren:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">1.) Wie reagierst du, wenn dein Tuk-Tuk-Chauffeur fährt wie der Henker, einen weit überhöhten Preis verlangt und dir das Wechselgeld in kuwaitischen Dollars auszahlt?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">a) Ich bepöble ihn, packe ihn am Kragen und steche seine Reifen auf.<br />
b) Ich lächle.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">2.) Wie reagierst du, wenn die zwei Bier, die du tief in der Nacht an einem schäbigen Straßenimbiss konsumierst, plötzlich 14 Euro kosten?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">a) Ich haue dem Verkäufer die leere Flasche über den Schädel, klaue seine Tageseinnahmen und stecke seinen Stand in Brand.<br />
b) Ich lächle.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">3. Wie reagierst du, wenn sich die versprochene sanfte Thaimassage als brutale Folter entpuppt?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">a) Ich flüchte, laut um Hilfe schreiend, nackt auf die Strasse.<br />
b) Ich lächle.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">2.) Wie reagierst du, wenn der Ladyboy den du mit aufs Zimmer nimmst, versucht dein Handy und dein Geld zu klauen?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">a) Ich trete ihm in die Eier, fessle ihn ans Bett, ficke ihn in den Arsch und rufe die Polizei.<br />
b) Ich lächle.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn du auch nur eine Frage mit a) beantwortet hast, solltest du deinen geplanten Thailand-Urlaub noch mal überdenken. Oder es mit Valium versuchen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">8. Tag/3. Teil:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich spaziere gegen 3 Uhr nachts durch die Strassen der Stadt. An einem Imbiss treffe ich zwei süße Mädels. Die eine hat wunderbar volle Lippen, die andere einen gertenschlanken Körper. Beide wirken wie liebenswerte Teenies (dabei sind sie 23 und 25 Jahre alt). Ich quatsche sie an und nehme sie mit in mein Hotel (siehe Bild 3+4). Keine tolle Idee. Die beiden führen sich auf wie zwei doofe Vierzehnjährige. Die eine will sich nicht ausziehen (&#8220;I&#8217;m to fat&#8221;), die andere springt wie ein Flummi durchs Zimmer und entschlüpft immer wieder meinen Armen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mir wird das Ganze zu blöd und ich dusche alleine. Als ich wieder ins Zimmer trete, sind beide wenigstens halbwegs entkleidet. Was ich sehe, macht mich nicht wirklich heiß. Schöne Scheisse: All meine antrainierten Instinkte sind mir in Thailand abhanden gekommen. Einer europäischen Frau sehe ich im Gesicht an, ob sie schöne Titten hat. Thailändische Gesichter hingegen kann ich nicht lesen (ich kann in diesem Kackland ja nicht mal Männer von Frauen unterscheiden). So muss ich mich jede Nacht auf ein Vabanquespiel einlassen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Hühner taktieren: Sie versuchen, mir durch exzessives Blasen einen vorzeitigen Abgang zu bereiten. Offenbar wollen sie sich vor dem Ficken drücken. Da sind sie bei mir an den Falschen geraten. Stoisch halte ich durch und warte, bis sie aus der Puste kommen. Dann packe ich die Erste und beginne sie zu nageln. Die Zweite rollt sich derweil zur Seite und stellt sich schlafend. &#8220;Du bist sowieso hässlich&#8221;, denke ich mir, ignoriere sie und spritze relativ freudlos in die relativ ausgeleierte Muschi der anderen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">9. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich wache nach Einbruch der Dunkelheit auf und besuche meinen neuen Lieblings-Massage-Salon. Ich lasse mir eine Öl-Massage mit Extras verabreichen und bin mit diesem Start in den Tag sehr zufrieden. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Danach statte ich Baron&#8217;s Fashion (Sukhumvit, zwischen Soi 5 und Soi 7) einen Besuch ab. Dieser indische Schneider ist bekannt für seine gute Arbeit und verglichen mit deutschen Verhältnissen geradezu spottbillig. Ich bestelle einen Nadelstreifenanzug (Einreiher, 65 Prozent Wolle). Im Paket mit drei Hemden, einer Krawatte und einem knielangen Mantel bezahle ich 370 Euro. Mein Körper wird komplett vermessen. Maßanfertigung ist hier Standard &#8211; Ware von der Stange gibt es nicht.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Freuden der Nacht beginnen mit einem Besuch bei Gulliver&#8217;s (Sukhumvit, Soi 5). In der riesigen Sportbar europäischer Prägung bestelle ich mein erstes Radler und ergötze mich am Anblick einiger Edelnutten (unverkennbare Merkmale: meterdicke Schminke, perfekte Körper, Goldschmuck bis zum Abwinken, gelangweilt-gieriger Blick).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich ziehe weiter und treffe auf der Strasse Vicky. Vicky ist 21 Jahre alt und hat eine leckeren milchweißen Teint sowie knackige Silkikonbrüste. Ich lasse mir ihre Telefonnummer geben und gelange zur Überzeugung, es mit einem Ladyboy zu tun zu haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich lasse sie/ihn sitzen und lande in einer Pool-Bar (Sukhumvit, Soi 4, Nähe Nana Plaza) in der ohrenbetäubender amerikanischer Hip-Hop läuft (Billard ist momentan Trendsport in Bangkok). Ich fühle mich sehr wohl und bin gerne bereit 8 Euro für zwei Bier (für mich und irgendeine Schabracke die aus unerfindlichen Gründen auf meine Rechnung mittrinkt) abzudrücken. Als der Schuppen um kurz nach 1 Uhr schließt, ist meine morgendliche Müdigkeit endgültig gewichen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es ist großartiges Wetter und die Party geht auf der Strasse weiter. Die Bevölkerung von Bangkok ist glücklicherweise sehr flexibel: Sobald um 1 Uhr alles dicht macht, schlägt die Stunde der fliegenden Händler. Tische und Stühle schießen wie Pilze aus dem Boden und unter der Hand gibt es überall Bier und Schnaps (normalerweise darf ab 1 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich geselle mich zu zwei Transen und einer grauen Maus an den Tisch, magisch angezogen von den riesigen Silikontitten des einen Ladyboy. Nachdem ich mich an dem großartigen Busen sattgesehen habe, widme ich meine Aufmerksamkeit der grauen Maus. Die ist bei genauerer Betrachtung gar nicht grau, sondern vielmehr bildhübsch. Ihre Schönheit fällt mir erst auf den zweiten Blick auf, weil sie auf die übliche Aufmachung verzichtet: Kein leuchtend roter Lippenstift, keine Schminke, kein kurzer Rock. Sie hat einen großen Julia-Roberts-Mund, ein strahlendes Lächeln und feste, mittelgroße Brüste.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich spendiere ihr einen Drink und frage sie, ob sie mit auf mein Hotelzimmer kommen will. Sie verneint. Das Brett trifft mich mit voller Breitseite. Völlig verstört spendiere ich ihr einen zweiten Drink und schenke ihr fünf rote Rosen. Eine Stunde später frage ich sie noch mal. Sie lehnt erneut ab mich zu begleiten. Leicht angefressen frage ich sie, was eigentlich mit ihr los sei. Sie erklärt mir, sie sei ein anständiges Mädel und nicht auf flüchtige Abenteuer aus. Ich spendiere ihr einen weiteren Drink und mache ihr einen Heiratsantrag. Sie lacht nur. Jetzt erwacht mein sportlicher Ehrgeiz. Ich will nicht akzeptieren, dass mir das Schlaraffenland seine Grenzen aufzeigt. Ich biete all meinen Charme auf.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gegen 4 Uhr erklärt sie sich endlich bereit, mit auf mein Zimmer zu kommen &#8211; allerdings nur um zu schlafen, nicht um zu vögeln. Ich denke über ihr Angebot nach. In trauter Zweisamkeit könnte ich sie ja vielleicht doch noch knacken. Rasch verwerfe ich diesen Gedanken. Ich könnte es moralisch nicht verantworten, dieses brave Mädel dazu zu bringen, seinen hehren Prinzipien untreu zu werden. Ich verabschiede mich und bin um eine Erkenntnis reicher: Man kann selbst in Thailand nicht alles ficken.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Keine Zeit. </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Treffe mich in einer Stunde mit zwei Mädels. Hätte nur ein paar Fotos zu bieten: (leider zu verwackelt)</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das ist Ann. Sie ist 28 Jahre alt, hat Silikonbrüste und wiegt 38 Kilogramm (hat sich extra vor mir auf die Waage gestellt).<br />
Ich mag sie sehr. Leider ist es unmöglich, scharfe Bilder von ihr zu schießen. Sie ist etwas hyperaktiv.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Bericht folgt morgen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Hallo ihr Lieben.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es ist 22 Uhr in Bangkok. Ich sitze im Internetcafe &#8211; und das schließt in genau 53 Minuten. Mal schauen, wieweit ich komme.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich trage heute eines meiner unzähligen DIESEL-Fake-Shirts. Als ich das heute morgen (17.30 Uhr; länger darf ich nicht pennen &#8211; sonst macht die Putzfrau nicht mehr sauber) etwas genauer betrachtete, war ich doch etwas überrascht. Unter dem kühn geschwungenen DIESEL-Schriftzug auf Vorder- und Rückseite ist ein weiterer untergebracht. Auf dem steht folgendes zu lesen: ULTRA VIOLENT SKIN BLOCK. Seltsam: Gibt es dieses Motiv auch als DIESEL-Original?</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Fortsetzung folgt&#8230;</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Geng Ben: One Night in Bangkok Teil 1</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 09:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastautoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorsicht, anschnallen! Wer hier nicht lacht, ist tot. Geng Ben berichtet über seinen Bangkok Urlaub im Forum www.MZEE.com, in dem es erstaunlicherweise ausgerechnet um Hip Hop geht. Der Bericht verdient das Prädikat “Besonders wertvoll”, weil er nicht nur lustig ist, sondern auch entwaffnend treffend. Wird mit freundlicher Genehmigung des Autors auf diesem Wege der Nachwelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Vorsicht, anschnallen! Wer hier nicht lacht, ist tot. Geng Ben berichtet über seinen Bangkok Urlaub im Forum www.MZEE.com, in dem es erstaunlicherweise ausgerechnet um Hip Hop geht. Der Bericht verdient das Prädikat “Besonders wertvoll”, weil er nicht nur lustig ist, sondern auch entwaffnend treffend. Wird mit freundlicher Genehmigung des Autors auf diesem Wege der Nachwelt erhalten.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: red; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: red; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: red; FONT-FAMILY: Verdana; mso-ansi-language: EN-GB; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: red; font-family: Verdana; mso-ansi-language: EN-GB; mso-bidi-font-weight: bold;" lang="EN-GB">Geng Ben:<br />
One Night in Bangkok </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hallo Ihr Lieben,</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">ich werde mich bemühen, euch in Form eines Reisetagebuchs auf dem Laufenden zu halten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Tag 1:A</span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">nkunft in Bangkok.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es ist Mittagszeit, schwül und rund 30 Grad heiß. Regen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der Taxifahrer findet mein Hotel nicht. Nachdem wir ungefähr 30 Leute erfolglos nach dem Weg gefragt haben, schmeißt er mich entnervt raus. 45 Minuten später werde ich endlich fündig.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das Hotel &#8220;Grottino&#8221; (Sukhumvit, Soi 19) wird von einem Schweizer geleitet und ist genau das Richtige für Reisende, die auf Diskretion und Ruhe Wert legen &#8211; hier stellt garantiert niemand dumme Fragen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"><a href="http://www.grottino.com/" target="_blank"><span style="color: red;"><span style="COLOR: red">www.grottino.com</span></span></a></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mein Zimmer (Vier-Sterne-Standard) kostet umgerechnet 33 Euro die Nacht. Es ist mit einem riesigen (2,5 x 2,5 Meter) französischen Bett mit Unterbodenbeleuchtung ausgestattet. An der Decke hängen dimmbare Halogenspots. Geil! Weniger geil: die Aussicht. Vom Fenster aus blicke ich direkt in ein Parkhaus.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nach einer kurzen Dusche geht es raus ins Getümmel. Bangkok erschlägt einen förmlich. Ich habe noch nie eine Stadt mit einem derart überbordenden Verkehrsaufkommen erlebt. Auf der Strasse herrscht irrsinniger Lärm. Abgasschwaden überall. Die Polizisten die an jeder Kreuzung stehen, scheinen durch völlig willkürliche Anweisungen das Chaos nur zu verschärfen. Auf den Gehwegen reiht sich Markstand an Markstand. Die Stadt scheint an allen Ecken und Enden absolut unterdimensioniert. Ich muss an den Slogan &#8220;Volk ohne Raum&#8221; denken &#8211; hier hat er seine Berechtigung gefunden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Zeit für eine Massage. Ich lasse mich von einer süßen Thai mit großen Brüsten in einen Salon (Sukhumvit, Soi 7, World Inn) locken.</span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-ansi-language: EN-GB"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-ansi-language: EN-GB;" lang="EN-GB">Go-Go-Bar reiht sich hier an Go-Go-Bar. </span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der Eintritt ist frei, ein Bier (Heineken) kostet maximal 1,50 Euro. Alle Frauen tragen Unterwäsche (nackte Tatsachen gibt es nirgends zu sehen). Gegen 11 Uhr abends bin ich bereits stark angeschossen. Nach einem kleinen Nachtsnack auf der Strasse (Wurst am Stiel &#8211; 20 Cent) will ich so langsam zurück ins Hotel. In einer Bar lächle ich mir eine süße 20-Jährige an. Sie ist sehr schlank, hat kleine Brüste und ein niedliches Lächeln. Ich nehme sie mit auf mein Zimmer. Ich werfe eine Caverta ein (indischer Viagra-Verschnitt, 4 Stück für 12 Euro) und lege los. Als ich sie das zweite Mal besteigen will, schlafe ich leider ein.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Achtung: Wer eine Thai-Massage ordert, bekommt ein Programm verpasst, das jeglicher erotischer Komponente entbehrt. Außer man geilt sich an gebrochenen Knochen auf &#8211; die drohen nämlich, wenn man nicht rechtzeitig durch heisere Schmerzensschreie zu verstehen gibt, dass man etwas weniger brutal durchgeknetet werden will. Wer sich hingegen richtig verwöhnen lassen will, muss eine Body-Massage ordern.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich entscheide mich für Zweiteres: Die süße Maus zieht sich aus, zieht mich aus, ölt mich ein, streichelt mich am ganzen Körper, massiert meine empfindsamste Stelle und steckt mir dann ihren Finger in den Arsch. Aua. Die Body-Massage kostet 30 Euro &#8211; für eine Stunde Thai-Massage sind nur 3 Euro abzudrücken.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Abends treffe ich mich mit Freunden. Die sind momentan in Singapur unterwegs und haben sich zu einem Wochenendtrip nach Bangkok entschlossen. Wir ziehen direkt in die &#8220;Soi Cowboy&#8221; &#8211; eine der berüchtigtsten Amüsiermeilen in Bangkok. Ihren Namen bekam diese Strasse verpasst, weil hier in den 60ern amerikanische GIs fündig wurden, die auf der Suche nach etwas Spaß waren. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">2.Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich wache auf. Die Süße liegt neben mir und schaut mich liebevoll an. Ich knalle sie und habe einen Orgasmus ohne auch nur einen Tropfen Sperma zu verlieren. Sehr seltsam: Muss eine Nebenwirkung dieses indischen Potenzmittels sein. Ich gebe der Kleinen 50 Euro und schicke sie nach Hause.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Abends ziehe ich wieder mit meinen Freunden los. Wir gehen ins Lumpini Stadium zum Kickboxen (40 Euro). Die Stimmung ist aufgeheizt, die Kämpfer sind ausnahmslos perfekt durchtrainiert. Ich bin trotzdem enttäuscht. Die Fights kommen mir etwas öde vor, es fehlt an Action. Wer regelmäßig K1 oder Superleague auf Eurosport (&#8216;Fight Club&#8221;) schaut, ist eben verwöhnt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Anschließend ziehen wir weiter ins Nana Plaza (Sukhumvit, Soi 2). Hier steigt das gleiche Go-Go-Programm wie in der Soi Cowboy. Nur die Frauen sind irgendwie hässlicher. Also auf in die Soi Cowboy. Wir gehen in einen Club namens &#8216;Shark&#8221; und haben Spaß. Leider nicht lange. Der Laden schließt nämlich um 1 Uhr nachts. Wie überhaupt jeder Laden in Bangkok. Kein Witz: Es gibt eine neue Verordnung in Bangkok, die besagt, dass alle Kneipen, Bars, Clubs und Discos um 1 Uhr zu schließen haben. Natürlich gibt es Ausnahmen &#8211; und nach denen suchen wir jetzt. Nachdem wir fünf Taxifahrer interviewt haben, die uns alle den gleichen Tipp geben, lassen wir uns ins &#8220;Stardust&#8221; fahren. Hier ist noch Party, als gäbe es keinerlei Einschränkungen. Dafür kostet das Bier plötzlich 6 Euro. Ich habe erstmal genug vom Kleinmädchen-Style und freunde mich mit einer stabil gebauten Thai mit Großen Naturbrüsten an. Sie heißt Napalm. Oder so ähnlich.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gegen 4 Uhr früh ist auch hier dicht &#8211; ich lasse Napalm allein zurück. Einer meiner zwei Freunde schwächelt und verzieht sich. Mit dem anderen begebe ich mich zu einem Club (&#8220;Jasmin Club&#8221;), der angeblich noch offen hat. Hat er tatsächlich. Es sind lediglich alle Lichter und die Musik aus. Die Tatsache, dass wir die einzigen zwei Gäste sind, drückt zusätzlich auf die Stimmung. Das registriert auch der Besitzer des Schuppens: Er treibt von irgendwoher zwei Mädels auf. Die leisten uns Gesellschaft. Während ich aufgrund extremer Betrunkenheit über zielloses pubertäres Gegrabsche nicht hinauskomme, verliebt sich mein Freund unsterblich in die ihm zugeteilte Lady. Schließlich schnorrt er sogar den Schlüssel von meinem Hotelzimmer &#8211; in seinem Hotel kostet eine mitgebrachte Dame nämlich extra. Wir haben inzwischen 7 Uhr morgens. Ich gebe ihm zwei Stunden und genieße die frühmorgendliche Ruhe in Bangkoks Straßen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdem ich in einem Supermarkt gefrühstückt habe (die meisten Supermärkte haben rund um die Uhr geöffnet), finde ich tatsächlich einen Massagesalon, der mir Einlass gewährt. Ich lasse mir von einer eher hässlichen Thai eine eher lustlose Body-Massage verpassen und wanke anschließend zurück in mein Hotel. Dort komplimentiere ich meinen Freund samt Begleitung hinaus und schlafe rasch ein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Tag 3:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich wache gegen 17 Uhr auf. Wie ich inzwischen festgestellt habe, liegt mir die thailändische Küche nicht wirklich. Deshalb gönne ich mir bei McDonalds erst mal ein Maxi-Menü (1,60 Euro).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Meine Freunde sind abgereist, ich bin auf mich allein gestellt. Als erstes statte ich dem Lolitas (Sukhumvit, Soi <img src='http://www.travel-funblog.com/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> einen Besuch ab. Hierbei handelt es sich um eine so genannte Blow Job-Bar. In einem mit Vorhängen abgetrennten Separee lasse ich mir von einem Mädel in Schulmädchenuniform einen lutschen. Es herrscht eine schmuddelige Atmosphäre &#8211; die Location hat etwas von einer Wichs-Kino-Kabine. Ich ziehe rasch weiter.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdem ich weitere Bars abgeklappert habe, habe ich erst einmal die Schnauze voll. Überall diese abgefuckten Sex-Touristen: Schmierige Typen mit beschissenen Klamotten (Hawaii-Hemd, kurze Hose), beschissenen Frisuren und beschissenen Schnurrbärten. Den Frauen die sie im Arm haben, steht der Widerwillen ins Gesicht geschrieben. Ekelhaft. Diese Typen sollte man bereits am Flughafen abfangen und umgehend zurückschicken. Ich betrachte mich eingehend im Spiegel, um mich zu vergewissern, dass ich dieser niederen Gattung Mensch noch nicht wirklich angehöre. Anschließend gönne ich mir eine Massage.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"><br />
Gegen zwei Uhr früh vagabundiere ich ziellos und gelangweilt durch die Strassen. 300 Meter vor meinem Hotel lächelt mich eine atemberaubende Schönheit an: Enges blaues Kleid, pralle Titten, knackiger Arsch. Sie hat ein Zungenpiercing und einen schönen Blasmund. Ich lächle zurück, spreche sie an und nehme sie mit auf mein Zimmer. Dort gebe ich ihr 20 Euro und komme zeitgleich ins Grübeln. Zum einen misst die Dame auch ohne High-Heels noch locker 1,75 Meter. Zum anderen sind ihre Oberarme sehr muskulös. Außerdem raucht sie L&amp;M und nimmt sich aus der Mini-Bar ein Heineken. All diese Mosaikteilchen fügen sich vor meinem inneren Auge schlagartig zusammen. Ich löse ihre Lippen von meinem Mund und greife ihr in den Schritt.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Volltreffer. Ich spüre einen Schwanz. Mir wird schwarz vor Augen. Dann berappel ich mich. Der Ladyboy starrt mich mit einem unheilvollen Grinsen an. Meine Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Ich muss an die unzähligen Warnungen denken: Ladyboys stehen sehr oft unter Drogen und werden gern aggressiv. Dieser hier will sich aber offensichtlich erst einmal nur ausziehen: Er streift die Träger seines Kleids ab und zeigt mir seine Schaumstofftitten. Als er den Slip abwerfen will, falle ich ihm in den Arm. Ich bitte ihn, sich wieder anzuziehen. Der Ladyboy erfüllt mir meine Bitte. Als er angezogen vor mir steht, geht der Pragmatiker mit mir durch: Erstens habe ich ihn bereits bezahlt, zweitens hat er ein wirklich hinreißendes Gesicht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich lächle ihn an und bitte ihn mir einen zu blasen. Und was soll ich sagen: Männer blasen auch nicht anders als Frauen. Er nimmt mein Sperma mit dem Mund auf und spuckt es mir auf den Bauch. Komplett eingesaut muss ich das Bad aufsuchen. Ich reinige mich in Windeseile. Dann verlasse ich mich voll auf meine Intuition und mein angeborenes Misstrauen. Ich drehe den Wasserstrahl den Waschbeckens auf gut hörbare maximale Stärke. Dann schleiche ich aus dem Bad und stehe schlagartig im Hotelzimmer.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der Ladyboy hat meine Jeans in der Hand und will gerade den Geldbeutel herausziehen. Er schaut mich erschrocken an. Mein Adrenalinspiegel schnellt in die Höhe.<br />
Ich weiß genau: So sanft und freundlich der Thailänder wirkt, so schlagartig aggressiv wird er, wenn er befürchten muss, sein Gesicht zu verlieren. Und von einem &#8220;Farang&#8221; (europäischen Fremden) bei einem Diebstahl ertappt zu werden, ist ein Gesichtsverlust allererster Güte. Der drogenvernebelte Blick des Ladyboys trägt ebenfalls nicht gerade zu meiner Beruhigung bei. Ich versuche, die Situation zu entspannen. Ich lächle ihn an, nehme meine Hose und schaue in den Geldbeutel. Die Kohle ist noch da. Ich gebe dem Ladyboy 100 Baht (zwei Euro) um ihm verständlich zu machen, dass ich ihm überhaupt nicht böse sei.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dann stelle ich fest, dass mein Handy fehlt. Ich frage ihn danach. Er schaut mich mit unschuldiger Miene an und sagt, dass ich es wohl irgendwo verloren haben müsse. Er erklärt mir, dass ich selbstverständlich seine Handtasche durchsuchen könne, wenn ich Zweifel an seiner Redlichkeit hätte. Dieses Angebot nehme ich an. Rasch registriere ich, dass in der Tasche tatsächlich kein Handy zu finden ist. Ich schau ihn an, entschuldige mich, und bitte ihn, mir meine bösartige Unterstellung zu verzeihen. Reuevoll tätschele ich seinen Schenkel und greife ihm ohne Vorwarnung mit einem gezielten Griff ein zweites Mal an die Eier. Und tatsächlich: Mein kostbares Nokia-Handy steckt in seiner Unterhose.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich bedanke mich bei ihm für das lustige Versteckspiel, versichere ihm, ich fände das Ganze unheimlich komisch, gebe ihm nochmals 100 Baht und bekomme mein Handy schließlich wieder. So langsam ist der Ladyboy doch leicht beeindruckt von mir und lädt mich zum Yaba-Rauchen ein. Ich wimmle ihn ab und begleite ihn zum Hotelausgang. Ich würdige den Polizisten der vor der Tür Wache schiebt keines Blickes und lasse den Ladyboy anstandslos ziehen. Irgendwie bin ich eben doch ein guter Mensch.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Genug für heute: Es ist 18 Uhr in Bangkok. Der Abend beginnt. Und ich bin raus.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">4. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hallo ihr Lieben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich lebe noch und bin noch immer in Bangkok. Vor allem ersteres ist ein kleines Wunder: Entweder man stirbt in dieser Stadt durch einen Verkehrsunfall (Linksverkehr &#8211; das Auto kommt immer von da, wo man es nicht erwartet) oder durch eine Lungenentzündung (zwischen Außen- und Innenraumtemperatur liegen immer mindestens 30 Grad Differenz &#8211; Aircondition sei Dank)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mein sympathischer Schweizer Hotelier versucht zwar Tag für Tag mich abzuwimmeln (&#8220;Tut mir furchtbar leid, ab morgen sind wir wirklich komplett ausgebucht.&#8217;) durch hartnäckiges Flehen gelingt es mir aber immer wieder, sein steinernes Herz zu erweichen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Von der Liebesfront gibt es leider nicht allzu viel Neues zu berichten: ich habe die süße Napalm (die mit den großen Naturbrüsten aus dem Stardust-Club) in mein Hotelzimmer eingeladen und sie ist die ganze Nacht geblieben. Habe zuallererst ihren ganzen Körper mit Gleitgel eingecremt. Klingt doof, aber Bodylotion oder Massageöl hatte ich leider nicht vorrätig. In den Morgenstunden spendierte ich ihr sogar einen Tittenfick. Das mag grundsätzlich nicht weiter erwähnenswert scheinen, aber ich bin immerhin in Thailand. Hier haben Frauen entweder zu kleine Brüste für solcherlei Aktivitäten oder aber betonharte Silikonbusen denen jegliche Flexibilität abgeht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Übrigens sollte jeder Mensch mal die Möglichkeit nutzen, eine Thai-Lady zu streicheln. Ja wirklich, alleine streicheln ist ein Erlebnis. Die Haut dieser Damen ist so zart , als würden sie sich jeden Morgen von Kopf bis Fuß mit Elefantensperma einreiben (macht bekanntlich einen richtig geschmeidigen Teint).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Um hier ein für alle Mal sämtliche Anfragen zu beantworten: Ich tue hier wirklich nichts anderes außer in schäbigen Bars abhängen, bumsen und shoppen. Für mehr ist leider auch keine Zeit. Um jeglichen Jet-Lag zu vermeiden, habe ich nämlich meinen deutschen Schlafrhythmus beibehalten. Aufgrund der Zeitverschiebung bedeutet das, dass ich um sieben Uhr morgens ins Bett gehe und gegen 17 Uhr aufstehe.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Diese verflixte Tastatur treibt ich wirklich in den Wahnsinn. Scheisseø**+99[‘</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">5. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich gehe mit Napalm frühstücken. Sie sieht bei Tageslicht betrachtet etwas verbraucht aus. Es fällt mir außerdem schwer, mit ihr zu kommunizieren. Ihr Englisch ist einfach zu grottig. Sie erzählt mir zwar, sie würde seit einigen Wochen eine Sprachschule besuchen. In Anbetracht ihres sehr überschaubaren Wortschatzes, scheint es sich aber doch eher um eine Blasschule zu handeln.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Allgemein ist die alles andere als tiefschürfende Art der hiesigen Damen etwas gewöhnungsbedürftig. Ist die Kontaktaufnahme durch mehrmaligen Blickkontakt erfolgt, läuft die Konversation ausnahmslos nach folgendem Schema ab:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-ansi-language: EN-GB;" lang="EN-GB">- What`s your name?<br />
- How old are you?<br />
- Where do you come from?<br />
- How long do you stay in Bangkok?<br />
- In what hotel do you life?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdem dieses Pensum absolviert ist, schaut man sich tief in die Augen und lächelt sich an. Dann beginnt die Lady die Hand des Mannes zu streicheln. Das ist für ihn ein Wink, ihr einen Drink zu spendieren. Ist dies geschehen, kuschelt sie sich dankbar an ihn und beginnt seinen Schenkel zu massieren. Der Mann küsst sie jetzt besser. Unterlässt er dies, wird die komplette Unterhaltung einfach noch mal abgespult (How old are you&#8230;). In den meisten Schuppen ist es so laut, dass man ohnehin höchstens jedes dritte Wort versteht. So kann die Frage &#8220;Where do you come from?&#8221; auch nachdem sie das dritte Mal gestellt wurde, noch spannende Erkenntnisse zutage fördern.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Trotzdem sollte man sich nach spätestens einer halben Stunde entscheiden: Entweder man nimmt die Dame sofort mit auf sein Hotelzimmer oder man verdrückt sich mit einer möglichst dämlichen Begründung (&#8220;Ich muss noch meinen Sittich füttern&#8221;). Harrt man zu lange aus, scharen sich &#8211; angelockt von den Drinks auf dem Tisch &#8211; immer mehr Damen um einen, die alle großen Durst und viele Fragen haben (z. Bsp. &#8220;How old are you?&#8221;).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Grundsätzlich gilt: Thais sind von Grund auf sehr oberflächlich. Es gilt als unziemlich und aufdringlich, anderen Leuten auch nur den geringsten Einblick in sein Seelenleben zu gewähren. Aber lieber so als andersrum: Die tiefschürfenden Befindlichkeitgespräche nach denen sich deutsche Frauen permanent sehnen sind viel, viel schlimmer (absoluter Klassiker: die Frage &#8220;Woran denkst du gerade?&#8221; &#8211; am besten direkt nach erfolgtem Verkehr).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ein anderer Punkt entwickelt sich hingegen zu einem ernsthaften Problem: Thai-Frauen ist es offensichtlich per Gesetz verboten, einen Vornamen mit mehr als drei Buchstaben zu haben. Deshalb heißen sie alle Nee, Len, Fon, Yan, Ban, Run, Won, Dan, Tick, Trick oder Track. Auch Napalm heißt nicht Napalm sondern irgendwie anders (möglicherweise Nan, Nam, Pam oder Lam). Ich kann mir all diese Namen nicht nur nicht merken, ich kann sie auch nicht auseinander halten.<br />
Das hat zur Folge, dass ich inzwischen zwar rund 20 Telefonnummern mehr oder weniger süßer Damen abgespeichert habe, aber absolut keine Ahnung habe, welche sich hinter welchem Namen verbirgt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Um die Mittagszeit gelingt es mir, Napalm abzuwimmeln (&#8221; Oops, I forgot &#8211; my flight back to germany goes in two hours. Bye.&#8221;).</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Danach gehe ich erstmal zur Massage und anschließend shoppen. Anschliessend gönne ich mir im &#8220;Heidelberg&#8221; (Sukhumvit, Soi 4) Rindsrouladen mit Spätzle (inkl. 3 Getränke 8 Euro). Danach geht es auf ein Radler weiter in den &#8220;Bierkutscher&#8221; (Sukhumvit, Soi 15). Anschließend habe ich Schnauze voll von allem Deutschen und ziehe nach Patpong weiter.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Patpong ist die Touri-Hauptattraktion in Bangkok. Vom Style erinnert dieses Vergnügungsviertel an die Hamburger Reeperbahn &#8211; Nepper, Schlepper, Bauernfänger überall. Nur hier gibt es noch die Shows zu sehen, die Bangkok einst berühmt gemacht haben:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- Frauen stopfen sich Pingpong-Bälle in die Muschi und schießen sie ins Publikum.<br />
- Frauen stopfen sich Rasierklingen in die Muschi (unbestätigten Gerüchten zufolge bis zu 50 Stück).<br />
- Frauen stopfen sich brennende Zigarren in die Muschi und rauchen diese anschließend vaginal.<br />
- Frauen stopfen sich Gegenstände jedweder Art (Kakteen, Babyelefanten, Kettensägen) in die Muschi und machen damit irgendwelche Dinge.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Muss man eigentlich nicht unbedingt gesehen haben. Ich ziehe mit Freunden aus Deutschland (die sind für einen Tag in Bangkok, fliegen morgen auf irgendeine Insel weiter und sind nach 9 Stunden Nonstop-Powershopping nervlich ziemlich am Ende) dann auch in eins der wenigen gediegenen Restaurants in Patpong weiter.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das &#8220;Eat Me&#8221; (Silom Road, schräg gegenüber Patpong 2) wird von einem Australier geführt und hat eine großartige Küche. An den Wänden hängen moderne Kunstwerke namhafter Maler. Leider sind die Preise auf europäischem Niveau.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hier sitzen wir bis drei Uhr morgens (da wir die einzige Gäste sind, dürfen wir länger als 1 Uhr bleiben) auf dem Balkon auf fetten Ledersofas, vertilgen rohen Fisch, gebratenes Hähnchen, Wodka und Singha Beer und schauen dem vor dem Restaurant angeketteten Rottweiler zu, wie er arglose Passanten anfällt. Sehr schön. Gegen 3.30 Uhr lasse ich mich von einem Taxi 500 Meter vor meinem Hotel absetzen. Die letzten Meter schlendere ich und genieße die laue Nacht (es hat noch rund 25 Grad).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Da sehe ich sie: Zauberhaft lächelnd steht sie da, unschuldig und kerzengerade, in ein kurzes Röcklein und ein weißes Top gehüllt. Ich stehe vor ihr und glotze sie sprachlos an. Schließlich schaffe ich es sogar, sie anzusprechen. Mich interessiert vor allem eins: Ihr Alter. Sie sieht nämlich keinen Tag älter als 12 aus und ich habe nicht allzu viel Lust, mich ihretwegen die nächsten 5 Jahre in einem thailändischen Gefängnis nach der Seife bücken zu dürfen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie versichert mir glaubhaft, sie sei 23. Kaum zu fassen. Ich nehme sie mit auf mein Zimmer. Sie zieht sich aus. Dann steht sie nackt vor mir. Mir wird schummrig &#8211; könnte daran liegen, dass alles Blut schlagartig in die untere Hälfte meines Körpers abfließt. Sie sieht einfach unglaublich aus. Kleine knospende Brüste mit keck in der Luft stehenden Nippeln laden zum Kneten und Saugen ein. Sie ist unglaublich schlank: Ich kann mit meinen Händen locker ihre Taille umfassen. Ihr Oberschenkel ist dünner als mein Oberarm. Sie wiegt keine 40 Kilogramm.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wir duschen zusammen. Anschließend bumse ich sie leidenschaftlich aber behutsam &#8211; will schließlich nichts kaputt machen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als wir danach aneinandergekuschelt im Bett liegen, schildert sie mir ihr trauriges Schicksal: Sie ist Waise. Sie hat einen dreijährigen Sohn. Der Schweizer Vater ist fünf Tage nach dessen Geburt verschwunden und seitdem unauffindbar. Sie wohnt mit dem Kleinen, der Babysitterin und deren Mann in einer Einzimmerwohnung. Neben Babysitterin und Kind muss sie auch noch ihren 19jährigen Bruders (der einzige Verwandte) finanzieren, der noch die Schule besucht. Deshalb geht sie tagsüber arbeiten und nachts anschaffen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das alles erzählt sie mir beiläufig und ohne jegliches Betteln um Mitgefühl. Diese völlige Teilnahmslosigkeit verstärkt die Wucht ihrer Worte nur. Mit einem dicken Kloß im Hals schaue ich sie an: dieses zerbrechliche Wesen &#8211; mehr Mädchen als Frau &#8211; auf dessen schmalen Schultern schon jetzt mehr Verantwortung lastet, als meine je zu schleppen haben werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Jetzt wird mir auch klar, warum sich dieses Volk am liebsten nichts sagende Oberflächlichkeiten an den Kopf wirft: Anderenfalls wären viel zu viele derartig todtraurige Geschichten zu erzählen. Ich drücke sie fest an mich und sie schläft in meinen Armen ein. Mein Beschützerinstinkt ist geweckt. Der Gedanke, diese arme, schwache, schutzlose Frau in wenigen Minuten wieder den Gefahren der Nacht auszuliefern, bricht mir fast das Herz. Sie scheint mein aufgewühltes Gefühlsleben zu spüren. Um mich nicht weiter zu peinigen, zieht sie sich an und verschwindet. Ihre Telefonnummer habe ich. Wahrscheinlich jedoch rufe ich sie niemals an. Diese Art von Real Life ist mir zu heftig.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">6. Tag:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Shoppen, Shoppen, Shoppen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">In Bangkok gibt es mindestens zwanzig riesige Einkaufskomplexe. Jedes davon beherbergt mindestens 150 verschiedene Geschäfte. Auf den Strassen drängt sich zudem Marktstand an Markstand. Waren aller Art gibt es immer und überall. Einkaufen ist einer der wichtigsten Bestandteile der thailändischen Kultur. Der Thai konsumiert für sein Leben gern. Kaufzurückhaltung ist ein Fremdwort &#8211; sobald der Thai Geld hat, gibt er es aus. Nennenswerte Ersparnisse hat kaum ein Bürger. Von nichts kommt aber nun mal nichts &#8211; deshalb ist der Grossteil von Industrie und Handel in der Hand der geschäftstüchtige Chinesen (rund 80 Prozent).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">In Bangkok angekommen, kann man sich dem allgemeinen Kaufrausch kaum entziehen. Schon gar nicht, wenn man so unglaublich clever ist wie ich. Ich Fuchs bin nämlich praktisch ohne alles angekommen &#8211; gekauft wird vor Ort. An und für sich ein super Idee &#8211; aber doch mit etwas Stress verbunden. Drei Stunden Einkauf am Tag sind das Minimum. Ob Hosen, Hemden, Socken, Unterwäsche, Kondome, Ohrenstäbchen, Rucksack, Gürtel, Schuhe &#8211; ich habe nichts und benötige alles.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Manchmal schieße ich dabei über das Ziel hinaus. Eine plötzliche Panikattacke (kennt ihr die Angst, es könnte ab morgen keine Textilien mehr geben?) zwingt mich dazu, mir schlagartig 15 T-Shirts zu kaufen. Der Verkäufer hält mich für einen gefährlichen Wahnsinnigen und macht mir einen Super-Special-Preis. Überhaupt ist eigentlich alles superbillig. In Bangkok macht Shoppen deshalb richtig Spaß. Fakes (zu haben z. Bsp. im Pratunam Center) ohnehin, aber auch Original-Ware kostet in der Regel mindestens 50 Prozent weniger (z. Bsp. im Siam Center).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hier ein paar Preisbeispiele:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">15 T-Shirts (Diesel, Ecko, Von Dutch): insgesamt 35 Euro<br />
1 Paar Schuhe (No Name/Timberland-Stil): 8 Euro<br />
3 G-Star-Jeans (aktuelle Kollektion): insgesamt knapp 40 Euro<br />
Schachtel Marlboro Lights (ein Tick milder als die Deutschen): 1 Euro<br />
Unterhose (Hilfiger): 1,50 Euro</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Übrigens: Sex war heute scheiße. Dämliche ***** auf dem Hotelzimmer gehabt. Lustlos, Hängetitten, Voll****e, 20 Euro.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Muss weg jetzt: 23 Uhr in Bangkok. Die Nacht ruft. Und Massage hatte ich heute auch noch keine.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Morgen in diesem Kino:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- meine erste Ölmassage<br />
- zu dritt im Bett</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Tag 7:</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Shoppen ist angesagt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ist übrigens gar nicht so einfach wie es klingt: Ein Taxi vom Hotel zu einem Einkaufszentrum meiner Wahl würde zwar umgerechnet nur rund einen Euro kosten. Ich wäre dann aber garantiert mindestens eine Stunde unterwegs. Das komplette Straßennetz von Bangkok ist nämlich von 6 bis 22 Uhr absolut überlastet &#8211; Stau wohin man sieht. Das Verkehrschaos hat eine simple Ursache: Während eine normale Großstadt 20 bis 25 Prozent ihrer Stadtfläche für Strassen opfert, sind es in Bangkok nur 5 bis 10 Prozent. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mit einem Tuk-Tuk ist man einen Tick schneller &#8211; die winzigen Dreiräder (genauso teuer wie ein Taxi) finden eher eine Lücke im Verkehr als die sperrigen Taxis japanischen Fabrikats. Dafür ist die Mitfahrt in den kreischenden Zweitaktern definitiv lebensgefährlich. Zudem muss man permanent dem Fahrer erklären, dass man wirklich zum ausgemachten Ziel möchte und nicht von ihm in irgendeinen Bumsclub gefahren werden will. Leider werden die Tuk-Tuks im Lauf der nächsten Jahre aussterben &#8211; es werden nämlich von der Stadtverwaltung keine Zulassungen mehr für neue erteilt.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wer mit seinem Leben abgeschlossen hat, kann natürlich auch ein Motorradtaxi nehmen. Wenn man Glück hat, bekommt man sogar einen Helm. Sollte man tatsächlich überleben, ist man richtig schnell am Ziel &#8211; die Motorradfahrer schlängeln sich überall durch und haben keinerlei Skrupel etwaige Staus auf dem Gehweg zu umfahren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn es die Geographie erlaubt, kann man natürlich auch mit dem Boot vorankommen (pro Fahrt rund 20 Cent). Brüllend laute, schmal geschnittene Speedboote mit getunten LKW-Motoren und Platz für bis zu 100 Personen durchpflügen Flüsse, die so tot und verdreckt aussehen, dass man bei jedem Gischttropfen Angst hat, er würde einem tiefe Löcher in die Haut ätzen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die entspannteste Art die Stadt zu durchqueren ist der Skytrain. Diese Hochbahn fährt im 3 Minuten-Takt, ist klimatisiert und leise. Eine Fahrt kostet zwischen 20 Cent und einem Euro. Leider deckt das dünne Skytrain-Netz höchstens 20 Prozent des Stadtgebiets ab.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; COLOR: black; FONT-FAMILY: Verdana"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Übrigens habe ich mit meiner Digi-Cam gestern Fotos geschossen. Wenn mir jemand erklären kann, wie man die Bilder auf den Rechner bekommt und hochlädt, könntet ihr euch alle dran erfreuen.</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Zeit für Massage. Nach mehreren Thai-Massagen (dabei wird man richtig durchgeknetet) will ich mir endlich eine Öl-Massage gönnen (eine etwas feinfühligere Angelegenheit). Normalerweise geht es auch bei einer Öl-Massage brav und gesittet zu. Aus einer gut informierten Quelle habe ich jedoch von einem Salon erfahren, der gegen Trinkgeld einen etwas umfangreicheren Service bietet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich betrete den Schuppen (Sukhumvit, Soi 1 rund 50 Meter runter) und bin erstmal enttäuscht. Ein eher unhübsches Mädel mit dem Körper einer Elefantenkuh empfängt mich. Die anderen anwesenden Mädels sind alle deutlich ansehnlicher, aber die Dicke nimmt mich gleich in Beschlag. Nachdem sie mir die Füße gewaschen hat, führt sie mich nach hinten in den Massageraum. Der wiederum sieht recht viel versprechend aus. Der durch Tücher in drei Kabinen aufgeteilte Raum ist stockdunkel &#8211; Sauereien aller Art könnten hier rein theoretisch ungesehen geschehen. Auch die Dicke wirkt, im fehlenden Licht des Dark Rooms betrachtet, gleich deutlicher attraktiver.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie bittet mich, mich all meiner Klamotten zu entledigen. Dieser Aufforderung komme ich in Windeseile nach und nutze die Gelegenheit, ihr meine solide Erektion zu präsentieren. Davon absolut unbeeindruckt, fordert sie mich auf, mich auf den Bauch zu legen. Dann fängt sie an, mich mit Öl einzureiben und zu massieren. Sie beginnt mit dem Rücken und geht dann zu den Schenkeln über. Letztere massiert sie besonders gefühlvoll und streift dabei gelegentlich wie aus Versehen mit dem Handrücken meinen Sack.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Endlich darf ich mich umdrehen. Sie bedeckt meinen steil in die Höhe stehenden Schwanz mit einem Handtuch, kichert und pocht mit dem Zeigefinger prüfend gegen meine Eichel. Dann massiert sie ungerührt weiter. Zu darüber hinaus gehenden Aktionen ist sie dann auch nicht zu verleiten. Der weitere Ablauf gestaltet sich wie folgt: Sie knetet meinen Bauch, pocht gegen meine Eichel, kichert, massiert meine Schenkel, pocht, kichert, massiert meine Füße, pocht, kichert, massiert und macht mich langsam aber sicher wahnsinnig.</span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Fortsetzung folgt&#8230;</span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p> </p>
<p></span></p>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 13</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 09:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 13     Und wenn ich nicht mehr zahlen kann? Ich habe schon vor über einem Jahr ein Mädchen kennengelernt, das aus Mukdahan kommt. Kop ist noch sehr jung und unerfahren, aber ich habe mich gleich in sie verliebt. Als wir uns gerade eine Woche kannten, wurde ihre Mutter krank und mußte ins Krankenhaus. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 13</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Und wenn ich nicht mehr zahlen kann?</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich habe schon vor über einem Jahr ein Mädchen kennengelernt, das aus Mukdahan kommt. Kop ist noch sehr jung und unerfahren, aber ich habe mich gleich in sie verliebt.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als wir uns gerade eine Woche kannten, wurde ihre Mutter krank und mußte ins Krankenhaus. Ich konnte damals mit etwas Geld aushelfen, aber die Mutter wurde nicht besser und mußte immer weiter behandelt werden und ich habe Kop aus Deutschland immer weiter Geld geschickt, damit die Mutter den Arzt bezahlen kann. Als ich vor einem halben Jahr wiederkam, traf ich Kop erst zwei Tage später als vereinbart. Sie kam gerade von ihrer Mutter, der es sehr schlecht ging. In den drei Wochen, die ich hier war, haben wir uns sehr gut verstanden und ich wollte sie nach Deutschland mitnehmen. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie wollte das auch, aber dann sagte sie, das ginge nicht, weil sie ihre Mutter nicht alleine lassen kann. Dann meinte sie, daß es ihrer Mutter vielleicht besser geht, wenn wir ihr ein kleines Haus bauen, weil das Haus, in dem sie jetzt lebt, nur aus Holz und aus Bambus gemacht ist und es regnet immer hinein. Dann habe ich ihr das Geld für ein kleines Häuschen geschickt, was ja in den Dörfern nicht so teuer ist. Aber danach ist Kop krank geworden und ich mußte ihr Geld für das Krankenhaus schicken.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als wir uns jetzt getroffen haben, kam Kop auch gerade wieder aus dem Dorf. Der Mutter geht es nicht besser und ich mußte wieder helfen, weil der Vater wegen der vielen Kosten sein Land verpfändet hat und das Land verliert, wenn er den erhaltenen Kredit jetzt nicht zurückzahlt. Außerdem brauchte sie Geld für das Haus, weil das Geld, das ich geschickt hatte, nicht gereicht hat und jetzt dringend das Dach gedeckt werden muß. Kop war in dieser Zeit sehr lieb zu mir. Als ich ihr aber vorschlug, wir sollten uns das Haus einmal ansehen, wollte sie nicht und sagte, sie kann nicht mit einem fremden Mann nachhause fahren, wenn sie nicht verheiratet ist. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als ich ihr sagte, wir können ja heiraten, meinte sie, das geht nur, wenn ich mit ihr in Thailand lebe. Aber ich bin jetzt 54 Jahre und arbeite im Maschinenbau. Ich kann jetzt noch nicht nach Thailand gehen. Aber ich kann auch nicht dauernd nur Geld schicken, weil mein Konto immer kleiner wird. Ich liebe Kop immer noch, aber wie soll das jetzt weitergehen und was passiert, wenn ich nicht mehr zahlen kann?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Franz B.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Lieber Franz,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie sind nicht alleine. So ähnlich wie Ihnen geht es vielen Ausländern, die hier junge, unerfahrene Mädchen kennenlernen. Es ist geradezu charakteristisch für die jungen unerfahrenen Mädchen, die in Pattaya ältere Ausländer treffen, daß sie häufige, unvorhersehbare Finanzprobleme haben, sowie als auch einen väterlichen Freund, der ihnen in dieser entsetzlichen Situation selbstverständlich vollkommen uneigennützig hilft.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die wichtigste Frage ist eigentlich, was sie in diesem Mädchen sehen und worin die Liebe besteht, von der Sie sprechen. Sind es die vielen Übereinstimmungen, die Sie teilen, die gleiche Begeisterung für dieselben Fernsehprogramme und Videofilme, dieselbe Anschauung vom gesellschaftlichen Leben und der Politik, die gleichen Interessen für Freizeitgestaltung und Hobbies, der gleiche Geschmack für Kleidung und Speisen? Wenn man gemeinsam leben will, dann braucht man doch Gemeinsamkeiten. Worin bestehen die? Aber wir wollen nicht nur fragen, wir wollen auch Ihre Frage beantworten, wie es jetzt weitergeht. Wir haben darüber unseren Hausastrologen befragt und der erklärt, daß sich hier der Merkurius zu sehr an die Venus angenähert hat, woraus große Komplikationen entstehen und er sagt, es steht viel Unglück ins Haus.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Jetzt wird der Bruder von Kop erst einmal einen schweren Motorradunfall erleiden, an dem er völlig unschuldig ist, aber er muß das Krankenhaus und das Motorrad bezahlen, das er nur geliehen hatte. Dann braucht er ein neues Motorrad, wahrscheinlich eine Harley Davidson oder eine 500-er von Toyota, weil er sonst nicht zur Arbeit fahren kann. Dann muß das Haus verputzt werden, Türen und Fenster fehlen auch noch und der Fußboden muß gelegt werden. Dann führt der Vater sich mit dem Traktor über den Fuß, bei der Flucht vor dem Traktor wird er von einem Krokodil gebissen und muß ins Krankenhaus. Die Krankheit der Mutter wird immer schlimmer, der Vater muß weitere verpfändete Felder auslösen, die er vergessen hatte, eine Großmutter muß wegen Leistenbruch ins Krankenhaus und anschließend beerdigt werden und wenn Sie in Deutschland sind, hat Kop einen teuren Unfall und braucht dringend finanzielle Hilfe.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wie, glauben Sie, hat Kop, die als Arbeiterin im Monat vielleicht drei- bis allerhöchstens viertausend Baht im Monat verdienen könnte, die Herkunft des vielen Geldes ihren Eltern erklärt &#8211; vorausgesetzt, daß sie welche hat? Und warum wäre es den Eltern nicht zumutbar, daß ihre Tochter mit dem Mann nachhause kommt, der ihnen ein Haus baut, das Leben der Mutter erhält, dem Vater seine Felder schenkt, für das Leben der Tochter aufkommt und ihre Krankenhausrechnungen bezahlt? Könnten sie es nicht ertragen, den Mann zu sehen, von dem sie leben, den ihre Tochter liebt und den sie heiraten will? Das wäre in den Dörfern in Thailands armem Norden etwas ganz Neues.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Falls Sie immer noch glauben, daß es der Mutter so schlecht geht und sie immer wieder ins Krankenhaus muß, dann verlangt es doch eigentlich der Anstand, diese arme Frau im Krankenhaus zu besuchen und vielleicht auch mit den Ärzten zu sprechen. Außerdem müßten Sie mit dem Vater wegen des Hauses sprechen, in dem er leben will und dessen Bau Sie bezahlen. Ein Besuch der Familie wäre also mehr als gerechtfertigt, äußerst empfehlenswert und ganz bestimmt informativ. Auch auf die Gefahr hin, daß es entweder den Vater, die Mutter oder das Haus gar nicht gibt. Denn es ist doch immer wieder schön, Gewißheit zu haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ach ja, Ihre letzte Frage: Wie es weitergehen soll, wenn sie nicht mehr zahlen können. Nun, in diesem Falle geht wohl nichts mehr weiter und ihre Freundin wird sich wahrscheinlich gezwungen sehen, leider, leider einen anderen väterlichen Gönner zu suchen, weil ihre Mutter ins Krankenhaus muß und der Bruder einen Motorradunfall hat. Ansonsten geht nichts weiter. Aber das läßt sich ausprobieren. Wie wär’s, wenn Sie ihrer Kop mitteilen, daß Sie kein Geld mehr haben und sie fragen, ob sie Ihnen jetzt vielleicht helfen könnte? Die Reaktion dürfte auf jeden Fall sehr aufschlußreich sein, glaubt</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr Paule</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Meine Frau braucht dringend Goldschmuck&#8230;</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich komme jedes Jahr für zwei Monate nach Thailand. Beim letzten Mal habe ich meine Suni kennengelernt, vor Buddha im Dorftempel geheiratet und ein kleines Haus gekauft. Dann bin ich wieder nach Deutschland gefahren, denn ich muß noch viel Geld verdienen, um mit ihr hier leben zu können. In Deutschland habe ich einen Thai-Kursus belegt. Dabei habe ich erfahren, daß das Haus, das ich meiner Frau gekauft habe, zwar richtig auf ihren Namen eingetragen ist, daß sie es aber schon vor sechs Jahren besessen hat. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie hat mir nur die Urkunde und ihren Namen gezeigt und ich habe nicht auf das Datum gesehen. Später hat sie mir geschrieben, die haben sich auf dem Amt nur vertippt. Ich habe ihr Geld zum Leben geschickt, dann habe ich Geld geschickt, um das Haus zu reparieren, für ihren kranken Vater und weil sie einen Unfall gehabt hat. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als ich jetzt auf Urlaub kam, war sie in Pattaya in einer Bar. Sie sagt, sie hat nur ihre Schwester besucht, die aber in einer ganz anderen Bar arbeitet. Dann wollte sie von mir Geld zum Leben, Geld für neue Kleidung und Goldschmuck haben. Sie hat gesagt, sie muß im Dorf ihren Goldschmuck zeigen, weil das erwartet wird, wenn eine Frau mit einem Farang verheiratet ist, sonst machen wir uns lächerlich. Ist das nun alles so üblich, oder versucht sie, mich auszunehmen? Und wie kann ich mich dann ich dagegen wehren?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Arno F.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Lieber schlitzgeohrter Liebeskasper,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">eine Heirat ist der sinnlose Versuch zweier Leute, den Partner zu besitzen. Eine Heirat vor Buddha ist der schlitzohrige Versuch, den Partner zu besitzen, ohne selbst gebunden oder verpflichtet zu sein, weil die Heirat ja offiziell nicht gültig ist. Glaubst Du wirklich, daß Du per Zufall eine Frau triffst, die mit der Liebe Geld verdient, nun aber, weil sie einen Arno gesehen hat, sich zum liebevollen Eheleben mit einem abwesenden Arno bekehrt und nichts Besseres zu tun hat, als im Dorf auf seinen Urlaub zu warten? Auf einen Arno, der einmal im Jahr kommt, sich kaum überlegt, wie es ihr geht und wie sie leben kann, der sie aber für hübsch und praktisch hält und deshalb sein Besitzrecht gut bezahlt? </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hast Du Dir überlegt, was Du von ihr willst und was Du an ihr liebst? Hast Du sie gefragt, wie sie leben will und wie Du ihr dabei helfen kannst? Nein? Macht nichts. Offensichtlich will sie nur Geld haben und Du hast ihr dabei schon viel geholfen. Sie ist nach Pattaya gekommen, weil sie Geld liebt und nicht etwa einen Fremden, den sie einmal im Jahr sieht. Du willst nur ihren Körper, wenn Du auf Urlaub bist. Und sie will nur Dein Geld. Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, bei dem jeder nur freiwillig bezahlt. Aber, wie Du Dich vor Dir schützen kannst, weiß ich auch nicht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Beste Grüsse, Dein Paule Plapper</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 12</title>
		<link>http://www.travel-funblog.com/2009/04/24/gad-labudda-13-leserbriefe-und-anworten-teil-12/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 09:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 12   Muß ich für meine Kinder bezahlen? An Paul Plapper, Ich bin seit sieben Jahren mit einer Thailänderin in Deutschland verheiratet, wo wir auch leben. Aber meine Frau will nur immer Geld von mir und sie gibt vielzuviel aus. Wir haben auch zwei Kinder, die sind jetzt vier und sechs Jahre alt. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 12</span></strong><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Muß ich für meine Kinder bezahlen?</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">An Paul Plapper,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich bin seit sieben Jahren mit einer Thailänderin in Deutschland verheiratet, wo wir auch leben. Aber meine Frau will nur immer Geld von mir und sie gibt vielzuviel aus. Wir haben auch zwei Kinder, die sind jetzt vier und sechs Jahre alt. Aber ich muß leider sagen, daß meine Kinder mehr in Richtung meiner Frau geraten und dumm sind. Sie sprechen beide kein Deutsch und kein Englisch, ich kann aber kein Thai, kann also nicht einmal mit ihnen sprechen. Meine Frau beschäftigt sich immer nur mit den Kindern und hat für mich keine Zeit und kein Interesse. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Jetzt habe ich aber im Urlaub eine andere Thailänderin kennengelernt, mit der ich viel lieber leben würde. Sie ist viel jünger, viel netter und liebevoller. Wenn ich jetzt meine Frau verlasse, muß ich ihr dann Unterhalt zahlen, obwohl sie Thailänderin ist und es in Thailand kein Unterhaltsgesetz gibt? Kann man mich in Thailand zur Unterhaltszahlung verurteilen? Eine frühere Freundin von mir, die in Thailand lebt, hat es versucht und hat gesagt, sie kann mich nicht zur Zahlung zwingen. Wenn ich jetzt einfach weggehe, weiß sie doch gar nicht, wo ich bin und ich muß mich ja nicht bei der Botschaft melden. Kann sie mich dann trotzdem verklagen? Was kann ich jetzt am besten tun, um weitere unnötige Kosten und Probleme zu vermeiden?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Theo Sch.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hallo, Theo,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">zunächst zu Deinem größten Problem: Um weitere Kosten und Probleme zu vermeiden, raten wir dringend zu einer sofortigen Kastration. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Doch diese verringert nur die in Zukunft zu erwartenden Kosten und Probleme und nicht etwa die aus der Vergangenheit herrührenden. Wenn ihr in Deutschland nach deutschem Gesetz verheiratet seid, so gelten auch die deutschen Unterhaltsbestimmungen und die Unterhaltsverpflichtungen für Dich, wo immer Du Dich auch befindest. Du kannst auch in Abwesenheit verurteilt werden und spürst die Folgen dann erst, wenn Du wieder einmal nach Deutschland fährst &#8211; oder etwa einen neuen Reisepaß brauchst.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber das eigentliche Problem ist nicht etwa die böse Justiz, sondern Dein mieser Charakter. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann hast Du schon einmal eine Freundin mit einem Kind sitzen lassen, nicht wahr? Und dann hast Du eine andere geheiratet, die Du jetzt mit zwei Kindern sitzen lassen willst, weil sie zuviel Geld will, sich nicht genug mit Dir beschäftigt und Du eine jüngere Frau kennengelernt hast, die etwas schlanker, unerfahrener und deshalb noch netter und liebevoller ist. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">War denn Deine Frau nicht liebevoll, als ihr geheiratet habt? Was glaubst Du wohl, warum sie jetzt nicht mehr liebevoll ist? Ist ihr die Liebe vielleicht ausgegangen, weil Du ihr nie welche gegeben hast? Ich möchte fast wetten, wenn ich Dich frage, was der Unterschied zwischen einem Sofa und einer Frau ist, dann antwortest Du, der läge darin, daß ein Sofa keine Kinder kriegt und kein Geld ausgibt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du beklagst Dich, daß Deine Frau sich nicht mit Dir beschäftigt. Wieviel hast Du Dich denn mit ihr beschäftigt &#8211; jenseits der von Dir bevorzugten sexuellen Kampfsportarten? Wahrscheinlich genausoviel, wie mit Deinen Kindern. Die leiden übrigens nicht darunter, daß sie dumm sind, sondern darunter, daß sie einen dummen Vater haben. Kleine Kinder lernen auch in Deutschland zuhause nicht die deutsche Sprache, weil der Vater einen deutschen Reisepaß hat, sondern nur, wenn er mit ihnen in Deutsch spricht und sich mit ihnen beschäftigt. Kinder lernen eine Sprache auch dann nicht, wenn man ihnen sagt, sie sollen die Sprache erst einmal beherrschen und später würde der Vater dann mit ihnen auch sprechen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hast Du Dich jemals um Deine Kinder gekümmert, oder hast Du sie nur spüren lassen, daß sie Dich stören und daß Du sie für dumm hältst? Hast Du Dich jemals um Deine Frau gekümmert und ihr geholfen, Deutsch zu lernen, oder hast Du sie nur spüren lassen, daß sie Dich stört, daß Du Dich nur für den Gebrauch eines Frauenkörpers interessierst und vielleicht noch für die Zärtlichkeit und die Zuneigung, die eine Frau Dir gibt, aber nie für ihre Person oder eine Gemeinsamkeit?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du beschwerst Dich, daß Deine Frau sich nur um die Kinder kümmert, wenn Du da bist. Abgesehen davon, daß das nicht sehr oft zu sein scheint, bist Du schon einmal auf den Gedanken gekommen, daß Du Dich um Deine Frau und Deine Kinder kümmern könntest, daß ihr eine Familie seid und etwas zusammen tun und unternehmen könnt oder willst Du schon einmal üben, Dich darüber zu beschweren, daß Deine Kinder sich auch nicht genug um Dich kümmern?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du hättest längst bemerken müssen, daß an Dir etwas verkorkst ist, spätestens in den Stunden, die Du alleine bist, in den Nächten, in denen Du nicht einschlafen kannst und in den Momenten, in denen Du Menschen begegnest, aber einfach nicht in der Lage bist, auf diese Menschen einzugehen, sondern lieber small talk, den Partylöwen und den feurigen Liebhaber spielst, nicht wahr? Du hast doch nicht etwa schon einmal mit anderen Menschen über ihre Gefühle oder gar über Dich oder Dein Leben gesprochen? So enge Beziehungen stören Dich doch nur.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber jetzt hast Du einen praktischen Ausweg gefunden. Du brauchst nichts an Dir zu ändern, um mit einem Menschen leben zu können. Du hast schon wieder eine jüngere, liebevolle Thai gefunden, die Dich noch nicht kennt. Deshalb laß’ Dich schnell kastrieren, rät</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Paule Plapper</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 11</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 09:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 11   Es ist doch einfach, in Thailand zu leben&#8230; An die Redaktion, Ich war schon dreimal in Thailand und ich habe in Pattaya eine Freundin. Seither macht es mir keinen Spaß mehr, in Deutschland in einer Bank zu arbeiten. Ich habe gehört, daß es einfach ist, in Thailand zu leben. Man kann eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 11</span></strong><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Es ist doch einfach, in Thailand zu leben&#8230;</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">An die Redaktion,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich war schon dreimal in Thailand und ich habe in Pattaya eine Freundin. Seither macht es mir keinen Spaß mehr, in Deutschland in einer Bank zu arbeiten. Ich habe gehört, daß es einfach ist, in Thailand zu leben. Man kann eine Company gründen und dann unter dem Namen der Company eine Bar oder ein Restaurant aufmachen. In der letzten Zeit habe ich aber keine guten Nachrichten von Thailand gehört. Könnt Ihr mir sagen, wie das jetzt ist oder was man machen kann?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Beste Grüße von Boris M.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hallo, Boris,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">es sind gleich mehrere Themen, die Du auf einmal anschneidest. Irgendwie hörst Du Dich an, als wenn Du sagst, Du machst hier jetzt eine Sprachschule für Thai und Chinesisch auf, Du mußt nur noch die Sprachen lernen. Ich glaube Dir, daß Du essen und trinken kannst, aber das beweist nicht, daß Du Koch oder Gastwirt bist. In eine Bar gehen die Leute zur Unterhaltung und nicht, weil sie zuhause nicht trinken dürfen. Ein guter Gastwirt muß eine Kreuzung zwischen Psychotherapeut, Alleinunterhalter und Organisationstalent sein. Er muß die Gäste unterhalten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">In Pattaya brauchst Du außerdem hübsche Mädchen, die mit Kunden umgehen und auch sprechen können. Das setzt voraus, daß Du mit den Mädchen umgehen und sprechen kannst. Wenn Du ‘gute Geister’ suchst, die für ein paar Baht die Arbeit machen und Du glaubst, Du brauchst nur noch zu kassieren, dann bist Du bald von allen guten Geistern verlassen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es ist (theoretisch) richtig, daß ein Ausländer eine Company eröffnen und sich als Geschäftsführer einsetzen kann. Das wird dann eine ‘ausländische Company’ genannt. Die Company muß mindestens sieben Teilhaber haben und die Besitzmehrheit (in der Regel zwischen 51 und 70 Prozent) muß in thailändischen Händen liegen. Die Mehrheit ist übrigens auch berechtigt, den Geschäftsführer abzusetzen oder sogar zu entlassen. Er hat bei über 25 Prozent Anteil ein Einspruchsrecht. Dann kann mit einem langwierigen Prozeß in Thai ein Gerichtsbeschluß erwirkt werden, dessen Ausgang ungewiß ist. Es gibt keinen Grund zur Annahme, daß die anderen Teilhaber sich nicht früher oder später darauf besinnen, wieviel ihnen und wie wenig Dir von dieser Company gehört.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Doch die Voraussetzungen zur Gründung einer Company und zum Erhalt einer Arbeitsgenehmigung haben sich geändert. Der geschäftsführende Direktor der Thailand Co., Ltd. empfindet Ausländer als Konkurrenz in seiner eigenen Firma. Es sei denn, sie kritisieren die Regierung; dann sieht er sie als ein nationales Sicherheitsrisiko. Der Arbeitsminister sieht Ausländer als ein nur begrenzt hinzunehmendes Übel und der Innenminister sieht Ausländer als das Übel schlechthin.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Gründung einer Company zur Eröffnung eines kleineren Restaurants oder einer Bar wird nicht mehr genehmigt. Es ist auch nicht neu, daß Ausländer keine Genehmigungen mehr für Restaurants oder Bars erhalten. Die Aufenthaltsgenehmigung für einen Ausländer ist nach Auskunft der Einwanderungsbehörde Pattaya davon abhängig, daß er 800.000 Baht auf seinem thailändischen Konto oder eine entsprechende Rente hat und über 55 Jahre alt ist, oder eine Arbeitsgenehmigung besitzt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Von dem für Pattaya zuständigen Arbeitsamt in Chonburi werden kaum noch Anträge auf Arbeitsgenehmigungen oder Verlängerungen genehmigt. Eine der Begründungen lautet, daß die Firma, für die der Ausländer arbeitet, dem Staat voraussichtlich keine sehr hohen Einnahmen bringt und die Anzahl thailändischer Arbeiter, die bei der Company einen Arbeitsplatz erhalten, nur gering ist und daß aus diesem Grund kein Anlaß besteht, einem Ausländer eine Arbeitsgenehmigung zu erteilen. Dieser Bescheid ging auch an Leute, die schon seit vielen Jahren eine Arbeitsgenehmigung hatten oder einen eigenen Betrieb geführt haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der Gouverneur von Chonburi und der Innenminister sehen eine Bedrohung des Staates durch Ausländer, die mit einer thailändischen Frau verheiratet sind, die dann auf ihren Namen eine Bar führt. Obwohl das völlig legal ist, will die Regierung diese Praxis ausmerzen, ‘um Jugendliche vor der Prostitution und vor dem Konsum illegaler Drogen zu schützen’. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Weshalb in der Bar einer Thailänderin, die nicht mit einem Ausländer verheiratet ist, weniger Prostitution vorkommen soll, ist nicht einsichtig. Es geht also letztlich nicht darum, die Prostitution oder den Drogenkonsum einzugrenzen, sondern darum, Ausländer in erster Linie aus der Gastronomie und den Bars, aber auch ganz allgemein aus dem Geschäftsleben und offensichtlich aus dem Land auszugrenzen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Aufenthaltsbedingungen für Ausländer sind in den letzten Jahren zunehmend verschärft worden und es ist auch nicht mehr als sicher anzunehmen, daß ein Ausländer eine Arbeitsgenehmigung erhält, nur weil er die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Es hat sich gezeigt, daß die Aversion eines Beamten gegen Ausländer sein Ermessen bestimmen kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ob Deine Freundin heute oder im nächsten Jahr noch Deine Freundin ist und ob Du in einem Jahr noch in Thailand leben willst, ist auch nicht sicher. Für ein Jahr auf Probe zu kommen, das Land näher kennenzulernen und Thai zu lernen empfiehlt</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dein Paule</span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 10</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 09:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 10     Ich kann die Frauen nach Deutschland holen&#8230; An die Redaktion Ich habe bei Berlin eine große Bar, die viel besser laufen würde, wenn ich ein paar flotte Bienen hätte. Ich habe gehört, daß die Thaifrauen in den Bars sich darum reißen, nach Deutschland zu kommen. Wenn ich ein Ganzkörperfoto von Superfrauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 10</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Ich kann die Frauen nach Deutschland holen&#8230;</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">An die Redaktion</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich habe bei Berlin eine große Bar, die viel besser laufen würde, wenn ich ein paar flotte Bienen hätte. Ich habe gehört, daß die Thaifrauen in den Bars sich darum reißen, nach Deutschland zu kommen. Wenn ich ein Ganzkörperfoto von Superfrauen kriege, kann ich denen einen Arbeitsvertrag als Serviererinnen schicken und wenn sie den Papierkram erledigt haben, können sie hierher kommen und bei mir anfangen. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich hab’ im dritten Stock vier Zimmer, da können sie viel verdienen, weil die Männer immer wild auf scharfe Weiber sind. Was muß ich tun, daß die sich melden? Kann ich bei Euch eine Annonce aufgeben oder könnt Ihr mit den Frauen reden? Wir können auch eine Kommission abmachen, die ich zahle, wenn die Frauen hier ihr Geld verdienen.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Rüdiger W.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hallo, Rüdiger,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">das geht alles ganz einfach und es gibt überhaupt keine Probleme. Vorher müssen natürlich einige Formalitäten erfüllt werden. Du mußt  zur Polizei gehen und ein Diplom als staatlich beglaubigter Zuhälter beantragen. Dafür mußt Du Beweise für erfolgreiche Zuhälterei mitbringen. Wenn Du dann bei guter Führung nach etwa drei Jahren wieder entlassen wirst &#8211; schneller geht’s nicht, weil eine matschige Birne nicht als mildernder Umstand anerkannt wird &#8211; , kannst Du als eingetragener Zuhälter die Serviererinnen hier selbst abholen. Du kannst aber auch ersatzweise einen Klempner für eine Hirnoperation rufen, Du bist nämlich nicht ganz dicht. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Mädchen arbeiten in den Bars, weil sie sonst nichts können und nichts haben. Die meisten gehen in die Bars, und versuchen, einen Mann zu finden, der ihnen für einige Tage, Wochen oder Jahre den Unterhalt für sie, ihre Eltern und ihre Kinder bezahlt, oder sie suchen ein paar doofe Ausländer, die sie ausnehmen können. Wenn sie fähig wären, ‘den Papierkram’ für einen Reisepaß, für ein Visum und eine Flugreise selbst zu erledigen und alleine nach Deutschland zu fliegen, dann brauchten sie nicht für 1.600 bis 2.000 Baht monatlich in einer Bar zu arbeiten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Und wenn sie tatsächlich die zwanzig Gehälter gespart haben sollten, die Papierkram und Flug kosten, sind sie doch nicht dumm genug, die wegzuwerfen, um  bei Berlin nach einem Rüdiger zu suchen, der eine Kneipe mit vier Zimmern hat. Und ‘heiße Superfrauen’ gibt’s hier nicht. Die Frauen kommen nicht als geprüfte Nymphomaninnen hierher, sondern zum Geldverdienen und haben überhaupt keine Lust, ‘heiß’ zu sein. Wenn Du eine Frau suchst, dann mußt Du schon selber kommen, weiß</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dein Paule</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 9</title>
		<link>http://www.travel-funblog.com/2009/04/18/gad-labudda-13-leserbriefe-und-anworten-teil-9/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 09:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 9     Wie lange dauert es, bis man integriert ist? Herrn Victor Schluff. Schon seit Jahren komme ich immer wieder nach Pattaya auf Urlaub. Das Leben ist hier sehr angenehm und preiswert, auch habe ich hier keine körperlichen Probleme. Ich bin jetzt 47 Jahre alt und bekomme eine gute Unfallrente, von der ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 9</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Wie lange dauert es, bis man integriert ist?</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Herrn Victor Schluff.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Schon seit Jahren komme ich immer wieder nach Pattaya auf Urlaub. Das Leben ist hier sehr angenehm und preiswert, auch habe ich hier keine körperlichen Probleme. Ich bin jetzt 47 Jahre alt und bekomme eine gute Unfallrente, von der ich in Thailand viel besser leben kann, als in Deutschland. Bevor ich nun aber in Deutschland meine Zelte abbreche und nach Thailand umsiedle, möchte ich von Ihnen erfahren, wo man am besten lebt, um möglichst viele Kontakte zu haben, wie lange es so im Durchschnitt dauert, bis man in Thailand und bei den Thai integriert ist und was man dafür tun muß. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Auch wenn ich sicher bin, jederzeit ein hübsches Mädchen zu finden, möchte ich nicht auf gesellschaftliche Kontakte und kulturelle Veranstaltungen verzichten. Kann ich vielleicht als Fernmeldetechniker noch einen Nebenjob oder eine andere Arbeit finden? Es ginge mir dabei nicht um’s Geld, sondern nur um eine angenehme Beschäftigung und um die Unterhaltung. Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen und verbleibe als Ihr</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Joachim E.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nein, Joachim,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">über meine Antwort werden Sie sich gar nicht freuen: Sie werden in Thailand nie integriert sein. Aber sie werden in Thailand leben können.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Integriert sind auf der ganzen Welt Personen, die den Menschen in ihrer Umgebung als nützlich erscheinen, genauso wie diese aussehen, sprechen, denken und handeln und die gleiche Herkunft haben. Mit anderen Worten: Integriert sind einzelne Personen innerhalb einer Gruppe, wenn sie sich so wenig wie möglich von dieser unterscheiden, den Idealen der Gruppe entsprechen und als nützlich angesehen werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als Gruppe, in die man sich integrieren könnte, gibt es ‘die Thai’ ebensowenig, wie ‘die Deutschen’. Sie waren auch in Deutschland nicht bei ‘den Deutschen’ integriert, sondern höchstens in einer bestimmten Bevölkerungsschicht, einer sozialen Gruppe, wie etwa bei Arbeitern, Politikern oder Bauern, Gewerkschaftlern, Jazzfans, Kegelbrüdern, Fußballfans, Nachbarn, Kirchgängern, Parteifreunden, Neonazis oder Goldfischzüchtern, etc. Der Bewohner eines Schrebergartens ist in einem Villenviertel ebensowenig integriert, wie der Bewohner einer Luxusvilla in einer Schrebergartensiedlung, letzterer wird nur mehr beneidet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn Sie sich überlegen, wer Sie sind und was Sie wollen, haben Sie immerhin die Möglichkeit, sich eine Umgebung auszusuchen, in die Sie hineinpassen, wo sie möglichst wenig auffallen. Aber mit Ihren Knopfaugen und der großen Nase wird das schwierig und in Thailand wird einem fremden Aussehen und einer fremden Herkunft noch wesentlich mehr Gewicht beigemessen, als in Deutschland, wo sich Asiaten auch nur sehr schwer integrieren können. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es wird auch schwierig, den gleichen Dialekt zu erlernen, den die Leute in Ihrer neuen Umgebung sprechen, mit ihnen Witze auszutauschen, über die Kunst des Beherrschens der vielen Geister, die richtige Deutung der Träume und das Herausfinden der garantiert glückbringenden Lottozahlen zu diskutieren. Schon das traditionsgebundene Verhalten, das Essen derselben Speisen mit denselben Eßmanieren könnte Ihnen Schwierigkeiten bereiten. Selbst einem Thai aus einer entfernten Provinz bereitet es erhebliche Schwierigkeiten, sich in einer anderen Provinz, einer anderen thailändischen Umwelt zu integrieren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Vergessen wir also die Integration. Aber Sie können sich die Achtung in einer thailändischen Umgebung erwerben und akzeptiert werden. Das ist davon abhängig, wieweit man an ihrem Verhalten erkennen kann, daß Sie die Menschen in ihrer Umgebung achten und akzeptieren und sich wie diese verhalten, vor allen Dingen auch abhängig davon, wie weit Sie sich verständlich machen können und wieweit Sie als nützlich oder hilfreich, also als ‘guter Mensch’ angesehen werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Akzeptiert zu werden, ist insbesondere in der Provinz nicht schwierig. Allerdings müssen Sie dann dort wie die Menschen in Ihrer Umgebung leben, und zwar mit einer Familie oder zumindest mit einer Frau aus diesem Ort. Sie werden dann statusmäßig zunächst dieser Familie oder dieser Frau zugeordnet und anschließend zunehmend danach beurteilt, wie Sie sich verhalten, wieweit sie freundlich, höflich und vor allen Dingen für ihre Gemeinde oder zumindest deren Oberhäupter nützlich sind.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">In einer Stadt wie Bangkok oder Pattaya fallen Sie am wenigsten auf,  dafür werden Sie dort auch am wenigsten integriert. Sie fallen dem zum Opfer, was man in Thailand so gerne als ‘Toleranz’ rühmt. Doch in Wirklichkeit sieht man sie gar nicht. Man kann nicht tolerieren, was man nicht sieht. Diese thailändische ‘Toleranz’ ist in Wirklichkeit zwischen Desinteresse und Apathie anzusiedeln. Nur die allerwenigsten Thai aus anderen Gegenden schaffen es, sich hier zu integrieren. Dafür ist es in einer Stadt auch nicht so wichtig, geachtet oder akzeptiert zu werden, was in einem Dorf die Voraussetzung ist, um dort leben zu können. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">In einer Stadt ist es nur erforderlich, das nötige Kleingeld für einen mittelprächtigen Lebensstandard zu haben und möglichst wenige Menschen zu belästigen. In Bangkok oder Pattaya wird man sich in jedem Fall denkbar wenig um Sie kümmern, man wird sie kaum beachten und man wird Sie auch alles tun lassen, was Ihnen paßt, solange Sie niemand ernsthaft stören. Sie sind hier ohne jede Bedeutung, sofern sie nicht gerade Geld geben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie werden Sie in einer thailändischen Stadt auch denkbar wenige Freunde haben, vielleicht einige freundliche Nachbarn, wenn Sie zu denen freundlich sind. Sie werden vielleicht sogar eine Art ‘Stammkneipe’ finden, irgendeinen Ort in einer Bar oder vor einem Lebensmittelladen, an dem man sie kennt und nicht dauernd Ladydrinks, Einladungen, Ausgaben oder direkt Geld von Ihnen verlangt, weil Sie irgendein reicher Farang sind. Vorausgesetzt, daß man Sie als eine einzelne, bekannte und soziale Person einstuft. Nein, Sie werden in Thailand nie integriert sein und nie viele Freunde haben. Aber, wieviele haben Sie denn in Deutschland? </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie können in Thailand Ihre Insel finden. Damit meine ich nicht ein Stück Land im Meer, sondern eine Insel für Ihr privates Leben. Sie kön-nen eine thailändische Frau finden, die mit (und von) Ihnen leben will. Sie können ein oder zwei thailändische Bekannte oder eine Familie finden, mit denen Sie sich hin und wieder treffen (und je mehr Sie diese Treffen finanzieren, desto öfter können sie stattfinden).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Selbstverständlich gibt es auch noch sehr viele Ausländer, viele Deutsche in den Städten und es gibt überhaupt keine Probleme, diese zu finden und zu treffen. Aber fast alle Europäer, die in Thailand leben, haben irgendeine Macke. Warum können sie nicht in ihrem Land leben, dort wo sie großgeworden sind und sich auskennen? Sicher, die einen haben kein Land, in dem sie großgeworden sind, die nächsten haben gesundheitliche Probleme oder eine zu geringe Rente, womit sie in Europa Schwierigkeiten haben, wieder andere haben ein zu einnehmendes Wesen und müssen deswegen öfters die Umgebung wechseln, andere werden zu viel von hübschen Mädchen gesucht und wieder andere von der Polizei, manche sind unumgänglich und wieder andere noch dümmer, etc. pp. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es kommt nicht darauf an, Urteile über die jeweilige Macke zu fällen, sondern herauszufinden, welche Macken Sie am wenigsten stören. Sie werden die meisten der hier lebenden Ausländer kaum für eine nähere Freundschaft in Betracht ziehen, aber es liegt wohl auch an Ihnen, ob Sie hier einen oder zwei Menschen finden, mit denen Sie sich öfter einmal treffen können. Ganz so, wie auch in Deutschland, auch wenn dort mehr Deutsche leben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das ‘Paradiesische’ an Thailand ergibt sich aus dem angenehmen Klima, den (nach dem Geldwechsel) niedrigen Preisen, der Toleranz (und Gleichgültigkeit) der Bevölkerung Ausländern gegenüber, der jederzeit möglichen Versorgung durch ein hübsches Mädchen oder eine nette Frau (falls das Geld dazu reicht) und vor allen Dingen aus Ihren eigenen Erwartungen und Ihrem Verhalten, behauptet</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr Paule Plapper</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 8</title>
		<link>http://www.travel-funblog.com/2009/04/17/gad-labudda-13-leserbriefe-und-anworten-teil-8/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 09:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 8     1 Stck. Frau nach Deutschland gesucht&#8230; Ich werde von Weihnachten bis zum 15. Januar nach Pattaya kommen und will mir eine Frau nach Deutschland mitnehmen. Als ehemaliger Beamter der gehobenen Laufbahn bin ich jetzt mit 55 Jahren Frührentner, aber sexuell noch sehr aktiv. Meine Frau hat sich von mir scheiden lassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 8</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">1 Stck. Frau nach Deutschland gesucht&#8230;</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich werde von Weihnachten bis zum 15. Januar nach Pattaya kommen und will mir eine Frau nach Deutschland mitnehmen. Als ehemaliger Beamter der gehobenen Laufbahn bin ich jetzt mit 55 Jahren Frührentner, aber sexuell noch sehr aktiv. Meine Frau hat sich von mir scheiden lassen und ich brauche jemand, der mein Haus in Ordnung hält, für mich kocht und wäscht und mir persönlich zur Verfügung steht. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Meine Bezüge sind gut genug, daß ich mir erlauben kann, eine Frau mitzunehmen. Meine Problem ist aber, daß ich nicht sicher bin, wie ich so eine Frau finden kann und ob sie dann auch für die für sie vorgesehenen Tätigkeiten geeignet ist. Eine Aufenthaltsgenehmigung kann ich für sie als ehemaliger Beamter mühelos erhalten.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teilen Sie mir bitte auch mit, welche Schritte ich in Thailand unternehmen muß, wenn ich die Frau mitnehme (evtl. Versicherung, Dokumente, Inkenntnissetzung der Eltern etc.).</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Franz Xavier B.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sehr geehrter Herr B.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Zunächst war ich überzeugt, daß Sie Ihren Brief lediglich mit einer verkehrten Anschrift versehen haben. Aber ich habe volles Verständnis dafür, daß Sie sich als Beamter der gehobenen Laufbahn sicherlich nicht genug mit der normalen Bevölkerung beschäftigt haben, um sich noch in Situationen eines normalen Lebens hineinversetzen zu können.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Bezüglich der von Ihnen gesuchten Kombination von Haushaltsmaschinen können wir Ihnen mitteilen, daß die für die Herstellung solcher Geräte bekannte Firma Siemens auch einen Sitz in Bangkok hat und bitten wir Sie höflichst, sich zwecks der erwünschten Geräte zur Versorgung Ihres Haushaltes vertrauensvoll an diese zu wenden. Womit wohl der bedeutendste Teil Ihrer werten Anfrage beantwortet sein dürfte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Allerdings ist bedauerlicherweise nicht bekanntgeworden, ob sich die Firma Siemens auch mit den persönlichen Bedürfnissen sexuell sehr aktiver pensionierter Beamter der gehobenen Laufbahn befaßt, obwohl hier sicherlich eine Marktlücke besteht. Wir werden uns also alle erdenkliche Mühe geben, auf Ihr diesbezügliches Problem einzugehen, bevor sie dies mit dem obgenannten solchen tun.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Also gut. Sie suchen 1 Stck. Frau. Da darf ich Sie zu der geschickten Auswahl Pattayas als Ort der Suche beglückwünschen, wo Sie ideale Voraussetzungen finden; sind doch aus dem ganzen Land Frauen hierhergekommen, und viele von ihnen suchen 1. Stck. Farang (wie hier die westlichen Ausländer genannt werden). Eine hervorragende Ergänzung.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Man könnte die in Pattayas Bars und ähnlichen Betrieben arbeitenden Frauen in drei Kategorien einteilen: </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">1. Frauen, die nichts gelernt haben und nichts besitzen, außer einer Familie, Eltern oder Kindern, die sie ernähren müssen. Ein Drittel aller hier im Sexgewerbe tätigen Personen haben Kinder. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">2. Frauen, die nichts gelernt haben und keine Fähigkeiten haben, um eine vernünftige Arbeitsstelle zu finden, die in der ‘Geborgenheit’ einer Bar ihre soziale Umgebung und ein relativ zufriedenstellendes Auskommen finden, und </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">3. Frauen, bei denen es keine Rolle spielt, ob sie etwas gelernt haben. Sie haben die Fähigkeit, bei ihrer intensiven Suche nach Geld einen Ausländer zu finden, der welches hat und verstehen es meisterhaft, an dieses Geld zu kommen, weil sie sich für nichts anderes interessieren. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der erste Schritt, den Sie unternehmen müssen, um eine Frau zu finden, besteht nicht etwa darin, sich zu überlegen, was eine Frau ist; dafür haben Sie sicherlich schon viel zu lange Ihre eigenen Vorstellungen, die zu ändern Ihnen unbequem wäre, Ihr hochglanzlackiertes Selbstbild ankratzen und Sie dem tatsächlichen Leben zu nahe bringen könnte, das Sie seit Ihrer Pubertätszeit gescheut haben. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der erste Schritt, den Sie unternehmen, wird also in jedem Falle ein sogenannter Fehltritt sein. Anschließend können Sie dann entscheiden, ob die Fehlgetretene zu den ersten zwei Kategorien gehört, nichts gelernt hat und auch die Fähigkeiten des Lernens nicht besitzt, sondern zwischen drei bis vier Bambuswänden aufgewachsen ist, weder die Pflege eines Einfamilienhauses noch die Zubereitung europäischen Essens kennt und sich ohne Kommunikationsmöglichkeiten in einem kalten Land in einer kalten Umgebung mit einem kalten Farang nicht wohlfühlt, auf das Geld verzichtet und baldmöglichst in ihre Heimat flüchtet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Oder Sie haben eine Dame der dritten Gruppe. Das wäre noch die bessere Lösung, weil Ihr Geld dann bald den Besitzer gewechselt hat und Sie anschließend mit Ihren Nerven am Ende und auch noch froh sind, wenn sie dann verschwindet, wenn nichts mehr zu holen ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sicher gibt es auch noch einige andere Frauen, denn es gibt eine Reihe von Ausländern, die mit ihren thailändischen Frauen gemeinsam leben. Aber darunter befinden sich keine frühpensionierten Beamten, die innerhalb von drei Wochen eine Frau zum Mitnehmen gesucht haben. Das Beste mag sein, wenn Sie sich als Muselmane verkleidet im Sudan eine Sklavin kaufen. Gute Reise wünscht</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Paule Plapper</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 7</title>
		<link>http://www.travel-funblog.com/2009/04/15/gad-labudda-13-leserbriefe-und-anworten-teil-7/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 09:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.travel-funblog.com/?p=1958</guid>
		<description><![CDATA[Teil 7   Wo ist das thailändische Lächeln geblieben? Ich bin zwei Monate durch Kambodscha und Vietnam gefahren und vor drei Wochen in Thailand angekommen. Ich hatte vom Land des Lächelns gehört, aber jetzt frage ich: Wo ist das Lächeln? Ich habe es nirgends in Thailand finden können. Von meiner Ankunft an waren alle Inhaber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 7</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Wo ist das thailändische Lächeln geblieben?</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich bin zwei Monate durch Kambodscha und Vietnam gefahren und vor drei Wochen in Thailand angekommen. Ich hatte vom Land des Lächelns gehört, aber jetzt frage ich: Wo ist das Lächeln? Ich habe es nirgends in Thailand finden können.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Von meiner Ankunft an waren alle Inhaber der Guesthouses unfreundlich. In den Restaurants ist es dasselbe, dasselbe in den Internetcafés. Seit dem ersten Tag kann ich nicht das Thailand finden, von dem ich im Ausland so viel gehört hatte und das ich hier gesucht habe. Ich glaube, daß es nicht mehr existiert. Banana pancakes sind sehr gut zum Frühstück, aber ich glaube nicht, daß das die traditionelle thailändische Nahrung ist.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Inhaber der Guesthouses haben alle Hemd und Hosen an. Ich glaube nicht, daß das die traditionelle thailändische Kleidung ist. Das Bild, das man in überseeischen Ländern von Thailand hat, entspricht nicht der Wahrheit. Bei meinen Reisen durch andere südostasiatische Länder bin ich den ‘echten Leuten‘ begegnet, habe das ‘echte Land‘ gesehen. Ist das in Thailand für immer verloren oder wohin sollte ich fahren? Ich glaube, ich werde sehr enttäuscht nachhause fahren müssen.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Jürgen Pf.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hallo, Jürgen,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du bist nicht der Einzige, dem es so geht. Auch ich bin in meiner frühen Jugend mit dem Rucksack auf die Reeperbahn und in den Hauptbahnhof von Frankfurt gegangen, um die deutsche Jungfräulichkeit und deutsche Traditionen kennenzulernen, dabei habe ich Schischkebab, Döner und Kuskus bestellt, um die deutsche Bauernkost kennenzulernen. Und dann habe ich mit verkniffenem Gesicht jeden Menschen verbissen angeschaut und auf die deutsche Gemütlichkeit gewartet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du warst in der ‘Khao San’, dem bangkoker Ghetto für Rucksacktouristen, wo Rucksacktouristen Rucksacktouristen suchen und an einem schwindsüchtigen Reisebudget leiden sowie als auch unter dem zwanghaften Bedürfnis, zu erzählen und zu hören, wo man die billigsten Unterkünfte, die billigsten Sandwiches und das billigste Bier bekommt. Die Gäste der Khao San sind selten an der Kultur des Landes interessiert, sofern man sie nicht im Kurzfilm auf dem Bildschirm sieht, damit man zuhause etwas erzählen kann. Es freut mich zu hören, daß es in der Khao San auch noch einige Thailänder geben soll.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber Thailand ist nicht weit entfernt. Man braucht nur zwanzig Minuten spazieren zu gehen und dort einzukehren, wo keine Banana pancakes angeboten werden, wo keine englischsprachigen Schilder für ‘American Breakfast’ und ‘T-Bone Steak’ angebracht sind, sondern wo man einige Thailänder auf Hockern an einem kleinen Tisch sitzen und essen sieht. Man ist übrigens dabei nicht verpflichtet, aus lauter Zugehörigkeitsgefühl zu Asien geblümte Damenunterhosen aus Bangladesch, einen indonesischen Turban und auf der nackten Haut eine Weste aus Pakistan zu tragen. Das wirkt etwa so überzeugend, wie ein Nigerianer in Krachledernen und Gamsbarthut in Ostfriesland. Eine saubere, lange Hose und ein sauberes Hemd tun’s auch. Wer dann etwas Thailändisches essen will, hat dazu alle Möglichkeiten. Wenn er freundlich ist, läßt man ihn auch gerne in die Töpfe schauen und auswählen, was er haben will.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wer dabei allerdings sehr ernst in die Welt schaut und auf das Lächeln wartet, hat sich geirrt. Es gibt auch für Thailänder keine allgemein verpflichtende Verordnung, ununterbrochen zu lächeln. Aber man findet das thailändische Lächeln am leichtesten dort, wo man selbst die Leute anlächelt und freundlich ist. Das gilt übrigens nicht nur für Thailand.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Viele Thailänder, denen der Homo touristicus auf der Straße begegnet, Tuk tuk-Fahrer, Barmädchen, Personal im Guesthouse und in den kleinen Thai-Restaurants in Brettern oder auf Rädern, haben oftmals keine sehr umfassende Bildung genossen. Deshalb empfinden sie sehr genau, ob sie von jemand akzeptiert und geachtet werden oder nicht. Wer hierherkommt und einem Barmädchen sagt: „Eh, Du Doofkopp, ein Bier, aber kalt und ein bißchen dalli, dalli!“, macht sich etwa so beliebt, wie ein Türke, der dies in einem besseren Restaurant in Deutschland tut. Höflichkeit, gute Umgangsformen und Sauberkeit haben bei Thailändern einen sehr hohen Stellenwert und das Benehmen, das deutsche Fernfahrer oder Bauarbeiter untereinander zeigen, hat sich in der thailändischen Gesellschaft noch nicht ganz durchsetzen können.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wer Thailand und die typische Bevölkerung kennenlernen will, dürfte dafür im Ghetto der Rucksackreisenden ebensowenig Chancen haben, wie in einem internationalen Hotel mit einem ganzen Sternenhimmel. Man kann mit dem thailändischen Tourismusamt Kontakt aufnehmen, das auch in Guesthouses für sich Reklame macht. Wer diesen Angeboten nicht vertrauen will, kann auch einen Bus nach Sa Kaeo, Mukdahan, Buriram, Mae Hong Son, Udon oder Ubon nehmen und zwanzig Minuten vor der Endstation aussteigen. Hier findet er das richtige Thailand. Man sollte sich aber vor der Reise überlegen, was man eigentlich sucht. Das Lächeln kann man finden. Das ‘große Glück’ ist selten geworden. Die ‘große Liebe’ gibt es noch häufiger, doch vielen Farang ist schon kurz danach das eigene Lächeln vergangen. Eine gute Weiterreise wünscht Dir</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dein Paule</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 6</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 09:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 6   Wie  muß man mit thailändischen Frauen umgehen? An Paule Plapper Nachdem ich einige Ihrer Artikel gelesen habe, konnte ich Ihnen bisher leider noch nicht widersprechen. Ich muß Ihnen auch eine gute Kenntnis des Landes und der Menschen zugestehen. Aber Ihre Antworten auf Leserbriefe schmecken nach essigsaurer Tonerde und ich kann mir gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 6</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Wie  muß man mit thailändischen Frauen umgehen?</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">An Paule Plapper</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdem ich einige Ihrer Artikel gelesen habe, konnte ich Ihnen bisher leider noch nicht widersprechen. Ich muß Ihnen auch eine gute Kenntnis des Landes und der Menschen zugestehen. Aber Ihre Antworten auf Leserbriefe schmecken nach essigsaurer Tonerde und ich kann mir gut vorstellen, wie Sie vor dem Computer sitzen und einen Leserbrief auf ihren Giftzähnen aufgespießt haben, um dem fragenden Schreiber mit sadistischem Vergnügen zu erklären, warum das gar nicht geht, was er will.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich selbst lebe seit einiger Zeit mit einer Thailänderin zusammen und wir haben viele Probleme, obwohl sie offensichtlich mit mir leben will. Da ich aber keine Lust habe, mir von Ihnen begründen zu lassen, warum ich ein kleiner Doofi bin, drehe ich den Spieß um und führe Sie aufs Glatteis: Wenn Sie sich so gut auskennen, dann sagen Sie mir doch, wie die thailändischen Frauen sind und wie man mit ihnen umgehen muß. Dann kann ich anschließend Ihre Antwort verreißen. Viel Vergnügen,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">August D.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- &#8211; - </span><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Danke, August,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">danke für das Vergnügen. Mit Ihrem Wunschzettel auf meinen hochachtungsvoll frisch polierten Giftzähnen bemühe ich mich darum. Leider haben Sie mich nicht gerade mit Informationen überhäuft. Sie wollen also wissen, wie irgendein Farang mit den thailändischen Frauen umgehen soll. Das ist gut, weil auch schon andere Farang nach einer allgemeingültigen Gebrauchsanweisung für den Artikel ‘thailändische Frauen’ gefragt haben. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Zunächst einmal gehen Sie „die thailändischen Frauen“ überhaupt nichts an. Fragen Sie bitte Ihre Frau, die wird das bestätigen. Dann gibt es noch ein anderes Problem: Trotz allen Geredes über ‘die Frauen’, ‘die Männer‘ und die erstaunliche anatomische Ähnlichkeit innerhalb dieser Gruppen handelt es sich jedoch nicht um standardisierte Industrieprodukte, die alle gleich sind (und folglich beliebig auswechselbar wären). Wenn ich davon ausgehe, daß Ihre Frau mindestens 18 Jahre alt ist, dann war sie mindestens 18 Jahre lang einer Fülle von Erlebnissen und Erfahrungen unterworfen, die sie geprägt und ihren Charakter geformt haben. Kein anderer Mensch hat diese Erfahrungen gemacht und so ist kein Mensch so, wie diese Frau.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr Problem in der Beziehung zu ‘den Frauen’ besteht deshalb vornehmlich darin, daß alle diese Frauen sich voneinander unterscheiden, nur Sie sind immer derselbe. Deswegen müssen wir bei der Suche nach den Ursachen von Partnerschaftsproblemen bei Ihnen beginnen. Können Sie sich verstehen, können Sie einem Menschen erklären, wer Sie sind und wie Sie sind? Das wäre eine Voraussetzung für ein gemeinsames Leben, denn den Menschen ‘an sich’ gibt es nicht. Jeder Mensch ist in Situationen, die mit anderen Menschen zu tun haben. Jeder Mensch, der mit Ihnen etwas zu tun hat, reagiert auf Sie. Er kann sich beispielsweise nicht wohlfühlen, wenn Sie mürrisch aussehen oder verärgert sind. Wer Sie sieht, stellt sich auf sie ein, er reagiert auf Sie und ein großer Teil seines Verhaltens sind Reaktionen auf Ihr Verhalten. Wenn Sie nett und freundlich sind, so fällt es Ihrem Gegenüber viel leichter, auch nett und freundlich zu sein. ‘Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus’.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Und noch etwas: Können Sie alleine leben? Das ist vielleicht nicht angenehm, aber diese Fähigkeit ist eine Voraussetzung, mit anderen Menschen leben zu können. Wenn Sie nicht leben können, können Sie auch nicht mit einem anderen Menschen leben, denn Sie brauchen ihn dazu, um selbst leben zu können. Das ist kein Miteinander. Sie können dann höchstens von ihm oder durch ihn leben, aber nicht mit ihm. Sicher gibt es die Möglichkeit gegenseitiger Abhängigkeit, aber diese macht die Gemeinsamkeit unmöglich und diese Partnerschaften sind sehr aufreibend und zeitlich begrenzt, nämlich bis einer der Partner merkt, daß man sich nicht versteht, daß die Gemeinsamkeit fehlt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn jemand behauptet, er liebt seinen Partner, so sollte er sich fragen, was er für diesen Partner will. Wollen ist übrigens wie Lieben die eigene Aktivität und nicht etwa die Erwartung, daß der Partner gefälligst glücklich zu sein hat. Die Frage ist also, was Sie dafür tun, daß Ihre Frau glücklich oder zumindest zufrieden ist. Wissen Sie das? Können Sie sich das einen Moment merken? Schön. Dann sollten Sie sich jetzt überlegen, ob ihre Frau das auch wirklich will, was Sie ‘für sie’ tun, oder ob Sie etwa nur bestimmen, daß es für sie gut zu sein hat. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wissen Sie wirklich, was Ihre Frau will? Sagt sie Ihnen das? Und ist das wirklich alles, was sie will, oder weiß sie es selbst nicht oder sagt es Ihnen nicht und wartet nun darauf, daß Sie ihr Leben regeln, damit sie zufrieden leben kann? Können Sie sich vorstellen, was Ihre Frau will, was sie braucht? Würde Ihnen das reichen, um zufrieden leben zu können? Oder konzentrieren Sie sich mehr auf das, was Sie von Ihrer Frau erwarten, vielleicht mit der Begründung, sie geben ihr ja Geld und Essen dafür, daß sie für Sie da ist? </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn Sie dieser Meinung sind, sollten Sie sich überlegen, weshalb sie mit einem anderen Menschen leben wollen; Geld und Essen haben sie doch selbst, aber Sie suchen die Gesellschaft eines Menschen. Könnte es nicht sein, daß Ihre Frau dasselbe sucht, wie Sie? Vielleicht etwas Wärme, Anerkennung, Verständnis, etwas freundliches Leben um sich herum und etwas Aufmerksamkeit? Und geben Sie ihr das? Sie wollen sicher nicht erzählen, daß thailändische Frauen keine Zuneigung und Aufmerksamkeit brauchen, weil sie ja Geld bekommen, nicht wahr?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber wir haben bisher etwas theoretisch überlegt, was ein Zusammenleben ausmacht, egal mit welcher Person und aus welchem Land. Nun kommen wir zum Leben mit einer Thailänderin. Thailänderinnen sind nicht anders, als andere Menschen auch. Sie sind vielleicht körperlich etwas schmaler gebaut, etwas kleiner, was manche Ausländer dazu veranlaßt, sie wie Kinder oder minderwertige Menschen zu behandeln, wodurch Spannungen entstehen. Viele Ausländer sind der Meinung, daß die kleinen thailändischen Frauen ‘ganz scharf’ darauf sind, einen großen, stattlichen Ausländer zu finden und rechnen ihr höheres Alter und ihren Bauchspeck zu dem hinzu, was sie für ihre ‘Männlichkeit’ halten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Oft glauben sie, daß höchste Ziel aller Frauen sei die sexuelle Befriedigung und meinen, daß sie diese durch einen großen und schweren Körper garantieren können. Beides ist ein Irrtum. Weder ist die sexuelle Befriedigung ihr vorrangiges Ziel, noch halten sie dicke ältere Männer für besonders stattlich oder gar ‘sexy’, auch wenn dies an Bars zum Anlocken der Gäste so gerne gesagt wird.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Im Allgemeinen kann gesagt werden, daß die meisten thailändischen Frauen zum Nachgeben erzogen werden, sie sollen ihren Eltern und ihrem Mann dienen, ihnen gehorchen und für deren Wohlergehen sorgen. Doch diese kulturelle Norm findet ihre Grenzen, wenn der Mann sich nicht auch an die dazugehörigen kulturellen Normen hält, die der Ausländer oft gar nicht kennt, oder wenn sich keine gemeinsame Lebensbasis, keine Übereinstimmung finden läßt. Dazu kommt, daß es keinerlei Garantie gibt, daß die Frau, die ein Ausländer kennenlernt, auch tatsächlich untertänig sein will. Oftmals wird die Frau zu Beginn der Bekanntschaft nachgiebig sein und eine untergeordnete Rolle spielen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dieses Verhalten hört meist dann auf, wenn sie als ein untergeordneter Mensch behandelt wird, oder dann, wenn es für sie nicht mehr lebensnotwendig ist, sich unterordnen zu lassen, wenn sich damit keine gemeinsame Lebensbasis schaffen läßt. Während Thailänder die Tendenz haben, möglichst ohne große Reibungen nebeneinander zu leben, neigen westliche Ausländer eher dazu, gegeneinander zu kämpfen, wobei aber gewisse Grenzen gelten. Wenn nun ein Farang auf den Gedanken kommen sollte, gegen seine Partnerin zu kämpfen, sollte er sich nicht wundern, wenn sie diesen Kampf schließlich aufnimmt &#8211; ohne die Grenzen zu kennen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wer bei seiner thailändischen Partnerin eine bestimmte Handlung erreichen will, tut gut daran, sie dabei um ihre Hilfe zu bitten und ihr klar zu sagen, was er wünscht. Es ist ebenso verkehrt, Handlungen oder Verhaltensweisen als selbstverständlich vorauszusetzen, nur weil sie vielleicht in Europa üblich sind, wie es verkehrt ist, diese Handlungen zu befehlen (weil man ja ein größerer Mensch ist).</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Eine Besonderheit der Thailänderinnen, die westliche Ausländer kennenlernen, besteht nicht so sehr in deren Wesen, sie ergibt sich vielmehr in den weitaus meisten Fällen durch die etwas sonderbare Art der Bekanntschaft, durch eine Situation, in der der Ausländer Vergnügen oder Unterhaltung sucht und Geld hat, auf das die Thailänderin glaubt, angewiesen zu sein. Dadurch kommen zwei Menschen, die sich nicht kennen und kaum miteinander sprechen können, abrupt in eine sehr enge Nähe, während man normalerweise Wochen oder Monate braucht, um sich kennenzulernen und zu verstehen. Hier müssen meist Stunden reichen, Stunden in einer Bar, von der es meist direkt ins Hotelbett geht. Maßgeblich sind dabei zunächst nur der vermutete Reichtum des Farang und die subjektiv wahrgenommene Schönheit des Körpers der Thailänderin. Alles Andere scheint nebensächlich; es kann sich vielleicht später entwickeln.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Beim Kennenlernen eines Partners sollte man vielleicht nicht so sehr darauf achten, wieviel Geld er hat oder wie schön er ist. Eine Frau, die schon halb ausgezogen an einer Bar steht, mag ihrem Partner zu später Stunde vielleicht Arbeit ersparen, aber das ist leider gar keine Garantie dafür, daß man später auch mit ihr gemeinsam leben kann. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das Allerwichtigste, was man bei einem Partner sehen kann, sind weder Portemonnaie noch Brüste, sondern die Achtung, die er vor anderen Menschen hat. Man kann mit keinem Menschen leben, der Menschen nicht achtet. Das trifft auch dann zu, wenn man selbst keine Achtung hat und nur ein Geschäft beabsichtigt. Achtung vor anderen Menschen ist nicht vom Besitz eines Menschen abhängig. Am leichtesten erkennt man sie am Umgang mit Menschen, die von der Umwelt vielleicht als ‘minderwertig’ eingestuft werden. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wer vor einem Menschen keine Achtung hat, weil dieser nur wenig Besitz zeigt oder vielleicht klein oder gar körperbehindert ist, der hat keine Achtung vor Menschen. Er wird seine Partner oder Freunde nur nach dem von ihnen zu erwartenden Vorteil betrachten und fallenlassen, wenn dieser Vorteil eines Tages zu gering erscheint.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Man kann übrigens auch Geschäftspartner achten und sollte es unbedingt tun, denn auch Geschäfte bedürfen einer Gemeinsamkeit, gemeinsamen Gewinns. Das hier übliche Geschäft lautet zunächst: Geld gegen Vergnügen. Dennoch kann daraus eine gemeinsame Beziehung werden, denn man kann sich aneinander gewöhnen und gegenseitig versorgen. Sie müssen allerdings zuerst herausfinden, ob Ihre Partnerin nur Geld sucht, oder ob sie auch versucht, an Sie zu denken, versucht, etwas für Sie zu tun, ohne daß Sie es zuvor verlangt haben, versucht, Ihnen eine Freude zu bereiten, ohne dafür Geld zu verlangen. Und Sie sollten sicher sein, daß sie Sie nicht für irgend einen dummen Farang hält. Dann können Sie vielleicht mit ihr leben, es sei denn, daß Sie sie für irgend eine dumme Thai halten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Schließlich haben die Geschäftspartner, die nach Pattaya kommen, ein gemeinsames Problem; sie sind allein, meist sogar einsam. Gemeinsam kann man dem entgehen. Dazu muß man bereit sein, das Leben mit dem Anderen zu teilen. Das bedarf nicht nur einiger Anstrengung, sondern auch vieler Geduld und Ehrlichkeit. Zunächst einmal müssen die Partner akzeptieren, daß der andere nichts Böses will und ein eigenständiger Mensch ist. Man sollte ihn also sein eigenes Leben leben lassen, ohne Befehle oder Geschrei. Wenn man eine Handlung des Partners nicht versteht, so geht dies vielleicht besser, wenn man ihn fragt, warum er so handelt &#8211; und wenn man dann auch aufmerksam zuhört, wenn er versucht, es zu erklären. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Zum Verständnis ist es natürlich auch wichtig, seine Sprache zu lernen, oder zumindest eine gemeinsam bekannte Sprache, wie etwa Englisch. Dennoch sollte man nicht vergessen, daß die meisten Frauen, die mit einem Ausländer leben, keinen sehr hohen Bildungsgrad haben und ihre Empfindungen oder Gedanken nicht gerade sehr präzise ausdrücken können. Hier ist der berühmte Satz der deutschen Hausfrau zu berücksichtigen, die ihrem Mann sagt: „Nun hör’ doch endlich einmal nicht darauf, was ich sage, hör’ doch ‘mal auf das, was ich meine.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das muß nicht immer einen durchschlagenden Erfolg bringen, denn viele Menschen wollen gar nicht wissen, wofür sich ihr Partner interessiert. Es reicht ihnen, ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit führt in vielen Fällen nur dazu, daß die Frau ausschließlich von der Bedeutung und der Auswirkung der verschiedensten Omen und aller möglichen Geister, von glückverheißenden Zahlen, von garantiert zutreffenden, erträumten Lottozahlen und gehörten Unglücken durch Geistereinwirkung spricht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das wirkt etwa so aufmunternd, wie eine europäische Partnerin, die nur von Schönheitssalons, schicker Mode und der unbedingt durchzusetzenden Gleichberechtigung schnattert, ohne dabei ihr Hirn zu bemühen oder etwa zu verstehen, was sie sagen. Männer ziehen es demgegenüber vor, ihre Frauen über Fußball und Börsenberichte zu informieren, weshalb sie sich als intelligenter bezeichnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Während man die Worte seiner Partnerin also nicht immer auf die Goldwaage legen sollte, ist es empfehlenswert, ihre Handlungen näher zu betrachten. Thailänder sind normalerweise sehr höflich. Es ist interessant, zu beobachten, wer sich wem gegenüber höflich verhält. Oft läßt eine Person die Höflichkeit fallen, wenn der Gegenüber arm ist; dann wird angesetzt, daß er keinen Wert hat, weil man vom ihm keinen Gewinn erwarten kann. Für diese Person haben auch Sie keinen Wert, wenn sie kein Geld mehr haben. Sie sind für ihn nur das, was er von Ihnen erhalten kann. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Andere Personen lassen die Höflichkeit fallen, wenn der Gegenüber eine untergeordnete Stellung hat, keine Macht besitzt, in der Gesellschaftsordnung unten steht, wie etwa der Farang. Auch hier geht es nur um die Vorteile, die erwartet werden, nicht etwa um eine menschliche Beziehung. Wenn Sie sich an eine Bar setzen und Ihnen ein zwanzigjähriges Mädchen sagt, Sie sollen sich erst einmal die Haare schneiden und sie müssen sich die Fingernägel völlig abschneiden, so wie es in ihrem Dorf üblich ist, und sich dann auf den Tisch vor Ihren Kaffee setzt, so haben Sie ein Muster dieses Verhaltens. Dieses Mädchen würde es nie wagen, sich einem Thai gegenüber dermaßen unhöflich zu verhalten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Bei Ihnen aber ist dieses Verhalten angebracht, weil Sie ja nur ein Farang sind. Sie haben keinen Wert, außer dem Geld, das man von Ihnen erwartet. Eine menschliche Beziehung wird hier nicht möglich sein. Erst wenn ein Mensch auch anderen gegenüber, die ärmer oder ‘untergeordnet’ sind, höflich und hilfsbereit ist, können Sie annehmen, daß hier eine menschliche Beziehung möglich ist, daß Sie für diesen Menschen mehr sind, als ihr Kapital.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So sehr Farang auch in der thailändischen Gesellschaft der touristischen Orte und vieler Städte abgelehnt werden, sofern sie nicht gerade als Kunden und Geldbringer auftreten, so sehr wird man aber auch darauf achten, ob Sie selbst höflich sind und Thailänder akzeptieren. Wenn Sie das nicht tun, können Sie sicher sein, daß auch Sie nicht akzeptiert werden, daß man Sie höchstens lächelnd als die Variation eines Goldesels ansieht. Es ist ja auch nur sehr schwer möglich, einen Menschen zu achten, von dem man nicht geachtet wird. Die Beziehung zu Ihnen wird von diesem Menschen dann nur als eine zu bezahlende Dienstleistung angesehen, nicht etwa als eine Partnerschaft oder gar Freundschaft.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Viele thailändische Frauen haben Angst vor einem Ausländer. Nicht nur wegen vieler Vorurteile und wegen des schlechten Rufes, in dem Ausländer dank jener Leute stehen, die hier im Urlaub ‘die Sau ‘rauslassen’ oder großkotzig und überheblich auftreten, sondern auch wegen des unterschiedlichen kulturellen Hintergrundes, der unterschiedlichen Mentalität und der Verständigungsschwierigkeiten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn Ihre Partnerin von Ihnen Abstand hält, so heißt das nicht unbedingt, daß sie Sie ablehnt; es kann die normale Angst vor dem Fremden sein, die Angst, Fehler zu machen. Sie können diese Angst nicht verbieten und Sie können sie auch nicht erdrücken, indem Sie Ihre Partnerin jetzt dauernd in den Arm nehmen. Wenn Sie sie zu nichts zwingen, wird sie wahrscheinlich von selbst auf Sie zukommen. Sie können ihr dabei zumindest mit Geduld helfen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Barfrauen kommen meist aus sehr armen Verhältnissen. Das bedeutet, daß sie viele Dinge nicht kennen und nicht viel gelernt haben. Nicht, weil sie dumm sind, sondern weil sie keine Gelegenheit zum Lernen hatten. Vieles, von der Anwendung elektrischer Geräte bis zur Anwendung spezieller Medikamente für bestimmte Krankheiten ist vielleicht für Sie selbstverständlich, Ihrer Partnerin aber völlig unbekannt, meist auch das logische Denken. Wenn Sie Ihrer Frau etwas sagen wollen und sie versteht es nicht, fühlen Sie sich vielleicht hilflos, weil Sie glauben, Ihre Frau will Sie nicht verstehen oder sie ist einfach zu dumm. Und wenn Sie sich hilflos fühlen, dann neigen Sie dazu, irgendeine Kurzschlußhandlung zu begehen oder zu schreien. Beides hilft nicht. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihre Frau kann Sie dann wohl besser hören, aber immer noch nicht besser verstehen. Und sie wird in Zukunft noch mehr Angst vor Ihnen haben. Sie erreichen also das Gegenteil von dem, was Sie wollen. Geduldige Erklärungen helfen hier mehr.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Versuchen Sie, Ihrer Partnerin ganz in Ruhe etwas zu erklären, wenn sie es nicht weiß &#8211; und ganz in Ruhe zuzuhören, wenn sie fragt, antwortet oder Ihnen widerspricht. Und geben Sie ihr für das, was sie tut und lernt, auch etwas Anerkennung, für die Mühe, die sie sich macht, etwas für Sie zu tun. Wenn Ihre Partnerin empfindet, daß sie von Ihnen akzeptiert wird und gemeinsam mit Ihnen leben kann, wird sie dies ernsthaft versuchen. Besonders dann, wenn sie keine eigene Familie unterstützen muß. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Doch wenn Ihre Partnerin sich auch von Ihnen verlassen fühlt, werden sie nur die Rolle eines Versorgers oder eines Goldesels erhalten. Das kommt dann ganz auf Sie an. Aber sie sollten wissen, daß solch eine Beziehung nur solange hält, wie Sie unbedingt gebraucht werden. Je mehr Geld Ihre Partnerin sparen kann, desto näher rückt dann der Tag, an dem sie es nicht mehr nötig hat, mit einem Farang zu leben, ihm zu dienen und das zu tun, was er will oder was er befiehlt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mit besten Grüssen</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Paule Plapper</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 3</title>
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		<comments>http://www.travel-funblog.com/2009/04/11/gad-labudda-13-leserbriefe-und-anworten-teil-3/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 3   Meine Frau muß mir doch helfen&#8230; An die Redaktion, Ich habe schon einige Male meinen Urlaub in Thailand verbracht und liebe dieses Land. Die Leute sind freundlich, sie lächeln und haben ein heiteres Wesen. Sie kümmern sich nicht groß um das, was andere Leute machen und lassen sie in Ruhe, das Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 3</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Meine Frau muß mir doch helfen&#8230;</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">An die Redaktion,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich habe schon einige Male meinen Urlaub in Thailand verbracht und liebe dieses Land. Die Leute sind freundlich, sie lächeln und haben ein heiteres Wesen. Sie kümmern sich nicht groß um das, was andere Leute machen und lassen sie in Ruhe, das Leben ist billig und das warme Klima bekommt mir sehr gut. Schon seit längerer Zeit habe ich viel Geld gespart und darauf hin gearbeitet, hier zu leben.  </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nun bin vor einem halben Jahr nach Thailand gekommen. Schon nach wenigen Tagen habe ich eine Freundin gefunden, die auch wirklich mit mir leben will. Ich habe nicht nach einer Schönheit gesucht, sondern nach einem netten Menschen und das ist sie auch. Sie versucht nicht, mich auszunehmen, ist sparsam und bescheiden und kümmert sich auch um mich. Aber trotzdem gibt es große Probleme.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn ich hier leben will, muß ich Thai lernen, aber darüber lacht sie nur und hilft mir mit keinem Wort. Sie isoliert mich von ihren Freunden und wir können höchstens in Bars und Restaurants gehen. Ich kann mit ihr zusammen keine Thailänder kennenlernen, sie hilft mir nicht, Verbindungen aufzubauen, Geschäftsmöglichkeiten oder eine Beschäftigung zu finden. Ich bekomme von ihr keine Informationen und meine Unterlagen hebt sie so auf, daß ich sie nie finden kann. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich habe immer ein sauberes Hemd und eine saubere Hose, aber meine guten Sachen liegen zerknüllt in einem Beutel, da kann ich reden, was ich will. Sie will mit mir leben, aber sie hindert mich daran, eine Existenz aufzubauen und hier leben zu können. Manchmal habe ich das Gefühl, als wenn sie gegen mich kämpft. Ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll und was ich machen kann, damit sich das ändert. Welche Erfahrungen habt Ihr mit solchen Sachen?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Andreas P.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Bester Andreas,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deiner hübschen Geschäftsbeziehung &#8211; es gibt keinen Zweifel, daß es sich um nichts Anderes handelt. Du bist in ein Land gekommen, dessen Menschen freundlich sind, denn „sie kümmern sich nicht groß um das, was andere Leute machen“. Und Du freust Dich: „Schon nach wenigen Tagen habe ich eine Freundin gefunden&#8230;“. Das war wohl ein Irrtum; es ist äußerst selten, daß man nach wenigen Tagen eine Freundin findet. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du hast irgend eine Frau gesucht, die Dich versorgt und mit Dir ins Bett geht, wofür Du ihr Geld gibst. Sie hat jemand gesucht, der sie ernährt und ihr Geld gibt und dafür arbeitet sie dann. Das ist ein Arbeitsverhältnis, keine Freundschaft. Sie hat sicherlich keinen Anlaß, Dich unter die Leute zu bringen. Wofür? Um Dich mit anderen Frauen bekannt zu machen und sich Konkurrenz zu suchen?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">‘Ein Mann ist das, was eine Frau aus ihm macht’. Diese alte Volksweisheit darf man sich etwas länger überlegen. Männer und Frauen können nur gemeinsam leben und niemals gegeneinander. Trotz allem ‘Kampf der Geschlechter’ von Machos und Emanzen. Das Zusammenleben hinterläßt immer seine Spuren. Auch wenn man dafür bezahlt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Und dann kommen Männer nach Thailand, suchen sich eine sexuell brauchbare Putzfrau, die aus irgend einem Dorf in eine Bar gegangen ist und glauben, daß sie mit ihr gemeinsam leben können, glauben, daß diese Frau, die möglicherweise zwischen drei bis vier Bambuswänden aufgewachsen ist und höchstens vier bis sechs Jahre zur Schule gegangen ist, sie in die High Society einführt und ihnen hilft, ein Geschäft aufzubauen. Frauen, die in einer Bar ausgelöst werden, sehen ihre Aufgabe bestenfalls darin, für ihren alternden Sponsor die jugendliche Geliebte zu spielen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn es darum geht, ihm Thai beizubringen, so nehmen sie diese Bemerkung nicht ernst; Ausländer sind dafür bekannt, daß sie kein Thai lernen. Zudem meinen die Einen, es wäre gar nicht gut, wenn Ausländer Thai sprechen, denn dann könnten sie verstehen, was die Thai sprechen und sie vielleicht sogar kontrollieren, was deren Einkommensmöglichkeiten und ihrem Privatleben gar nicht dienlich ist. Die Anderen halten sich zu Recht für unfähig, jemand beim Lernen der thailändischen Sprache zu helfen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die meisten der Frauen, die in den Bars arbeiten, können einfach nichts anderes tun. Das heißt nicht, daß es grundsätzlich schlechte Menschen sind, aber sie haben kaum irgendwelche Fähigkeiten gelernt, die beim Leben in der Stadt erforderlich sind. Die Schulbildung auf dem Lande ist so gut wie gar nicht auf ein praktisches Geschäftsleben bezogen. Selbst die Leute, die vier oder sechs Jahre in der Schule waren, sind kaum in der Lage, eine Anschrift aus einem Telefonbuch zu suchen, in Erfahrung zu bringen, welche Ämter für welche Probleme zuständig sind, Verordnungen zu verstehen oder amtliche Formulare auszufüllen. Auch wenn der Ausländer noch so sehr beteuert, daß er ja kein Thailänder ist und deshalb seine Freundin diese Aufgaben übernehmen muß, so ist sie dazu einfach nicht in der Lage. Wäre sie es, dann hätte sie sicherlich bei einer anderen Tätigkeit ein besseres Einkommen oder würde selbst ein Geschäft betreiben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Von grundlegender Bedeutung für die Beziehungen mit durchschnittlichen Thailändern und insbesondere mit den Frauen, die in Bars arbeiten, ist die Meinung, die diese von den Farang haben. In der stark hierarchisch geordneten thailändischen Gesellschaft nimmt der Farang die allerunterste Stufe ein. Dies wird damit begründet, daß er in den thailändischen Gesellschaftsschichten noch nicht einmal erwähnt wird und keinerlei Rechte hat. Außerdem haben Ausländer nach der landläufigen Meinung von Thailändern keine Bildung, sie können sich einfach nicht benehmen, was man ja regelmäßig von den Farang an den Bars erlebt. Sie sind unhöflich und außerdem sind sie dumm.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Man kann bekanntlich jeden Menschen nach seiner Anwendung der Sprache einschätzen und die Farang sprechen so gut wie überhaupt kein Thai, sie brüllen nur hin und wieder etwas, was kein Mensch verstehen kann. Außerdem wissen sie sich noch nicht einmal zu helfen, machen Vieles falsch und tun Vieles, was ein anständiger Thai niemals machen würde. Deshalb glaubt man, sie seien alle dumm.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber die Farang sind auch bekannt dafür, daß sie Geld haben. Die Farang sind alle reich, glaubt man. Sie gehen nicht arbeiten und zahlen für den Flug mehr, als ein durchschnittlicher Thai auf dem Lande in einem Jahr verdient, nur um für Frauen, Alkohol und Hotels an einem Tag mehr auszugeben, als dieser Thai in einem Monat verdient. Man braucht also nicht darüber zu diskutieren, ob sie reich sind, denn ein durchschnittlicher Thai könnte sich so etwas nie erlauben. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es ist also einfach lächerlich, oder ein grober Spaß, wenn ein Farang im Hotel lebt und sagt, er sucht in Thailand Arbeit oder er will Geschäfte machen, wo doch sicher ist, daß er dabei weniger verdient, als er im Hotel ausgibt. Was Du jetzt machen kannst? Du kannst Dich daran gewöhnen, daß Deine Freundin mit Dir ins Bett geht und Dir im Haushalt hilft, weil sie Geld braucht, daß sie Dich nicht für voll nimmt und daß Du selbst erledigen darfst, was Du für wichtig hältst. Viel Spaß dabei wünscht</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dein Paule Plapper</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 4</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 09:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 4     In Thailand kann man billig leben&#8230; Sehr geehrte Redaktion, Ihre Anschrift habe ich von einem Freund, der jedes Jahr nach Thailand in Urlaub fährt. Er hat mir gesagt, daß man in Thailand sehr billig leben kann. Die meisten Arbeiter verdienen dort im Monat zwei- bis dreitausend Baht und ernähren davon ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 4</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">In Thailand kann man billig leben&#8230;</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sehr geehrte Redaktion,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihre Anschrift habe ich von einem Freund, der jedes Jahr nach Thailand in Urlaub fährt. Er hat mir gesagt, daß man in Thailand sehr billig leben kann. Die meisten Arbeiter verdienen dort im Monat zwei- bis dreitausend Baht und ernähren davon ihre Familie. Ich habe ein Mathematik-Studium mit einem Diplom abgeschlossen und will jetzt meine Doktorarbeit schreiben. Das schaffe ich nicht, wenn ich gleichzeitig arbeiten gehen muß. Ich kann aber nicht neun Monate oder ein ganzes Jahr in Deutschland leben, ohne Geld zu verdienen, um nur meine Arbeit zu schreiben. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nun habe ich mir gedacht, ich könnte vielleicht ein Jahr nach Thailand kommen, ein billiges Zimmer mieten und zur Gesellschaft ein Mädchen nehmen, das auch für mich kocht. Dann könnte ich dort in einem Jahr meine Arbeit schreiben und auch gleich drucken lassen, weil das dort viel billiger ist. </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Können Sie mir sagen, in welcher Gegend ich billig wohnen und leben kann und mir erforderliche weitere Hinweise geben (Stromversorgung, evtl. religiöse Eigenheiten, Ernährungsart, erforderliche Gesundheitsvorsorge, etc.)?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Edelhardt Pf.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Bester Edelhardt,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie haben bestimmt theoretische Mathematik studiert. Aber es ist nicht alles Mathematik, was glänzt und man kann Mathematik auch nicht leben. Es gibt viele Ausländer, die glauben, daß sie in Thailand billig leben können und mit dem Gedanken an ein paradiesisches Leben und wenig Geld hierherkommen, deshalb ist Ihre Frage von allgemeinem Interesse.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie wollen in Thailand ganz billig leben ‘und zur Gesellschaft ein Mädchen nehmen’, das auch für Sie kocht. Und was berechtigt Sie zu der Annahme, daß dieses Mädchen auch ganz billig leben will?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sehen Sie, es ist alles dunkelgraue Theorie, was Sie sich gedacht haben. Das Schlimme ist, daß Sie dabei Ihr eigenes Leben und das Leben anderer Menschen ausgeklammert haben. Sie wollen ganz billig und bescheiden leben. Mit einer Dienerin für Bett und Küche zur Gesellschaft. Meinen Sie nicht auch, daß Sie realitätsfremd oder gar etwas größenwahnsinnig sind? Wieviel Geld wollen Sie denn Ihrer Konkubine und Putzfrau im Monat anbieten? Oder glauben Sie, daß Sie eine thailändische Frau finden, die auf einen Lohn verzichtet und für Sie gratis arbeitet, weil Sie so schön oder ein exotischer Ausländer sind? </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie können eine billige Putzfrau finden, aber nicht eine Frau, die mit Ihnen für einen täglichen Teller Reis vorübergehend zusammenlebt, ohne Geld zu verlangen. Frauen, die bereit sind, mit einem Farang zu leben, den sie nicht kennen, tun das, um Geld zu verdienen und ihre Kinder oder ihre Familie zu ernähren, nicht weil es ihnen Spaß macht. Es gibt tatsächlich Thai, die leben von 3.000 Baht und ernähren ihre Familie damit. Aber die leben in einer Bauruine, in einem Bretterverschlag und haben keine Diener, sondern Hunger. Vernünftiges Essen, Stromversorgung, Gesundheitsvorsorge oder Sozialversicherung können sie sich nicht erlauben, dafür haben sie kein Geld.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich habe selbst in einem Dorf gelebt, um zu lernen und zu schreiben. Sicher, Sie haben Recht. Ich habe experimentiert, um zu wissen, wieviel Geld man zum Leben in einem thailändischen Dorf braucht und ich habe keine 1.000 Baht im Monat ausgegeben &#8211; abgesehen von der Miete, die ich nicht zu zahlen brauchte und mindestens 2.000 Baht betragen hätte. Ein Teller Reis im Dorfrestaurant hat mich trotz reichlicher Beigabe von Chili nur sieben Baht gekostet. Sehr billig. Außerdem habe ich mir zuhause Suppe gekocht, Zigaretten von thailändischem Tabak gedreht und auch noch Mekong im Haus gehabt. Es geht. Allerdings werden mit Sonnenuntergang die Bürgersteige hochgeklappt, das Restaurant bringt alle zwei Tische und sechs Stühle in Sicherheit und schließt und niemand geht mehr auf die Straße. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Selbstverständlich gibt es keine Frau, die mit einem alleinstehenden Farang spricht, bei ihm saubermacht, oder die Wäsche wäscht; sie würde selbstverständlich im Dorf sofort als Prostituierte angesehen. Und die Unterhaltung beschränkt sich auf das ‘Restaurant’, die zwei Tische vor dem Lebensmittelladen, die Frage, ob man den König liebt und ob Thailand schön ist, besser als das Ausland, bitte, und wie einem die Frauen gefallen. Wollen Sie das ein Jahr lang durchhalten? Schön, dann bringen Sie bitte eine Badehose und einige Handtücher mit. In dem flachen Steinhaus, das ich bewohnte, war die Mittagstemperatur 58° C. und der Computer schaltete zwischen 12 Uhr mittags und 17 Uhr ab.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber ich glaube, zu verstehen, daß das nicht das Leben ist, daß Sie suchen. Sie brauchen eine Gesellschaftsdame zum billigen Leben. Und Sie glauben scheinbar auch noch, daß die thailändischen Mädchen nichts Besseres zu tun haben, als Dienerin, Putzfrau und Geliebte auf Zeit für einen armen Farang zu spielen, weil der glaubt, er kann sich ‘zur Gesellschaft ein Mädchen nehmen’, wie andere Leute eine Flasche Bier, weil er ihnen dann einen Teller Reis gibt. Die Jiden nennen so etwas ‘Chuzpe’; der höchstmöglich denkbare Grad von Unverschämtheit. Kein Mädchen wird mit Ihnen für ein Jahr in ein unbekanntes Dorf gehen, um dort als billige Hure eines armen Farang angesehen zu werden und zu leben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sicher, es stimmt, daß Sie in verschiedenen Orten ein Mädchen mitnehmen können, und daß dieses Mädchen auch freiwillig mitgeht. Wenn Sie beispielsweise in Bangkok, Pattaya, Phuket etc. in einem Hotel leben und pro Nacht vielleicht 500 Baht für Ihr Hotelzimmer bezahlen, dann haben Sie gute Chancen, in einer Bar für 200 oder mehr Baht ein hüb-sches Mädchen auszulösen, das Sie dann in Ihr Hotel mitnehmen können, wofür das Mädchen nochmals mindestens 500 Baht erwartet. Macht ohne Speisen und Getränke 1.200 Baht für diesen Abend.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Mädchen, die in Thailand mit unbekannten Ausländern ins Bett gehen, tun dies, weil sie sich, ihre Familie, ihre Eltern, Geschwister oder Kinder ernähren wollen, manche auch deshalb, weil sie reich werden wollen. Aber nie und nimmer, weil sie die Chance haben, von einem  Farang beschlafen zu werden und dafür einen Teller Suppe bekommen. Jedes Kloster bietet ihnen mehr und besseres Essen ohne Gegenleistung.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Und noch etwas: Glauben Sie wirklich, Sie können ein Jahr lang mit einem Mädchen zusammen leben und das Mädchen dann sitzen lassen, möglichst noch mit einem Kind von Ihnen? Dann tun Sie besser daran, nie nach Thailand zu kommen. Was geschieht aber, wenn Ihre mathematische Kalkulation über Ihren weiblichen Gebrauchsgegenstand einen Fehler hat, wenn Sie sich an so ein Mädchen gewöhnen, es verstehen lernen und mögen und entweder nicht sitzen lassen wollen oder nicht sitzen lassen können? Wollen Sie dann Ihr Leben lang mit diesem Mädchen zusammen leben und jeden Tag über schöne Kleidung, über Gemüse, Geister und Lotteriezahlen sprechen? Wie meinen Sie? Das Mädchen könnte ja auch etwas lernen? </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Bester Edelhardt, Menschen, die in ihrer Jugend nicht die Möglichkeit hatten, das Lernen zu lernen, haben später keine Chance mehr dazu. Und wenn das Mädchen sich an Sie gewöhnt hat und Sie dann vielleicht sogar mag, was machen Sie dann? Nehmen Sie das Mädchen dann mit nach Deutschland, wo es nicht leben kann oder bleiben Sie dann hier in Thailand, wo Sie nicht arbeiten und schon allein deshalb nicht leben können? Was immer Sie tun, Sie werden beide unglücklich, es ist nur eine Zeitfrage. Aber vielleicht sind Sie auch schon während des einen Jahres unglücklich, in dem Sie versuchen wollen, zusammen zu leben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sicher, Sie können in Bangkok oder Pattaya mit einem Mädchen zusammenziehen, das Ihnen dafür nur 10.000 Baht im Monat abnimmt. Dann müssen Sie noch 5.000 Baht Miete und minimal weitere 5.000 Baht für Ernährung und Nebenkosten ausgeben. Da ist noch kein Barbesuch drin und kein Vergnügen. Plus Flugreise und Visareisen. Macht etwa knapp 300.000 Baht für das eine Jahr, ohne Sicherheiten und Rücklagen. Mit dem Geld können Sie auch in Deutschland leben, wenn auch ohne Dienerin für Bett und Küche, aber sicher mit weit weniger Ärger.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Was an Ihrem Denken stört, ist nicht etwa, daß Sie sich in ein thailändisches Mädchen verliebt haben, mit dem Sie leben wollen, obwohl Sie kein Geld haben. Das wäre zwar nicht schön, sondern geradezu unangenehm, aber verständlich. Sie aber haben kein Geld und suchen nun eine Dienerin, die Sie auch ins Bett befehlen können, weil sie glauben, ihr bliebe nichts anderes übrig, wenn sie nicht verhungern will. Das ist nicht nur schäbig, das ist rein mathematisch; garantiert gefühlsfrei, obwohl andere Mathematiker dafür bekannt sind, daß sie eher zuviel Gefühl haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich kann Ihnen keine brauchbaren Adressen geben. Weder von Apartments noch von billigen Häusern auf dem Land. Ich kann Ihnen nur empfehlen, für einen oder zwei Monate Arbeit einzupacken und diese Zeit in einem preiswerten Guesthouse zu verbringen und sich selbst umzusehen, um sich das Land und die Leute, die alle von Ihnen erwarten, daß Sie viel Geld ausgeben und von Ihnen extra hohe Preise verlangen, weil Sie ein reicher Farang sind, selbst anzusehen und sich Ihr eigenes Urteil zu bilden. Sie können bestimmt ein billiges Zimmer finden und billig leben, wenn Sie alleine leben, aber das können sie nicht ein Jahr lang durchhalten, glaubt</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr Paule Plapper</span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 5</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 09:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 5   Ich sehe sie immer nur schlafen&#8230; Herrn Paul Plapper, ich habe einige Ihrer bissigen Antworten gelesen und die kommen mir gerade recht. Ich lebe in einem sehr schönen Haus etwas außerhalb von Pattaya. Seit einigen Wochen habe ich eine Freundin, die hier mit mir lebt. Ein ganz junges und hübsches Ding aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 5</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Ich sehe sie immer nur schlafen&#8230;</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Herrn Paul Plapper,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">ich habe einige Ihrer bissigen Antworten gelesen und die kommen mir gerade recht. Ich lebe in einem sehr schönen Haus etwas außerhalb von Pattaya. Seit einigen Wochen habe ich eine Freundin, die hier mit mir lebt. Ein ganz junges und hübsches Ding aus der Provinz. Ich dachte, sie bringt mir etwas Leben ins Haus, aber ich sehe sie Tag und Nacht immer nur schlafen. Sie hätte hier alle Möglichkeiten, sich zu beschäftigen, aber sie schläft nur. Ich habe sie schon zum Arzt geschickt, aber der sagt, sie ist körperlich völlig gesund. Ich glaube, sie ist einfach nur faul, daß sie dauernd schläft. Das müssen Sie einmal schreiben, ich lasse ihr das sogar übersetzen.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich stehe morgens früh auf und mache mir mein Frühstück selber. Sie steht dann erst so zwei bis drei Stunden später auf, wenn ich schon längst im Internet bin. Ich bin noch sehr aktiv und hole mir bis nachmittags alle Nachrichten aus dem Internet. In der Zeit schläft sie. Wenn ich mit dem Internet fertig bin, macht sie was zu Essen und dann schläft sie wieder, während ich eine Stunde spazieren gehe. Sie will aber nicht mitkommen. Wenn ich wiederkomme, schwimme ich eine halbe Stunde lang einige Runden im Pool vor dem Haus. Sie will aber nicht schwimmen. Bis abends lese ich etwas und sehe mir in der Deutschen Welle die Nachrichten an, während sie schläft. Ich habe ihr ein Buch gekauft zum Englischlernen, aber das liest sie nicht, sie schläft.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Abends gehe ich vielleicht etwas essen oder in eine Bar und sehe mir anschließend noch einen Videofilm an, während sie im Bett liegt und schläft. Das regt mich langsam auf. Ich bin schon pensioniert, aber ich bin immer noch aktiv. Sie schläft aber nur, obwohl sie doch so jung ist, da muß man doch Interessen haben, sie hat ja noch so viel zu lernen. Aber sie liegt nur im Bett und schläft. Jetzt schreiben Sie ihr das ‘mal.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wilhelm V.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</span></p>
<p style="margin-left: 18pt; text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sehr geehrter Herr Wilhelm V.,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">ich habe mich bemüht, Ihre Beschwerde richtig zu verstehen, habe damit aber einige Schwierigkeiten. Sie beklagen sich darüber, daß Ihr Ding schläft. Ihr Ding, Ihr ganz junges und hübsches, liegt im Bett und schläft. Sicherlich ist mir bei Ihren Zeilen entgangen, weshalb Sie sich das Ding geholt haben und was das Ding eigentlich tun sollte. Aufgefallen ist mir aber, daß es sich gar nicht um ein Ding handelt, sondern um einen Menschen, ein ganz junges Mädchen. Aber das haben Sie wohl schon erforscht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Während Sie also nun ganz aktiv im Sessel sitzen und sich im Internet deutsche Zeitungen zu Gemüte führen, stört es Sie, daß das Mädchen nicht ganz aktiv dahinter steht und sich die komischen Zeichen ansieht, die die Deutschen Buchstaben nennen. Dann macht das Mädchen Ihnen etwas zu essen und ist gar nicht daran interessiert, mit einem alten Mann zur heißen Mittagszeit in praller Sonne eine Stunde gemütlich spazieren zu gehen. Sie werden kaum eine Thailänderin finden, der nicht allein der Gedanke daran heiße Schauer über den Rücken als auch über den hellen Teint fahren läßt. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß Thailänder gar keinen Stolz darein legen, spazierenzugehen, und daß besonders Frauen alles Erdenkliche tun, sich nicht der Sonne auszusetzen, sich notfalls wenigstens die Handtasche vors Gesicht halten, um nur ja einen hellen Teint zu behalten und nicht etwa braun zu werden?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Und dann hat sie nicht einmal Lust, eine halbe Stunde hinter Ihnen herzuschwimmen. Fatal. Haben Sie sie einmal gefragt, ob sie überhaupt schwimmen kann? Und haben Sie sich einmal überlegt, wieviel Spaß es für ein junges Mädchen machen muß, eine halbe Stunde lang hinter einem alten Mann herzuschwimmen?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Und wenn Sie Bücher lesen und die Deutsche Welle sehen, setzt sie sich nicht voller Schwung dazu, um auf die deutschen Bücher zu starren und staunend die deutschen Nachrichten zu hören, die sie nicht versteht? Und sie setzt sich nicht einmal vor ein dickes Buch, um alleine Englisch zu lernen? Dabei fällt mir ein: Sie haben gar nicht geschrieben, wie lange Sie sich jeden Tag vor ein Buch setzen, um alleine Thai zu lernen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sehen Sie, das Ding hat verstanden, daß es dafür bezahlt wird, daß es für Sie da ist. Nicht als Partner, nicht als Freundin, sondern als Ding im Bett. Das Mädchen braucht scheinbar das Geld, sonst wäre es längst weg. Es wartet auf Ihre Befehle, es wartet darauf, daß Sie etwas sagen, was es tun soll. Es ist nicht so selbständig erzogen, daß es von selbst wüßte, was es tun will und hat vermutlich gelernt, immer nur das zu tun, was befohlen wird. Aber Sie sind so nett, daß Sie ihr nichts befehlen. Sie sagen ihr nichts, was sie tun könnte, und woran sie auch Spaß haben könnte, sondern nur, was Ihnen paßt. Und Sie tun nichts, woran das Mädchen teilhaben könnte. Sie wollten ein ganz junges Mädchen. Wozu? Es ist keine erfahrene Frau, die mit sich selbst fertig wird und außerdem noch für einen alten Mann sorgen kann. Das Mädchen braucht jemand, der ihm hilft, jemand, an den es sich klammern kann, der ihm hilft, groß zu werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Was jetzt? Wollen Sie sich um das Mädchen kümmern? Nein? Dann lassen Sie es gehen. Suchen Sie sich eine Frau, die mit sich und mit Ihnen fertig wird. Oder mögen Sie das Mädchen wirklich? Und haben Angst, alleine zu sein? Dann vergessen Sie nicht, daß es nicht eine Altenpflegerin ist. Setzen Sie sich mit dem Mädchen zusammen und unternehmen Sie etwas mit ihm gemeinsam. Lernen Sie gemeinsam mit dem Mädchen Zeichnen, Gitarre spielen, Kochen oder was das Mädchen mag. Helfen Sie ihm, Englisch zu lernen. Lassen sie es Kurse besuchen, Computer oder Englisch, weil es Kontakt mit jungen Leuten und eine sinnvolle Beschäftigung braucht. Sagen Sie ihm, daß es Freundinnen mitbringen kann, um gemeinsam zu lernen, um sich zu unterhalten oder fernzusehen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber am Besten ist es, wenn Sie sich selbst überlegen, was Sie eigentlich wollen. Es ist nicht möglich, ein junges Mädchen auf längere Zeit mit einem alten Mann zusammenzusperren, weshalb auch immer. Es geht mir dabei nicht um die Frage, was moralisch ist, denn so eine Frage kann ich gar nicht beantworten. Moral ist meistens nur das Verhalten, was man von anderen Leuten erwartet. Es geht vielmehr darum, daß Sie Beide leben können müssen und dazu braucht ein junges Mädchen auch junge Leute.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wie immer dem sei, werde ich selbstverständlich Ihrem Wunsch nachkommen und den von Ihnen erwünschten Brief schreiben:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Mein liebes Ding,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr Opa hat mir geschrieben und sich darüber beschwert, daß sein Ding schläft. Aber nicht nur das. Außerdem hat er auch schon vergessen, daß er einmal jung war. Er weiß nicht mehr, daß man etwas Spaß braucht und etwas Vergnügen, wenn man jung ist. Er beschwert sich, daß Sie nur schlafen und wenig aktiv sind, wo doch alle Möglichkeiten bestehen, etwas zu tun und etwas zu lernen. Ich glaube aber, daß Sie darauf warten, daß er Ihnen sagt, was Sie tun können. Das kann schwierig werden, denn es ist möglich, daß er sich als Ausländer etwas unsicher fühlt und deswegen nichts sagen will. Tun Sie doch einfach so, als wären Sie zehn Jahre älter und schlagen Sie ihm einmal vor, was er mit Ihnen zusammen tun kann. Sagen Sie ihm, was Ihnen Spaß macht und was Sie gerne tun möchten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn Ihnen nichts einfällt, dann ist das auch nicht tragisch, dann überlegen Sie sich einfach einmal, was Ihnen Spaß machen könnte und probieren es aus. Irgend etwas, was Sie selbst tun, wie nähen, sticken, zeichnen, schreiben, kochen, etc. Sie können sich überlegen, was Ihrem Opa oder Ihren Freundinnen Spaß machen kann und Sie können sie ja auch fragen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sicher sollten Sie die Zeit dazu nutzen, wenigstens Englisch zu lernen, oder vielleicht Deutsch. Sie werden es später brauchen, weil man in Thailand mit einer Fremdsprache viel besser Geld verdienen kann. Nachdem Wilhelm einen Computer hat, könnte er Ihnen vielleicht auch erklären, wie man mit so einem Ding umgeht, auch das kann wichtig sein, um besser Geld verdienen zu können. Wenn man sich beschäftigt und Freude daran findet, ist es auch nicht so langweilig, weiß</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr Paule Plapper</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 2</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 09:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 2   Ich will hier in Pattaya bleiben&#8230; Liebe Redaktion, Ich komme schon seit Jahren nach Pattaya und bin schon das vierte Mal hier. Ich habe mir schon bei den früheren Gelegenheiten vorgenommen, einmal hier zu bleiben, aber jetzt habe ich vor einer Woche ein Mädchen gefunden, das ideal zu mir paßt und wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Teil 2</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: normal;">I</span></strong><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">ch will hier in Pattaya bleiben&#8230;</span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Liebe Redaktion,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich komme schon seit Jahren nach Pattaya und bin schon das vierte Mal hier. Ich habe mir schon bei den früheren Gelegenheiten vorgenommen, einmal hier zu bleiben, aber jetzt habe ich vor einer Woche ein Mädchen gefunden, das ideal zu mir paßt und wir sind sehr glücklich. Ich habe einen Kaufmannsgehilfenbrief und zwanzig Jahre Erfahrung im Großhandelswesen. Ich bin ein sehr aktiver Mensch, besitze über 30.000 Mark und ich habe in der Schule auch etwas Englisch gelernt.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich habe nie geheiratet, weil mir die deutschen Frauen nicht gefallen. Sie sind zu massig und haben zu viele Ansprüche. Dazu wollen sie auch noch dauernd emanzipiert sein. Aber hier sind die Frauen ganz anders. Jetzt überlege ich mir, ob ich hier eine Arbeit suchen soll, oder ob ich mich selbständig mache. Ich hoffe, daß Ihr mir einen guten Rat geben könnt, damit ich weiß, wie ich es am besten mache.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Walter S.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - -</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mein Gott, Walter,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">das Beste ist, jetzt gleich sofort zum Flughafen zu fahren und nach Deutschland zurückzufliegen. Entweder tut Dir das warme Wetter nicht gut, oder Du hast Dir eine schwere, ansteckende Krankheit zugezogen, die bei stärkerem Touristenaufkommen um sich greift und die Hirnzellen auf ,Scheintot’ stellt. Aber im Grunde handelt es sich nur um ein Phänomen, das hier besonders massiv auftritt, während es in aller Welt vorkommt, wenn ein Mann ein hübsches Mädchen sieht. Dann beginnt das, was man so schön ‘ein inneres Bedürfnis nennt’, das schafft die Illusionen, Wunschträume und Tagträume, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du hast in Deutschland in über zwanzig Jahren keine Frau gefunden, unter Millionen von Frauen. Ist Dir nicht aufgefallen, daß die alle anders sind und nur Du immer derselbe geblieben bist? Wieviele Frauen hast Du denn wirklich kennengelernt? Sicher, zugegeben, die meisten haben eine kräftigere Figur und auch einen kräftigeren Hintern, als die Thailänderinnen. Aber, bestehen das Hauptmerkmal und die Grundlage für eine Lebensgemeinschaft darin, keinen dicken Hintern zu haben?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du beklagst Dich darüber, daß die deutschen Frauen emanzipiert sein wollen, gleichberechtigt, und daß sie zu viele Ansprüche haben. Das trifft sicherlich auf viele deutsche Frauen zu. Es ist ein Anzeichen dafür, daß für viele deutsche Frauen ‘das heilige Band der Ehe’ ein Geschäft ist &#8211; genauso, wie für viele Männer. Aber glaubst Du vielleicht, das wäre hier anders? Die Frauen, die nach Pattaya kommen und in den Bars arbeiten, kommen, um Geld zu verdienen oder einen reichen Mann zu finden. Dafür bieten sie ihren Körper an und viele spielen die Geliebte, denn dafür werden sie bezahlt. Während der Zeit, für die sie bezahlt werden oder in der sie auf eine Partnerschaft hoffen, in der sie versorgt werden, sind sie hilfsbereit, ja fast untertänig und stehen dem Mann für alles zur Verfügung. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ist es das, was Du suchst? Dann bist Du hier falsch, denn der Schein trügt. Die gespielte Liebe ist eine bezahlte Arbeitsleistung. Und das, was Du Deine Liebe nennst, ist eine verfeinerte Selbstbefriedigung, für die Du bezahlst. Sie ist schön und Du willst sie haben, als Eigentum besitzen und benutzen.  Das hat nichts mit Liebe zu tun. Es gibt nichts, was Du für sie willst, Du willst nur, daß sie für Dich da ist und daß sie dabei glücklich ist, ohne daß Du dafür etwas tun oder Dich gar um sie kümmern müßtest.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Du kannst keinen Menschen in einer Woche kennenlernen, schon gar nicht aus einem Dir völlig fremden Kulturkreis mit einer Sprache, die Du nicht verstehst. Ihr könnt nicht einmal miteinander sprechen und Du liebst sie? Weil sie so gut zu Dir paßt? Dann liebst Du Dich, und nicht sie. Du hast Dir ja auch noch nicht einmal überlegt, ob Du auch zu ihr paßt. Fällt Dir nicht auf, daß es doch seltsam ist, daß Dich hier alle Frauen (in den Bars) auf den ersten Blick lieben, während Du in Deutschland nicht eine einzige Frau finden konntest, die Dich liebt? </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dabei hast Du Dich sicher nicht verändert, als Du zum Urlaub hierhergekommen bist. Du liebst ihren Körper, ihre Dienstleistungen und ihre Ergebenheit. Kannst Du Dir nicht denken, daß das alles ganz schnell vorbei ist, wenn ihr nicht miteinander harmoniert, Euch wirklich in den Lebensanschauungen versteht, wenn die gegenseitigen Erwartungen nach dem Urlaub nicht erfüllt werden, oder wenn sie genug Geld hat, daß sie auch essen und leben kann, ohne Deine Dich liebende Dienerin zu spielen?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sicher gibt es Ausländer, die mit einer Thailänderin leben, aber der Prozentsatz zufriedener und bleibender Partnerschaften ist sehr gering. Es sind Partnerschaften, die sich entwickeln und das geht nicht innerhalb von sieben Tagen. Deine Überlebenschancen als Großhandelskaufmann sind hier gering. Ausländer dürfen nichts tun, was nicht auch Thailänder machen können. Dein Geld ist nicht ausreichend, um hier eine feste Existenz aufzubauen. Deine Fähigkeiten (zu tun, was Thai nicht tun können) und Deine Sprachkenntnisse sind nicht ausreichend, um hier leben zu können. Dennoch müßtest Du erst einmal ein Jahr hier leben, um zu wissen, ob Du hier auf die Dauer glücklich wirst und ob Du mit Deiner Freundin zusammen leben kannst. Es ist nur ein schöner Wunschtraum, an dem Du leidest. Du solltest mit mehreren Freunden ehrlich darüber sprechen, rät</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dein Paule Plapper</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
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		<title>Gad Labudda: 13 Leserbriefe und Anworten Teil 1</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 09:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[13 Posts &#8211; von ‘Paule Plapper’ in ‘Kunterbuntes Pattaya’ – von Gad Labudda Eine Zeitung erhält Leserzuschriften. Zumeist Fragen oder Beschwerden. Die sind wichtig, weil es sich meist um Themen handelt, die Leser interessieren. Aber manchmal kommen zu wenige oder sogar gar keine Leserbriefe. Dann muss man etwas unternehmen, um die Rubrik aufrechterhalten zu können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">13 Posts &#8211; von ‘Paule Plapper’ in ‘Kunterbuntes Pattaya’ –</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">von Gad Labudda</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"><strong>Eine Zeitung erhält Leserzuschriften. Zumeist Fragen oder Beschwerden. Die sind wichtig, weil es sich meist um Themen handelt, die Leser interessieren. Aber manchmal kommen zu wenige oder sogar gar keine Leserbriefe. Dann muss man etwas unternehmen, um die Rubrik aufrechterhalten zu können. Dann überlegt man sich ein Thema, dass die Leser interessiert. Dazu nimmt man vielleicht einen lieben Bekannten zum Thema eines Leserbriefes, der natürlich nicht namentlich erwähnt wird, oder man lässt einen Bekannten einen Leserbrief aus der Sicht einer ihm bekannten Person schreiben und antwortet dann darauf.</strong></span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Antworten zu solchen Leserbriefen entscheiden sich merklich von Antworten zu echten Briefen. Man kann nämlich dem Klaus, der einen Leserbrief schreibt, nicht sagen: „Du bist ein Idiot.“ Nicht nur, weil es nicht höflich ist, sondern vor allen Dingen, weil es ihm nicht hilft, auch wenn man diese Aussage begründet. Aber dem Klaus, der keinen Leserbrief schreibt, kann man mit solch einer Antwort mitteilen, dass man einen Menschen kennt, der genau die gleiche Frage, dieselbe Beschwerde hat. Und man kann ihm sagen, was man will, denn er wird ja nicht angesprochen. Deswegen kann man ihm auch ruhig eine verbale Ohrfeige geben, denn dier trifft ihn ja nicht, bringt ihn aber oft dazu, sich sein Problem näher zu überlegen, weil er der Ohrfeige zugeschaut hat.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Um solche Leserbriefe und Antworten handelt es sich hier. Sie zeigen Fehler und Irrtümer auf, geben manchmal auf grobe Weise Informationen, ohne aber tatsächlich jemand zu verletzen.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> Teil 1</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong><span style="color: black; font-family: Verdana;">Kann ich meiner Freundin glauben?&#8230;</span></strong><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Liebe Redaktion,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich bin Fliesenleger, 35 Jahre alt, lebe in einer Kleinstadt und habe seit zwei Wochen eine Freundin aus Kalasin. Ich habe sie hier an einer Bar kennengelernt, aber sie ist ein sehr anständiges Mädchen. Leider spricht sie kein Deutsch und auch kein Englisch. Sie ist auch nur zwei Jahre zur Schule gegangen. Aber sie ist sehr fleißig und ganz ehrlich. Sie schickt ihren Eltern Geld, weil die nichts verdienen können. In den zwei Wochen habe ich sie lieb gewonnen und will sie nicht mehr verlieren. Sie hat mir gesagt, daß sie mit mir leben will, obwohl sie noch ganz jung ist. Aber kann ich ihr glauben?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ingo</span></strong></p>
<p>- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - -</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Bester Ingo,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">ich bin sicher, daß Ihre Freundin wirklich mit Ihnen leben will. Aber ich bin nicht sicher, daß Sie zusammen leben können.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihre Freundin mag ein guter Mensch sein, ein junges Mädchen, das nichts gelernt hat, keine Arbeit finden kann und nun versucht, Ihre Eltern zu unterstützen, indem es in Pattaya Geld verdient. Ich glaube nicht, daß Ihre Freundin Sie liebt, aber sie wird sicherlich alles für Sie tun, wenn sie davon leben und ihren Eltern etwas Geld schicken kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-family: 'Microsoft Sans Serif';">Aber </span><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie können nicht mit ihr sprechen, Sie können sich kaum verständigen. Es wäre sicher gut, wenn Sie sich überlegen, was Sie von Ihrer Freundin erwarten. Wir müssen davon ausgehen, daß es keine Gemeinsamkeiten gibt, keine gleichen Anschauungen oder Überzeugungen, was das Leben, die Parterschaft, die Politik oder die Religion betrifft. Und mit Sicherheit haben Sie auch keine gemeinsamen Vorstellungen über Musik, Informationen, Kultur, Essen oder gemütliches Wohnen. Es kann aber sein, daß Ihre Freundin einen großen Anteil ihrer Vorstellungen und Erwartungen aufgibt, wenn Sie ein netter Mensch sind und Ihre Freundin gut versorgen. Dennoch wird es sehr schwierig sein, miteinander zu leben, sich zu verstehen und miteinander sprechen zu können.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es kommt aber noch ein anderes Problem dazu. Sie werden in Thailand nicht als Fliesenleger arbeiten können. Und es ist sehr unwahrscheinlich, daß ihre Freundin in Deutschland leben kann. Sie hat nicht genug gelernt, um Kurse zu besuchen und richtig Deutsch lernen zu können. Dadurch wird sie kaum eine Möglichkeit haben, eine Arbeitsstelle zu finden. Sie wird in Deutschland kaum Kontakte haben, keine Freunde, keine Unterhaltung. Wahrscheinlich wird sie den ganzen Tag bei Ihnen zuhause sitzen und darauf warten, daß Sie wiederkommen, damit sie nicht alleine ist und etwas Unterhaltung hat. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie aber sind dort nicht mehr im Urlaub, sondern müssen arbeiten gehen und haben keine Zeit für sie. Wenn Sie abends nachhause kommen, sind Sie müde und wollen sich ausruhen. Wieviele Möglichkeiten haben Sie in Deutschland, sich wirklich um sie zu kümmern? Haben Sie sich überlegt, daß Ihre Lebensvorstellungen wahrscheinlich ganz anders sind, als die Ihrer Freundin? Vielleicht Überstunden, Auto, Stammkneipe, Fußball, Kegelclub und Wintersport? Haben Sie Ihre Freundin schon einmal gefragt, was sie am liebsten tut und sind Sie sicher, daß Sie diese Interessen mit ihr teilen oder ihr dabei helfen können?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ich weiß nicht, ob Sie Ihre Freundin lieben, aber ich weiß, daß wir uns gerne selbst belügen. Wir sehen eine schönes Märchenbuch, ein Skateboard, ein Meerschweinchen, ein Auto, eine schöne Frau und dann lieben wir. Wir gehen mit dem Märchenbuch ins Bett, drücken das Meerschweinchen an uns, streicheln das Auto und heiraten die Frau. Diese Liebe bezieht sich ganz auf uns selbst, man nennt sie ‘Habenwollen’. Wir überlegen nicht, ob es für das Märchenbuch gut ist, im Bett zu sein, ob es gut ist für das Meerschweinchen, wenn wir es an uns drücken, ob es dem Auto hilft, wenn wir es streicheln und ob es für die Frau gut ist, wenn wir sie heiraten. In den meisten Fällen ist es noch nicht einmal gut für uns selbst. Aber wir wollen sie unbedingt haben. Was wollen Sie für Ihre Freundin?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es besteht die Gefahr, daß Sie Ihre Freundin, die es gewohnt ist, im Freien zu sein und sich zu unterhalten, in eine Umgebung verpflanzen, in der sie nicht mehr zurechtkommt. Ihre Freundin hat in Deutschland keine Medien wie Fernsehen, Zeitungen, Radio oder Filme in ihrer Muttersprache, keine Freunde, keine Unterhaltung, kennt sich nicht aus, kann nicht einkaufen, nicht ausgehen, ist einsam und wird womöglich schief angesehen. Sie sollten es sich sehr gründlich überlegen, meint</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr Paule Plapper </span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sie sind ja so süß, wenn sie betteln</title>
		<link>http://www.travel-funblog.com/2009/04/02/sie-sind-ja-so-sus-wenn-sie-betteln/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 09:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[- 5 Seiten &#8211;   (&#8216;Apichai Tamdii&#8217; in &#8216;Die Geschichten gehen weiter&#8217;) - Ein Bericht über Bettelkinder in den touristischen Orten -   Kurzgeschichte von Gad Labudda Immer wieder erscheinen in den Nachrichten Berichte über Gruppen von Erwachsenen, die Kinder zum Betteln zwingen. Meist sind es Kinder aus Kambodscha und aus Burma, seltener aus Laos, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- 5 Seiten &#8211;   (&#8216;Apichai Tamdii&#8217; in &#8216;Die Geschichten gehen weiter&#8217;)</span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- Ein Bericht über Bettelkinder in den touristischen Orten -</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;"> </p>
<p></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<div></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Immer wieder erscheinen in den Nachrichten Berichte über Gruppen von Erwachsenen, die Kinder zum Betteln zwingen. Meist sind es Kinder aus Kambodscha und aus Burma, seltener aus Laos, und die Erwachsenen sind meist Thailänder, die manchmal mit ein oder zwei Kambodschanern zusammenarbeiten. Man ist in Thailand nicht schockiert, noch nicht einmal überrascht über solche Berichte, denn sie sind ein Bild des Alltags. Zudem waren es ja auch nur Kinder und dazu noch arme Kinder aus Kambodscha, also keine Personen, um die man sich Gedanken machen müßte. Außerdem gehen sie einen nichts an und man kann ja doch nichts ändern. Und das ist zutreffend.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Mit dieser allgemein üblichen Meinung kann man wirklich nichts am Schicksal dieser Kinder ändern. Nicht, weil man nicht könnte, sondern weil man gar nicht will. Auch viele Ausländer sind dieser Meinung. Manchen tun diese Kinder allerdings leid und dann geben sie ihnen ein paar kleine Münzen oder sie kaufen aus lauter Mitleid ein Kaugummi, das sie eigentlich gar nicht haben wollen. Sie haben ein gutes Herz, oder vielleicht ein soziales Schuldgefühl. Aber manchmal wäre es besser, sie hätten einen klaren Kopf, um die Folgen ihres Mitleids zu überlegen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Es ist kein Zufall, daß Bettelkinder dort zu finden sind, wo sich diese Ausländer mit dem guten Herzen aufhalten, nämlich an den Bars, denn das ist ihre Bestimmung, von den guten Herzen gutes Geld einzutreiben. Nun wissen wir zwar, warum die Ausländer mit den guten Herzen an den Bars sitzen. Aber es ist sicher auch gut, zu wissen, warum die Kinder an die Bars kommen und wie es dazu kommt, daß man sie ständig an den Bars findet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Nehmen wir zum Beispiel den kleinen Norodom, der nach dem König Kambodschas, Norodom Sihanouk, benannt wurde, dessen Leben aber gar nicht königlich ist. Er wurde als viertes Kind einer alteingesessenen, erfolgreichen Bettlerfamilie in Phnom Penh geboren. Die ersten Jahre verbrachte er stets zusammen mit seiner Mutter; sie erhielt viel mehr Geld, wenn sie mit einem Säugling oder einem Kleinkind auf dem Arm bettelte. Als er drei Jahre alt war, brachte er nicht mehr so viel ein, was sein Vater bereits als einen günstigen Zeitpunkt vorausgesehen hatte, um seine Mutter gegen eine andere Frau auszutauschen, die nun ein Kind von ihm bekam und damit viel bessere Einnahmen versprach. Norodom wurde zu der Schar der Kinder abkommandiert, die vor den Kaufhäusern und insbesondere den Supermärkten betteln gehen mußten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Doch dort brachte er nicht viel ein und kam nicht allzuoft mit erbetteltem Geld in nennenswerter Höhe zu der Bretterhütte an der Straßenecke, die sein Vater sich als Hauptquartier erkoren hatte. Ein Umstand, den sein Vater als erfahrener, professioneller Bettler mit einfachen Mitteln zu ändern wußte, als der Junge vier Jahre alt war. Mit Freude hatte er beobachtet, daß sein Sohn Linkshänder war. So hackte er ihm den rechten Arm ab, womit seinem Sohn sein Leben lang gute Einnahmen als Bettler garantiert waren, wenn er nur lernte, geschickt zu betteln und sich unter Vorzeigen des bald heilenden Armstumpfes als zu bemitleidendes Minenopfer auszugeben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Der Erfolg gab ihm Recht; sein Sohn brachte nun trotz seiner vier Jahre erheblich bessere Summen in erfreulicher Höhe zu seinem Vater, was allerdings den wachsamen Augen der bösen Konkurrenz von einer anderen Straßenecke nicht verborgen blieb und unverhohlenen Neid erweckte, zumal es diesem Mann an eigenen Kindern und folglich auch an abhackbaren Armen mangelte. Angespornt von den großen Erfolgen des einarmigen Vierjährigen nahm er Kontakt mit einem besonders bedürftigen Thai auf, den es in Phnom Penh herumtrieb, und man schmiedete große Pläne und dachte insbesondere an einen Eroberungsfeldzug. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Dafür ist zwar ein gewisses Kapital erforderlich, aber es ist ein altes Vorurteil, anzunehmen, daß Bettler kein Geld haben. Normalerweise gehören sie zu den wohlhabenderen Schichten, indem sie von einem Mangel an Scham und einem dicken Fell profitieren. Sie haben zumeist nur wenige Gefühle und darunter schon gar nicht jene der Achtung oder der Rücksicht gegenüber anderen Menschen. Meist sind es Menschen, die alles tun, um Geld zu bekommen, und wenn man sich nur zu betteln traut, verdient man meist weitaus besser, als wenn man arbeiten geht. Die Leute, die wirklich arm sind, schämen sich, zu betteln und versuchen, irgendeine Arbeit zu finden. Deshalb haben sie kein Geld. Die Bettler dagegen sammeln ihr Geld auf der Bank. Arbeiten zu gehen, bedeutet für sie einen schmerzlichen Gewinneinbruch.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Der böse Konkurrent heuerte einen guten Freund an, der ein altes Auto besaß und bereit war, ihn und einige weitere Fahrgäste gegen ein besonders gutes Entgelt einschließlich Gefahrenzulage an die thailändische Grenze zu bringen. Dann fuhren sie zu einem großen Supermarkt, wo sie den einarmigen Norodom, ein weiteres besonders erfolgversprechendes Kind und drei sehr arm und mager aussehende Kinder im Alter von etwa sechs oder sieben Jahren einluden. Sie gaben ihnen Süßigkeiten und versprachen ihnen eine Fahrt, bei der sie einen Teil der weiten Welt sehen sollten. Bei dieser Gelegenheit nahmen sie schnell noch ein Kind mit, das vielleicht knapp ein Jahr alt war, in einem Kinderwagen vor dem Supermarkt lag und vom Alter her besonders gute Einnahmen versprach. Als sie mit den Kindern abfuhren, ließen sie über eine längere Strecke noch mehrere Banknoten von fünfhundert Riel aus dem Autofenster flattern, worauf alle Kinder dem Auto hinterher liefen und die Straße leer war. Immerhin konnte man für fünfhundert Riel ein Ei kaufen und wurde von den Eltern belohnt. Die Kinder würden über den flatternden Banknoten die mitgenommenen Kinder vergessen und waren als Zeugen ohnehin nicht gut brauchbar.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Sie kamen bis dicht an die thailändische Grenze, die sich über Hunderte von Kilometern hinzieht und praktisch unkontrollierbar ist. Zu Fuß gelangten sie nach Thailand, wo bereits der thailändische Geschäftsfreund mit einem Auto auf sie wartete. Von hier aus begannen sie nun ihren Eroberungsfeldzug durch die touristischen Orte Thailands direkt in Pattaya, wo bereits weitere Mitarbeiter auf sie warteten. Die Kinder wurden nun aufgeteilt. Es waren zweimal zwei Kinder, die mit je einem Bewacher mitgingen, Norodom ging mit einem weiteren Bewacher und der Säugling wurde von einer Frau übernommen. Die Barbezirke wurden aufgeteilt, so daß die Kinder je zweimal durch die Bars gingen. Die Kinder begannen gleichzeitig im Süden, im Zentrum und im Norden und würden später die Bezirke wechseln. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Die Bewacher fuhren die Kinder mit Motorrädern zu den Bars und erklärten ihnen, wie sie zu gehen hatten. Sie selbst blieben unsichtbar in der Nähe und beobachteten die Kinder, damit sie nicht wegliefen und nicht bummelten. Es war Zwischensaison und die Kinder hatten mit Ausländern an den Bars noch keine Erfahrungen, deswegen waren die Forderungen ihrer Bewacher noch gering. Jedes Kind mußte bis Mitternacht mindestens dreihundert Baht einbringen, um etwas zu essen zu bekommen und nicht geschlagen zu werden. Kurz nach Mitternacht wurden sie zu einer am Rande der Stadt gelegenen Hütte gebracht, in der sie auf dem Boden schlafen durften. Sie erhielten einen Teller Reis mit Gemüse. Es war zu wenig, aber das war so beabsichtigt, denn sie mußten dünn, schwach und unterernährt aussehen, um Mitleid zu erwecken. Gut ernährte Kinder verdienen beim Betteln nicht viel. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Nach dem Essen durften sie sich hinlegen und sie durften den Raum bis zum Arbeitsanfang am nächsten Abend nicht verlassen. Es war nicht gut, wenn man die Kinder am Tag sah und man mußte auch aufpassen, daß sie nicht wegliefen. Es war nicht etwa so, daß sie Angst vor Problemen mit der Polizei haben mußten, denn die Kinder konnten hier mit niemand sprechen und ihnen war die Angst vor Polizisten anerzogen worden, zudem durften sie eine Anzeige nur mit Einwilligung der Eltern oder eines Vormundes erstatten, eine Rechtspraxis, die der Polizei und der Staatsanwaltschaft Arbeit sparen sollte. Wenn aber Kinder verschwunden waren, mußte man sich um eine andere Unterkunft und um andere Kinder bemühen, was umständlich war und oft einen erheblichen Verdienstausfall bedeutete.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Nachdem die Kinder tagsüber keine Beschäftigung hatten, den Raum nicht verlassen durften und geschlagen wurden, wenn sie laut wurden oder etwa herumtollen sollten, waren sie gegen achtzehn Uhr genug ‘ausgeruht’, um nach einem Teller Reis mit etwas Gemüse wieder mit ihrer Arbeit zu beginnen. Diesmal mußte jedes Kind mindestens vierhundert Baht einbringen, denn sie kannten ja jetzt die Arbeit und die Strecken, die sie abzulaufen hatten und sie wußten, wie sie sich gegenüber Ausländern zu verhalten hatten. Nur zwei oder drei Tage später würde das Pensum auf fünfhundert Baht pro Tag erhöht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Nach zwei Wochen mit sich steigernden Einnahmen verließen sie Pattaya und würden sich jetzt drei Wochen in Bangkok aufhalten, um dort in den Vierteln der Bars und Vergnügungsbetriebe Geld zu verdienen. Auch hier wurden die Kinder wieder in einem Raum versteckt, in dem sie nicht laut sein und nicht spielen durften, denn sie sollten ihre Arbeit als Freude und angenehme Abwechslung erleben. Es ist selbstverständlich, daß diese Kinder nicht in eine Schule geschickt wurden, denn ihr einziger Bestimmungszweck bestand darin, ihren Bewachern Geld zu bringen. Wenn sie größer wurden, konnte man sie ohnehin nicht mehr zum Betteln schicken und dann war es für ihre Aufpasser auch unwichtig, ob sie zur Schule gegangen waren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Doch schon nach einer Woche in Bangkok gerieten sie in eine Razzia und die Hälfte der Gruppe wurde gefaßt, darunter auch der kleine Norodom. Die Bewacher wurden wegen Bettelns und wegen Beschäftigung Minderjähriger und illegaler Ausländer vor Gericht gestellt, denn man konnte ihnen keinen Menschenraub nachweisen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Die Kinder wurden nach Kambodscha zurückgeschickt, wo die Polizei die Aufgabe hat, die liebenden Eltern zu finden, um ihnen ihre kostbaren Kinder wieder zurückzubringen. Allerdings ist der kambod-schanischen Polizei bekannt, daß man Kinder auch einfach in Heime bringen kann, wenn man die Eltern trotz vielfältiger und aufreibender Bemühungen zufälligerweise nicht finden sollte oder die Kinder etwa nicht identifiziert werden konnten. Viele Kinder waren jahrelang unterwegs und konnten sich an ihre Eltern gar nicht mehr erinnern.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Möglicherweise habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt. Ich habe gesagt, der Bestimmungszweck dieser Kinder besteht darin, ihren Bewachern Geld zu bringen. Es läßt sich auch anders sagen: Sie werden geraubt, mißhandelt und geschlagen, weil mitleidige Menschen ihnen Geld geben. Denn nur dadurch haben sie einen Wert für ihre Entführer. Wenn sie kein Geld einbringen, sind sie für die Entführer völlig wertlos und sie würden überhaupt keinen Sinn darin sehen, sich mit Kindern zu beschäftigen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Wer den Bettelkindern also aus lauter Mitleid Geld gibt, der verursacht damit, daß Kinder entführt und mißhandelt werden, daß sie hungern müssen, nicht spielen dürfen, ihre Eltern nie wiedersehen, nie in eine Schule kommen und ihr Leben wahrscheinlich als ungelernte Arbeiter, Analphabeten und illegale Ausländer fristen müssen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Wenn jemand dennoch Mitleid mit den Kindern hat, dann sollte er ihnen etwas zu essen kaufen, Obst oder ein Fleischspießchen, einen Teller Reis oder eine Nudelsuppe. Solange die Kinder an einer Bar sind, werden die Wächter sich nicht trauen, sie zu schlagen oder ihnen das Essen zu verbieten, denn sie wissen genau, daß den Barmädchen und den Inhabern der Bars bekannt ist, daß sie nicht etwa bedürftige Eltern, sondern die Entführer sind, die die Kinder mißhandeln, um bequem leben zu können. Solange es aber noch Leute gibt, die diesen Kindern Geld geben, werden sie weiter hungern, mißhandelt und zum Betteln gezwungen.</p>
<p></span></p>
<p></span></p>
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		<title>Addi leistet aus Versehen Entwicklungshilfe</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 09:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[- 4 Seiten &#8211;   (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Treffpunkt Pattaya) - Ein überkandidelter Farang sucht eine Frau zum Mitnehmen &#8211; eine nicht sehr tragische Kömödie - Kurzgeschichte von Gad Labudda   Daß man in Thailand jede Frau einfach von der Straße mitnehmen kann und Ausländer sehr gefragt sind, ist zwar in Thailand noch nicht bekannt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- 4 Seiten &#8211;   (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Treffpunkt Pattaya)</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- Ein überkandidelter Farang sucht eine Frau zum Mitnehmen &#8211; eine nicht sehr tragische Kömödie -</p>
<p></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Daß man in Thailand jede Frau einfach von der Straße mitnehmen kann und Ausländer sehr gefragt sind, ist zwar in Thailand noch nicht bekannt, aber in Europa hat es sich bereits herumgesprochen. Selbst Arthur (sprich Addi), der sich weder für Politik noch Weltgeschehen interessiert und konsequenterweise auch keine Zeitung liest, weiß das schon, denn das ist schließlich eines der bevorzugten Gesprächsthemen ,unter Männern‘. Zu Addis großem Leidwesen sind es vorwiegend Gespräche mit Männern, die er an einer Theke führt, denn die wenigen Frauen, die er kennenlernte, hatten schon nach wenigen Stunden seiner Gegenwart recht wenig Interesse an einer Verlängerung ihrer Audienz.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das liegt nach Addis Meinung allerdings nur daran, daß sie hoffnungslos veraltet sind, nach längst veralteten Gesellschaftsklischees leben, zu viele Ansprüche haben und vor allen Dingen viel zu dumm sind. Das merkt man schon daran, daß sie Addi, einem feurigen Prediger einer modernen Welt, nur unwillig zuhören, ihn fortlaufend unterbrechen und, wie man daran schon erkennen kann, ihm also geistig nicht folgen können, weshalb sie denn auch oft genug einfach aufgestanden und gegangen sind. Weil seine geistigen Ansprüche zu hoch waren und sie von ihm nichts lernen wollten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Statt sich stillschweigend überzeugen zu lassen, suchen sie dann lieber eine andere Umgebung, in der Addi nicht gerade damit beschäftigt ist, sich selbst zu überzeugen. Dabei müßten sie doch eigentlich auf ihn fliegen, der sich als Messias eines neuen Lebens betrachtet und dem man die Modernität schon von Weitem ansieht. Seine langgelockte dunkle Haarpracht wird von einem blond gefärbten Zöpfchen betont, dessen Ende eine rosa Schleife ziert, passend zu den rosa getönten Gläsern einer Schmetterlingsbrille und seiner bevorzugten Hemdenfarbe, die einen bemerkenswerten Kontrast zu einer giftgrünen Nylonjacke, gelben Hosen und weißblau gestreiften moonbootähnlichen Sportschuhen bietet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">„Die moderne Welt ist bunt“, war sein letzter Werbespruch für eine Plastikfirma gewesen und er hatte als Werbetexter gut daran verdient. Um dieser Erfolg zu feiern, fuhr er nun nach dem Ankauf geeigneter Tropenkleidung nach Thailand, um nach Möglichkeit mit einer modernen Frau, die einen Retter sucht, wieder nach Deutschland zu gehen. Er hatte auch schon ganz klare Vorstellungen, wie diese moderne Frau auszusehen hat.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die meisten Frauen seien in Pattaya zu finden, hatte er gehört, dennoch brauchte er vier Tage, an denen er an den Bars vorbeistrich, um die moderne Frau zu finden. Das bedeutet nicht, daß er die günstige Gelegenheit seines Aufenthaltes in Pattaya nicht wahrgenommen hätte, auch andere Frauen kennenzulernen. Schließlich sollte man ihm nicht Einseitigkeit vorwerfen können. Doch er fühlte sich in seiner Meinung über die Frauen nur bestätigt. Alle wollten nur Sex und Geld. Keine wollte mit ihm einfach nur so mitgehen, wegen der guten Freundschaft und des gemeinsamen Vergnügens. Auch hier zählte scheinbar nur, was er zu bieten hat, obwohl doch bekannt war, daß die Frauen hier wie wild darauf aus sind, einen Ausländer mitzukriegen und wenn irgend möglich heiraten zu können. Vielleicht lag es daran, daß er noch nicht hatte durchblicken lassen, daß er eventuell bei der richtigen Frau mit der richtigen Einstellung auch bereit wäre, diese Frau zu heiraten und nach Deutschland mitzunehmen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Noch nicht einmal für dreihundert Baht wollten sie mit ihm aus Freundschaft mitgehen. Aber für fünfhundert Baht wollten sie gleich ins Bett. Und sie verstanden ihn nicht, obwohl er doch ein ganz gutes Schul-Englisch gelernt hatte. Die meisten schauten ihn einfach nur an und sagten überhaupt nichts und manche lachten sogar. Aber nach vier Tagen hatte er die Richtige gefunden. Sie war ihm sofort aufgefallen. Groß und schlank stand sie hinter einer Bar-Theke, hatte ein seidenes Tuch in den langen schwarzen Haaren, einen Ring in der Nase, und sie trug einen langen Wickelrock unter einer prallen, knappen Bluse mit sehr tiefem Ausschnitt. Und auch er schien ihr sympathisch zu sein, denn als er bei ihr seinen Vodka mit Zitrone bestellt hatte, setzte sie sich gleich zu ihm.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie schaute ihn auch nicht nur an, sondern hörte richtig zu und sie sprach auch mit ihm, genauer gesagt, sie antwortete, wenn er sie etwas fragte, und zwischendurch nickte sie mit dem Kopf. Das war die erste Frau, die ihn verstand. Und sie war auch nicht so, wie die anderen. Sie wollte nicht mit ihm mitgehen, selbst als er die Auslöse bezahlen und ihr fünfhundert Baht geben wollte, machte sie Ausflüchte. Sie sagte, daß sie nur Getränke servieren und nicht mit Männern mitgehen wollte. Aber er wußte es im Grunde besser. Alles hat seinen Preis, und bei zweitausend Baht ging sie schließlich mit. Wegen ihrer indischen Aufmachung nannte er sie einfach Indra, denn mit den seltsamen thailändischen Namen würde er sowieso nicht zurechtkommen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Im Hotel bot sie ihm alles, was er sich im Leben nicht einmal erträumt hatte. Sie war ansonsten sehr ruhig, sprach nur sehr wenig, las ihm aber alle Wünsche von den Augen ab. Am nächsten Tag blieb sie den ganzen Tag bei ihm, war eine aufmerksame Dienerin und hörte ihm den ganzen Tag zu. Natürlich ging er mit ihr in ein besseres Restaurant, wo sie sich auch gut zu benehmen wußte und ihm die ganze Zeit zuhörte, ohne ihn zu unterbrechen. Er wußte schon, daß sie eine sehr gute Schülerin sein würde. Er erklärte ihr, daß die moderne Frau sich selbst ernährt und im Notfall sogar für ihren Mann einsteht, was sie nicht nur verstand, sondern auch bestätigte. Die moderne Frau habe ihren Platz nicht nur am Küchenherd und beim Kaffeeklatsch, sagte er, sondern in der Industrie. Sie müsse sich mit Technik und Elektronik auskennen und auch mit einem Computer umgehen können, das sei einfach eine Erfordernis der Zeit. Die moderne Frau müsse auch selbständig Entscheidungen treffen können. Auch hier gab sie ihm Recht und fügte sogar einige Argumente zu seiner Unterstützung an.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Addi entschloss sich, daß Indra die geeignete Frau für ihn ist. Sie war gehorsam und zeigte sich lernfähig, mit ihr konnte er überall auftreten und sie würde sein Ansehen sicherlich mehren. Zudem war sie als Frau im persönlichen Umgang äußerst angenehm, indem sie in jeder Beziehung für seine Bequemlichkeit sorgte. Und nicht zuletzt tat er auch noch ein gutes Werk, wenn er sie aus ihrem armseligen Barleben erlöste und ihr garantieren konnte, daß sie bei ihm immer einen Teller Reis zu essen hat.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am Abend sagte er ihr, daß er sie nach Deutschland mitnehmen und heiraten wird. Er sah ihr an, daß sie vor Freude ganz stumm und völlig überwältigt war und gar nicht antworten konnte. Am Abend des nächsten Tages sagte sie, daß sie wegen eines Visas nach Bangkok fahren muß. Richtig, daran hatte er gar nicht gedacht. Er hatte aber schon an einer Bar gehört, daß das so um die achttausend Baht kosten soll. Sicher würde sie noch andere Ausgaben haben, natürlich, da waren ja auch noch die Kosten für den Flug. Wenn sie nur ein normales Visum bekam, mußte sie auf der Botschaft ein Flugticket für Hin- und Rückreise vorlegen können, das würde etwa so um die zwanzigtausend Baht kosten. Sicher hätte sie auch noch andere Ausgaben, vielleicht Kleidung, denn mit ihren dünnen Sachen könnte sie ja jetzt im Winter nicht nach Deutschland kommen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Er fragte, ob sie noch weitere Ausgaben habe, denn sie schien selbständig genug, daß sie sich da schon eigene Gedanken gemacht haben sollte. Sie erwähnte, daß sie ihren Eltern zwanzigtausend Baht schicken muß. Daran hatte er nicht gedacht, aber er hatte schon gehört, daß es in Thailand üblich sei, die Braut von den Eltern zu kaufen. Immerhin waren zwanzigtausend Baht – so um die fünfhundert Euro – kein hoher Preis für eine Frau wie diese. Er gab ihr zweitausend Euro und sagte, sie solle sich die Kurse der einzelnen Banken ansehen und bei der günstigsten Bank wechseln. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der nächste Tag ohne sie war trostlos und er freute sich schon auf die gemeinsame Zeit in Deutschland. Als sie abends nicht zurück war und auch am nächsten Tag nicht kam, meinte er, daß sie vielleicht in Bangkok geblieben war, weil sie wegen des Visas noch einmal am nächsten Tag zur Botschaft mußte, die ja nachmittags geschlossen hat. Nach drei Tagen wurde er allerdings etwas unruhig und ging zu der Bar, wo er sie ausgelöst hatte. Dort war man sehr erstaunt und fragte, ob er denn nicht weiß, daß sie nach Indien zurückgeflogen ist. Dort ist sie mit einem Thai verheiratet, der eine Firma mit Maschinen und Ersatzteilen für die Textilindustrie hat. Man betonte in der Bar, daß sie ihn sehr gelobt habe, weil er ihr viel Geld für ihre Eltern und für ihren Rückflug nach Indien geschenkt hat.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Addi ging zur Polizei und erstattete Anzeige. Gegen Indra – nein, das war nicht ihr richtiger Name, aber die in der Bar würden den Namen vielleicht wissen. Wegen insgesamt achtzigtausend Baht. Nein, die habe sie nicht gestohlen, er habe sie ihr gegeben, weil er sie heiraten wollte. „Hat sie das gesagt, gibt es dafür irgendwelche Unterlagen oder Zeugen?“, wollten die Polizisten wissen. „Nein, aber sie hat das Geld genommen.“ Dann fragten die Polizisten: „Wie lange haben Sie sie gekannt?“ und dann lachten sie wieder und sagten, daß es in Thailand nicht verboten ist, Geschenke anzunehmen. Und ein Polizist mit einem ganz besonders breiten thailändischen Lächeln sagte, er brauche auch gerade achtzigtausend Baht und fragte Addi, ob er ihn nicht auch heiraten wollte.</span></p>
<div></div>
<p><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Nach reiflicher Überlegung kam Addi zum Schluß, daß es im Wiederholungsfalle doch besser sei, sicherzustellen, daß die Frau, die er mitnehmen will, ihn auch wirklich heiraten und nach Deutschland gehen will, und daß er die Erledigungen dann mit ihr gemeinsam durchführt, aber ansonsten hatte er noch nichts dazugelernt.<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p> </p>
<p></span></p>
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		<title>Sie haben sich gegenseitig erobert</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 09:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[- 6 Seiten &#8211;  (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Treffpunkt Pattaya&#8217;) - Gustav entdeckt seine heiße Liebe und die Freundin eine Geldquelle – Kurzgeschichte von Gad Labudda   Gustav hatte eine süße Freundin. Sagten seine Freunde. Etwas pummelig, Stupsnase, Sommersprossen, Brille. Sie war lebendig und redete gern und viel. Das hätte Gustav noch nicht einmal so sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- 6 Seiten &#8211;  (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Treffpunkt Pattaya&#8217;)</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- Gustav entdeckt seine heiße Liebe und die Freundin eine Geldquelle – </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<p style="margin-left: 18pt; text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gustav hatte eine süße Freundin. Sagten seine Freunde. Etwas pummelig, Stupsnase, Sommersprossen, Brille. Sie war lebendig und redete gern und viel. Das hätte Gustav noch nicht einmal so sehr gestört, wenn sie wenigstens die Intelligenz gehabt hätte, die empfehlenswert ist, wenn man viel redet. Dieser Mangel war ihr durchaus bewußt, doch sie glaubte, für das mangelnde Wissen durch intensiveres Glauben einen Ausgleich zu schaffen, indem sie sehr katholisch war. Das störte Gustav ganz ernsthaft. Er selbst war zwar auch katholisch getauft worden, aber das war nun schon knapp vierzig Jahre her und da er sich seither nicht sehr intensiv darum bemüht hatte, seinem Gott gefällig zu leben, war die tiefe Wirkung, die so eine Taufe auf die Seele haben soll, wohl schon etwas verblaßt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nur wenig störte es ihn, daß sie vor jedem Essen beten mußte und das Nachrichtenmagazin ‘Spiegel’ zu einem kommunistischen Hetzblatt deklarierte. Wenn ein Mensch so viel redet, kann ja nicht alles Sinn haben, meinte er. Ganz erheblich aber störte ihn, daß sie praktisch unberührbar war. Der von Gott geschaffene menschliche Körper war unsagbar schmutzig und durfte nicht gezeigt werden, meinte sie. Und die größte Sünde, um deren Genuß er sich so intensiv bemühte, konnte ihm nach ihrer Meinung nur gewährt werden, wenn das heulige Band der Ehe gordisch verknotet war. Aber zu so einem radikalen Schritt wollte er sich nicht hinreißen lassen, bevor er nicht wußte, ob es sich bei ihr auch wirklich zu sündigen lohnte. So dauerte die Beziehung schon mehrere Jahre, was sich für die Beiden hauptsächlich darin äußerte, daß sie älter wurden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gustav half sich mit Phantasien und Tagträumen. Nachdem er einige Exemplare des Playboy auf sich hatte einwirken lassen, bastelte er sie zusammen, die Traumfrau, mit der er leben wollte. Besonders wichtig war, daß sie einen braunen, extrem schlanken, ja geradezu knabenhaften Körper hatte. Und ein exotisches Gesicht. Schmal mit großen, mandelförmigen Augen, einem breiten, geschwungenen, vollen Mund und langen schwarzen Haaren. Ja, so mußte sie sein, die Frau, mit der er leben wollte. Und er hatte auch schon gehört, wo er solch eine Frau finden konnte. In Thailand. Da sollten die Frauen auch noch etwas taugen. Da hatte der Mann zu bestimmen und die Frau hatte zu gehorchen, hatte er gehört. Und billig sollten solche Frauen dort sein, hatten ihm Leute gesagt, die schon öfter da gewesen waren. So nährte Gustav seine Traumfrau schon seit mehreren Monaten, lag mit ihr auf der Couch vor dem Videogerät, ging mit ihr an den Strand und ins Bett. Sie war sehr anschmiegsam und sprach sehr wenig, sagte ihm nur, wie sehr sie ihn liebt und was er für ein guter und starker Mann ist, und vor allen Dingen war sie überhaupt nicht katholisch.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Eine Überraschung sollte ihn in die Nähe einer Auswahl solcher Traumfrauen bringen. Seine Freundin teilte ihm nämlich mit, daß sie angesichts der potentiellen Gefahr körperlicher Nähe den Urlaub, den sie das erste Mal gemeinsam zu verbringen geplant hatten, absagen wollte, weil zufälligerweise zur gleichen Zeit auch eine schöne Pilgerfahrt nach Frankreich angeboten wurde. Gustav erholte sich schnell von dem Schrecken und meinte, das sei eine sehr gute Idee, denn er hätte auch schon an eine Pilgerfahrt gedacht, wollte aber auf keinen Fall nach Frankreich.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Som war eines von vielen Kindern einer Kleinstbauernfamilie in einem kleinen Dorf in der Provinz Phetchabun. Die Familie besaß drei kleine Felder und ein kleines Haus, das auf hohen Stelzen vier Zimmer hatte; zwei Schlafzimmer, eine Küche und einen Versammlungsraum. Ansonsten hatten sie noch einige Schulden, viel Hunger, ja, und sehr viele Kinder. Das Dorf war ein hübsches kleines Dorf, ein zu kleines Dorf, befand Som. Es gab noch nicht einmal einen Tempel, geschweige denn eine Schule. Von hier aus sah man auf viele kleine Reisfelder und wenig Wasser. Das Leben war ausgesprochen ruhig, geradezu langweilig. Die meisten jungen Leute hatten das Dorf verlassen, um Arbeit in den Städten zu finden und nur die Alten saßen auf dem Dorfplatz zusammen und hatten noch nicht einmal genug Geld für ihren Lao Kao, den weißen Reisschnaps, den einige Bauern in den größeren Orten heimlich brannten. Junge Männer, für die man sich interessieren konnte, kamen höchstens einmal zu besonders hohen Festtagen aus der Stadt zum Besuch der Familie, ansonsten war das Dorf leer, wenn man von den kreischenden Kindern absah.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Auch Som würde bald das Dorf verlassen, darüber war sie sich klar. Die Eltern hatten sie schon zweimal darauf angesprochen, aber es hatte bisher noch keine Möglichkeit gegeben, niemand, der etwas über irgend eine freie Arbeitsstelle in der Nähe des Dorfes oder in einer Stadt wußte. Die Eltern fragten überall herum und sobald sie etwas über irgend eine Arbeitsstelle für sie hören würden, war es an ihr, das Dorf zu verlassen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber nun war eine Sensation in das Dorf gekommen. Bisher war das größte Gebäude das zweistöckige Holzhaus des Dorfvorstehers gewesen. Doch jetzt wurde ein noch größeres Haus aus Stein gebaut. Das ließ ein alter Farang bauen, der ein Mädchen aus dem Dorf kennengelernt hatte. Es hieß, er wollte da später einmal leben, aber in Wirklichkeit war für es für die Familie des Mädchens, denn die war da jetzt schon halb eingezogen. Som hatte mit dem Mädchen gesprochen, es war die ältere Schwester einer guten früheren Schulfreundin namens Nam. Sie hatte den Farang in Pattaya an einer Bar kennengelernt. Er besaß sehr viel Geld und hatte dem Mädchen auch schon viel Geld gegeben. Es war ein längeres und sehr offenes Gespräch, bei dem die beiden jüngeren Mädchen hörten, wie das Leben in Pattaya ist. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es war sicher nicht immer schön, aber man konnte genug verdienen, um keinen Hunger zu haben und mit etwas Glück konnte man einen Farang finden, der mit einem leben wollte. Dem mußte man nur sagen, daß man Geld für die armen Eltern verdienen muß, dann konnte man jeden Monat ein paar tausend Baht auf die Bank bringen und was man zum Leben brauchte, das bezahlte dann der Farang. Es sollte nicht das einzige Gespräch bleiben und von nun an sah man auch Som und Nam oft zusammen. Die Beiden schmiedeten Pläne, wie sie am besten das Dorf verlassen würden, um gemeinsam nach Pattaya zu fahren. Dort wollten sie nach einem Farang suchen, um das nötige Kapital oder einen geeigneten Farang für ein angenehmes Leben zu suchen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als die Schwester von ihrem Farang abgeholt wurde, sprachen Som und Nam mit ihren Eltern. Denn rein zufällig wußte die ältere Schwester, daß in einem ehrbaren Restaurant, das jetzt gerade in Pattaya eröffnet wurde, dringend noch Personal für die Bedienung gesucht wird und dabei könnten die beiden Mädchen doch gut Geld verdienen, während sie hier im Dorf nichts machen und nichts verdienen konnten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es fiel nicht schwer, die Eltern zu überzeugen und so fuhren Som und Nam mit deren älterer Schwester und ihrem Farang mit nach Pattaya. Er war alt und komisch, der Farang. Er war laut und es mußte alles nach seinem Willen geschehen. Aber er hatte Geld und er spendierte unterwegs auch eine gute Mahlzeit. In Pattaya setzte er sie an einer belebten Bar ab, die die ältere Schwester empfohlen hatte. Dort wollten sie sich auch in einer Stunde treffen, weil noch eine Unterkunft gesucht werden mußte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Som und Nam konnten zusammen anfangen, worüber sie sehr froh waren, denn sie fühlten sich doch sehr unsicher. Sie wußten überhaupt nicht, was sie zu tun hatten. Es hatte sich so angehört, als müßten sie nur mit den Farang ins Bett gehen, um reich zu werden. Jetzt aber mußten sie den Abwasch machen und Getränke servieren. Der Abwasch störte sie nicht, das war eine Arbeit, die sie kannten. Aber sie kannten doch überhaupt keine Getränke. Und wenn ein Farang etwas sagte, konnten sie überhaupt kein Wort verstehen, wußten nie, was sie tun sollten. Es dauerte einen Monat, bis sie sich etwas einfanden und auch ein paar Worte verstanden. Das schafften sie, weil sie sich jeden Tag mit einem Englischbuch zusammensetzten und eines der Mädchen, bei denen sie wohnten, ihnen gegen Übernahme von Hausarbeit und Wäsche beim Lernen half.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mit den ersten Männern hatten sie ihre Probleme. Sie hatten absolut keine Ahnung und wußten nicht, was die Männer wollten. Komplikationen gab es bei einem, der Analverkehr wollte, wovon sie noch keine Ahnung hatten und für den sie auch strikt ablehnten. Viel wichtiger war ihnen, daß sie bereits Geld verdienten. Immerhin hatten sie schon im ersten Monat mehr verdient, als sie sonst im Dorf in einem Jahr hatten und das ermutigte. Aber nun waren sie schon ein halbes Jahr in der Bar beschäftigt und der gesuchte Farang hatte sich immer noch nicht sehen lassen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Som war schon mehrmals für einige Wochen mit einem Farang zusammengewesen, aber das waren Urlauber gewesen, die zuhause verheiratet waren. Nam hatte es über einen Monat mit einem Farang ausgehalten, der störrisch und geizig war. Nicht nur, daß er mit ihr immer einen Wochenvertrag aushandelte und dann ihren Preis erheblich drückte. Sie mußte auch ihr Essen selbst bezahlen, sogar wenn sie zusammen weggingen, und wenn sie einkaufte, mußte sie alles genau abrechnen und als ihr einmal zehn Baht fehlten, mußte sie die aus ihrer Tasche bezahlen. Ansonsten befahl er ihr, wo sie das Haus sauberzumachen hatte und wie sie das zu tun hatte und war nur laut und unfreundlich. Eines Tages hatte sie keine Lust mehr und ging. Der Farang kam später an ihre Bar, um sie wiederzuholen, aber sie wollte nicht. Daß es dann Krach gab, änderte nichts daran.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es war vielleicht zwei Monate später, daß ein Farang kam, der sich geradezu auf Som stürzte. Sie sollte sich zu ihm setzen und ein Bier bringen. Som saß da und brauchte gar nicht viel zu sagen, er redete alleine und fühlte sich sehr verstanden, weil Som hin und wieder  mit dem Kopf nickte, wenn sie schon wieder einmal mehrere Minuten nichts verstanden hatte. Sie bekam von dem Farang einen Ladydrink, den sie gar nicht bestellt hatte und wurde von ihm ausgelöst. Auf dem Weg zum Hotel sagte er, er heiße Gustav. Er war schon über eine Woche in Pattaya und hatte auch schon mehrere Frauen mitgenommen. Die waren zwar schlank und sehr jung gewesen, aber sie hatten nur eine sehr entfernte Ähnlichkeit mit seiner Traumfrau. Nachdem er sie schon voller Skepsis mitgenommen hatte, fand er bald Gründe für seine Unzufriedenheit. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Zu kindisch waren sie, zu laut, sie redeten zu viel und ließen sich auch nicht so zurechtlegen, wie er es von seiner Traumfrau gewohnt war. Aber als er Som gesehen hatte, wußte er sofort, daß er sie getroffen hatte, seine Traumfrau. Er bewunderte ihren Körper, schaute ergriffen in die Mandelaugen und fand die Bestätigung dafür, daß sie auch wirklich die Traumfrau war, darin, daß sie kaum etwas sagte. Im Hotel mußte sie sich erst ausziehen, um dann von Gustav geradezu angebetet zu werden. Seine Hände wanderten über ihren ganzen Körper, bevor er sie ins Bett legte, so, wie es ihm paßte. Und Som hatte schon viel gelernt in dem ersten halben Jahr, sie sagte ihm, daß er ja so ein starker Mann sei und daß sie ihn liebe, weil er so ein guter Mensch ist. Sie wußte, daß Männer das gerne hörten, wenn man sich dabei  ernst bleiben konnte. Genau die Worte, die er seine Traumfrau immer hatte sagen lassen, merkte Gustav, und war sicher, daß Som die Traumfrau war.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am nächsten Tag ließ er nicht von ihr ab und kaufte ihr völlig unaufgefordert eine Goldkette für dreitausend Baht. Und sie sagte ihm, daß sie ihn liebt, weil er so ein guter Mensch ist. Und Gustav kaufte ihr daraufhin gleich noch einen Rock und eine Bluse. Und er hielt sie jetzt alle Tage im Arm, neben, vor oder unter sich, kaufte seiner ruhigen Traumfrau alle Sachen, die sie gar nicht wollte und war ja so glücklich, wenn sie ihm sagte, daß sie ihn liebt, weil er so ein guter Mensch ist und so ging das Leben jetzt jeden Tag und das Glück nahm überhaupt kein Ende&#8230;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber der Urlaub. Entsetzen machte sich breit. Das konnte den Verlust seiner Traumfrau bedeuten. Er merkte nicht, daß er sie noch gar nicht kannte, war sich aber sicher, ohne sie nicht mehr leben zu können. So kaufte er ihr noch eine Goldkette mit einem Diamantanhänger und teilte mit, daß er sie heiraten wird und sie sagte, sie liebte ihn so sehr, weil er so ein guter Mensch ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nun leitete er alles für eine Heirat in die Wege, aber diese Wege waren länger, als der Urlaub. Er würde bald wiederkommen, um in Thailand zu leben. Er war Programmierer und solche Leute wurden hier gesucht, meinte er und wußte gar nicht, wie recht er hat. Dann gab der programmierte Programmierer seiner Traumfrau Geld, damit sie während seiner Abwesenheit nicht mehr in der Bar arbeiten mußte. Dann gab er Geld für die armen Eltern und er gab Geld, damit man mit dem Bau eines kleinen Häuschens für die armen Eltern in ihrem Heimatdorf beginnen konnte, noch mehr Geld würde er dafür von Deutschland schicken, und dann gab er Geld, damit Som in eine Sprachschule gehen konnte und er gab Geld für alle möglichen Notfälle und dann fuhr er ab. Som weinte erwartungsgemäß einige hart erarbeitete Tränen, die Gustav ja so glücklich machten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">In Deutschland leitete er die Heirat in die Wege und schickte öfter Geld für das Haus der Eltern, in dem er nicht wohnen wollte, weil er als Programmierer in der Stadt leben mußte. Aber er fühlte sich verpflichtet, für die Eltern seiner geliebten Traumfrau zu sorgen, damit die nicht noch auf den Gedanken kämen, sich später in seinem Haus zusammen mit Som einzunisten und sein langersehntes Glück behinderten. Und dann er schickte Geld für Som, die sich auch um ihre Hochzeitspapiere kümmerte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ein halbes Jahr später kam Gustav und heiratete seine Traumfrau in ihrem kleinen Dorf, wo er auch das einzige große Steinhaus sah, das es dort gab. Das Haus für die Eltern, sagte Som, das Haus, das er bezahlt hatte, wo jetzt nur noch einige Leute drin lebten, die Bauarbeiter, die dort noch arbeiten sollten, bis es ganz fertig war, wie dies in Thailand so üblich ist, weil Bauarbeiter wegen der langen Wege zur Arbeit in oder bei den von ihnen zu bauenden Häusern wohnen. Gustav war sehr froh über das Haus. Und er würde mit Som in Pattaya ein Häuschen kaufen, auf ihren Namen natürlich, und dann würde er für alle Zeiten glücklich mit seiner Traumfrau leben und alle Tage glücklich mit Som leben und programmieren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Som fand in Pattaya ein Haus, von dem sie ganz begeistert war und auch Gustav fand das Haus gut, obwohl es viel größer und teurer war, als er es geplant hatte. Dann richteten sie das Haus ein und dabei ging Gustavs Geld langsam zur Neige. So mußte er denn doch noch einmal nach Deutschland, um Geld zu verdienen. Aber er tröstete Som damit, daß er ein sehr gutes Angebot habe und in einem halben Jahr bestimmt wiederkommen könnte. Vor allen Dingen tröstete er sie mit dem Geld, das sie brauchte, um jetzt in diesem Haus alleine leben zu können ohne in die schreckliche Bar gehen zu müssen, mit dem Geld für einen weiteren Sprachkurs und mit dem Geld für mögliche Kosten und für alle Fälle und dann fuhr er ab.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am nächsten Tag saß die arme Som ganz alleine im Kreise der Mädchen in der Bar und rechnete sich aus, wie lange es wohl noch dauern würde, bis sie auf Gustav verzichten kann, Denn nun hatte sie zwar ein Haus in Pattaya, aber das Geld, das er für den Bau des Hauses in ihrem Dorf gegeben hatte, würde sicher nicht viele Jahre reichen. Da wäre es schon besser, wenn er vorher noch etwas Geld schickte. Vielleicht, um sie nach einem schweren Unfall vor dem sicheren Tod durch die Überweisung für eine hohe Krankenhausrechnung zu retten. Inzwischen mußte ihm ja wohl bekannt sein, daß Traumfrauen schon immer etwas teurer waren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
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		<title>Haie, Ratten und ,gute Freunde‘</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 09:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[-         6 Seiten &#8211;  (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Treffpunkt Pattaya&#8217;) Die Erlebnisse und Begegnungen mit verschiedenen Menschen an einem guten Morgen an einer Bar Kurzgeschichte von Gad Labudda Ihr Victor Schluff muß sich hier einmal ganz energisch gegen die allgemeine Volksmeinung zur Wehr setzen; es ist gar nicht wahr, daß er bereits am frühen Morgen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-family: Verdana; mso-fareast-font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;"><span style="mso-list: Ignore;">-<span style="font: 7pt &quot;Times New Roman&quot;;">         </span></span></span><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">6 Seiten &#8211;  (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Treffpunkt Pattaya&#8217;)</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Die Erlebnisse und Begegnungen mit verschiedenen Menschen an einem guten Morgen an einer Bar </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Ihr Victor Schluff muß sich hier einmal ganz energisch gegen die allgemeine Volksmeinung zur Wehr setzen; es ist gar nicht wahr, daß er bereits am frühen Morgen in volltrunkenem Zustand die Bars bevölkert. Das geschieht höchstens an besonders späten Abenden. Allerdings muß zugestanden werden, daß die Erlebnisse den Eindruck machen, als wäre der Beobachter sternhagelvoll gewesen, so voll, daß er trotz Lektüre namhafter Einführungen in die Kenntnisse der Fauna als auch der Anatomie noch nicht einmal in der Lage gewesen wäre, Haie, Ratten und ,gute Freunde‘ zu unterscheiden. Das entspricht auch den Tatsachen. Doch leider auch in einem vollkommen nüchternen Zustand. Doch vielleicht lassen Sie Ihren Schluff erzählen und nehmen dann die Unterscheidungen selbst vor.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Um angelegentlich eines Stromausfalls einmal etwas völlig Neues zu erleben, geht Ihr Schluff also nach ausgedehnter Nachtruhe bereits um neun Uhr morgens an eine Eck-Bar an der Pattaya Second Road, wo man ihn schon als abendlichen Gast gut kennt. Schluff bestellt einen Kaffee, versucht, einen Teil des Tagesablaufes an den Bars zu erleben und unterhält sich mit den Mädchen über die letzten Neuigkeiten und Gerüchte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Die Nachbar-Bar in dem Komplex offener Bars wird neu dekoriert. Sie ist gerade zu einem Preis von 1,2 Millionen Baht verkauft worden. Das beinhaltet freilich nicht den Besitz, sondern nur das ,Schlüsselgeld‘ der türlosen Bar bei einer Vertragsdauer von drei Jahren und die Einrichtung. Ein sehr stolzer Preis. An der Bar fährt ein neues Massenbeförderungsmittel vorbei; ,Dein Freund und Helfer‘ – Aufschrift in Pattaya: ,Station für die Völker aller Nationen‘ (,Station for all Peoples‘) – hat sich wohl zu deren Unterbringung einen Lieferwagen zugelegt, der von einem Drahtgeflecht geziert wird, das so dicht ist, daß auch keine Ratten entweichen können. Das war sicher Absicht. Der Wagen hat die Funktion einer ,grünen Minna‘, ist aber schwarz. In Anlehnung an die Polizeiwagen in Köln, die alle ,Peter‘ heißen und unter besonderer Berücksichtigung der Funktion der hiesigen Polizei und dieses neuen Wagens hält Ihr Schluff aber den Namen ,Schwarzer Peter‘ für sinnvoller. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Schluff lacht erst über den großen Wagen für die kleine Station, sieht ihn dann aber doch recht oft wohlgefüllt in Richtung Chonburi vorbeifahren. Das kann natürlich mit einem Großeinsatz der Freunde und Helfer, einer Art kasernierter Nächstenliebe, zu tun haben. Aus Bangkok, wo der Verkehr ohnehin wegen einiger Regenfälle lahmliegt, sind nämlich wieder einmal Massen von uniformierten Freunden und Helfern nach Pattaya geschickt worden. Sie haben den Auftrag, vornehmlich den Handel mit Drogen in Pattaya, insbesondere mit ,Ya ba‘, der ,verrückten Droge‘ in den Griff zu bekommen und lahmzulegen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">So schwärmen unzählige Freunde und Helfer zur Mittagszeit in Uniform und Zivilkleidung, in Polizeiwagen, Pick-ups, Personenwagen und auf Motorrädern aus, die Drogenhändler zu fangen. Das ist amtliche Logik. Zwar sind die Drogenhändler hauptsächlich während der späten Nacht aktiv, da die Polizei dann jedoch bereits schläft, bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Drogenhändler zur Mittagszeit zu verfolgen. Als beliebtes Mittel hierzu haben sich Verkehrskontrollen herausgestellt, da die sich bei Tageslicht besonders problemlos gestalten. Jetzt müßte man nur noch versuchen, die Drogenhändler zur Mittagszeit auf die Straßen zu schicken.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Eines der Mädchen von der Nachtschicht kommt vom Strand zurück, wo es Muscheln gefangen hat, die es in einem Plastikbeutel bringt. Wohl nur diese Tiere sind der an den Bars bekannten Arbeitsgeschwindigkeit hilflos ausgeliefert und so war die Jagd ein voller Erfolg. Ein anderes Mädchen hat irgendwo Gemüse gefangen und auch Reis und etwas Hühnerfleisch sind vorhanden (wobei das Huhn nicht am Strand gefangen wurde!). Die Zeiten sind schlecht, es gibt nur wenige Gäste und damit nur wenig Einkommen und Trinkgeld. So versucht man, zu sparen, wo es nur geht. So ein Essen kostet an den Essensständen immerhin um die zwanzig Baht pro Person. Gemeinsam bereiten die Mädchen das Essen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">An einer äußeren Ecke sitzt ein hagerer Ausländer mit ernstem, unnahbarem Gesicht, schütterem, rotblondem Haar, einer jener Typen, die zwar rot oder auch blau, aber niemals braun werden. Er trägt ein abgenutztes, billiges, aber sauberes Hemd und trinkt ein Bier. Als die Mädchen mit der Zubereitung ihres Essens fertig sind, sagt er, daß er auch noch nichts gegessen hat und bekommt auch seinen Teller Reis, zu dem er sich auch prompt eine weitere Flasche Bier bestellt. Während die Mädchen essen, kommt ein weiterer Ausländer. Nein, er will nichts trinken, er will nur wissen, ob hier Bars zu verkaufen sind, oder ob irgendwelche Barinhaber kein Geld mehr haben, die Miete nicht bezahlen können oder so… </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Die Verständigung ist schwierig, denn sein Englisch ist nicht viel besser, als das der Mädchen, aber irgendwie verstehen sie ihn und sagen, die Nachbar-tränke wurde für 1,2 Millionen verkauft. Er winkt ab und macht mit Worten und Zeichensprache verständlich, wenn kein Geld da ist und die Polizei kommt, dann sind die Leute auch mit 200.000 Baht zufrieden. Ein Freund ist bereit, 400.00 Baht für eine Bar zu bezahlen, aber er braucht für seine Arbeit ja auch noch eine Kommission, das sind dann die anderen 200.000 Baht. Die Mädchen sollen sich umhören. Wenn sie eine gute Bar kennen, die verkauft werden kann und es kommt zum Kauf für 200.000 Baht, dann zahlt er ihnen eine Kommission von 2.000 Baht. Er wird wiederkommen, um nachzufragen, ob sie eine gute Bar ausfindig gemacht haben. Der Mann geht und man unterhält sich an der Bar eine Weile über den ,Spinner‘. Die Mädchen meinen, da laufen jetzt mehrere Leute ‘rum, die zum Ende der ,low season‘ einen Fang machen wollen, aber 200.000 Baht ist zu niedrig. Diese Zeiten sind schon lange vorbei.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Schluff geht kurz weg und holt Zigaretten. Bei der Rückkehr sitzt ein Mädchen in der Ecke und heult, das andere schimpft. Der Ausländer, der schon am frühen Morgen da saß, ist inzwischen gegangen. Als er nach der Rechnung gefragt hat, haben die Mädchen seine Biere zusammengezählt – der Reis war gratis – und ihm die Rechnung von 300 Baht gegeben. Die hat er wieder zurückgegeben und gesagt, daß er kein Geld hat und ist gegangen, und sein unnahbares Gesicht hat er auch mitgenommen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Als ich frage, warum die Mädchen nicht die Polizei geholt haben, meinen sie erst, sie hätten Mitleid mit ihm gehabt. Und außerdem, das war wohl das Ausschlaggebende, kriegen sie das Geld von der Polizei auch nicht zurück, aber sie können damit rechnen, Ärger zu haben, wenn sie stundenlang bei der Polizei sitzen müssen, bis das Protokoll fertig ist und sich vielleicht noch Vorwürfe anhören zu müssen. Anschließend haben sie mit Sicherheit Ärger in der Bar, weil sie die nicht allein lassen dürfen. Die dreihundert Baht müssen die Mädchen natürlich aus ihrer Tasche bezahlen, denn die Bierflaschen sind ja gezählt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">An der Seite der Bar sitzt inzwischen ein älterer Herr mit seiner Anstandsdame, die mit den Barmädchen in höherem Tempo konversiert. Er trinkt gemütlich ein Bier. Es ist ruhig an der Bar. Bis der nächste Gast kommt. „You smoking?“ fragt er mich. Ich schaue auf meine brennende Zigarette, das Päckchen und das Feuerzeug neben dem Aschenbecher, überlege scharf: „Yes.“ Er bittet um eine Zigarette. Ich biete ihm eine an und erkläre ihm, wo er ganz in der Nähe Zigaretten kaufen kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">„Wer juh komm fromm?“ fragt er mich. Ich sage, daß er einen sehr starken deutschen Akzent hat und vielleicht besser Deutsch spricht. Er erklärt, daß ich ihm aber Geld geben muß, wenn er mit mir Deutsch sprechen soll. Ich mache ihm klar, daß ich gar keine Lust habe, überhaupt mit ihm zu sprechen und da wir in Thailand sind, soll er mit mir in Thai sprechen; für Englisch soll er Übersetzungsgebühr zahlen. Es stört ihn nicht. Er fragt weiter in Englisch, ob ich sein Freund bin. Nein, bin ich nicht. Er muß mich mit jemand verwechseln. Er erklärt, daß er aber mein Freund ist und ich sage ihm, daß er das nicht tun soll. Freunde in Pattaya sind mir zu teuer. Als wenn er das nicht gehört hätte, fragt er, ob ich ihm ein Bier ausgebe. Nein, tu ich nicht. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Er wird mir ein Bier ausgeben, sagt er und zeigt sich zwar unverschämt, aber nicht ungeschickt. „Two beer“, bestellt er bei einem der Mädchen und zeigt dabei auf mich. Das Mädchen wirft mir einen warnenden Blick zu. Wer sich nicht auskennt, glaubt, der Zeigefinger bedeutet, daß ich das zweite Bier bekommen soll. Ich bin aber wirklich nicht das erste Mal an einer Bar. Der Zeigefinger bedeutet, daß ich die Rechnung bezahle. Ich trinke kein Bier, erkläre ich. „One beer“, korrigiert er und zeigt weiter auf mich. Ich mache ihm klar, er soll den Finger wegnehmen. Ich bezahle ihm kein Bier. „One beer“, wiederholt er seine Bestellung. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Ich eröffne ihm, daß an dieser Bar kein Bier verschenkt oder verliehen wird, sondern nur verkauft, und zwar gegen Vorauszahlung. Er greift in die Tasche und zieht fünf Baht hervor. Ich erkläre ihm, daß es an dieser Bar keine so kleinen Flaschen gibt, die muß er woanders suchen. Unbeeindruckt fragt er nach einer weiteren Zigarette. Ich gebe ihm einen Geheimtip. Wenn ich rauchen oder trinken will, gehe ich arbeiten. Dafür bekomme ich Geld, von dem ich mir Zigaretten und etwas Trinkbares bestelle. Die Nachahmung unterliegt keinem Copyright. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Als hätte er mich nicht gehört, meint er, ich sollte ihm fünfhundert Baht geben. Auf mein Kopfschütteln ermäßigt er bis auf einhundert Baht. Dann geht er zu dem älteren Herrn und spricht mit dem. Schätzt, daß der aus der Gegend von London kommt, bekommt aber trotzdem nicht die zweihundert Baht, die er nun verlangt. Auch kein Bier. Schließlich zieht er weiter, worauf die Mädchen erzählen, daß er gestern auch schon ein Bier bestellt und nicht bezahlt hat, anschließend aber wiedergekommen ist, um von den Gästen der Bar etwas zu bekommen. Der ältere Herr, der sich später als ein gemütlicher Rheinländer aus Aachen herausstellt („Dat liecht ja auch jleich um die Ecke von London“), schimpft erst einmal ganz ungemütlich und kann sich gar nicht vorstellten, wie er sich fühlen würde, wenn er andere Leute um eine Zigarette oder ein Bier anhauen sollte. Schließlich einigen wir uns. Wenn man kein Bier hat, braucht man nicht zu betteln, man braucht nur keins zu trinken. Am nächsten Tag erzählt der Aachener, daß er den gleichen Typ gesehen hat, wie er die ganzen Bars an der Strandstraße abgeklappert hat, um alle Ausländer um Bier und Geld anzuhauen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Schließlich geht der Aachener mit Anstandsdame nachhause und ich lasse mir von den Barmädchen etwas von den verarmten Farang erzählen. Die meinen zunächst, es gibt auch anständige Farang ohne Geld. Die fragen nach einem Glas Wasser oder nach einem Job als Manager für sechs- bis zehntausend Baht. Dann erzählen sie mir einige Geschichten, nach denen mir die Haare zu Berge stehen. Während ich noch meine Haarstoppeln zu beruhigen versuche, kommt ein weiterer Ausländer an die Bar. Eine hagere Figur, deren Kleidung etwas zu weit ist. „Singha“ bestellt er. Das Mädchen stellt die Flasche im Thermosbecher und die Rechnung im Holzbecher vor ihm auf den Tresen. Er nimmt die Flasche aus dem Becher, läßt die Rechnung stehen und geht, ohne einen Ton zu sagen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">In diesem Augenblick kommt gerade eine Polizeistreife vorbei. Ihr Schluff hält sie an und erklärt, der Hagere, der noch keine zehn Meter weiter weg ist, braucht dringend Hilfe. Der hat gerade ein Bier bestellt und ist gegangen, ohne zu bezahlen. Der weiß noch nicht, daß man das Bier bezahlen muß. „Dem helfen wir schon“, verspricht ein Polizist und ruft den Hageren zurück. Dann geht er zu ihm hin und fragt, wo er das Bier her hat. Der zeigt auf die Bar. Der Polizist fragt, ob er bezahlt hat. Der schaut auf die Leute an der Bar, schüttelt mit dem Kopf und bedeutet schließlich, daß er kein Geld hat. Der Polizist bestellt per Sprechfunk einen Wagen und sagt mir, ich soll mitkommen. Ich erkläre, daß ich meinen Kaffee immer bezahlt habe. Der Polizist meint, wegen der Anzeige soll ich mitkommen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Welche Anzeige? Ich habe nur gesagt, dem Mann müsse man helfen. Dann zeige ich auf die Flasche Bier und auf die Rechnung und erkläre, der Mann wird schon die Wahrheit sagen; wir sind ja noch länger da. Außerdem gibt es Zeugen, daß der Mann stiehlt und deshalb kann man damit rechnen, daß er auch woanders gestohlen hat, was ich nicht gesehen habe und nicht bezeugen kann. Deshalb ist es besser, wenn man ihn selbst sagen läßt, was er alles gestohlen hat. Der Polizist stutzt einen Moment, dann grinst er, nimmt dem Hageren die Flasche ab, nimmt die Rechnung und verfrachtet seinen Patienten. Schluff bezahlt freiwillig das Bier für die Mädchen, die ihm versichern, das wäre ein ganz einmaliger Tag; sonst hätten sie in einer ganzen Woche vielleicht ein oder zwei Kunden, die nicht bezahlen oder nicht genug Geld bei sich haben. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Als dann später der Schwarze Peter mit dem Hageren an der Bar vorbeifuhr, hat Ihr Schluff sogar noch fröhlich gewunken. Der hat aber gar nicht zurückgewunken, noch nicht einmal gelächelt hat er. Später hört Schluff, daß der Mann tatsächlich noch mehrere Diebstähle unterschrieben hat, wodurch die Aufklärungsrate von Verbrechen in Pattaya verbessert werden konnte. Soweit zum Preis einer Bierflasche, wenn man meint, man kann sie klauen und die Mädchen dafür bezahlen lassen. Der Mann tut Schluff überhaupt nicht leid, auch wenn er vielleicht gar nicht weiß, was er alles unterschrieben hat. Man wird es ihm schon sagen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Als wäre es noch nicht genug gewesen, kam noch ein etwas dicklicher Dreißigjähriger, erklärte, er würde mich kennen und wir wären doch Freunde. Im Moment ging es ihm etwas schlecht und er brauche erst einmal ein Bier und dann müßte ich ihm unbedingt tausend Baht leihen, die würde er auch bestimmt in einer Woche zurückgeben, weil er dann fünfzigtausend Euro für den Rest seines Urlaub bekommt, die schon vor einer Woche abgeschickt wurden, nach denen er aber schon seit vier Tagen vergeblich fragt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Da sah Ihr Schluff eine dieser meist etwas langhaarigen und verschmierten Personen, die an den Bars vorbeiziehen und alle möglichen Getränkereste in eine große Flasche gießen, die strikt zum persönlichen Gebrauch bestimmt ist. Ihrem Schluff fiel zum ersten Mal auf, wie nett und ehrlich diese Leute eigentlich sind, wenn auch meist angetrunken und leicht verschmutzt. Aber das ist bei denen schließlich nur äußerlich und ließe sich mit etwas Wasser und Seife ändern. Aber sie lügen und betrügen nicht, sie nehmen Abfälle. Ihrem Schluff wurde die Gesellschaft zu viel. Er bezahlte die Rechnung und ging und der Dickliche wartet wohl immer noch an der Bar auf ein Bier und seine Freunde.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Schlimm ist, daß jeder auffällige Europäer zu dem Bild beiträgt, daß sich die Thai von ‘den Farang’ machen. Sie haben ja selbst gesehen, daß die Farang alle reich sind und sie haben gesehen, daß die Farang als Gäste kommen, sich von den sicher nicht reichen Frauen an den Bars ihr Essen erbetteln und ihnen dann sogar noch das Bier klauen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Schlimm ist auch, daß viele Leute in Europa mit der Überzeugung abfahren, daß sie hier als Vertreter einer besseren Rasse als Herrenmenschen ankommen, die weit über den ‘Eingeborenen’ stehen, die weit unter ihnen stehenden Menschen nicht zu respektieren brauchen und sich nicht um die Gesetze kümmern zu müssen. Diese Einstellung sorgt dafür, daß man in Thailand zur Überzeugung gekommen ist, daß man die Farang nicht akzeptieren kann und bekämpfen muß, weil sie glauben, alle Farang seien arrogant und überheblich. Daran ändert auch die traurige Tatsache nichts, daß viele dieser Farang auch in ihrer Heimat keine Achtung vor Menschen haben, nur ihre Selbstherrlichkeit empfinden können, grundsätzlich nicht mit anderen Menschen leben können oder wollen und nun in Urlaub kommen oder auswandern, um die hier lebenden Menschen ausschließlich zu ihrem Vergnügen zu benutzen.</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
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		<title>Rudi heiratet – es fehlt nur noch die Frau</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 13:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[- Zwei mal sechs Seiten &#8211; von ‘Victor Schluff’ in ‘Treffpunkt Pattaya’ – Kurzgeschichte von Gad Labudda   Es ist inzwischen kaum noch möglich, eine Frau aus Thailand für einige Monate zum Vergnügen nach Deutschland zu holen. Deshalb gibt es immer mehr Männer, die sich aus dem Urlaub irgend eine besonders schöne Frau zum Heiraten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- Zwei mal sechs Seiten &#8211; von ‘Victor Schluff’ in ‘Treffpunkt Pattaya’ –</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<p style="margin-left: 18pt; text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Es ist inzwischen kaum noch möglich, eine Frau aus Thailand für einige Monate zum Vergnügen nach Deutschland zu holen. Deshalb gibt es immer mehr Männer, die sich aus dem Urlaub irgend eine besonders schöne Frau zum Heiraten mitnehmen wollen. Das ist nicht immer ganz so einfach. Dennoch kann man seine Illusionen erhalten&#8230; </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es war einfach kein Leben, so wie es war. Sechsunddreißig Jahre war Rudi jetzt alt und lebte bei der Großmutter, seit seine Eltern sich vor zwanzig Jahren getrennt hatten. Die bemutterte ihn zwar, aber ein Mann wollte ja auch einmal etwas anderes, als eine Großmutter, auch wenn das Leben mit ihr wesentliche Vorteile brachte. Außerdem drängte sie ihn ja auch selbst ständig und fragte oft, wann er denn nun heiraten würde. Sie hatte sich auch immer von ihrer freundlichsten Seite gezeigt, wenn Rudi einmal mit einer Frau nachhause gekommen war. Aber das war nicht oft gewesen und es war auch seltsamerweise nie dazu gekommen, daß Rudi mit derselben Frau ein zweites Mal kam, obwohl er nie eine Frau weggeschickt hat.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es lag ganz eindeutig an den Frauen. Die wußten eben das Edle in einem Mann nicht zu schätzen; die Zärtlichkeit, die er geben wollte, die Fürsorge und sein umfangreiches Wissen über das Leben, wie das zu verlaufen hatte und was in der Ökonomie und in der Politik des Landes zu geschehen hatte. Die meisten Frauen, die er kennengelernt hatte, wollten noch nicht einmal verstehen, daß die Frau eben dazu da ist, den Haushalt zu versorgen und Kinder zu kriegen, ein Punkt, in dem sogar seine Großmutter ihn voll unterstützte, und dann gab es sogar welche, die es störte, daß er etwas korpulent war und sein Haarwuchs sich auf den Außenrand seines Kopfes beschränkte.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So hielten sie sich an Nebensächlichkeiten auf, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren; die Zärtlichkeit und wie sein Zimmer in Ordnung zu halten war, wie sein Essen zuzubereiten war und wie sie sein Leben angenehm zu gestalten hatten, denn schließlich würde er ja der Geldverdiener sein. Aber selbst in dem Punkt gab es Frauen, die das glatt abstritten und als Frau ihre Selbständigkeit behalten wollten, was einfach lächerlich war, denn sein Gehalt als kaufmännischer Angestellter reichte zweifellos für mehr als zwei Personen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber er hatte jetzt genug über Thailand erfahren, um sicher zu sein, daß ihm dort mit den Frauen nicht dasselbe passiert, wie in Deutschland. Dort hatten Frauen noch die Rolle, die ihnen zusteht. Da gab es noch klare Linien, die dafür sorgten, daß es keinen Streit gab, denn es ist ja wohl selbstverständlich, daß immer nur Einer bestimmen kann, ob das nun in der Firma war oder in der Familie, sonst herrschte ja geradezu Anarchie. Und es war ja wohl klar, daß Rudi als Mann der Boss war.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So hatte Rudi schon sein Ticket nach Thailand gebucht und war voller Hoffnungen und freudiger Erwartungen. Er hatte auch nicht vergessen, beim Standesamt ein Ehefähigkeitszeugnis zu holen, hatte ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Verdienstbescheinigung beschafft, denn man wußte ja nicht, was die Behörden in Thailand bei einer Heirat an Papieren haben wollten. Aber wahrscheinlich wären sie froh, wenn über-haupt ein Ausländer kommt, eine Thai mitnimmt und sie ernährt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn seine Großmutter so gegen neun Uhr abends schlafen ging, saß Rudi da und stellte sich vor, wie seine künftige Frau auszusehen hat und wie er ihr beibringen würde, sich richtig zu verhalten. Denn ihm war schon klar, daß sie aus einem ganz anderen Kulturkreis kam, keine Bildung und keine Erziehung genossen hatte, daß er ihr also vieles zeigen mußte, damit sie sich an ihn anpassen konnte. Und dann stellte er sich vor, wie sie im Bett zu sein hatte und schlief mit sich und der Welt zufrieden ein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als Rudi endlich in Pattaya ankam, war er überwältigt von der riesigen Auswahl von Frauen, die sich ihm bot. Es störte ihn etwas, daß er nun bei dieser riesigen Auswahl auf sich selbst angewiesen war. Woher sollte er wissen, ob es auch wirklich die Beste war, wenn er jetzt eine Frau mitnahm. Immerhin hatte er in einem deutschen Restaurant gegessen und war später in einer deutschen Bar gewesen, wo er sich eine Menge Informationen geben ließ, so daß er nicht so ganz hilflos war. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Daß man ihm gesagt hatte, er solle sich das Heiraten aus dem Kopf schlagen, brauchte er ja nicht so ernst zu nehmen, denn Pattaya lebte ja nur von den Frauen und es war klar, daß die Ansässigen nicht wollten, daß man ihnen die schönsten Frauen wegholt, weil das ihren Verdienst schmälert. Er entschloß sich, die Frauen einfach auszuprobieren und wanderte Sodawasser trinkend lange durch die Barlandschaft, bis er eine sah, die weitgehend dem Bild entsprach, das er sich von seiner Frau aufgrund von Illustriertenfotos entwickelt hatte, seit er das Ticket nach Pattaya besaß. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie war noch keine zwanzig Jahre alt, sehr schlank, hatte sehr helle Haut, Mandelaugen und lange, schwarze Haare. Er rief sie zu sich, bestellte erst einmal ein Bier. Dann fragte er nach dem Preis für ihre Auslösung und was er für die Nacht zu bezahlen hätte, bezahlte die zweihundert Baht Auslösung und befahl ihr, sich neben ihn zu setzen. Als sie kam, überprüfte er erst einmal, ob ihre Brüste auch echt waren, weil sie ihm für einen derart schlanken Körper unverhältnismäßig groß erschienen. Sicherheitshalber griff er ihr noch einmal in den Ausschnitt und dann legte er zärtlich seinen Arm um ihren Körper. Er merkte sofort, daß es Liebe auf den ersten Blick war, denn auch sie legte ihren Arm um seinen Rücken und war zärtlich. Er empfand es als schade, daß sie weder Deutsch noch Englisch sprach, aber das würde sie dann eben noch lernen müssen. Nach einigen Bieren ging er mit ihr so etwa vier Stunden später ins Hotel.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als er am nächsten Morgen aufwachte, hingen seine Hemden, seine Unterwäsche und die Socken schon sauber gewaschen auf der Leine, wie es sich gehörte. Aber er war dennoch enttäuscht und schickte sie weg. Bei der gebotenen Auswahl könnte er sicher noch etwas Besseres finden. Denn wenn sie ihn wirklich liebte, dann hätte sie im Bett auch etwas aktiver sein können. Sie hatte alles einfach über sich ergehen lassen, sich selbst aber nicht gerührt und nichts von sich aus unternommen und so hatte er sich die wahre Liebe nicht vorgestellt. Aber schließlich hatte er ja noch Zeit und eine nicht zu bewältigende Auswahl von zur Verfügung stehenden Frauen. Am Abend des nächsten Tages ging Rudi deshalb in eine Go Go-Bar, denn da waren ja die Frauen, die sich dauernd bewegten und sicher mehr Interesse an einer bewegten Nacht hatten und dort konnte er auch den Körper seines Heiratsobjektes von vornherein richtig betrachten, weshalb er wartete, bis die Zeit kam, wo die Frauen ,oben ohne‘ tanzten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nach Rudis Meinung waren diese Frauen auch viel interessierter daran, einen Mann zu finden und mit ihm heiße Nächte zu erleben, denn sonst würden sie sich ja nicht ausziehen und auf der Bühne zeigen. Deshalb wären sie sicherlich auch im Bett aktiver. Rudi hatte Glück. Schon in der ersten Go Go-Bar war eine ganze Reihe bildschöner Frauen, wovon ihn auch einige anlächelten, ein sicheres Zeichen, daß sie ihn auch lieben würden. Er müßte sich nur noch entscheiden, welche die geeignetste für sein Leben ist. Als sie so gegen Mitternacht ihre Oberteile fallen ließen, fiel es Rudi auch schon leichter, sich für die geeignetste Lebensgefährtin zu entscheiden. Das war die mit den größten Brüsten. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Er bestellte sich noch eine Flasche Bier und nannte der Bedienung die Nummer seiner Auserwählten, die bald darauf lächelnd erschien. Sie setzte sich sofort neben ihn und sprach ihn in Englisch an. Sie wollte erst einmal einen Ladydrink, aber das gehörte sich wohl so. Dann zahlte Rudi die Auslösung, die hier natürlich teuerer war, als in den normalen Bars. Als Rudi ein Taxi rufen wollte, wies sie darauf hin, daß sie Hunger hat und erst einmal etwas essen will. Aber danach fuhren sie in sein Hotel, wo sie ihm eine herzzerreißende Geschichte erzählte, wie arm sie ist und warum sie in einer Go Go-Bar arbeiten muß. Es störte Rudi etwas, daß sie dauernd von Geld sprach und ihn um Hilfe bat, aber im Bett wurde sie immerhin selbst aktiv. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am Morgen dauerte es lange, bis Rudi es schaffte, sie wach zu bekommen, doch als sie die Augen aufschlug, stürzte sie sich unter die Dusche und erklärte, sie hätte Hunger und sie müßten etwas essen gehen. Während des Frühstücks erzählte sie Rudi noch einmal die vielen Probleme ihrer Familie und machte ihm klar, daß er unbedingt helfen muß, denn er sei schließlich reich und habe genug Geld übrig, um es ihr zu geben. Als sie von Rudi ihr Geld bekam, machte sie einen ganz traurigen Eindruck und erklärte, daß sie von ihm noch so gerne ein kleines Souvenir hätte, ein Goldkettchen oder so etwas. Rudi ließ sich breitschlagen und kaufte schließlich eine Goldkette, die weitaus mehr kostete, als er veranschlagt hatte, aber es war die einzige, die sie wirklich mochte. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dafür umarmte und küßte sie ihn auch, als er schließlich einwilligte und bezahlte. Dann wies sie darauf hin, daß es schon Mittag sei und daß sie unbedingt essen gehen müßten, wobei sie ihm dann noch einmal ihre Familienprobleme nahelegte, worauf Rudi es vorzog, sie von seiner Heiratsliste zu streichen, denn er wollte ja keine Probleme heiraten und er hatte eine gewisse Ahnung, daß diese Frau teuer werden könnte. Er erzählte ihr, daß er zur Botschaft muß und erst am Abend wiederkommt, wobei er beschloß, seine Frau in einer anderen Gegend zu suchen, was bei der Auswahl ja nicht schwer war.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am Abend machte Rudi sich nach bewährtem Muster mit Sodawasser auf die Suche, bis er wieder ein junges Mädchen fand, das seiner Idealvorstellung nahekam. Es hieß Pet und sprach sogar etwas Englisch, was das tiefere Verständnis sehr erleichterte. Wieder durfte sich seine neue Traumfrau nach Überprüfung ihrer körperlichen Qualitäten neben ihn setzen und ging mit ihm ins Hotel. Als sie sich auf seinen Befehl hin auszog, duschte und aufs Bett legte, machte Rudi ihr klar, daß sie nicht nur daliegen, sondern auch selbst etwas aktiv werden sollte. Schließlich wollte er ja nicht mit einer Frau leben, die bewegungslos war und nichts tat.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am nächsten Morgen war Rudi überzeugt, seine Traumfrau gefunden zu haben. Als er aufwachte, war das Zimmer sauber und seine Sachen gewaschen und in der Nacht hatte sie sich genauso verhalten, wie er es ihr befohlen hatte. Und sie hatte an ihn auch keine Erwartungen gestellt. Das war die perfekte Liebe. Deswegen ging er nach dem Frühstück gleich mit ihr los und kaufte ihr eine hochgeschlossene Bluse und einen langen Rock, denn er wollte nicht, daß fremde Männer seiner Frau in den Ausschnitt oder auf die Beine schauen konnten, nachdem er stundenlang überlegt und beschlossen hatte, daß er sie liebt und heiraten wird. Es war ja wohl selbstverständlich, daß sie darüber glücklich sein mußte. Er kaufte ihr ein Englischbuch und sagte, sie soll sich hinsetzen und Englisch lernen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die nächsten zwei Wochen fühlte Rudi sich am Ziel seiner Wünsche. Sein weiteres Leben schien nun gesichert, nachdem er mit Pet zweifellos das ideale Brautpaar darstellte. Sie machte sauber, wusch seine Sachen und tat alles, was er ihr befahl. Er ging mit ihr ins Restaurant, wo sie sich nur einen Teller Reis bestellte und ohne ihn zu unterbrechen zuhörte, wenn er sprach. Setzte er sich nachmittags ans Schwimmbad, so setzte sie sich daneben und lernte Englisch. Sie verursachte keine Kosten und trank höchstens ein Glas Wasser. So war es auch abends in der Bar, bis er sie rief und mit ihr nachhause ging, wo sie ihm eine himmlische Nacht bescherte. Genau so hatte er sich das Eheleben schon immer vorgestellt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Er schickte sie einkaufen und überprüfte das Wechselgeld. Er ließ absichtlich Geld im Hotelzimmer liegen, um zu überprüfen, ob sie ihn bestehlen würde. Er schickte sie los, um noch eine Bluse und noch einen Rock zu kaufen, wie sie ihm gefielen und sie kaufte die Sachen nach seinem Geschmack und viel preiswerter, als er sie bekommen hätte. Auch als er mit ihr zwei Tagestouren in die Umgebung buchte, zeigte sie sich umsichtig, sparsam und sehr hilfreich. Rudi vergaß auch nicht, sie über Familienprobleme zu befragen und sie erzählte begeistert von ihren Eltern, erwähnte wohl auch, daß sie arm waren, aber sie erwähnte keine Probleme und auch mit den Geschwistern gab es keine Probleme. Als Rudi ihr befahl, sie solle einen Paß beantragen und den Betrag dafür gab, den man ihm an der Bar gesagt hatte, tat sie das ohne Widerworte. Aber sie mußte dafür zwei Tage verreisen, nämlich in ihr Heimatdorf und nach Bangkok. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">In dieser Zeit bemerkte Rudi, daß sie ihm wirklich fehlte und daß sie doch schon einen großen Einfluß auf ihn ausübte. Er sprach darüber in einer deutschen Kneipe mit jemand, der gerade neben ihm saß. Als er sagte, daß er die einzig anständige und ehrliche Frau in Pattaya gefunden hat, fing der plötzlich an, lauthals zu lachen. Nachdem Rudi ihm noch mehr von seiner Pet erzählte, meinte der, daß er sich vielleicht besser ein Spielzeugauto und eine Beate Uhse-Puppe kaufen sollte. Aber Rudi merkte sofort, der war nur neidisch, daß er nicht so eine gute Frau hatte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als der Mann dann fragte, wie Rudi sich das Leben mit ihr in einer ostdeutschen Kleinstadt vorstellt und wie sie dort leben sollte, sagte Rudi sofort, daß sie ja Deutsch lernen kann und selbst wenn sie keine Arbeit fände, gäbe es keine Probleme, denn sie hätte ja ihn und bekäme immer genug zu essen und das würde ja wohl reichen. Er erzählte noch, daß er eine sichere Stellung und ein gutes Gehalt hat und daß die Frau ihn kaum etwas kostet. Er merkte, daß er den Gesprächspartner voll überzeugt hatte, denn der sagte daraufhin gar nichts mehr.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als Pet von ihrer Fahrt zurückkam, wollte er sie überraschen und sagte ihr, daß sie jetzt heiraten und daß sie mit ihm nach Deutschland fährt. Pet war tatsächlich sprachlos und Rudi war sich schon sicher, daß sie von seiner Güte überwältigt war und ihm gleich um den Halsw fallen würde. Aber dann fing sie an, laut zu lachen und sagte, daß sie gar nicht heiraten und auch nicht nach Deutschland gehen will. Sie würde sich hier in Pattaya wohlfühlen und wenn sie verreisen will, dann würde sie höchstens in ihr Heimatdorf zu ihren Eltern fahren, aber niemals ins Ausland.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Rudi war tief enttäuscht. Hatte er sie doch die ganze Zeit für eine anständige Frau gehalten und nun mußte er feststellen, daß sie eine richtige Hure war, eine Nutte, die nur mit ihm mitgegangen war, weil sie dafür Geld bekam. Während er noch glaubte, er wäre für sie die Rettung aus ihrem schrecklichen Leben, hatte sie nur gezählt, wieviel Geld er ihr für diese Zeit bezahlt. Und statt sich über den Sprung in ein anständiges Eheleben mit ihm zu freuen, wollte sie an der Bar bleiben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Rudi war erschüttert. Er war gekommen, um eine Frau zu heiraten. Nun war schon über die Hälfte seines vierwöchigen Urlaubs vergangen und er stand mit leeren Händen da. Zwei Frauen hatten nichts getaugt, doch die dritte war dann die richtige gewesen, in die hatte er sich verliebt, aber die wollte ihn nicht heiraten und sie wollte auch nicht nach Deutschland. Es hatte ihn tief getroffen, daß sie mit ihm nur für Geld mitgegangen war, wo er doch ganz sicher gewesen war, daß sie ihn liebt. Jetzt hatte er kaum noch Zeit, eine Frau kennenzulernen und zu heiraten. Das Schlimmste war, daß er dauernd an Pet dachte, die ihn gar nicht liebte und nicht mit ihm leben wollte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Rudi ging wieder einmal in die deutsche Kneipe, wo er sich schon einmal Ratschläge geholt hatte. Als jemand Rudi trösten wollte und sagte: „Das sind eben alles Nutten“, begann eine eifrige Diskussion, denn einige der Gäste waren Thailandkenner, die schon drei oder vier Mal nach Pattaya gekommen waren, doch andere lebten hier seit Jahren mit ihren thailändischen Frauen zusammen. Die ganze Diskussion wiederzugeben, würde zu weit führen, doch einige Bemerkungen waren durchaus interessant: „Du dachtest, daß du hier mit ’nem Teller Reis ankommst und daß dafür ein hübsches Mädchen aus heißer Liebe bei dir einen lebenslangen unbezahlten Job als Dienerin mit Nachtschicht annimmt, weil du ihr das Leben gerettet hast. Hier in Thailand verhungert keiner; die brauchen dich gar nicht“, meinte einer gefühllos. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ein anderer sagte trocken: „Laß dich nicht fertigmachen, Du hast doch nur den Puff mit ‘nem Heiratsinstitut verwechselt“ und ein Dritter erklärte: „Du bist zu spät gekommen; die Sklavenmärkte, wo die großen Leute ihren Bedarf einkauften, wurden schon vor hundert Jahren geschlossen“, wieder ein Anderer, der wohl gar nicht verstanden hatte, worum es ging, erklärte: „Du bist einfach nur zu weich, du mußt die streng an der Kandarre halten, dann parieren die auch.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Was den Bildungsunterschied betrifft, stimmte man einem zu, der meinte: „Wenn ich intellektuelle Ansprüche habe, dann kaufe ich mir Bücher und suche nicht eine Thai, lesen kann ich auch selbst. Aber ich will auch nicht dauernd nur über Salat und schöne Kleider sprechen. Sie sollte schon zur Schule gegangen sein und wenigstens einmal eine Zeitung, ein Buch oder eine Illustrierte lesen.“ Der Einwurf: „Die meisten Deutschen, die hier leben, können doch selbst kaum lesen und die lesen mit Sicherheit keine Bücher“, wurde mit einem stummen Nicken der Diskussionsteilnehmer quittiert. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Auch das unterschiedliche Alter kam zur Sprache. Als jemand bemerkte: „In Deutschland gibt es eine alte Bauernregel, nach der die Frau sieben Jahre mehr als die Hälfte des Alters des Mannes haben sollte. Wenn er also 50 ist, sollte die Frau 32 sein. Aber das Alter ist gar nicht so wichtig. Viele Frauen lieben einen ruhigen, gesetzten Mann“, fragte einer: „Und was sagst du zu den Männern, die schon 60 oder 70 sind und sich ein Mädchen suchen, das noch keine 20 ist?“ Prompte Antwort: „Das sind entweder gealterte Pädophile oder Männer jenseits von Gut und Böse, die ein hübsches Hausmädchen brauchen.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber das alles half Rudi nicht viel weiter und so brachte er sich wieder in Erinnerung: „Aber was soll ich denn jetzt machen?“ Auch er bekam eine prompte Antwort: „Versuch’ doch erst ’mal, dir nicht selbst etwas vorzumachen. Du kommst doch nicht, weil du eine Frau liebst, die du noch gar nicht kennst. Du willst doch gar nicht mit einer Frau zusammen leben. Du kannst nichts mit dir anfangen und kannst nicht allein sein. Jetzt willst du für ein Taschengeld ein exotisches Kindermädchen kaufen, das dir die Suppe kocht und Dich anschließend auch noch in den Schlaf wiegt.“ Daß einige Gäste Rudi in Schutz nahmen und meinten, mit den Barmädchen kann man sowieso nur ins Bett gehen, erregte nicht nur Widerspruch, es half Rudi auch nicht weiter. So wandte er sich später an einen Mann, der schon seit Jahren mit einer Thai zusammenlebt. Der sollte ihm jetzt sagen, was er machen soll. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der aber meinte: „Machen brauchst du gar nichts, die machen das schon alles. Du mußt nur zusehen, daß du an eine Frau gerätst, die ruhig und ein bißchen nett ist, auch wenn sie nicht die Schönste ist. Eine Frau, die dezent gekleidet ist, sich etwas zurückhält und freundlich ist. Dann mußt Du auch zu ihr nett sein und sie in Ruhe lassen. Schau ‘mal, Du kommst aus Deutschland und erwartest, daß sich Deine Frau so verhält, wie eine Deutsche, aber deutsche Frauen magst Du nicht und diese Frau ist noch niemals in Deutschland gewesen und kann gar nicht wissen, was Du willst. Du bist hier der Ausländer. Schau Dir doch das Leben hier erst einmal an und laß die Frau so leben, wie sie es gewohnt ist, wenn Du keinen Ärger willst. Du mußt nicht davon ausgehen, daß Du besser bist und alles besser weißt. Es ist klar, daß sie dieses Land viel besser kennt, als Du, und Du mußt verstehen, daß das Leben hier anders ist und daß ihr Beide unterschiedlich seid, einfach anders und daß keiner von euch besser oder größer ist. Und dann solltest Du Dir überlegen, ob sie in einer deutschen Kleinstadt leben kann. Du sagst, Du willst eine Partnerschaft, Du willst eine Frau heiraten, aber Du denkst nur an Dich, an das, was Du willst. Das geht aber nicht lange gut. Du mußt die Frau doch erst einmal kennen, um zu wissen, was sie will, wie sie leben will, und ob Du überhaupt mit ihr leben kannst. Dann kannst Du überlegen, ob sie mit Dir in Deutschland zusammen leben kann und ob sie das auch will.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nach einiger Überlegung kam Rudi zu dem Schluß, daß der Mann einfach alt war und resigniert, der hatte keinen Kampfgeist mehr, wollte nur noch seine Ruhe haben und tat wahrscheinlich alles, was seine Frau ihm sagte. Es war ja wohl klar, daß er als Europäer viel besser war und viel mehr Bildung hatte und außerdem war er der Mann, er hatte ja auch das Geld, also hatte er über sie zu bestimmen. Er beschloß, daß ihm keine guten Ratschläge helfen würden, eine Frau nach Deutschland mitzunehmen, zumal ihm ja auch alle nur abrieten, statt zu helfen, die richtige zu finden. Er würde also selbst noch einmal auf die Suche gehen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So geschah es, daß ein sehr unzufriedener und wider Willen etwas nachdenklicher Rudi sich wieder auf der Suche nach der Frau seines Lebens befand, aber diesmal erschien ihm die Auswahl gar nicht mehr so groß und das viele Sodawasser, das er an mehreren Bars trank, um einen klaren Kopf zu behalten, machte ihm bereits zu schaffen. So war es diesmal wohl eher das zu viel getrunkene Sodawasser, als eine auffallende Schönheit, was ihn in eine Bar zwang. Er sah auch keine Frau, die seinem Schönheitsideal entsprach, andererseits hatte er keine Lust, weiter herumzuwandern und Sodawasser zu trinken. So begnügte er sich damit, nach altem Muster ein Mädchen auszulösen, auch wenn das noch nicht einmal richtig geschminkt war und auch nicht gerade als ausgesprochene Schönheit auffiel. Es war also nicht das, was er brauchte, wenn er in Deutschland ausging oder seinen Kollegen seine Frau vorführen wollte. Sie schien seine negative Stimmung auch zu merken. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hatte sie ihn vorher noch angelächelt, so saß sie jetzt mit ernstem Gesicht neben ihm, nachdem er sie ausgelöst und erst einmal ihren Körper befühlt hatte. Nun saß er da, hatte den Arm um sie gelegt, die Hand auf ihrem Bauch, aber sie hatte beide Hände vor sich auf der Theke und lächelte nicht mehr und war auch nicht zärtlich zu ihm. Er beschloß, diese Situation zu ändern und ging gleich mit ihr ins Hotel, wo sich ihr Verhalten sicher ändern würde, wenn sie mit ihm erst einmal alleine war. Rudi setzte sich auf den Stuhl in seinem Hotelzimmer und sagte ihr, sie solle sich jetzt erst einmal ausziehen. Dann fragte er, ob sie ihre Zunge auch gut bewegen kann. Zu seiner größten Verblüffung drehte sie sich um und verließ den Raum. Er überlegte sich, ob sie vielleicht an der Rezeption etwas bestellen oder vielleicht etwas holen will. Erst nachdem etwa zehn Minuten verstrichen waren, kam er auf den Gedanken, daß sie gegangen war. Sie hatte ihn einfach sitzen lassen, hatte nicht einmal nach Erlaubnis gefragt und war ohne ein Wort gegangen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Voller Wut ging Rudi nun in die Bar, wo er sie ausgelöst hatte und verlangte das Geld für die Auslösung zurück. Aber die Mama Sang (von vielen Ausländern Mama San genannt), die für die Mädchen verantwortlich war, erklärte ihm, daß sie ihm kein Geld zurückgeben kann, denn er habe sie schließlich ausgelöst, also das Geld bezahlt, was der Bar verlorengeht, wenn ein Mädchen früher zu arbeiten aufhört, und das Mädchen habe ja auch seinen Arbeitsplatz verlassen und sei mit ihm mitgegangen. Was dann weiter geschieht, geht sie nichts mehr an, denn das Mädchen hat ja den Arbeitsplatz verlassen. Dann fragte sie, ob er dem Mädchen denn Geld gegeben hat oder ob das Mädchen etwas gestohlen hat und wollte schließlich wissen, was vorgefallen war. Als Rudi alles erzählt hatte, erklärte sie, daß sie daran gar nichts ändern kann. Sie wäre nur für die Arbeitszeit in der Bar zuständig. Wenn das Mädchen mit ihm mitgeht und irgendetwas nicht tun will, dann ist das eine Sache zwischen ihm und dem Mädchen. Das hat ja auch nichts versprochen und kein Geld genommen und kann also gehen, aber Rudi könnte sich ja selbst überlegen, warum das Mädchen ihn nicht mag oder warum es weggegangen ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Rudi war wütend und meinte, wenn er bezahlt, dann kann er mit dem Mädchen machen, was er will. Die Mama Sang schüttelte mit dem Kopf und erklärte, daß er das mit dem Mädchen ausmachen muß, und zwar am besten, bevor er die Auslösung bezahlt. Wenn er sich mit dem Mädchen über den weiteren Verlauf des Abends einig ist und dann die Auslösung bezahlt, dann gibt es auch keine Probleme. Rudi sah das zwar irgendwie ein, dennoch hielt er es für reinen Nepp. Wo kommen wir denn hin, wenn die Frau bestimmen kann, was er tun darf, das war ja schon fast wie in Deutschland. In diese Bar würde Rudi jedenfalls nicht mehr gehen, aber jetzt wollte er erst einmal seinen Ärger hinunterspülen und dazu ging er an eine Bar, die ein ganzes Stück weiter weg lag.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nach drei Flaschen Bier beruhigte er sich, aber sein Weltbild war zerstört. Er hatte immer gehört, er kann in Pattaya tun und lassen, was ihm paßt und jetzt hieß es, er muß das mit den Mädchen besprechen. Aus seiner jüngsten Erfahrung sah er aber ein, daß das sicherer war. In der nächsten Bar änderte er deshalb sein Ritual des Kennenlernens seiner Ehefrau. Aber er ärgerte sich enorm, daß es ihm nicht möglich war, in Gegenwart aller Mädchen zu sagen, was er eigentlich wollte. Als er nach einigen Bieren wieder eine passende kindliche Schöne gefunden hatte, fragte er deshalb nur: „You sleep with me?“ bevor er die Auslösesumme bezahlte. Das Mädchen hieß Lek, war lustig und fröhlich und ließ ihn bald seinen Ärger vergessen. Im Hotel versprach es auch, auf seine Wünsche einzugehen, aber es lag wohl an dem vielen Ärger und an den Bieren, daß er sich am nächsten Morgen nicht an den Verlauf der Nacht erinnern konnte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Lek wurde für die nächsten Tage die fröhliche ständige Begleiterin eines griesgrämigen Rudi, der darum kämpfte, sein Weltbild neu zu ordnen. Auf keinen Fall wollte er etwas aufgeben, aber er sah ein, daß er wohl oder übel einige Konzessionen machen mußte, wenn er nicht allein sein wollte. Seine Absicht, eine Frau aus Thailand mit nachhause zu bringen, hatte er aufgeben müssen, denn dafür würde die Zeit nicht mehr reichen. Außerdem waren die Frauen eben doch nicht so, wie er es gehört hatte. Er hatte geglaubt, daß er irgend eine besonders schöne Frau mitnimmt und die würde dann eben tun, was er befiehlt, damit sie etwas zu essen bekommt, aber das schien noch nicht einmal mehr in Thailand zu funktionieren. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nun mußte er darum kämpfen, eine Frau zu finden, die so soweit wie möglich seinen Wünschen entgegenkam. Wichtig war dabei nicht, was sie konnte und schon gar nicht, was sie wollte, sondern nur, daß sie möglichst schön war und vor allen Dingen, daß sie ihm absolut gehorchte. Das aber war bei Lek eine sonderbare Sache. Er war ja schon froh, daß sie ihm nicht widersprach und keine Widerworte gab. Wann immer er etwas sagte, antwortete sie: „Yes my darling, I love you too much.“ In Wirklichkeit aber machte sie, was sie wollte. Wenn er sie daran erinnerte, was er gesagt hatte, dann meinte sie: „Oh, I forget, Lek always forget.“ Aber sie tat auch dann nicht, was er wollte, sie tat es „later“, das war, bis er sie wieder daran erinnerte und sie wieder sagte: „Oh, Lek forget.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber sie war ausgesprochen schön und im Bett war sie so, wie er es sich erträumt hatte und es gab mit ihr nie Streit und sie war immer fröhlich. Er war sich gar nicht sicher, eine bessere Frau zu finden, wenn er jetzt eine suchen würde. Vielleicht war es das Beste, sich Lek warmzuhalten und bei Gelegenheit eine andere zu suchen. Wenn er eine bessere Frau gefunden hatte, dann konnte er Lek ja immer noch wegschicken, aber er wollte erst einmal eine bessere haben. Er würde jetzt eben ohne Frau nach Deutschland zurückfahren, aber er würde versuchen, in einem halben Jahr wiederzukommen. Dann könnte er versuchen, eine bessere Frau zu finden und dann könnte er auch entscheiden, ob er Lek mit nach Deutschland nimmt, aber davon wollte er ihr noch nichts sagen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">So rückte der Tag der Abreise immer näher und Rudi tat sich schwer, zu einem Entschluß zu kommen. Endlich sprach er mit Lek und erklärte ihr, er würde bald wiederkommen, aber er wollte nicht, daß sie weiter in der Bar arbeitet. Wenn sie sich eine andere Arbeit sucht, dann würde er ihr jeden Monat einen Scheck schicken, damit sie finanziell zurechtkommt, auch wenn sie nicht in der Bar arbeitet. Dann fiel ihm ein, daß es sicher besser ist, wenn sie in der Zeit seiner Abwesenheit Deutsch lernt und er bezahlte ihr einen Sprachkursus und gab ihr noch Geld für ein eigenes Zimmer. Dann fuhr er ab und freute sich auf den nächsten Urlaub, in dem er Lek ganz bestimmt in ihrem Zimmer auf ihn wartend antreffen wird, weil er ihr ja Geld schickt &#8211; was braucht eine Frau denn sonst noch zum Leben? Und dann kann er entscheiden, ob er sie nach Deutschland mitnimmt.</span></p>
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		<title>Die reservierte Urlaubsfrau</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 09:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[- 6 Seiten &#8211;  (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Schnipselbuch) - Richard findet eine Frau, die fast ideal ist. Deshalb will er sie für seinen jährlichen Urlaub reservieren. Er schickt regelmäßig Geld und trifft sie tatsächlich auf ihn wartend. Die Sache hat nur einen kleinen Haken, aber das kann Richard ja nicht wissen – Kurzgeschichte von Gad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- 6 Seiten &#8211;  (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Schnipselbuch)</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- Richard findet eine Frau, die fast ideal ist. Deshalb will er sie für seinen jährlichen Urlaub reservieren. Er schickt regelmäßig Geld und trifft sie tatsächlich auf ihn wartend. Die Sache hat nur einen kleinen Haken, aber das kann Richard ja nicht wissen – </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Eine größere Anzahl von Männern kommen in Pattaya nicht von dem Gedanken los, daß sie sich unbedingt eine junge Frau reservieren müssen, die abgeschieden von der Welt darauf wartet, daß ihr geliebter Farang sie jedes Jahr ein- oder zweimal besucht. Doch gegen entsprechende Unterstützung wird in Thailand jede Illusion umgehend erfüllt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Pa und Pen hätten eigentlich ein besonders kräftiger Junge werden sollen. Zumindest hatten die Dorfbewohner das vorausgesagt, nachdem die Mutter schon im siebenten Monat ihrer Schwangerschaft einen stark gewölbten Bauch zeigte und ihr Mann sehr groß und kräftig gebaut war. Man prophezeite dem Ungeborenen eine große Zukunft. Doch dann erschienen zur Verblüffung des ganzen Dorfes die zwei Schwestern. Es muß für die Eltern ein großer Schock gewesen sein, denn sie legten vor der Produktion einiger Nachzügler eine zehnjährige Pause ein, obwohl sie etwas spät geheiratet hatten und schon nicht mehr die Jüngsten waren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Pa und Pen waren sich zum Verwechseln ähnlich, sie wuchsen gemeinsam auf, gingen gemeinsam zu Schule und verließen diese gemeinsam im zarten Alter von zwölf Jahren. Dann warteten sie gemeinsam auf die Möglichkeit irgendeiner Tätigkeit. Währenddessen kamen noch drei kleine Geschwister hinzu. Das war wohl der Grund, daß die Eltern überzeugt waren, daß sie eine der Schwestern brauchten, damit sie sich um die Geschwister kümmern konnte. Diese Aufgabe sollte Pen beibehalten, während sie Pa hiervon befreiten und mit einem jungen Mann aus einem Nachbardorf vermählten, als sie siebzehn Jahre alt wurde. Es verlief alles wunschgemäß, auch die Geburt des ersten Enkelkindes war vorausgesehen und gewünscht worden. Irritierend war dagegen, daß auch Pen fast zeitgleich ein Kind erwartete, obwohl sie doch nachweislich gar nicht geheiratet, sondern nur an der Hochzeit teilgenommen hatte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Irritierend war auch, daß Pas Ehemann nach scheinbarem Einvernehmen bei der Hochzeit doch bald viele heftige Auseinandersetzungen mit ihr erlebte und nach einer recht kritischen und heftigen Zeit mit seiner jungen, schwangeren Frau unvermutet spurlos verschwand, nachdem er noch kurz zuvor geschworen hatte, daß er nur mit seiner Frau im Bett gewesen wäre, wozu die Schwestern sich nicht weiter äußerten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Doch die Eltern waren sehr pragmatisch und erkannten spontan die Nützlichkeit der von den Schwestern an den Tag gelegten Fähigkeiten. Deshalb entschieden sie, daß zwei Töchter mit zwei Kindern unbedingt einen Ernährer benötigten, nachdem ihnen gerade einer entlaufen war. Am zweckmäßigsten erschien es deshalb, daß Pen einen Ernährer suchte oder notfalls selbst etwas unternahm, um zur Versorgung ihrer Familie und insbesondere ihres Kindes beizutragen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Da Pattaya sich im Verlaufe langer Jahre  einen guten Ruf als Urlaubsressort für einzelne sowie besonders ruhebedürftige Personen erworben hatte, konnte kein besserer Ort für Pens neue Erwerbstätigkeit gefunden werden. Während ihrer Einarbeitungszeit wurde sie denn auch weitgehend in Ruhe gelassen, wobei sie nur die tobenden Lautsprecheranlagen der Bar als etwas störend empfand. Doch es war der Formschönheit der gerade achtzehn Jahre alt gewordenen Pen, ihrer hohen Eigenaktivität als auch ihrem sehr thailändischen Lächeln zuzurechnen, daß sie bald viele Ruhelager und anschließend auch viele Ruhebedürftige kennenlernen konnte. Deshalb konnte sie ihrer Familie regelmäßig eine ausreichende Unterstützung zuschicken, was diese ungemein beruhigte und keine Sorgen über das Befinden der jungen Mutter aufkommen ließ.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Je mehr Erfahrungen Pen in ihrer Tätigkeit sammelte und je besser ihre Englischkenntnisse wurden, desto häufiger fand sie auch Kunden, die mit ihr mehrere Tage oder ihren ganzen Urlaub verbringen wollten und auch jene Leute, die sie sich gleich ganz reservieren wollten. Diese Menschen treffen ein Mädchen im Alter von vielleicht achtzehn oder zwanzig Jahren, das sie für hübsch und sexuell brauchbar halten und sind fest überzeugt, daß dieses Mädchen sich in Zukunft in sein Zimmer einschließt und ein Jahr lang darauf wartet, daß ihr sie heiß liebender Farang mit ihr ins Bett geht. Dafür sollen sie dann jeden Monat ein paar tausend Baht bekommen, damit sie genug zu essen haben und nicht Hunger leiden, während sie auf ihren Farang warten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Der Gedanke, daß ein Mädchen hier in Pattaya von zwei- bis dreitausend Baht monatlich leben kann und sich einschließen will, ist völlig absurd. Die Farang, die solch einen Vorschlag unterbreiten, reden sich tatsächlich ein, daß sie ein gutes Werk vollbringen, indem sie ein Mädchen aus einem schrecklichen Leben mit der Sünde befreien. Daß dieses Mädchen keine andere Arbeit finden kann, ist bekannt. Und nun glauben diese Farang, daß das Mädchen glücklich ist, weil es nicht zu arbeiten braucht und monatelang alleine in einem Zimmer sitzen darf, bis sein großherziger Gönner kommt, um mit ihm zwei oder drei Wochen lang ins Bett zu gehen. Die Großherzigkeit zeigt sich darin, daß diese Leute sogar bereit sind, dem Mädchen für seinen monatlichen Lebensunterhalt in Pattaya so viel Geld zu geben, wie sie selbst in Pattaya an einem oder zwei Tagen für ihr Vergnügen ausgeben, die Reisekosten nicht mitgerechnet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Es ist aber wohl denkbar, daß ein Mädchen, das zuhause ein gesundes Familienleben und vielleicht ein oder zwei Kinder hat und tatsächlich nur nach Pattaya gekommen ist, um seine Familie zu unterstützen, lieber bei der Familie im Dorf als in Pattaya lebt, wenn es vier- oder fünftausend Baht im Monat erhält. Für ein Leben mit einer Familie in einem Dorf ist das viel Geld, nicht aber für einen einzelnen Menschen in Pattaya.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Üblich ist es aber, daß viele Mädchen ganz begeistert auf den Farang eingehen, wenn der sagt, es soll sich eine andere Arbeit suchen, er zahlt dann jeden Monat zwei- oder dreitausend Baht dazu, wenn es ein anständiges Leben jenseits der Sünde als auch anderer Männer führt und nie wieder mit einem anderen Mann ins Bett geht, sondern nur noch mit ihm, und darauf wartet, daß er im nächsten Jahr wiederkommt. Wenn die Mädchen zwei oder drei solcher Leute beisammen haben, kann das als eine willkommene Unterstützung der Familie bezeichnet werden und das Mädchen wird sich auch ernsthaft bemühen, sich für den Farang Zeit zu nehmen, wenn er denn tatsächlich im nächsten Jahr wiederkommt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Pen hatte bisher nur zwei solcher Leute, die ihr im Monat zwei- bzw. dreitausend Baht schickten, damit sie ein Jahr auf sie wartet. Dieses Geld hatte ihr auch geholfen, zum ersten Geburtstag ihrer Tochter für einige Tage nachhause zu fahren. Bei dieser Gelegenheit hatten die Schwestern eine lange Unterhaltung über das Leben in Pattaya, bei dem man viel freier lebt und viel besser verdient, als im Dorf. Pen wollte viel lieber mit ihrer Schwester in Pattaya zusammenarbeiten und hoffte währenddessen, eine andere Lösung für die Unterbringung der Kinder zu finden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Doch hier zeigte sich, daß die Schwestern, so identisch sie auch aussahen, doch unterschiedliche Meinungen hatten. Zwar hatte Pa keine Angst vor Männern, doch sie hatte Angst davor, alleine in einer Stadt zu leben. Im Dorf hatte sie ihre Familie, die Nachbarn, einige ehemalige Schulfreundinnen und die zwei Kleinkinder, zu denen sie noch ein weiteres zur Pflege angenommen hatte. Hier war sie beschäftigt und hatte ihre Gesellschaft, während sie in einer Stadt keinen Menschen kannte und sich bestimmt nicht zurechtfinden konnte. Pa wollte nicht nach Pattaya gehen. Sie sah aber ein, daß sie nicht erwarten konnte, von Pen ernährt und versorgt zu werden. Deshalb erklärte sie sich bereit, sich auch um Farang zu kümmern, wenn Pen einen hätte und wenn jemand da wäre, der sich um die drei Kleinkinder und die jüngeren Geschwister kümmerte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Es dauerte nicht lange, bis Pen da auch schon einige Ideen hatte und sie nahm ihr das Versprechen ab, Englisch zu lernen, wenn sie ihr einen Cassettenkursus zum Erlernen dieser Sprache schickte. Das erledigte sie sofort, als sie nach Pattaya zurückkam und wartete auf den geeigneten Farang, der sich eine hübsche Urlaubsfrau gegen eine regelmäßige monatliche Unterstützung reservieren wollte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">In den folgenden Monaten hatte sie den normalen Kundenverkehr; Ausländer, die ein kurzes Abenteuer suchten, Geschäftsreisende, die sich von ihren Geschäften mit einer hübschen Begleiterin erholen wollten und Urlauber, die noch eine oder zwei Wochen weibliche Gesellschaft wünschten. Dann endlich kam Richard, der das erste Mal in Thailand war und noch seinen ganzen Urlaub vor sich hatte. Er befand sich gerade auf einer Geschäftsreise in Abu Dhabi, hatte er seiner Frau gesagt, worauf diese ihm das Flugticket buchte und ihn bedenkenlos ziehen ließ. Doch Richard flog nach einem kurzen Geschäftsgespräch in Abu Dhabi gleich am nächsten Morgen weiter nach Thailand. Das Leben mit seiner Frau war sehr unterkühlt und gar nicht erbaulich, doch war er von ihr abhängig, da ihr die Firma gehörte, in der er arbeitete und sehr gut verdiente. So war es kein Wunder, daß er nur eine einzige Nacht brauchte, um sich in die viel jüngere, schönere und anschmiegsame Pen zu verlieben, die ihm auch nach wenigen Stunden prompt gestand: „I love you too much!“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Nur wenige Tage dauerte es, bis Richard sich im siebten Himmel befand und überzeugt war, daß er sich dieses Glück erhalten mußte. Den anfänglich aufkommenden Gedanken, sich von seiner Frau zu trennen, wies er allerdings aufgrund ökonomischer Erwägungen weit von sich. Doch er bemühte sich um eine praktikable Lösung. Auf keinen Fall konnte er zulassen, daß irgendein Mann ihm seine Pen wegnahm und womöglich noch heiratete, wo er sie doch so liebte und sie mit einem anderen Mann sehr unglücklich sein mußte. Unerträglich war ihm auch der Gedanke, daß ein anderer Mann sie auslösen und mit ihr ins Bett gehen könnte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Er hielt es für sehr geschickt und umsichtig, Pen zu fragen, warum sie an einer Bar arbeitet und fand umgehend eine Lösung aller Probleme, als sie ihm versicherte, daß sie dazu gezwungen ist, weil ihre Eltern so arm sind und sie Geld verdienen muß, damit ihre Eltern etwas zu essen haben. Wenn sie eine andere Arbeit verrichten könnte, würde sie selbstverständlich etwas anderes tun. Da sie aber nichts gelernt hat, würde das Geld, das sie verdienen kann, nur sehr knapp für ihren eigenen Lebensunterhalt, aber auf keinen Fall für die Eltern reichen. Nun wollte Richard wissen, ob sie lieber in Pattaya oder in ihrem Heimatdorf lebt, worauf sie ihm versicherte, daß sie viel lieber mit ihrer Familie in ihrer Heimat leben würde, als hier in einer fremden Stadt, die sehr teuer und voller Lärm ist, wo sie keinen Menschen kennt. Das hatte ihre Schwester einmal gesagt und es hatte sich sehr überzeugend angehört.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Nun brachte Richard seinen völlig neuen Gedanken hervor und fragte Pen, ob sie denn nicht lieber mit ihrer Familie in ihrem Heimatdorf leben würde, wenn er sie unterstützt, damit sie nicht in einer Bar arbeiten muß. Er versprach ihr sogar, daß sie ihn dann nicht verliert, weil er sie zwei- bis dreimal im Jahr besuchen würde, damit sie mit ihm zusammensein könnte und nicht so einsam ist. Pen zeigte sich hoch erfreut und sagte ihm: „I love you too much.“ Richard versprach ihr eine monatliche Unterstützung von zweihundert Euro, etwa zehntausend Baht. Pen war begeistert, weil dies eine Summe war, die im Dorf bereits einen außerordentlichen Wohlstand garantierte und sagte ihm, daß sie so glücklich wäre, wenn sie im Dorf mit ihrer Familie leben könnte und er sie besuchen kommt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Als Richards Urlaub zu Ende ging, gab er ihr das Geld für die ersten drei Monate und bezahlte die Kosten für den Umzug ins Dorf. Um ja nicht übervorteilt zu werden, hatte er sich von Pen ihre Heimatanschrift geben lassen und nachgefragt, was ein Lastwagentransport nach Ubon kostet. Dem Farang sagte man natürlich, man gäbe ihm einen Sonderpreis von zwölftausend Baht, was weit überhöht, also nicht gelogen war. Pen wunderte sich zwar, warum sie für ihre zwei Plastiktüten und die Schlafmatte einen Lastwagen brauchen sollte, befand das Geld aber für ausreichend. Im letzten Moment des Abschieds gab er ihr auch noch seine restlichen Scheine thailändischer Baht und versprach, so bald wie möglich in ihr Dorf zu kommen. Pen meinte, das sei für einen Ausländer schwer zu finden und sie vereinbarten, daß er ihr vorher schreibt und sie würde ihn dann von einem Hotel in Ubon abholen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Pen hatte nun viel Arbeit, denn sie mußte Pa ganz genau aufschreiben, was sie mit Richard erlebt hatte, worüber sie gesprochen hatten, wie er seinen Kaffee trank, welches Essen, welche Getränke er bevorzugte, wie er am liebsten schlief und welche anderen Gewohnheiten er hatte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Tatsächlich dauerte es nur fünf Monate, bis Richard sich meldete und nach Ubon fuhr. Als Pa ihn vom Hotel abholte, umarmte er sie in alter Liebe und war glücklich, seine Pen wiederzusehen. Als sie ins Dorf kamen, sah er sofort, daß sie die ganze Zeit mit ihrer Familie und den Kindern verbracht hatte, zog es aber vor, die Zeit mit ihr in Pattaya zu verbringen, weshalb Pen dringend die Bar wechseln mußte, damit er ihr nicht begegnete. Als er Pa sagte, sie hätte sich verändert, erklärte sie, daß sie krank gewesen sei und noch nicht wieder ganz gesund ist, und daß sie in ihrem ruhigen Dorf ein ganz anderes Leben hat, was er voll verstand. Er freute sich, daß sie sich daran erinnerte, daß er Singha Bier ohne Schaum wollte, Kaffee ohne Zucker trank und zum Schlafen zwei Kopfkissen haben wollte. Er gestand ihr, daß er sich schon gleich am ersten Tag in sie verliebt habe, weil sie so einmalig und so ganz anders sei, als alle anderen Frauen und Ta sagte ihm: „I love you too much.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
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		<title>Ein Club von Mauerblümchen in den Bars</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 00:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[- &#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Treffpunkt Pattaya&#8217; - In manchen Bars finden sich Frauen, die wirklich mit niemand mitgehen. Sie haben ihre Gründe, aber auch sie können hier leben – Kurzgeschichte von Gad Labudda   Man sollte nicht glauben, daß es in Pattaya noch Mauerblümchen gibt. Bei dem regen Verkehr, der hier herrscht, erwartet man, daß [...]]]></description>
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<p style="tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">In manchen Bars finden sich Frauen, die wirklich mit niemand mitgehen. Sie haben ihre Gründe, aber auch sie können hier leben –</span></p>
<p style="tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<p style="tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Man sollte nicht glauben, daß es in Pattaya noch Mauerblümchen gibt. Bei dem regen Verkehr, der hier herrscht, erwartet man, daß diese Gattung in den Straßen der Stadt zumindest genau so selten anzutreffen ist, wie etwa Löwenzahn oder ,Rühr-mich-nicht-an‘. Auch Pa, die aus Ubon kommt, hätte nie geglaubt, daß es hier Mauerblümchen gäbe &#8211; und nun war sie eins. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie hatte eine hübsche Figur, war hochgewachsen und schlank, hatte helle Haut, eine lange, gerade Nase und dunkelbraune Haare. Ja, ihr Vater war ein Farang, aber ihre Mutter hat nie viel von ihm erzählt. Ihre Mutter hat früher lange in Pattaya gelebt, bis sie nach Ubon zurückgekehrt ist, wo sie sich im Dorf ihrer Großmutter neben deren großem Holzhaus ein eigenes kleines Steinhaus gebaut hat, das der Stolz des Dorfes wurde, denn es war wesentlich besser und vor allen Dingen auch teurer als das große Holzhaus des Kamnan, des Dorfvorstehers.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Früher hat Pa in dem großen Holzhaus zusammen mit der Großmutter gelebt. Von dort ist sie dann auch zur Schule gegangen und nach der Schule ist sie noch ein paar Jahre dort geblieben hat tatenlos herumgesessen und auf Wunder gewartet, bis der Großvater einen jungen Mann aus Ubon geholt hat, den sie heiraten mußte. Nach der Hochzeit ist sie von zuhause weggezogen und hat drei Jahre mit dem jungen Mann gelebt. Nein, eigentlich hätte die Mutter das schöne neue Haus nicht bauen müssen, meint Pa, denn jetzt vor knapp einem Jahr ist die Großmutter gestorben und das große Holzhaus steht ganz leer. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Mutter hatte daran gedacht, das Haus der Großmutter zu vermieten, aber es gab auch noch viele andere leerstehende Häuser und niemand wollte dort ein Haus mieten. Die Bewohner zogen in die Städte. Pa sinnierte, wenn die Mutter das Steinhaus nicht gebaut hätte, dann hätte sie jetzt sicherlich mit der Mutter glücklich in dem großen Holzhaus leben können. Aber nun hatte die Mutter das ganze schöne Geld, das sie verdient hatte, für das neue Steinhaus ausgegeben und es war nicht mehr genug übrig, daß sie dort ohne große Kosten und Probleme mit ihrer Mutter leben konnte.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Pa war drei Jahre verheiratet gewesen und hatte eine kleine Tochter, die jetzt bei der Mutter lebte. Während der drei Jahre hatte Pa mit ihrem Mann am Rande der Stadt Ubon gelebt. Als ihr Mann eines Tages seine Arbeitsstelle verloren hatte, ging er nach Bangkok und hat sich seitdem noch nicht wieder gemeldet, seit gut anderthalb Jahren. Pa hatte noch eine Weile gewartet und sich Geld von der Mutter geliehen, bis die gemeint hatte, es sei billiger, wenn sie mit ihrer kleinen Tochter zur Mutter käme. Nach einemweiteren Jahr ohne Arbeit und ohne Einnahmen hatte die Mutter dann gemeint, daß Pa wohl nichts anderes übrig bleibt, als auch nach Pattaya zu gehen und dort ihr Leben zu verdienen, wie die Mutter es früher getan hat, denn sie hätte nicht mehr soviel Geld, als daß Pa fortwährend mit ihrer Tochter bei ihr leben konnte, ohne selbst Geld zu verdienen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Pa hatte dann von der Mutter sehr viele gute Ratschläge, dafür aber recht wenig Geld bekommen und war daraufhin nach Pattaya gefahren, wo sie schon ein halbes Jahr an einer Bar gearbeitet hatte, die aber schließen mußte, weil keine Gäste kamen. Nun war Pa schon seit fünf Monaten in einer gutgehenden Bar an der Second Road, aber bisher war sie trotz des guten Betriebs erstaunlicherweise immer noch nicht ausgelöst worden.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn ich angedeutet habe, Pa war dekorativ, so habe ich damit wohl auch die meisten ihrer Charaktereigenschaften ausführlich beschrieben. Pa stand meistens halb verdeckt hinter der Kühltruhe mit den Getränken und sah freundlich lächelnd dem Betrieb zu, womit sie sich so geschickt verhielt, wie die sympathischen Beamten, die auf ihrer Arbeitsstelle nur wenig stören, indem sie freundlich lächelnd auf Geld warten. Nur wenn die Chefin nicht da war, dann saß, hing oder lag Pa in der hintersten Ecke der Bar, wo man nur noch einige Quadratzentimeter ihre Körpers erblicken konnte. Eines Tages fragte eine Kollegin nach ihren Erfahrungen. Nein, mit den Getränken kannte sie sich nicht aus, meinte sie, sie sei noch neu hier. Nur Bier, das könnte sie schon bringen, aber die anderen Getränke kennt sie nicht. Auf die Frage: „Und die Farang?“ Die Farang stören sie nicht, beteuert Pa, die wären manchmal ganz lustig. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Lek geht gerade an ihr vorbei und hört die letzten Worte. Lek ist wirklich klein, dafür aber sehr rundlich und sie gehört auch schon zu den Auslaufmodellen. Mit ihrer Knollennase, einem fleckigen Gesicht und den Haaren, die sie sich offensichtlich regelmäßig von einigen Mäusen an der Bar trimmen läßt, gehört sie nicht zu den Schönheiten der Bar, aber Lek ist eine allgemein beliebte Ulknudel. Auch sie gehört zum Club der Mauerblümchen. Wahrscheinlich kommt das daher, daß kein Farang sie wollte und jetzt rächt sie sich und sagt, daß sie keine Farang will. Sie kümmert sich um die Gläser, kennt sich mit allen Getränken und allen Tricks aus und ist in krassem Gegensatz zu Pa dauernd in Bewegung. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als sie an Pa vorbeihuscht, die zwar sagt, die Farang wären ganz lustig, selbst aber dauernd hinter der Kühltruhe Verstecken spielt, meint Lek zu ihr, die Farang könnten noch viel lustiger werden, wenn sie sich einmal dazu aufraffen könnte, ihren Hintern aus dem Eiskasten zu nehmen und zu den Farang hinüberzugehen. Doch das ist für Pa kein Argument: „Dann gucken die wieder so komisch und sagen irgend etwas, was ich doch nicht verstehe und dann wird es langweilig und dann komme ich doch wieder hierher zurück, da kann ich auch gleich hier stehen bleiben.“</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nein, Englisch hat sie noch nicht gelernt, aber das liegt nur daran, daß ja keiner mit ihr Englisch spricht und außerdem hat sie nicht genug Geld für einen Englischlehrer. Deswegen braucht sie auch nicht mit den Farang zu sprechen, weil sie die ja doch nicht versteht und die Farang, die sprechen ja auch alle kein Thai. Auf die indezente Frage, was sie wohl glaubt, warum kein Farang sie mitnimmt, meint sie überzeugt, daß sie das nicht weiß, vielleicht wäre sie nicht hübsch genug, oder die Farang hätten eben einen anderen Geschmack oder sonstwas. Lek huscht wieder vorbei und meint, Pa wäre schon gut, man müßte sie nur einmal in Bewegung bringen. Aber Pa will davon nichts wissen. Statt dessen erzählt sie, daß Lek überhaupt nicht mitreden darf, weil Lek schon weit über vierzig Jahre alt und erst mit dreißig Jahren aus ihrem Dorf im Isan hervorgekrochen ist und bisher weder ein Kind noch einen Farang gehabt hätte und sie würde wetten, daß Lek nicht einmal weiß, was sie machen müßte, um ein Kind zu haben.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Voller Dankbarkeit für diese Worte gießt ihr Lek einen halben Kübel mit Eiswürfeln und kaltem Wasser in den Rückenausschnitt ihres Kleides, worauf Pa mit einem spitzen Schrei hinter der Kühltruhe hervorprescht und ihre attraktive Vorderfront weit nach vorne streckt, um den Eiswürfeln zu entgehen. Sofort ertönt lautes Gelächter und Pa erntet diverse anerkennende Bemerkungen über ihr Aussehen von den Farang, von denen auch sofort einer meint, sie solle doch mal etwas nach vorne kommen. Aber Pa denkt nicht ans Geschäft und schon gar nicht an männliche Gesellschaft, sie sinnt vielmehr auf Rache, nimmt einen Eiswürfel und geht auf Lek zu. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die aber nimmt ihr den Eiswürfel blitzschnell ab, steckt ihn in den Mund und meint: „Gut, kannst mir gleich noch einen bringen.“ Gelächter, aber Pa lacht mit. Sie will sich in ihre neutrale Ecke ganz nach hinten verziehen, aber da liegt inzwischen Ao in süßem Schlummer. Ao war mit einem Farang auf Ko Samet gewesen und erst kurz vor sechs Uhr zurückgekommen. Sie hat sich dann nur geduscht und hat überhaupt nicht geschlafen, klar daß sie Mitleid verdient sowie als auch den Schlummerplatz. Pa kommt also wieder zurück und hält die Kühltruhe fest.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Auf die Frage, ob sie Angst vor den Farang hat, schüttelt sie mit dem Kopf und meint, die wollten auch nichts anderes, als was ihr Mann gewollt hätte, aber die Farang kennt sie ja nicht, sie wäre vielleicht ein etwas langsamer Typ und müßte jemand erst etwas kennenlernen, bevor sie mit ihm ins Bett geht. Auf Leks Frage, wie lange es wohl dauert, bis sie hinter der Kühltruhe einen Farang näher kennenlernt und ob sie ihr vielleicht besser einen hübschen Farang dort vorbeischicken soll, wehrt sie erschrocken ab. Zu erschrocken, als daß man nicht auf den Gedanken kommen müßte, daß sie gar nicht so gerne etwas mit einem Farang zu tun hat, was sie nur nicht zugeben will. Auf die Frage, wie sie mit ihrem Gehalt auskommt, wenn sie kein Geld bei den Farang verdient, meint sie ohne rechte Begeisterung, na ja, sie hätte ja immer noch den Monatslohn und dann käme noch der Tip dazu, den manche Farang geben. Der käme immer in einen Topf und wird gleichmäßig auf alle Mädchen verteilt. Und dann würde sie sich ja auch nach der Arbeit nebenher noch etwas Geld verdienen. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie lebt mit Lek und zwei weiteren Mädchen zusammen, die auch noch nicht mit einem Farang mitgegangen sind. Sie waschen und bügeln nebenher Wäsche von Ausländern, die in kleineren Apartments und Pensionen in der Nähe leben und dann gibt es noch verschiedene alleinstehende Männer, die ihnen ihre Wäsche bringen, bei denen sie hin und wieder auch saubermachen und sie gehen für diese Leute auch einkaufen, meistens zu Foodland, außerdem bekommen sie auch von einigen Frauen, die mit Farang leben, die Wäsche zum Waschen. Nebenher nehmen sie auch stundenweise oder tageweise Kinder auf. Weil die beiden Mädchen, mit denen sie zusammenleben, nur tagsüber arbeiten, ist praktisch immer jemand im Haus, so daß sie nicht nur am Nachmittag auf Kinder aufpassen, sondern auch Kinder aufnehmen könnten, wenn die Eltern kurz verreisen. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alles zusammengerechnet reicht es schon zum Leben. Es bleibt zwar nie etwas übrig und manchmal müssen sie auch zu Fuß nachhause gehen, statt mit dem Motorradtaxi zu fahren, aber das halten sie nicht für so schlimm, als daß sie etwas tun müßten, wenn sie es gar nicht wollen. Um ja nicht richtig verstanden zu werden, erklärt Pa das näher und meint, wenn also ein Farang einmal total betrunken wäre, dann brauchte sie nicht unbedingt mit ihm mitözugehen, weil sie immer genug zum Essen hat und ihrer Mutter nicht soviel Geld für den Unterhalt der kleinen Tochter schicken muß, wenn sie gerade nicht so viel hat. Ihren Freundinnen hat sie allerdings einmal erzählt, daß die nächtlichen ,Vergnügungen‘ mit ihrem Mann der schlimmste Teil ihrer Ehe gewesen war und daß sie da sehr viele negative und schmerzhafte Erlebnisse gehabt hat, die sie nicht vergessen kann. Nun nimmt sie wohl an, daß diese nächtlichen Gemeinsamkeiten immer negativ und schmerzhaft sind und verzichtet darauf. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Während bis jetzt alle Mädchen mit einem Farang beschäftigt waren, sei’s zur Unterhaltung, sei’s um mit ihm eines der üblichen Spiele zu spielen, kommt nun ein Farang im Alter von etwa fünfzig Jahren, der alleine dasitzt. Pa kann sich offensichtlich nicht dazu aufringen, zu ihm zu gehen, also kommt Lek von der Spüle her an Ao vorbei, klatscht ihr kräftig auf den Hintern, geht zu dem neuen Kunden und fragt, was er trinken möchte. Dann drückt sie Ao ein Glas Black Label mit Soda in die Hand, das diese dem Kunden bringt. So verschlafen wie sie ist, reichen die fünf Schritte und das Bewußtsein, daß der Farang Black Label trinkt, also vermutlich ein Neuer ist, der Geld hat, um sie ausgesprochen munter zu machen, denn schließlich ist sie müde und möchte bald schlafen gehen, aus welchem Grund sie sich schon einmal den zweitobersten Knopf ihrer Bluse aufknöpft, damit der Farang auch gut erkennen kann, ob er nicht vielleicht auch bald schlafen gehen möchte und nur die passende Begleitung sucht.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Inzwischen kommt ein kleines, knubbeliges Mädchen mit dreißig Zentimeter hohen Gerüstschuhen und einem Haarschnitt, der eine exakte Kopie von Leks Haarkunst zu sein scheint, bekleidet mit einem bunten Kinderpullover und einem schwarz-weiß gestreiften fußlangen Rock, der ihre fußballähnliche Kapitalsanlage an der Körpermitte sehr gut zur Geltung bringt und spricht mit Lek, als wäre sie zuvor als Flaggenkadett auf einem Kriegsschiff gewesen. Doch Lek schaut nicht einmal hin und versteht sie dennoch, kommt später zu Pa und erklärt ihr, daß sie nach der Arbeit an zwei Pensionen Wäsche abholen muß. Lek selbst muß die Wäsche von einem Farang abholen, die sofort gewaschen werden muß, weil der Mann schon gegen Mitternacht von Bangkok aus nachhause fliegt und vorher noch unbedingt seine Wäsche einpacken und mitnehmen will. Lek strahlt und erklärt, das wäre immer gut, weil Farang, die abreisen, immer etwas übrig haben, was sie nicht mitnehmen können. Entweder etwas, was man essen kann oder manchmal sogar etwas, was man verkaufen kann und meistens freuen sich die Farang über die pünktliche Wäsche so, daß sie auch noch das übriggebliebene Kleingeld als Tip geben.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Lek bestätigt meine Vermutung, daß die in Streifen gewickelte Dame eine der Zimmerkolleginnen ist, die auch nicht mit Farang mitgehen. Lek nickt mit dem Kopf, kommt etwas näher und sagt ganz leise: „Thong kommt aus Mukdahan, aus einem ganz armen Dorf. Mit sechzehn ist sie nach Bangkok gegangen, um Geld zu verdienen. Nach zwei Tagen Arbeitssuche ist sie von fünf Männern vergewaltigt worden und lag zwei Monate im Krankenhaus. Sie will nicht mehr mit Männern gehen, ist aber sonst ein sehr guter Mensch, eine echte Freundin.“</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als ich mein Glas für eine Nachfüllung vorschiebe, verabschiedet sich Ao, die inzwischen auch den dritten Knopf ihrer Bluse geöffnet hat, mit einem Wai und strahlendem Lächeln, das verrät, daß die Nachtruhe und die Ernährung der nächsten Woche gesichert sind. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mit einer knappen Geste und einem Grinsen deute ich Pa an, daß sie es hätte sein können, die jetzt unterwegs ist zu einem gewinnträchtigen Schlafplatz, doch Pa ist weder beleidigt, noch irgendwie getroffen, sondern meint ganz gemütlich, das wäre schon ganz gut so, weil Ao für ihr Kind Geld nachhause schicken muß und nicht genug zusammengehabt hat, und sie selbst hätte heute auch nicht gerade so viel Lust gehabt, mit einem Farang mitzugehen. Nach einer kurzen Pause fügt sie noch hinzu, vielleicht läßt Ao ihr das nächste Mal den Vortritt und außerdem hätte sie ja auch schon versprochen, daß sie morgens die Wäsche abholt.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es dauerte einige Zeit, bis der Klub ein neues Mitglied erhielt. Sen war vom Flaggenkadett an der Busstation aufgegabelt worden, wo sie stundenlang heulend in einer Ecke auf dem Boden saß. Als Thong das dritte Mal dort vorbeikam und das Mädchen immer noch da saß, ging sie hin. Sen war noch keine achtzehn Jahre alt und von zuhause weggelaufen. Sie hatte sich das Fahrgeld für den Bus zusammengebettelt und der Busfahrer hatte ihr noch die fehlenden achtzehn Baht dazugegeben. Sie sah schlimm aus und ihr Gesicht war nur schwer zu erkennen. Als sie dreizehn Jahre alt wurde, war ihre Mutter gestorben und seither hatte sie den Haushalt zu führen und dem Vater und dessen Bruder zur Verfügung zu stehen. Sie war zuhause eingeschlossen worden. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als sie siebzehn Jahre alt wurde, sollte sie einen Freund des Onkels heiraten. Der zog in die Wohnung des Vaters mit ein und nun verlangten alle Drei von ihr Sex. Sie gebrauchten sie nacheinander und erlaubten sich ihre Späße mit ihr, sehr schmerzhafte Späße. Die übrigen zwei schauten dann zu. Als sie zur Hochzeitsfeier in den Tempel gebracht wurde, riß sie sich los und lief weg. Vater, Onkel und Freund fingen sie ein, sie wehrte sich und wurde von den Dreien zusammengeschlagen, bis sie von einigen Dorfbewohnern befreit wurde. Die halfen ihr, wegzulaufen. Nun hat sie kein Geld, keine Unterkunft und nichts zu essen, aber sie will nicht an einer Bar arbeiten, sie kann es nicht.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;">
<div style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Thong hat sie mitgenommen. Sie soll ihre Wunden heilen lassen. Dann kann sie an einer Bar Gläser spülen und putzen, sie braucht nicht mit Männern mitzugehen. Und zuhause kann sie Wäsche waschen, nähen und auf Kinder aufpassen. Fürs Essen wird es reichen, hat Thong ihr versprochen. Wenn es ihr besser geht, kann man sich vielleicht etwas überlegen.</span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
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		<title>Suchata ist so richtig verspielt</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 21:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[ - (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Kunterbuntes Pattaya&#8217;) Kurzgeschichte von Gad Labudda   Suchata ist in einem Slum großgeworden. In ihrer Kindheit hatte sie nicht viel Gelegenheit zum Spielen und sie hatte auch kein Glück. Doch als sie größer wurde, suchte sie Spiel und Glück und die beliebten Farang. An ihre frühe Kindheit kann Suchata sich nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- (&#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Kunterbuntes Pattaya&#8217;)</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<p style="tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Suchata ist in einem Slum großgeworden. In ihrer Kindheit hatte sie nicht viel Gelegenheit zum Spielen und sie hatte auch kein Glück. Doch als sie größer wurde, suchte sie Spiel und Glück und die beliebten Farang.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">An ihre frühe Kindheit kann Suchata sich nur noch schwach erinnern. Der Vater hat oft davon erzählt, daß sie Felder gehabt und Reis angebaut hatten. Es soll ein schönes Leben gewesen sein. Bis es nicht mehr genug Erträge einbrachte, um davon leben zu können. Dann hatten sich die Eltern entschlossen, mit ihren drei Kindern in die Stadt zu ziehen, um Arbeit zu suchen. Damals war Suchata zwei Jahre alt. Aber es gab keine Arbeit. Der Vater suchte lange und er suchte überall, aber man brauchte gerade keine Reisbauern in der Stadt. Und auf dem Bau brauchte man Fachkräfte; die Stellen für Hilfsarbeiter waren überlaufen. Keine Arbeit ernährt genausowenig, wie keine Ernte. Aber nun waren sie in der Stadt. Hier hatten sie nicht einmal eine Wohnung. Doch es hatte keinen Sinn, in ihr Haus zurückzugehen. Man wohnt auch in einem eigenen Haus nicht gut, wenn man nichts zu essen hat. Der Vater mußte einen Ausweg suchen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nach einer Woche, die sie auf der Straße lebten und schliefen, suchte der Vater einen früheren Schulfreund, der nun hier in einem Slum wohnte. Er fand ihn nach langem Suchen und sie hatten ein sehr langes Gespräch. Dann zogen sie bei dem Schulfreund ein. Für eine Übergangszeit. Der Schulfreund bewohnte eine Hütte, deren gesamtes Mobiliar aus einem Gaskocher bestand. Die Wände hingen an einem wackeligen Gerüst, sie bestanden aus Sperrholzplatten und einem großen Reklameschild aus Blech. Das Dach war aus Wellblech, das tagsüber die Sonnenstrahlen auffing und das Innere der Hütte auf Backofentemperatur brachte. Aber wenn es regnete, wurde es kühler und man hatte einen Platz im Trockenen und nachts konnte man sich auf die Rattanmatten legen und schlafen, wenn man sich nicht an den Ratten und den Kakerlaken störte, die überall herumliefen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nach dem Gespräch mit dem alten Schulfreund mietete der Vater einen Kastenwagen mit zwei Rädern. Damit zog er dann durch die Straßen, suchte Altpapier, Flaschen, Aluminiumdosen und alles, was sich auf den Schrottplätzen verkaufen ließ. Für den Wagen mit den etwas eierigen Rädern mußte der Vater am Tag zehn Baht bezahlen. Aber er war den ganzen Tag unterwegs und wurde bald von den älteren Geschwistern begleitet. Sie zogen nach kurzer Zeit um, in eine andere leergewordene Hütte, die sie mieten konnten. Der Vater verdiente mit seiner Arbeit Geld und es reichte zum Leben, wenn auch nur zu einem sehr ärmlichen Leben. Bald blieb Suchata bei einer Nachbarfamilie und die Mutter ging mit dem Vater mit.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das war, nachdem einige Leute von irgendeiner Organisation gekommen waren und mit den Eltern gesprochen hatten, daß es doch besser sei, wenn die Kinder in die Schule gingen. Sie sorgten dafür, daß der Vater wegen der Schule keine Ausgaben hatte und sie brachten auch die Schulkleidung. Der Vater mußte beim Müllsammeln nur auf die Hilfe seiner Kinder verzichten. Die Eltern waren sehr froh, daß ihre Kinder in eine Schule gehen konnten. Weil dem Vater nun aber die Hilfskräfte fehlten, ging die Mutter mit ihm mit, während die Kinder in die Schule gingen. Als die Kinder dem Vater sagten, sie wollten nach der Schule mit ihm mitgehen und weiter helfen, lehnte der Vater das ab. Er sagte, er schämt sich zu sehr, und sie sollten zur Schule gehen und gut lernen. Er wollte nicht, daß sie von ihren Schulkameraden beim Müllsammeln gesehen werden. Aber sie sollten gut lernen, damit sie später ein besseres Leben haben.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Eltern arbeiteten sehr hart und nach drei Jahren konnten sie einen alten Wagen kaufen, mit dem die Mutter auf den Straßen Pla Mük und Sai Krok verkaufte, getrockneten Tintenfisch und kleine Bratwürste, die mit einer Art Hackfleisch und Reis gefüllt sind. Sie zogen auch bald in ein kleines Holzhaus, das auf dem Gelände des Slums stand. Hier hatten sie auch einen Tisch, an dem die Kinder ihre Schularbeiten machen konnten. Die Mutter mußte schon gegen fünf Uhr morgens das Haus verlassen, um einzukaufen und dann rechtzeitig an der Busstation und später vor den Fabriken zu sein, wo die Leute sich auf dem Weg zur Arbeit für fünf oder zehn Baht ihre Sai Krok holten. Sie war den ganzen Tag unterwegs, denn spät abends konnte sie noch an den Geschäftsstraßen und vor den Bars etwas verkaufen, bis sie dann gegen Mitternacht wieder nachhause kam. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Eltern arbeiteten lange, aber eines Tages hatten sie genug verdient, daß nun auch der Vater einen Wagen mit einem Grill kaufte, auf dem er Fleischspießchen, Hühnerherzen, Hühnerleber und ähnliche Sachen zubereiten und verkaufen konnte. Von nun an gingen der Vater und die Mutter mit ihren Wagen zusammen durch die Straßen und der Verkauf lief ganz gut, aber die Eltern hatten keine Zeit, zuhause zu sein, weil sie dann nicht genug verkaufen konnten und die Kinder bekamen sie kaum zu sehen. Nur an den Wochenenden und an schulfreien Tagen gingen sie Kinder mit den Eltern und ihren Verkaufswagen mit.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So verliefen die ersten Schuljahre von Suchata in Armut, doch ohne Hunger &#8211; und ohne Eltern. Sie fand zusammen mit ihren Geschwistern genug laufende Fersehegeräte und einige Freunde im Slum, was sicher nicht gut war, aber unvermeidlich. Es nützt nicht viel, wenn die Eltern ihren Kindern sagen, sie sollen zuhause bleiben und lernen, wenn die Kinder von fünf Uhr morgens bis zwölf Uhr nachts alleine sind. Es hilft auch nicht viel, wenn die Eltern den Kindern erklären, daß sie unterwegs sein müssen, um den Lebensunterhalt für die Kinder zu verdienen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So blieb es nicht aus, daß die Kinder bei ihren Freunden und deren Familien mit Drogen und Glücksspielen konfrontiert wurden. Als Suchata aus der Schule kam, war sie schon eine geschickte Kartenspielerin, allerdings hatte sie bisher meist nur zum Vergnügen gespielt, mit anderen Kindern oder auch dann, wenn nicht genug Erwachsene zum Spiel zusammenkamen. Aber sie hatte auch schon öfter zugesehen, wenn die Leute um Geld spielten. Da sie keins hatte, konnte sie natürlich nicht mitspielen. Das änderte sich, als ihr ältester Bruder einen gewissen Wohlstand entwickelte. Er gab ihr auch einmal Geld und Suchata spielte. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es war sicher nicht gut, daß sie dabei auch noch gewann, denn von nun an war sie der Überzeugung, daß man beim Kartenspielen viel Geld verdienen kann, hatte sie doch aus den zweitausend Baht, die ihr der Bruder gegeben hatte, in wenigen Tagen über achttausend Baht gemacht. Sie gab dem Bruder sofort die zweitausend Baht zurück, denn sie würde ihn wahrscheinlich noch öfter um Geld bitten müssen, falls das Glück ihr einmal nicht so gut gesinnt war. Es störte sie auch nicht, daß sie nur zwei Tage brauchte, um alles Gewonnene wieder zu verlieren, denn schließlich hatte sie gesehen, daß sie gewinnen kann, sie mußte eben nur auf eine richtige Glückssträhne warten. Leider war ihr dazu das Geld ausgegangen, aber der Bruder gab ihr hin und wieder einige hundert Baht, mit denen sie dann erneut mit sehr wechselhaftem Glück versuchte, viel Geld zu machen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es war ein schlimmer Tag, als die Polizei eines Tages ins Haus kam und eine Hausdurchsuchung durchführte. Es wurde nichts gefunden, aber man hatte ihren ältesten Bruder beim Drogenhandel erwischt. Er hatte mit einem verkappten Polizisten einen Handel mit einer größeren Menge der thailändischen Metamphetamine ‘Ya ba’ abgesprochen und wurde bei der Lieferung verhaftet. Nun würde ihr Bruder lange Zeit im Gefängnis sitzen. Das war schlimm. Besonders schlimm deshalb, weil sie gerade wieder Schulden gemacht hatte, die sie dringend zurückzahlen mußte. Sie hatte sich darauf verlassen, daß ihr Bruder wieder einmal aushelfen könnte, aber das war nun unmöglich.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr zweiter Bruder hatte eine Arbeitsstelle bei einer Autowerkstatt bekommen und hatte kein Geld, das er ihr leihen konnte. Die Schulden wurden immer größer und immer drückender. Suchata versuchte, sich Geld zu leihen und durch Spielen genug zu verdienen, ihre Schulden zu bezahlen, aber sie verlor immer wieder. Schließlich blieb ihr auf den Druck ihrer Gläubiger nichts weiter übrig, als ihre Schulden mit ihrem Körper ,abzuarbeiten‘. Das waren ihre ersten Männerbe-kanntschaften, die sie als schlimm und gar nicht als Liebe empfand.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Eltern waren von der Inhaftierung ihres ältesten Sohnes sehr getroffen. Jahrelang hatten sie hart gearbeitet, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen und nun war eines der Kinder als Drogenhändler im Gefängnis. Der zweite Sohn war schon von zuhause weggegangen, weil die Autowerkstätte, in der er arbeitete, sehr lange Arbeitszeiten hatte und weit entfernt war. Es lohnte sich nicht, jeden Abend nachhause zu fahren und er schlief dort in der Werkstatt. Nun war nur noch Suchata zuhause, die trotz ihrer und der Eltern Bemühungen bisher noch keine Arbeit hatte finden können. Ihre Arbeitssuche war der Grund dafür, daß sie nicht mit den Eltern mitgehen sollte. Sie sagten, zwei Personen verdienen am Essensstand auch nicht mehr, als eine.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Eltern meinten nun, der älteste Sohn wäre vielleicht nicht in den Drogenhandel geraten, wenn sie nur zuhause gewesen wären und kamen zum Schluß, es wäre jetzt besser, am Abend zuhause zu sein, um darauf zu achten, daß nicht auch Suchata noch irgendwelche Dummheiten macht. Das war insofern gut, weil Suchata wegen ihrer permanenten Spielschulden nicht nur zu Liebesdiensten gezwungen worden war, sondern weil man ihr auch schon erklärt hatte, daß sie mit Drogenhandel gutes Geld verdienen kann, das sie für ihre Glücksspiele braucht. Suchata verstand das erst nicht, weil sie doch nur Karten spielte, um Geld zu verdienen und nicht arbeiten zu müssen. Sie hatte nie daran gedacht, daß sie arbeiten gehen sollte, um Karten spielen zu können, was ihr völlig absurd vorkam.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdem die Eltern nun meistens zuhause waren, gab es für Suchata kaum noch Gelegenheiten, zu ihren Glücksspielen zu gehen, aber sie hatte auch kein Geld. Als die Eltern dann anläßlich einiger Festtage doch wieder eine Möglichkeit sahen, gutes Geld zu verdienen, indem sie zum Fest mit ihren Wagen auch abends unterwegs waren, sah auch Suchata wieder eine Möglichkeit, gutes Geld zu verdienen, indem sie zu ihrem Spielerclub ging. Man lieh ihr auch prompt Geld, das sie ebenso prompt verlor. Ihre Liebesdienste reichten aber nicht zum Bezahlen, so verlangte man von ihr, daß sie Drogen verkauft. An den ersten Abenden hatte sie auch einige bescheidene Erfolge, doch dann waren die Feiertage vorüber und die Eltern blieben wieder zuhause. Suchata hatte nun keine Möglichkeiten mehr, abends das Haus zu verlassen, um weiterhin Drogen zu verkaufen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Glücksspiel, Prostitution und Drogenhandel waren in dem Slum eigentlich an der Tagesordnung und bei vielen Slumbewohnern als ein Mittel zum Unterhaltserwerb üblich. Nur eben nicht bei Suchatas Eltern. Deswegen waren diese äußerst bestürzt, als eines Tages ein Mann erschien, um von Suchata die Spielschulden einzukassieren, die restlichen Drogen abzuholen und sie auch gleich für ihre Liebesdienste mitzunehmen. Es gibt in den Slums viele Familien, die ihre Kinder losschicken, um auf diese Weise den Unterhalt zu finanzieren und Suchatas Gläubiger war der Überzeugung, daß auch Suchata von ihren Eltern losgeschickt worden war, um auf diese Art Geld zu verdienen, deshalb redete er sehr offen. Der Mann erhielt von Suchata das Geld, das sie eingenommen hatte, der Vater geriet außer sich vor Wut, er zerstörte die restlichen Pillen, die Suchata noch hatte und nachdem er den Mann ‘rausgeworfen hatte, erhielt Suchata eine fürchterliche Tracht Prügel von ihrem Vater, die gar nicht enden wollte.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nun hatte sie Spielschulden, mußte die vom Vater zerstörten Drogen bezahlen und durfte das Haus nicht verlassen. Es war sehr gefährlich, Spielschulden oder Drogenschulden zu haben, aber sie war nicht in der Lage, jetzt irgendetwas zu unternehmen. Sie wollte zunächst abwarten, bis ihre geplatzten Lippen und die geschwollenen Augen sich wieder normalisiert hatten, abwarten, bis sich irgendeine Gelegenheit ergab, etwas zu unternehmen und sie wußte, daß sie sich damit nicht lange Zeit lassen durfte. Aber der Vater konnte sich nicht beruhigen. Er ging nicht arbeiten und verprügelte sie auch an den nächsten Tagen, wenn er ihrer habhaft werden konnte oder sie in erreichbare Nähe kam. Das Gesicht wurde nicht besser, sondern nur jeden Tag etwas schlimmer.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdem sie vier Tage gewartet hatte und am vierten Tag am Abend noch einmal eine besonders schlimme Tracht Prügel erhalten hatte, wartete sie nur noch, bis die Eltern schlafen gegangen waren. Da die Haustür verschlossen war, kletterte sie aus dem Fenster und ging zu dem heimlichen Spielerclub, der im Slum bis weit nach Mitternacht Betrieb hatte. Ihr Schicksal hatte sich inzwischen herumgesprochen und ihr Aussehen bestätigte die schlimmsten Annahmen. Man äußerte vollkommenes Unverständnis den Eltern gegenüber, denn schließlich gilt für Menschen im Slum nur das Gesetz, zu überleben, was bedeutet, Geld zu machen, egal, wie. Und Suchata hatte nichts weiter getan, als Geld gemacht.  Man zeigte ihr gegenüber Verständnis und ließ sie in Ruhe, wies aber darauf hin, daß man nicht lange warten würde, bis sie ihre Schulden bezahlt.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Suchata hatte vom Verkauf der Drogen noch eintausend Baht abgezweigt. Die nahm sie jetzt, um noch einmal ihr Glück zu versuchen. Und ausgerechnet in dieser Nacht hatte sie Glück. Sie machte über siebentausend Baht, mußte aber gleich zweitausend davon für alte Schulden zurückzahlen. Hätte der Vater die Drogen nicht vernichtet, so hätte dieses Geld für ihre Schulden ausgereicht, aber so hatte sie noch weitere sechstausend Baht Schulden, die sie unmöglich bezahlen konnte, solange die Eltern zuhause waren.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Suchata wußte, daß sie sich zuhause nicht mehr sehen lassen konnte und sie wußte, daß sie auch nicht im Slum bleiben kann, solange ihre Eltern dort wohnten und sie Drogenschulden hatte. Die Eltern, die Polizei und die Drogenhändler würden sie suchen. Es war sicher auch besser, Bangkok vorläufig zu verlassen, denn alle Leute im Slum kannten sie, die Leute kamen durch ganz Bangkok und irgendeiner würde sie in nicht allzulanger Zeit sicher treffen oder finden. Am sichersten war es wohl, in eine andere Stadt zu gehen, um dort Geld zu verdienen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Suchata fuhr nach Pattaya. Ihre Spiel- und Drogenschulden im Slum waren nur noch gering. Sie wußte, daß man sie deswegen nicht extra suchen oder nach Pattaya fahren würde, selbst, wenn man erfahren sollte, wo sie ist. Aber mit ihrem demolierten Gesicht konnte sie auch nicht an einer Bar nach Arbeit fragen, so suchte sie erst einmal ein billiges Zimmer, in dem sie abwarten konnte, bis ihr Gesicht verheilt war. Inzwischen hatte sie Zeit, sich Pattaya anzusehen, um eine geeignete Bar zu suchen, an der sie später arbeiten wollte und sie hatte auch Zeit genug, sich geeignete Kleidung zu suchen. Als ihr Gesicht nach einigen Tagen etwas besser aussah, fand sie mühelos eine Bar, die sie aufnahm. Sie fand, sie war hier gut aufgehoben, denn sie hatte zuvor schon beobachtet, daß die Mädchen hier viel Zeit mit Würfelspielen verbringen. So hatte sie also gute Gesellschaft und wurde auch bald in den Kreis der Mädchen mit aufgenommen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am zweiten Tag wurde sie den Gästen auch gleich als ,die Neue‘ angeboten und von einem Ausländer, der offensichtlich wegen ihres immer noch leicht melierten Gesichts Mitleid hatte, ausgelöst. Dann kam allerdings einige Zeit der Ruhe, wenn man einmal davon absieht, daß Suchata bei emsigem Würfelspiel in der Bar etwas Geld gewann und bei aufregendem Kartenspiel nach Barschluß ihre gesamte Geldreserve verspielte. Sie war nun darauf angewiesen, sich intensiv um jeden einzelnen Farang zu bemühen, der an die Bar kam, weil sie dringend Geld brauchte. Etwas hinderlich war dabei, daß sie kein Wort Englisch verstand. Da Glücksspiele aber viel interessanter sind, als Englischbücher, meinte sie, es würde schon reichen, wenn ihre Kollegen ihr die wichtigsten englischen Worte beibrachten, die sie zum Geldverdienen bei den Farang brauchte. Den Rest würde sie dann mit den Farang lernen und tatsächlich machte sie auch einige Fortschritte.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Suchata kam allerdings nicht auf den Gedanken, daß sie längere Zeit nur Kunden für eine Nacht hatte, weil niemand rechtes Interesse daran hatte, längere Zeit mit einer Frau zu verbringen, die kein Wort versteht. Es dauerte fast ein halbes Jahr, bis sie von einem Kunden gleich für sieben Tage ausgelöst wurde. Der Mann hatte vor, insgesamt drei Wochen zu bleiben, aber Suchata blieb bei ihm nur fünf Tage.<br />
Nachdem sie in den ersten Tagen gutes Geld verdient hatte, befand sie, daß es bereits ausreichen könnte, um ihr Glück zu machen. So sagte sie ihrem Kunden an einem späten Nachmittag, daß sie nachhause muß, um sich umzuziehen, was sie auch tat. Dann ging sie allerdings ,nur für eine Stunde‘ direkt zu ihrem Spielclub in einem gemieteten Apartment, den sie zunächst mit ihren Einnahmen versorgte, bis sie gegen drei Uhr morgens nur noch ein kleines Häufchen Geld vor sich liegen hatte. Zu allem Unglück flog dann die Tür auf und der Raum war voller Polizisten, die alles, was auf dem Tisch lag, als Beweismaterial mitnahmen sowie als auch alle anwesenden Spieler zur Auffüllung des ‘Ban Ling’, dem ‘Affenhaus’ in der Polizeistation, wo sie über Nacht blieben und Strafe zahlen mußten.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Unglücklicherweise hatte sie kein Geld mehr, um die Strafe zu zahlen und ihre Freundinnen hatten dafür auch nicht mehr genug. So mußte sie bis zum nächsten Abend warten, bis ihre Chefin erschien, sie von der Polizei auslöste und in die Bar mitnahm. An verbotenen Glücksspielen teilzunehmen, ist in Thailand ein Kavaliersdelikt, wie etwa Steuerhinterziehung, das war also nicht weiter schlimm. Allerdings war die Chefin sehr ungehalten darüber, daß Suchata ihren Kunden hatte sitzen lassen, denn das bedeutete, daß der verärgert war und nicht mehr zur Bar kommen wollte. Damit hatte sie einen guten Kunden und die tägliche Auslösesumme verloren. Suchata erhielt eine Verwarnung. Sie hatte jetzt wieder kein Geld und Schulden bei der Chefin, so mußte sie sich wieder intensiv um Kunden bemühen und bekam immerhin bis zum Monatsende das Geld für die Miete zusammen. Ihr restlicher Monatslohn brachte ihr auch nicht das große Glück, sie spendete ihn dem Kartenclub.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es dauerte nun drei Wochen, bis sie wieder einen Ausländer fand, der sie auf längere Zeit mitnahm. Nachdem die Chefin sie bei der letzten Gelegenheit mit einem Dauerkunden verwarnt hatte und sie auch einsah, daß es nicht gut ist, so einen schönen Dauerkunden einfach sitzen zu lassen, blieb sie fast drei Wochen bei ihm, bis er abreiste. Sie sagte sich, daß es besser ist, wenn sie mehr Geld zum Einsatz hat, um ihr Glück zu machen. Tatsächlich gewann sie auch einiges Geld, als sie am Tag seiner Abreise nachts in den Kartenclub ging. Aber schon am nächsten Tag wendete sich das Blatt und sie verlor alles, was sie bei sich hatte.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ihr wirklich großes Glück erschien etwa vierzig Kunden und über drei Monate später, als sie von einem Farang ausgelöst wurde, der früher schon einigemale in Pattaya gewesen war und sich nun mit viel Geld hier niederlassen wollte. Hier sah Suchata ihre besten Chancen und sie gab sich alle Mühe, für diesen Farang alles ihr Mögliche zu tun, denn dies schien eine gute Geldquelle zu sein. Sie bekam gutes Geld und sagte ihrem Herbert nur hin und wieder einmal, daß sie zu ihren Eltern fahren muß, aber am nächsten Tag wieder zurückkommt. So fiel es nicht auf, wenn sie spielen ging. Wenn sie verloren hatte, sagte sie ihm, daß sie ihr Geld ihren Eltern gegeben hat. Dann gab Herbert ihr aus Mitleid auch noch ein paar kleine Scheine und merkte nicht, daß sie spielen ging. Als sie einmal zum Kartenspielen gegangen war, hatte Herbert ihr das strikt verboten und war sehr ärgerlich gewesen, obwohl sie doch gar nicht verloren hatte. Aber es war schon so, daß man die Farang nie verstehen konnte und daß sie ihm besser nicht sagte, wenn sie wieder einmal spielen ging.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Herbert hatte sich unterdessen nach guten Geschäftsmöglichkeiten umgesehen und hatte herausgefunden, daß in Pattaya viele Ausländer leben, die gerade eben kein Geld haben, während sie auf Geld aus dem Ausland oder andere Einkünfte warteten. So beschloß Herbert, Geld zu verleihen und es war gar nicht schwer, Kunden zu finden. Es war allgemein bekannt, daß Geldverleiher in Thailand um die zehn Prozent pro Monat einnehmen und das versprach eine gute Rendite, wenn man dabei darauf achtete, daß irgendwelche Sicherheiten vorhanden waren.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das Geschäft lief auch über längere Zeit ganz gut. Herbert suchte jene Leute, die Geld brauchten, was nicht schwierig war, dann machte er die Verträge und da die meisten Rückzahlungen in Raten vorgenommen wurden, schickte er Suchata zum Einkassieren. Daß einige Leute nicht zahlen konnten und erklärten, daß man noch zwei oder drei Tage warten muß, war normal. So fiel es denn auch nicht auf, wenn Suchata eine größere Summe kassierte und erst einmal zu ihrem Spielclub ging, manchmal gewann sie etwas und konnte Herbert das einkassierte Geld gleich anschließend nach dem Spiel geben. Wenn sie verlor und ihr eigenes Geld nicht ausreichte, dann sagte sie Herbert, der Kunde hätte gesagt, sie sollte in drei Tagen wiederkommen. Dann hatte sie drei Tage Zeit, um das Geld beim Spielen wieder zu verdienen. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Wenn das nicht gelang, dann mußte sie das Geld vom nächsten Kunden nehmen, um es Herbert auf den Namen des vorigen Kunden zu geben und hatte wieder einige Tage Zeit, um nun das Geld vom nächsten Kunden zu verdienen. Dabei mußte man geschickt vorgehen, um zu wissen, welche Kunden in welchem Abstand ihre Rückzahlungen vorzunehmen hatten, damit man die Rückzahlungen so verschieben konnte, daß man die Zahlung des nächsten Kunden rechtzeitig erhielt, um das zurückgezahlte Geld der Kunden mit einer möglichst geringen Verspätung abzugeben, damit der Zwischenhandel nicht auffiel.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Herbert sah, daß das Geschäft gut lief und kaufte sich nun ein Haus, das eigentlich für zwei Personen viel zu groß war. Aber das Haus wurde von einer Thailänderin angeboten, deren ausländischer Mann in seiner Heimat hinter Gittern saß und so schnell nicht wiederkommen würde. Die Frau wollte dringend zurück in ihr Dorf zu ihren Eltern und ihren Kindern. Sie war inzwischen auch schon etwas älter und hatte nicht viele Chancen, noch weiter in einer Bar zu arbeiten. Sie sah aber, daß sie in Pattaya sehr viel Geld ausgibt und wollte daher das Haus so schnell wie möglich verkaufen. Mit dem Erlös könnte sie sicherlich viele Jahre problemlos in der Provinz leben. Herbert bezahlte in bar und hatte deshalb einen äußerst günstigen Preis, auch weil das Haus in einer guten Laufgegend lag und der Grundstückspreis wesentlich höher war, als er in dem letzten Kaufdokument angegeben worden war. Nun waren sie mit Einkäufen und Besorgungen beschäftigt. Das Haus mußte eingerichtet werden, wobei Suchata auch einiges Geld an Kommissionen in die Tasche stecken konnte, während das Geschäft des Geldverleihens weiterging. </span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Obwohl Herbert schon über 60 Jahre alt war, war er noch äußerst rüstig, er war beliebt und galt als unterhaltsam, während die knapp zwanzigjährige Suchata sehr hübsch, sehr freundlich und sehr agil war. Man beglückwünschte Herbert zu einer derart fleißigen und freundlichen Frau und man hielt die Beiden trotz des hohen Altersunterschiedes für ein glückliches Paar, zumal Herbert auch ein Gemütsmensch und für seine freundliche, ruhige Art bekannt war und man die Beiden nie streiten sah. Dazu kam, daß das Spielerglück ja auch sehr wechselhaft ist und Suchata zwischendurch einige Gewinne verbuchen konnte, was dazu führte, daß Herbert nun auch die Rückzahlungen seiner Kunden wieder pünktlich erhielt, so daß das Leben völlig problemlos verlief.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als Herbert eines Tages zur Botschaft fuhr, weil er einen neuen Paß beantragen mußte, fuhr Suchata mit nach Bangkok. Während Herbert auf der Botschaft war, fuhr Suchata in den Slum und bezahlte ihre alten Spiel- und Drogenschulden. Dort hatte man verstanden, daß Suchata wegen der Probleme, die sie mit ihrem Vater hatte, verschwunden war und man akzeptierte nun die Rückzahlung, ohne irgendwelche Zinsen zu verlangen. Da es Suchata zu diesem Zeitpunkt finanziell sehr gut ging, lehnte sie es auch ab, Drogen zum Verkauf mitzunehmen, weil die Sache ihr zu heiß war. Sie dachte dabei an ihren Bruder, der wegen Drogenhandel noch lange Jahre hinter Gittern sitzen würde. Im Slum erhielt sie aber auch die Nachricht, daß ihre Mutter inzwischen krank geworden und verstorben war. Ihr Vater lebte jetzt allein, aber sie hatte keine Lust, ihren Vater zu sehen und so traf sie sich rechtzeitig wieder mit Herbert in einem Restaurant in der Nähe der Botschaft, wie sie es ausgemacht hatten. Suchata war nun einerseits beruhigt. Sie konnte sich jederzeit wieder in der Slumgesell-schaft sehen lassen und man würde ihr auch helfen, wenn sie in Not war. Andererseits war sie von dem Tod der Mutter sehr getroffen, was sogar dazu führte, daß sie fast einen ganzen Monat lang nicht Karten spielte. So gab es keine Störungen im Geschäftsablauf und Suchata hatte immer noch etwas Geld von ihren Gewinnen übrig und erhielt zudem auch das Geld von Herbert, das für sie und für ihre armen Eltern gedacht war.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das Leben verlief nun völlig problemlos und in relativem Wohlstand. Es hätte auch problemlos weitergehen können, wenn da nicht etwas Wichtiges gefehlt hätte. Das war einmal die Unterhaltung, die da fehlte, denn die Unterhaltung mit dem zwar freundlichen und sympathischen, aber doch über vierzig Jahre älteren Herbert war doch nicht das, was ein junges Mädchen glücklich macht. Es war langweilig und Suchata suchte ein etwas bewegteres Leben. Dann war da auch noch das Spielerglück, das fehlte und dem sie ihrer Meinung nach die vergangenen glücklichen Monate zu verdanken hatte. Suchata beschloß, daß man diese beiden Punkte gut miteinander verbinden konnte und ging wieder einmal zum Kartenspielen.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber das Spielerglück war ihr diesmal nicht so gut gesonnen und sie verlor viel Geld. Um die Schulden wieder hereinholen zu können, mußte sie immer größere Einsätze wagen und verlor immer mehr. Nun wurden zunächst Herberts Kunden saumselig und verschoben ihre Zahlungen immer weiter. Als Herbert einmal laut darüber klagte, dauerte es nur noch eine Woche, bis sie wieder alle pünktlich zahlten, was ihm aber nicht auffiel. Suchata hatte nämlich an einen der Spieler, bei dem sie hohe Schulden hatte, heimlich das Haus verkauft, das seinerzeit auf ihren Namen eingetragen worden war. Sie verpfändete die Besitzurkunde.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber sie hatte sich ein Rückkaufrecht von zwei Monaten garantieren lassen. Sie saß jetzt nur noch an hoch dotierten Spielertischen, dort würde sie jetzt ganz bestimmt wieder Glück haben, dann könnte sie das Haus wieder zurückkaufen und Herbert würde von der ganzen Angelegenheit gar nichts merken. Sie mußte nur hohe Einsätze wagen, um diese hohe Summe durch große Gewinne aufbringen zu können.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Doch das Spielerglück machte nicht mit. Suchata verlor weiter mit ihren hohen Einsätzen und bald war das Geld, das sie für den Verkauf des Hauses bekommen hatte, verspielt. Sie mußte aber unbedingt das Haus zurückkaufen. So kam es dazu, daß Herberts Kunden nun wieder säumig wurden. Es war gut, daß sein Geschäft angewachsen war, so gab es nun viele Kunden und viele Rückzahlungen. Damit mußte sie ja einmal gewinnen. Und sie gewann auch manchmal etwas, aber nur, um gleich darauf um so mehr zu verlieren, worunter die Rückzahlungen zu leiden hatten..</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als Herberts Kunden schon fast einen Monat im Rückstand waren, entschloß er sich dazu, mit einigen von ihnen zu reden, denn ein Monat Zahlungsrückstand brachte ihm ja einen enormen Zinsverlust. So redete er mit einem nach dem anderen und einer nach dem anderen beteuerte, daß er die Rückzahlungen pünktlich geleistet hatte und legte ihm die Quittung vor. Als er Suchata zur Rede stellte, heulte sie fürchterlich und versprach, sie würde alles zurückzahlen, wenn sie nur bei den nächsten Spielen wieder einmal Glück hätte. Herbert rechnete zusammen, daß ihm über 400.000 Baht fehlten. Er war außer sich und warf Suchata raus. Anzeigen konnte er sie ja nicht, da er keine Lizenz als Geldverleiher hatte.</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Während Herbert eine neue Liste anlegte, um herauszufinden, wer ihm nun noch Geld schuldig war und sich überlegte, wie er an ein Mädchen kam, dem er auch vertrauen konnte, klingelte es und drei Herren erschienen. Sie redeten auf ihn ein und zeigten ihm einige Dokumente, die er aber nicht lesen konnte. Die Herren gingen wieder und baten ihn, zwanzig Minuten zu warten. Sie kamen schon nach fünfzehn Minuten mit einem weiteren Mann wieder. Der sollte die Angelegenheit übersetzen. Und dann erfuhr Herbert, daß Suchata das Haus für 500.000,- Baht verpfändet hatte, daß die Frist bereits abgelaufen war. Großzügig gaben sie ihm eine Frist von drei Tagen, um seine Sachen zu packen und auszuziehen.<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify; tab-stops: 252.0pt;"> </p>
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		<title>Freier Sex für 500 Baht</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 18:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[ - &#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Die Geschichten gehen weiter&#8217; - Kurzgeschichte von Gad Labudda Ein ungelöstes Problem menschlichen Lebens scheint darin zu bestehen, menschliche Gefühle nicht etwa ausleben zu wollen, sondern möglichst in abstrakte Begriffe zu fassen. Sind die Versprechungen, die mir ein Mensch gibt, Liebe, oder ist es das, was ich von ihm verlange? Und, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-font-weight: bold;"> - &#8216;Victor Schluff&#8217; in &#8216;Die Geschichten gehen weiter&#8217; -</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-font-weight: bold;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</p>
<p></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ein ungelöstes Problem menschlichen Lebens scheint darin zu bestehen, menschliche Gefühle nicht etwa ausleben zu wollen, sondern möglichst in abstrakte Begriffe zu fassen. Sind die Versprechungen, die mir ein Mensch gibt, Liebe, oder ist es das, was ich von ihm verlange? Und, wenn er meine Erwartungen erfüllt, ist es dann wahre Liebe? Und ist freier Sex nur eine liberale Einstellung oder ist er wirklich gratis? Es ist für erstaunlich viele Menschen unbedingt erforderlich, hier eine klare Entscheidung zu treffen, bevor sie versehentlich einen Menschen lieben oder mit ihm gemeinsam Sex erleben könnten. Die positive Beantwortung der Fragen: „Liebst Du mich?&#8221; oder „Wirst Du mich auch immer lieben?&#8221; ist den weitaus meisten Menschen viel wichtiger, als diesen Menschen zu lieben. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das kommt daher, dass es viel angenehmer und bequemer ist, geliebt zu werden, als zu lieben, was eine Aktivität ist und bedeutet, den geliebten Menschen ohne Erwartungen sein Leben leben zu lassen und ihm zu helfen, das zu tun, was er (motivational) will. Während also das deutsche ‘Ich liebe Dich’ eigentlich ‘Ich will für Dich da sein’ bedeutet und sehr unbequem sein kann, wird es in den meisten Fällen irrtümlich oder in böser Absicht ausgesprochen und bedeutet ‘Ich will Dich haben’. Die Spanier sagen dafür ‘Te quiero’, was beides bedeutet, der Wahrheit viel näher kommt und ehrlicher ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">„Ja, die Naturvölker sind noch viel aufgeschlossener, als die zivili-sierten Länder&#8221;, beteuert Louis, ein sechsundvierzigjähriger Junggeselle, am Stammtisch, als der nur etwas ältere Gert von seinen Erfahrungen in Thailand berichtet und erzählt, dass man dort mit jeder Frau, die einem gefällt, ins Bett gehen kann. Man braucht sie nur zu rufen, dann kommt sie und man geht zusammen ins Hotel. Louis hat in der Zeitschrift Geo einmal einen Beitrag über irgend so ein exotisches Naturvolk gelesen. Er kann sich zwar nicht erinnern, wo diese Menschen gelebt haben, aber auf jeden Fall stand da etwas von freiem Sex und sie waren exotisch und lebten weit weg. Die Thai waren auch exotisch und lebten weit weg, und wenn Gert sagte, dass sie freien Sex praktizieren, dann müssen sie auf jeden Fall auch ein Naturvolk sein, das keine Bildung hat und die Weissen bewundert, was für Louis sehr interessant war, denn er wollte schon immer einmal bewundert werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Auch Bernhard, der früher einmal einige Semester Anthropologie studiert hat, stimmt zu und erwähnt sogenannte primitive Kulturen in Südamerika, Afrika und in Asien, die den freien Sex praktizieren. Als Beispiel nennt er die Akha, die ja auch in Thailand leben. Sie sehen den menschlichen Körper und den Sex als etwas Natürliches an, meint er und fügt hinzu, dass die Frauen der Akha schon seit Jahrhunderten in Miniröcken herumlaufen, also lange, bevor die Miniröcke in Europa erfunden wurden, schon welche trugen. Er erklärt: „Die Akha kennen zwar die Ehe, aber sie halten es für gut, wenn die Jugendlichen noch vor der Ehe freien Sex erleben, sich ihre Sexualpartner frei aussuchen, um sich zu erproben und Sex mit verschiedenen Partnern kennenzulernen. Dafür haben sie eine eigene Hütte, wo sich die jungen Leute begegnen und kennenlernen, bis sie zusammen in einen speziellen hochgelegenen Bau gehen, in die sogenannten Junggesellenhütten, in dem die einzelnen jungen Männer wohnen. Dadurch fällt es ihnen dann später auch viel leichter, den richtigen Partner fürs Leben zu finden.&#8221;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nun fühlte Kurt sich verpflichtet, einzuschreiten: „Aber das ist doch eine Sauerei, das gehört doch verboten!&#8221;, ereifert er sich. Doch Bernhard wundert sich und fragt: „Was ist eine Sauerei, der Sex? Du meinst also, dass alle Menschen durch eine Sauerei geboren werden. Du bist verheiratet und hast Kinder; was hast Du denn mit Deiner Frau für Sauereien angestellt?&#8221; Nun ist Kurt empört: „Das ist etwas ganz anderes, wir sind schliesslich verheiratet.&#8221; Doch Bernhard meint: „Wenn Du Deinen Finger in Deinen Hintern steckst und anschliessend in die Nase, dann ist das eine Sauerei, nicht wahr? Und das bleibt auch dann eine Sauerei, wenn Du vom Staat eine Bescheinigung bekommst, dass Du das darfst. Aber wie kommst Du auf die Idee, dass Sex eine Sauerei ist?&#8221; </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Etwas verunsichert sagt Kurt nach emsiger Überlegung: „Na ja, auf jeden Fall ist Sex mit Jugendlichen eine Sauerei, weil deren Körper noch nicht so weit entwickelt ist.&#8221; Bernhard erklärt: „Wenn die Jugendlichen von sich aus miteinander ins Bett gehen, kannst Du Dich darauf verlassen, dass der Körper schon ausreichend entwickelt ist. Wenn er es nicht sein sollte, dann kann auch nichts passieren. Und jetzt komm’ mir bitte nicht mit fünfzehnjährigen Pädophilen, die mit vierzehnjährigen Mädchen ins Bett gehen und dem Hinweis, dass Pädophilie bei uns verboten ist. Die verherrlichten grossen Liebenden der Weltgeschichte kämen heute bei uns vor Gericht: Als Paris die dreizehnjährige Helena nach Troja entführte, war er zwölf Jahre alt. Wir dürfen nicht vergessen, dass verschiedene Völker vollkommen unterschiedliche Traditionen haben und dass Sexualität und Alter in Asien schon von der Geschichte der Länder her eine ganz andere Bedeutung haben, auch wenn das nicht immer positiv ist. Aber man ändert an der Einstellung der Menschen nichts durch Gesetze oder Gefängnisstrafen. Ich sehe übrigens den Unterschied zwischen Sex und Sauerei nicht in dem ausschliesslich genehmigten Zweck, Kinder zu zeugen, um irgend einer Religionsgemeinschaft neue Gläubige zuzuführen, einer gesetzlichen Altersgrenze, dem Besitz einer staatlichen Beischlafgenehmigung oder einer erwünschten Steuerermässigung, sondern nur darin, ob zwei Leute von sich aus ohne Zwang miteinander ins Bett gehen und Sex erleben, oder ob jemand dazu gezwungen wird. Der Zwang ist eine Sauerei, gleichgültig, um welchen Zwang es sich handelt, nicht der Sex.&#8221;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Der letzte Teil der Diskussion hat Louis schon nicht mehr interessiert. Er hatte genug gehört: Freier Sex beim Naturvolk der Thai, wo man die Frauen einfach zu sich rufen kann. Genau das, was er sich in seinen Wachträumen schon immer vorgestellt hat. Er ist allerdings nicht der Hellste und war auch noch nie im Ausland, deshalb spricht er mit Gert, der in vier Monaten wieder nach Thailand fahren will, und fragt, ob sie nicht zusammen fahren können. Gert ist einverstanden, er meint, das könnte vielleicht mehr Spass machen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Louis füllt die vier Monate bis zur Abreise mit Träumen. Da er Thailand nicht kennt, stellt er sich vor, wie er bei sich zuhause vor dem Bahnhof steht, alle Frauen beobachtet, die er schon in Illustrierten und auf Postern gesehen hat und nun auf ihn zugehen. Er ruft die schönsten nacheinander zu sich und geht mit ihnen ins Bett. Paradiesisch. Und genau so soll sein Urlaub verlaufen. Eigentlich war das ja ganz klar mit dem freien Sex. Ihm würde es Spass machen, mit vielen jungen, hübschen Frauen ins Bett zu gehen. Also müsste es auch den Frauen Spass machen, mit hübschen, jungen Männern ins Bett zu gehen, zu denen er sich zählte, auch wenn hier die Entscheidung im Zweifelsfall für den Angeklagten gefallen war. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das Desinteresse der Frauen am Sex, das er so oft erlebte, führte er auf eine Tradition aus alten Zeiten zurück, als es noch keine Verhütungsmittel gab und die Frauen Angst hatten, Kinder zu kriegen. Auf gar keinen Fall konnte es sein, dass seine Sexinteressen von Frauen wegen seiner Person abgelehnt wurden, oder vielleicht, weil er nicht stattlich oder schön war. Das konnte einfach nur an den Vorurteilen der Frauen liegen. Und nun fuhr er in ein Land, in dem die Frauen aufgeschlossen waren, wo es den freien Sex gab. Die Zeit verging mit Träumen von Hula-Mädchen und Playgirls vor dem Bahnhof, aus denen er erst erwachte, als die Maschine in Bangkok landete. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Schon auf dem Weg nach Pattaya übte er sich in der Auswahl der schönsten Frauen, die er vom Autofenster aus sehen konnte, was sich anfangs etwas schwierig gestaltete, weil diese Frauen viel mehr Kleidung trugen, als die Frauen seiner Träume. Aber er tröstete sich damit, dass diese Frauen die Kleidung spätestens zum freien Sex ablegen mussten und stellte sich die jüngeren Frauen, die er sehen konnte, ohne Kleidung vor. Nur kurz fiel ihm in Bangkok auf, dass er sich Naturvölker eigentlich immer ganz anders vorgestellt hatte, ohne so viele Häuser, Strassen und Autos, aber das waren wohl nur nebensächliche Äusserlichkeiten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Im Hotel angekommen duschten sich die Freunde, assen eine Kleinigkeit und ruhten sich etwas aus, damit sie frisch waren, wenn sie sich nach dem Abendessen so gegen 20 Uhr ins Nachtleben stürzen wollten. Louis klopfte an Gerts Zimmer und sie trafen sich im Restaurant des Hotels, um nach einem gemütlichen Essen gemeinsam den kurzen Weg ins Stadtzentrum zu schlendern. Sie waren noch keine fünfzig Meter gegangen, als Louis auf zwei Fingern pfiff, „Eh, you!&#8221; schrie und heftig mit beiden Armen winkte. Als Gert ihn erstaunt ansah, zeigte er auf eine hübsche junge Frau in eleganter, enganliegender Kleidung mit einem tiefen Ausschnitt, die langsam aus einem Juwelierladen kam und sich auf den Rücksitz eines wartenden BMW setzte. „Ob die mich nicht gehört hat?&#8221;, fragte er Gert enttäuscht. Der war etwas verstört und wollte wissen: „Kennst Du sie denn?&#8221; Doch der meinte ganz harmlos: „Nee, aber die hätte mir im Bett schon gefallen. Du hast doch gesagt, hier ist freier Sex und man braucht die Frauen nur zu rufen.&#8221; </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nur kurz fiel Gert ein, dass es einer seiner Jugendträume gewesen war, Affen zu dressieren. Doch dann überwand er sich und versuchte, Louis aufzuklären: „Das bezieht sich natürlich nicht auf alle Frauen im Land und nicht auf alle Frauen auf der Strasse. Die Frauen, die Du rufen kannst, um mit ihnen ins Bett zu gehen, triffst Du nicht in Juwelierläden, in BMW’s oder auf der Strasse, sondern nur an bestimmten Orten&#8230;&#8221; Louis war enttäuscht, aber er versuchte, zu verstehen: „Dann ist das wohl eine andersdenkende Bevölkerungsgruppe, so wie in Deutschland die Grünen, und die treffen sich dann so ähnlich wie bei den Akha in einer speziellen Begegnungshütte, ja?&#8221; Gert seufzte und meinte: „Äh, so ähnlich, ja.&#8221; Und dann gingen sie weiter zu der Begegnungshütte mit dem Namen „Pussy Bar&#8221;, in der gerade einige sehr dekorativ entkleidete Mädchen unter Leuchtstoffröhren und flackernden Lichtern an den Stangen tanzten und hoffnungsvoll auf ihre lukrative Begegnung mit dem überwiegend deutschsprachigen Publikum warteten, das sie biertrinkend fast so interessiert betrachtete, als gehörten sie zum Wochenendprogramm der Bundesliga und spielten Fussball.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">„Das ist ja toll&#8221;, begeisterte sich Louis bei einem Chang-Bier und folgerte: „Dann kommen die Frauen nach der Arbeit und stellen sich hier zur Schau, weil sie freien Sex suchen, nicht wahr?&#8221; Gert war der Verzweiflung nahe, doch er kannte Louis schon länger, fasste sich daher in Geduld und erklärte ruhig: „Das ist nicht ganz richtig; sie kommen nicht von der Arbeit, sondern das ist ihre Arbeit&#8230;&#8221; Louis verstand das nicht: „Aber wenn die das gratis machen, dann ist das doch keine Arbeit. Womit verdienen sie denn ihren Lebensunterhalt, wenn sie für ihre Arbeit kein Geld bekommen, oder sind die so reich, dass sie es nicht nötig haben, Geld zu verdienen?&#8221;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gert hatte seine liebe Mühe, Louis verständlich zu machen, dass „Freier Sex&#8221; sich nicht auf den Preis, sondern auf die Einstellung zum Sex bezog. „Die Einstellung der thailändischen Gesellschaft zum Sex ist viel freier, als in Europa&#8221;, behauptete er aufgrund seiner umfangreichen Erfahrungen, die er von Thailand in seinem zweiwöchigen Urlaub in Pattaya bereits gesammelt hatte. Leider beschränkten sich seine Erfahrungen mit Thailändern auf jene, die sich in den Bars finden liessen, was nicht sehr repräsentativ für die Bevölkerung ist. „Deshalb findest Du hier um die fünfzigtausend Mädchen, wie die Regierung einmal gesagt hat, die dringend einen Farang suchen, einen weissen Ausländer, und sogar bereit sind, mit Dir ins Bett zu gehen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die bleiben die Nacht über und vielleicht auch am nächsten Tag und dafür nehmen sie nur fünfhundert Baht, das sind rundgerechnet zehn Euro und das ist schon fast gratis.&#8221; Louis war weitgehend überzeugt, er verstand nur nicht: „Warum nehmen sie denn Geld dafür, wenn es freier Sex ist?&#8221; Gert wurde ärgerlich: „Weil sie sonst nichts zu essen haben, das ist doch wohl klar.&#8221; Louis verstand immer noch nicht: „Sie verkaufen also Sex, weil sie sonst nichts zu essen haben. Aber warum nennt man das denn freier Sex, wenn die Frauen dazu gezwungen sind, weil sie sonst nichts zu essen haben?&#8221; </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Es war wirklich schwierig mit Louis und Gert erklärte: „Das ist nicht so einfach. Schau ‘mal, alle Mädchen, die hier sind, sind arm und haben kein Geld. Aber da kommen Mädchen, weil ihnen der Sex Spass macht und sie hoffen, dass sie dabei gut verdienen. Andere Mädchen kommen, weil sie ihre Eltern oder Kinder ernähren wollen oder müssen und nichts anderes tun können, nichts gelernt haben und nicht arbeiten können, wenn sie die Kinder zuhause haben, die finden sich mit dem Sex ab, weil sie damit Geld verdienen und dann kommen auch Mädchen, die hoffen, einen Farang ausnehmen und dabei reich werden zu können. Die Mädchen, die überhaupt keinen Sex akzeptieren, die kommen auch nicht hierher. Die Mädchen sind nicht alle gleich, Du musst selbst herausfinden, was sie wollen, wie Du sie empfindest, welche Verbindung Du zu ihnen hast, welche Gemeinsamkeit Du mit ihnen empfindest und wie Du mit ihnen zurechtkommst.&#8221;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber auch hier prostestierte Louis und meinte: „Ich will doch gar nichts herausfinden. Verstehst Du denn nicht? Du hast doch gesagt, hier gibt es freien Sex. Den suche ich, sonst nichts.&#8221; Gert atmete tief ein und erklärte: „Es gibt keinen freien Sex. Wenn eine Frau bereit ist, mit Dir Sex zu haben, dann will sie immer eine Gegenleistung, angefangen von einer vernünftigen Leistung oder einem Eingehen auf sie beim Sex, bis hin zum Pelzmantel, einem Cabriolet oder der Ehe. Der Begriff ‘Freier Sex’ bezeichnet ursprünglich nur die Einstellung gegenüber Partnerwechsel, das heisst, dass Partner ihrem Partner sexuellen Umgang mit anderen Personen erlauben. Freier Sex bedeutet nicht, dass jemand sich so frei fühlt, mit irgend jemand Sex zu haben und es ist auch kein Werbeangebot von Hotels oder Reiseagenturen. Der Begriff wird manchmal für Partnerwechsel gebraucht und fälschlicherweise, wenn ein Junggeselle sagt, dass er bei einer Frau nicht zu bezahlen brauchte. Aber, was kümmerst Du Dich die ganze Zeit nur darum, einen passenden Begriff zu suchen. Willst Du hier Germanistik studieren, willst Du hübsche Mädchen und Sex suchen, oder bist Du vielleicht nur zu geizig, für eine Nacht zehn oder fünfzehn Euro zu bezahlen?&#8221;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Louis druckste und erklärte: „Du hast gesagt, dass sich die Frauen um Weisse reissen und dass man sie nur zu rufen braucht. Mich stört, dass ich dafür bezahlen soll, wenn sie sich doch um mich reissen. Ich verstehe das nicht.&#8221; Gert war der Verzweiflung nahe: „Also gut, sie sind nicht hinter Dir her, sondern hinter Deinem Geld. Aber was soll’s. Geh’ doch ‘mal in Deutschland in eine Disco, zeig’ Deine Figur und Dein Gesicht, sag’ wie alt Du bist, halt’ zehn oder fünfzehn Euro hoch und frag’, welche Frau dafür mit Dir die Nacht im Bett verbringt. Dort bekommst Du Prügel, und hier geht praktisch jede Frau mit. Reicht Dir das nicht?&#8221;</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Louis sah ein, dass er irgendwo Recht hatte. Sein Einzug als umworbener Star war also misslungen. Aber er konnte sich ja noch als reicher Farang umwerben lassen und machte sich nun frischen Mutes daran, nacheinander jene Frauen auszusuchen, die die meiste Ähnlichkeit mit seinen Traumschönheiten hatten und zeigte dabei deutlich, dass er bereits in die Wechseljahre gekommen war. Gert erhielt am nächsten Morgen regelmässig einen genauen Bericht darüber, ob die jeweilige Frau ihm erklärte, dass sie anständig ist und gar nicht ins Bett will, sondern nur einen Farang sucht, der ihr aus Mitleid Geld schenkt, ob sie das Licht ausschaltete, sich wie ein Bügelbrett verhielt oder behauptete, Jungfrau zu sein und eine geplatzte Bauchdecke hatte. Er erhielt auch allmor-gendlich ausführliche Berichte über die Schönheit und das Verhalten der Frauen und man merkte Louis an, dass es ihm sehr wichtig war, mitzuteilen, dass er mit einer Frau im Bett gewesen war.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Zu den Berichten gehörte aber nie eine Mitteilung über das Wesen der Frauen, über ihre Herkunft, ihr Leben, das, was sie wollten oder auch nur eine Andeutung, worüber sie miteinander gesprochen haben. Aber Louis zeigte sich gut beschäftigt und Gert brauchte sich nicht mehr viel um ihn zu kümmern, was er mit Erleichterung bemerkte. Sie trafen sich regelmässig beim Frühstück, wo Louis über seine Abenteuer berichtete, sich vielleicht noch über eine Frau beschwerte, die besonders hübsch war und von ihm für die Nacht sieben- oder achthundert Baht verlangt hatte, worauf sie sich noch eine Zeitlang unterhielten und manchmal ein gemeinsames Treffen am Abend in einer Bar verabredeten, aber ansonsten gingen sie weitgehend ihre eigenen Wege.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Vier Tage vor Urlaubsende erschien Louis zum Frühstück mit strahlendem Gesicht und einer mandeläugigen Achtzehnjährigen im Arm, die viel von ihrer hellbraunen Haut sehen liess und sehr verführerisch lächelte. Nachdem er sie ausgiebig in den höchsten Tönen gelobt hatte, machte er eine kleine Pause, dann fragte er Gert: „Sag’ ‘mal, was braucht man eigentlich, wenn man so eine Frau nach Deutschland mitnehmen will?&#8221; Gert hatte gar kein gutes Gefühl, als er aufzählte: „Dazu brauchst Du die Frau, die mitgehen will, sehr viel Geld, ein sonniges Gemüt, unbegrenzten Optimismus, ein dickes Wörterbuch zur Verständigung, Viagra, einen Käfig oder eine Kette, damit sie nicht wegläuft und eine Pensionsberechtigung, um die Zeit zu haben, die man sich um sie kümmern muss.&#8221; Doch Louis hörte nicht hin und schwärmte, wie sehr er Nok liebt, dass sie so gut zusammenpassen, dass sie so wunderschöne Augen hat, einen so sinnlichen Mund und eine berauschende Figur, bis er endlich erklärte, sie sei in Pattaya die einzige anständige, liebevolle, intelligente, verständnisvolle, hingebungsvolle, sparsame&#8230; </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gert verbarg sein Gesicht in den Händen und war dem Schluchzen nahe. Eine Aufklärung über Menschen, Zuneigung, Gemeinsamkeit, Partnerschaft, Verpflichtungen oder Verständnis hielt er in Louis derzeitigem Zustand für völlig ausgeschlossen und den Versuch für sinnlos und er bedauerte zutiefst, dass er seinen Jugendtraum, Affen zu dressieren, nie verwirklich hatte. Nun hatte er noch nicht einmal eine Grundausbildung und fühlte sich vollkommen unfähig, Louis ausgerechnet in seiner Brunftzeit zur Seite zu stehen.</p>
<p></span></p>
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		<title>Seit der Heirat ist sie die ,gnä’ Frau’</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 00:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzgeschichte von Gad Labudda   Genau so hatte er sich seine Traumfrau vorgestellt, als Olaf nach Thailand kam und sie das erste Mal sah. Klein und schmächtig war sie, zierlich und geradezu zerbrechlich sah sie aus und war ein Musterbeispiel für die vielgepriesenen ,sanften Asiatinnen‘. Mit ihren langen schwarzen Haaren sah Oy aus, als wäre sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Kurzgeschichte von Gad Labudda</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="color: black;"><span style="font-size: small; font-family: Times New Roman;"> </span></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Genau so hatte er sich seine Traumfrau vorgestellt, als Olaf nach Thailand kam und sie das erste Mal sah. Klein und schmächtig war sie, zierlich und geradezu zerbrechlich sah sie aus und war ein Musterbeispiel für die vielgepriesenen ,sanften Asiatinnen‘. Mit ihren langen schwarzen Haaren sah Oy aus, als wäre sie gerade fünfzehn Jahre alt geworden, dabei wurde sie in wenigen Wochen 25. Aber es war nicht nur ihr Körper gewesen, weshalb Olaf sie genommen hatte. Er hatte vor ihr schon andere Frauen gehabt, von denen einige sogar noch schöner gewesen waren, aber die hatte er bald wieder weggeschickt. Er wußte genau, was er wollte. Schließlich war er schon einmal verheiratet gewesen. Seine Frau hatte Gudrun geheißen und nach dem ersten Ehejahr hatte sie auch genauso ausgesehen und sich auch so verhalten – eine starke Figur aus der deutschen Heldensage. Er hatte nichts mehr zu lachen gehabt. Sie hatte das Sagen und wenn er nicht tat, was sie sagte, gab es Krach. Pantoffeln mußte er zuhause anziehen, wegen des Teppichs, und das Rauchen mußte er einstellen, wegen der Gardinen, vegetarisch mußte er essen, wegen der Gesundheit und die Fußballspiele und Krimis mußte er ganz leise hören, wegen der Nachbarn. Er durfte nicht ausgehen, wegen des Geldes, kein Bier trinken, wegen des Bauches, keine Zeitschriften mit Frauenbildern lesen, wegen der Kinder, nicht im Sessel sitzen, wegen der Abnutzung und er mußte einen Mercedes fahren, wegen der Nachbarn.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Und als er dann einmal mit einer anderen Frau weg war, hatte sie sich scheiden lassen. Wegen des Geldes. Nein, so ein Leben wollte er nie wieder haben. Deshalb hatte Olaf darauf geachtet, daß das Mädchen, das er sich hier nahm, ganz ruhig und bescheiden war, nicht viel redete und keine Ansprüche stellte. Sie war genau so, wie man es sich in Deutschland erzählte, eine untertänige, ja geradezu unterwürfige Asiatin. Es war während seines dritten Urlaubs in Thailand gewesen, als er sie kennengelernt hatte. Es war der Himmel auf Erden gewesen. Er lebte wie ein Pascha; sie las ihm alle Wünsche von den Augen ab, und wenn ein Wunsch übrig blieb, reichte ein kurzer Befehl. Oy kam aus der Provinz Nakhon Sawan. Die Eltern hatten nur eine kleine Holzhütte und ein kleines Reisfeld gehabt. Es gab nicht viel Arbeit, aber es gab auch nicht viel Essen. Reis mit Kräutern oder Blättern, die die Familie in einem nahen Gehölz sammelte. Manchmal konnten sie irgendwelche Arbeiten für den reichen Dorfvorsteher verrichten, um etwas Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Dann wurden sie von dessen Frau beaufsichtigt, einer dürren, herrschsüchtigen und zänkischen Frau, die allgemein gefürchtet wurde und nur zu ihrem Mann freundlich sein konnte. </span><span style="font-size: 7.5pt; color: black; font-family: Verdana;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Mit dreizehn Jahren war Oy von den Eltern zur Arbeit in einen Haushalt geschickt worden. Nach zwei Jahren gab jemand ihren Eltern zehntausend Baht Vorschuß auf die Arbeit, die sie an einer anderen Arbeitsstelle verrichten sollte und sie mußte dieses Geld abarbeiten. Sie kam sie in ein Restaurant. Dort mußte sie in der Küche arbeiten. Und mit den Gästen ins Bett gehen. Das Geld hatten die Eltern schon bekommen und mußte von ihr ,abgearbeitet‘ werden. Sie durfte das Haus nicht verlassen, bis sie schuldenfrei war. Aber man sagte ihr regelmäßig zum Monatsende, wie viele Schulden sie noch hatte. Wenn die bezahlt sind, wäre sie frei und könnte gehen. Einige Jahre später hatte sie von dem Extrageld, das ihr einige ihrer Kunden gaben, obwohl sie ihren Preis dem Restaurantbesitzer bezahlt hatten, genug zusammengespart, um sich freikaufen zu können. Als einmal ein hochgestellter Polizeibeamter kam, sagte sie ihm, daß sie nun nie wieder mit einem anderen Mann ins Bett gehen wollte. Er lachte. Als sie ihm aber sagte, sie hätte sich selbst das Geld zusammengespart, um sich freizukaufen, half er ihr und sprach mit dem Eigentümer. Dann sagte er ihr, daß er bereit wäre, sie als eine unauffällige Mia Noi zu akzeptieren, wofür sie von ihm auch regelmäßig etwas zu essen erhalten würde. Sie könnte bei Bekannten von ihm in einem Verschlag schlafen, die vielleicht auch Interesse an ihr hätten, und er würde sie jetzt öfter besuchen. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber Oy hatte eigentlich gar nicht so viel Interesse, in einem Verschlag zu leben, um sich von einem Polizisten beschlafen zu lassen. Als sie das Restaurant verließ, zog sie es vor, direkt nach Pattaya zu fahren. Sie wollte nicht mehr arm sein, denn sie hatte ihr Leben lang immer nur etwas tun müssen, was andere Leute wollten, weil sie kein Geld hatte. Sie hatte auch immer alles getan und sie hatte auch immer kein Geld und viel Hunger gehabt. Oy fand Arbeit in einer Bar und wechselte später zu anderen Bars, wo sie besser verdienen konnte, weil dort mehr Betrieb war. Aber ihre Absicht war nicht, das Geld zu sparen, um reich zu werden. Ein Barmädchen, das in Pattaya mit Männern mitgeht, kann davon leben, es kann vielleicht auch etwas Geld nachhause schicken, aber es kann davon nicht reich werden. Aber sie wußte inzwischen, daß es Männer gab, die für eine Frau viel Geld ausgeben, wenn die Frau nur so ist, wie sie es sich erträumten. Wenn die Frau so ist, wie es ihnen paßt und alles tut, was sie wollen, dann reden diese Männer sich gerne ein, das wäre reine Liebe und dafür geben sie alles. Und so wollte sie noch einige Zeit alles tun, was die Männer sich erträumten. Bis sie es nicht mehr nötig haben würde. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Damals, als sie in dem Restaurant arbeitete, hatte sie einmal einen Jungen kennengelernt, der sie wirklich mochte. Aber dann verboten seine Eltern ihm, sie wiederzusehen und er kam nie wieder. Die anderen Männer brauchten sie nur fürs Bett. Und als Haushaltshilfe und Dienerin. Aber sie bezahlten dafür und Oy brauchte das Geld. Wenigstens vorläufig noch. Und sie verhielt sich genau so, wie Olaf es von ihr erwartete, damit er ihr einmal alles geben sollte. Pascha Olaf gefiel sein Urlaubsleben hier und er überlegte sich, ob er nach Pattaya kommen sollte, um hier zu leben. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Allerdings hatte die Scheidung von seiner Frau Gudrun ihn viel Geld gekostet. Aber er hatte sich früher schon einmal eine Reserve zugelegt, als er sich überlegt hatte, seine Gudrun sitzen zu lassen und für ein neues, freies Leben nach Südamerika zu gehen. Diese Rerserve war ganz nett. Und da waren noch die Großeltern, die schon sehr alt waren und nicht unvermögend. Sie hatten Gudrun noch nie gemocht und hatten volles Verständnis, als die Scheidung kam. Er hatte von ihnen noch eine nette Summe zum Start eines neuen, eigenständigen Lebens erhalten und es war später noch erheblich mehr Geld zu erwarten, wenn sie ihres nicht mehr brauchen würden. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Olaf hatte Oy etwas Geld gegeben und ihr gesagt, daß sie auf ihn warten sollte; er würde bald wiederkommen. Und Oy gehorchte und sagte ,ja’. Als Olaf dann nach zwei Monaten wiederkam, hatte sie sich sehr gefreut. Und sie hatte sogar geweint, als er nach einem Monat wieder nach Deutschland fuhr. Aber drei Monate später war er wieder da und sagte, er würde jetzt hier bleiben. Oy sollte ein schönes Apartment für sie beide suchen. Er würde jetzt mit ihr zusammenleben und nur hin und wieder noch einmal kurz nach Deutschland fahren. Und Oy gehorchte, sagte ,ja‘, suchte ein Apartment und lebte mit Olaf als seine untertänigste Dienerin. Sie gehorchte, machte sauber, ging einkaufen und ging mit ihm ins Bett, wann es ihm paßte. Sie gab keine Widerworte, sondern bemühte sich immer, alles so zu tun, daß Olaf voll zufrieden war. Denn schließlich war sie seine Dienerin und sie wußte, wie leicht es geschehen konnte, daß er sie einfach wegschickte und sich in der nächsten Bar irgend eine andere Frau holte. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Olafs einziges Problem war jetzt seine Langeweile. Er mußte etwas tun. Einmal wegen der Beschäftigung und dann auch, weil er mit seinem Geld, das er jetzt hatte, nicht sehr lange auskommen würde und es gar nicht sicher war, wann er das zu erwartende Geld von seinen alten Großeltern bekommen wird. Da er leider keinen Beruf hatte, den man in Thailand gebrauchen kann, entschloß er sich, Jagd auf Urlauber und Touristen zu machen. Er hatte schon bald bemerkt, wie dumm die waren und wie sie auf alles hereinfielen. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So besorgte und verkaufte Olaf alles, was Ausländer brauchen konnten. Er vermittelte Gruppenreisen, Motorräder, Anzüge und Veranstaltungen, Hotelzimmer und Apartments, natürlich alles für eine Kommission, versteht sich. Aber das war nur ein kleiner Nebenverdienst, der nicht das große Geld brachte. Bars, Geschäfte, Häuser und Land zu verkaufen, brachte mehr Geld. Aber mit den Kommissionen war das so eine Sache. Es zeigte sich, daß sie oft sehr schwer und manchmal gar nicht zu kassieren waren. Es wäre schon besser, wenn man eine eigene Firma hatte. Aber es sollte sehr schwer sein, die Genehmigungen zu erhalten. Als Ausländer hätte er da gar keine Chancen, hatte man ihm gesagt. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Inzwischen lief das Geschäft weiter. Oy lernte fleißig Englisch und übersetzte bei Gesprächen und Verhandlungen. Sie kassierte die Gelder, weil er ja keine Arbeitsgenehmigung hatte, sie machte auch die Buchhaltung und schrieb die Überweisungen, erledigte den Schriftverkehr, der oft auf Thai geführt werden mußte. Bald verhandelte sie auch mit den Firmen, die Angebote unterbreiteten oder Provisionen anboten und Olaf suchte nur noch die profitablen ausländischen Kunden. Das Geschäft entwickelte sich. Er verdiente dabei zwar nicht viel, aber es reichte zum Leben und er brauchte sein auf der Bank deponiertes Geld nicht anzugreifen. Oy entwickelte sich dabei sehr vernünftig. Sie lernte viel und las viele Bücher. Sie sagte auch nichts, wenn er abends in eine Bar ging und wollte nicht einmal mitgehen. Selbst wenn er hin und wieder einmal eine ganze Nacht wegblieb, sagte sie keinen Ton und war ihm nicht böse. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So liebte Olaf das Leben und er war rundherum zufrieden. Er überlegte sich einige Zeit, das Geschäft auf den Namen Oy’s laufen zu lassen, aber den Gedanken ließ er wieder fallen. Er könnte auf diese Art keine Arbeitsgenehmigung, ja noch nicht einmal eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen und wenn er selbst ein günstiges Schnäppchen angeboten bekam, konnte er es nicht kaufen und mußte es auf den Namen von Oy schreiben lassen. Aber er hatte gehört, daß es Ausländern große Vorteile bringt, wenn sie mit einer Thai verheiratet sind. Er könnte dann eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen, hieß es. Er hörte aber auch, daß in Asien die Männer über die Frauen zu bestimmen haben. Also wäre es viel besser, wenn er heiratete. Wenn er über sie zu bestimmen hat, dann könnte er mit ihr eine Company gründen und würde ein Jahresvisum und eine Arbeitsgenehmigung bekommen. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Oy tat alles, was er von ihr verlangte und sie gab sich große Mühe, daß die Geschäfte gut liefen. Sie hielt das Haus sauber, erledigte seine Wäsche und hatte inzwischen auch gelernt, ihm europäisches Essen zu machen. Sie gab für sich kein Geld aus, war gehorsam, immer für ihn da, gab niemals Widerworte, so daß es auch nie Streit gab. Olaf war sicher, daß er sich voll auf Oy verlassen konnte und er war sicher, daß er als Ehemann das Geschäft voll in Händen hatte, wenn sie eine Company eröffneten und er sie als Geschäftsführerin einsetzte. Denn dann wäre das eine thailändische Company, was sicher Vorteile hatte, während es nur eine ausländische Company ist, wenn der Geschäftsführer ein Ausländer ist. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">So sagte er Oy eines Tages, daß er sie heiraten werde und daß sie dann eine Company eröffnen. Die Company würde dann ein Haus kaufen, das ihm angeboten worden war, das groß genug war, daß sie dort ihr Büro haben und auch leben können. Oy gehorchte selbstverständlich, wie er es nicht anders erwartet hatte. Sie sagte sogar, daß sie einen Rechtsanwalt kennt, den sie wegen der Gründung der Company befragen und mit der Beantragung beauftragen wollte, damit da keine Fehler unterlaufen und er auch wirklich bald seine Arbeitsgenehmigung bekommt. Sie beantragten die Eröffnung der Company. Der geschäftsführende Direktor war Oy. Sie hatte 51 Prozent der Anteile und dann waren da außer ihr und Olaf noch weitere fünf Personen aufgeführt, aber die hatten alle zusammen keine dreißig Prozent, so daß er also mit Oy zusammen siebzig Prozent und das Bestimmen hatte. Sie kauften sofort das Haus und richteten es ein. Es wurde insgesamt weitaus teurer, als Olaf gedacht hatte, aber jetzt würde er ja erst richtig mit dem Geldverdienen anfangen. Dann heirateten sie, standesamtlich und mit vielen Mönchen. Es war eine schöne, wenn auch teure Feier und alle Ausländer gratulierten Olaf zu so einer schönen, fleißigen und geschäftstüchtigen Frau und Olaf war sehr zufrieden, wenn man einmal davon absah, daß er jetzt keine zehntausend Baht mehr auf dem Konto hatte. Aber das Geschäft fing ja jetzt erst an und versprach, schnell zu expandieren. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Schon bei der riesigen Hochzeitsfeier, zu der alle Geschäftsfreunde und Bekannten sowie auch viele fremde Leute erschienen waren, die er noch nie gesehen hatte, bahnten sich die nächsten guten Geschäfte an. So wurde es eine lange, feuchtfröhliche und erfolgreiche Hochzeitsfeier, die vielen in Erinnerung blieb. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am nächsten Morgen wurde er von einer schrillen Stimme wach, die vor dem Haus Befehle schrie. Es war seine Oy, wie er sie noch nie gehört hatte. Als er vor das Haus trat und fragte, was denn los sei, erklärte sie ihm, daß die zwei Männer die Überbleibsel von der Party aufräumten, sich <span style="mso-spacerun: yes;"><span style="mso-spacerun: yes;"> </span></span>aber nicht bewegten, um mehr Stunden zu arbeiten und mehr Geld zu kassieren. Die eine Frau hätte sie als Haushälterin eingestellt und die andere würde saubermachen und die Wäsche waschen. Olaf war verblüfft und meinte, das hätte sie doch früher auch alles alleine gemacht. Doch Oy erklärte, daß sie jetzt zu viel Arbeit hat und das Haus ja auch größer ist. Außerdem kann sie das als seine Frau nicht mehr machen, sonst würden die Nachbarn über sie lachen. Schließlich würden sie ja auch genug verdienen, um sich das wenige und billige Hauspersonal leisten zu können. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Olaf lernte an diesem Tag, daß es nicht nur die Nachbarn waren, die nichts zu lachen haben sollten; auch er hatte an diesem Tag nichts zu lachen; Oy bezog ihn liebevoll in ihre Befehle mit ein und Olaf räumte das Haus um. Die nächste Woche sagte ihm Oy, was er alles für das Geschäft zu tun hat und ging dann geschäftlich weg. Die Haushälterin brachte ihm später das Essen und dann ging Olaf weg, um Kunden zu suchen, damit das Geschäft expandieren konnte, wie er es geplant hatte, und damit möglichst bald wieder frisches Geld die Kassen füllte. </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Es dauerte längere Zeit, bis er wieder einmal dazu kam, an einem Abend auszugehen. Es war eine Wohltat und auch ein Mädchen, das sehr zerbrechlich aussah und eine sehr sanfte Stimme hatte, erschien ihm als Wohltat und dann tat sie ihm auch wohl. Was Olaf gar nicht wohl tat, als er am frühen Morgen nachhause kam. Er erlebte seine untertänige Asiatin als eine Furie, die keine Haushaltsgegenstände sparte, um ihm ihren Standpunkt verständlich zu machen. Auf sein verwirrtes Stottern, daß er doch früher auch weggegangen war, erklärte sie ihm, daß er jetzt verheiratet sei und seinen Lebensstil zu ändern hätte. Dann erklärte sie ihm, daß er in diesem Haus nicht rauchen soll, das riecht so unangenehm. Als Olaf auftrumpfte und sagte, das wäre schließlich sein Haus, lächelte sie und sagte, er wäre nicht ganz richtig informiert; er sollte doch einmal die Dokumente lesen. Sie klärte ihn darüber auf, dass er in ihrem Haus sitzt und an der Company einen Anteil von 19 Prozent besitzt, damit hat er noch nicht einmal ein Einspruchsrecht. Vorsichtshalber fügte sie hinzu, wenn er nicht seine Arbeitsstelle, sein Gehalt, seine Arbeitsgenehmigung und die davon abhängige Aufenthaltsgenehmigung riskieren will, dann muß er sich gefälligst an ihre Anweisungen halten.</span></span><span style="color: black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="color: black;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="color: black;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify; mso-margin-top-alt: auto; mso-margin-bottom-alt: auto;"> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Alex wird in Pattaya eingeführt</title>
		<link>http://www.travel-funblog.com/2009/03/24/alex-wird-in-pattaya-eingefuhrt/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 20:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>

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		<description><![CDATA[- von ‘Victor Schluff’ in ‘Treffpunkt Pattaya’ – - Ein verwitweter Pensionär kommt zum ersten Mal nach Pattaya und findet Gründe, den Ort zu lieben – Alex und Hugo kannten sich seit vielen Jahren, sie waren Freunde geworden und hatten einige Gemeinsamkeiten, obwohl sie recht unterschiedlich waren. Alex war gerade sechzig Jahre alt geworden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- von ‘Victor Schluff’ in ‘Treffpunkt Pattaya’ –</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">- Ein verwitweter Pensionär kommt zum ersten Mal nach Pattaya und findet Gründe, den Ort zu lieben –</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex und Hugo kannten sich seit vielen Jahren, sie waren Freunde geworden und hatten einige Gemeinsamkeiten, obwohl sie recht unterschiedlich waren. Alex war gerade sechzig Jahre alt geworden und wurde feierlich pensioniert. Er war mit Hugos älterer Schwester verheiratet gewesen, aber die war schon vor fünf Jahren verschieden. Hugo war 47, seine Frau war freiwillig geschieden. So lebten sie beide allein. Hugo war Kraftfahrzeugmeister, ein sehr praktischer Beruf. Er hatte sich schon lange selbständig gemacht, was auch praktisch war, denn so konnte er seine Arbeitszeit und seinen Urlaub selbst bestimmen. Alex war Lehrer, ein sehr unpraktischer Beruf, was man Alex auch deutlich anmerkte. War es auch seine Aufgabe gewesen, seinen Schülern das Leben zu lehren, so hatte er doch mit dem praktischen Leben selbst ganz erhebliche Probleme.  </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Er konnte sich nicht einmal sein Essen zubereiten, ernährte sich seit dem Tod seiner Frau von Keksen und Butterbroten und verließ kaum einmal das Haus. Deshalb war Hugo zu seiner Pensionierung erschienen und meinte, er könne das nicht mehr mit ansehen. Alex hatte seit dem Tod seiner Frau nach und nach seine Bekannten verloren und er hatte es auch nicht geschafft, neue Bekannte kennenzulernen, geschweige denn irgend eine Frau. Er würde jetzt nach der Pensionierung nur noch zuhause sitzen, Butterbrote essen und vielleicht sonntags eine Pizza bestellen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hugo bemühte sich, Alex zu überreden, mit ihm in Urlaub zu fahren. Bei der Feier zur Pensionierung hatte er das schon einmal versucht, doch Alex hatte abgelehnt und Hugo hatte gebucht. Nachdem Alex jetzt aber schon eine Woche alleine zuhause war, versprach Hugo sich bessere Chancen und tatsächlich hörte Alex ihm jetzt wenigstens zu und kam selbst zu der Überzeugung, daß es vielleicht gut sei, wenn er einmal etwas anderes sieht, als seine vier Wände. Bei einem Urlaub im Süden an der See könnte er sich in die Sonne legen, die ihm fehlte und er könnte vielleicht auch einmal richtige Mahlzeiten zu sich nehmen. Er sagte schließlich zu, daß er zu einem Urlaub an der See mitfährt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Helles Entsetzen packte ihn jedoch, als Hugo sagte, daß sie nach Pattaya fahren. Nach einem sprachlosen Moment meinte er: „Da, wo fünfzigtausend Prostituierte ‘rumlaufen, fünfzigtausend geldgierige, ekelhafte Weiber, an deren Tür die geilen Männer Schlange stehen, Frauen, die am Tag mit etwa vierzig Männern ins Bett gehen und dabei noch auf die Uhr schauen, damit es auch schnell genug geht, weil sie noch mehr verdienen wollen, um sich Champagner, Pelzmäntel und Sportcoupés kaufen zu können, da willst Du hinfahren, um Dich zu erholen?“ </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hugo mußte lachen und meinte: „Du liest zu viele Boulevardzeitungen!“ Dann rechnete er vor: „Wenn fünfzigtausend Prostituierte am Tag mit vierzig Männern ins Bett gehen, dann müßten in Pattaya zwei Millionen Männer sein, die in den knapp fünfzigtausend Unterkünften leben und jeden Tag zu einer Prostituierten gehen. Da die Touristen aber im Durchschnitt nur zwölf Tage bleiben, müßten sie im Jahr rund dreißig Mal abgelöst werden. Dann müßten im Jahr sechzig Millionen Männer nach Pattaya kommen, die jeden Tag mit einer Prostituierten ins Bett gehen. Letztes Jahr sind aber nur etwa zehn Millionen Touristen nach Thailand gekommen, Frauen und Kinder eingeschlossen, und die haben sich auf ganz Thailand verteilt. Nach Pattaya sind nicht einmal eine Million Touristen gekommen, Familien, Männer, Frauen und Kinder, keine sechzig Millionen Männer. Meinst Du nicht, daß an Deiner Rechnung etwas nicht stimmt? Deine Zahlen sind mindestens um das Einhundertzwanzigfache übertrieben.“ </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex schaute ihn groß an, sagte aber kein Wort, worauf Hugo fortfuhr: „Das, was Du hier in Deutschland als Prostitution kennst, sieht in Thailand ganz anders aus und was Du hier als ekelhafte Prostituierte kennst, sind dort junge Mädchen. Die meisten kommen vom Lande und haben nichts gelernt, manche können nicht einmal lesen und schreiben. Die meisten kommen, um ihre Familie zu unterstützen. Über ein Drittel der Frauen haben Kinder und es spielt keine Rolle, ob ihnen der Mann weggelaufen ist, was dort sehr häufig geschieht, weil der Mann praktisch nicht unterhaltsverpflichtet ist, oder ob sie dem Mann weggelaufen sind; wenn eine Frau kleine Kinder hat, kann sie nicht arbeiten gehen. Dann gibt sie die Kinder bei den Eltern oder anderen Leuten in Pflege und muß dafür bezahlen. Wenn sie als ungelernte Hilfskraft in einer Fabrik vielleicht im Monat dreitausend Baht bekommt, rund sechzig Euro, reicht das Geld nicht. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Also geht sie in eine Bar, wo sie zwischen eintausendsechshundert und zweitausend Baht bekommt und hofft, daß sie in der Woche zwei- bis dreimal einen Mann findet, der sie mitnimmt, damit sie Geld nachhause oder für den Unterhalt der Kinder schicken kann. Viele Frauen arbeiten in einer Bar, weil sie hoffen, einen Mann zu finden, mit dem sie leben können, der sie versorgt oder vielleicht heiratet, einen Mann, für den sie dann auch alles tun, was sie können. Sicher gibt es dort auch Frauen, die an der Bar sind, weil es ein bequemes Leben ist, oder weil sie Geld machen wollen, aber sie wissen, daß sie von der Arbeit an einer Bar nicht reich werden. So sieht Deine furchterregende Prostituierte an Pattayas Bars aus. Es sind viele hilflose Mädchen, die nichts gelernt haben und es gibt natürlich auch geldgierige Weiber, die Dir jeden einzelnen Baht aus der Tasche ziehen. Aber man kann sich dort die Frau aussuchen, mit der man einen Tag, eine Woche, ein Jahr oder ein Leben lang verbringen will. Die Mädchen an den Bars wechseln die Männer nicht im dreißig Minuten-Takt, wie in einem Bordell in Europa. Sie gehen mit Dir mit und bleiben bei Dir, solange es Dir paßt und solange Du sie bezahlst oder versorgst.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex war verwundert: „Willst Du sagen, denen kommt es nicht auf die halbe Stunde Sex und hohe Einnahmen an, sondern das sind richtige Freundinnen oder Geliebte?“ Hugo seufzte: „Nein. Die suchen sicher nicht eine halbe Stunde Sex, es kommt darauf an, was Du willst, die werden sich auf Dich einstellen. Sicher lieben sie Dich nicht spontan, weil Du so schön bist, weil Du sagst, daß Du sie mitnimmst und ihnen Geld gibst. Aber wenn Du sie mitnimmst, dann spielen sie die Geliebte und die spielen sie so gut, daß viele Ausländer glauben, daß sie die Ausländer wirklich lieben. Ob Du sie dann für eine Nacht ins Hotel mitnimmst oder einfach nur als Urlaubsbegleitung für einen Monat und sie nicht anrührst, das ist Deine Sache. Die werden sich auf Dich einstellen. Aber wenn Du zu ihnen nett bist, dann mögen sie Dich auch und es fällt ihnen viel leichter, die Geliebte zu spielen und dann können sie auch wirklich nett sein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex war verwirrt. Dann lief das in Thailand ja ganz anders ab, als in Deutschland. Aber Hugo mußte das wissen, denn der war ja schon öfter in Pattaya gewesen. Sie unterhielten sich noch längere Zeit über Pattaya, die Frauen, die Urlaubsmöglichkeiten und die Möglichkeiten verschiedener Ausflüge und anderer interessanter Unternehmungen, die Abwechslung bieten und schließlich meinte Alex, daß er wohl am besten einmal dorthin fährt und sich selbst ein Urteil bildet. Schließlich würde ihn ja niemand zwingen, in eine Bar zu gehen oder eine Frau kennenzulernen. Hugo hatte ohnehin schon gebucht und mußte also nach Pattaya fliegen und er hatte keine Lust, alleine in Urlaub zu fahren, also blieb ihm gar nichts anderes übrig, als zuhause zu bleiben oder mit Hugo nach Pattaya zu fahren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Im Reisebüro erfuhr er dann, daß die Plätze in Hugos Flug schon voll ausgebucht waren. Er buchte daraufhin eine andere Maschine, die vier Tage später abflog und hatte ein Zimmer in demselben Hotel, in dem auch Hugo wohnte. Sie vereinbarten, sich erst am Tag nach seiner Ankunft beim Frühstück zu treffen, weil Alex vielleicht nach dem langen Flug müde sein und sich etwas ausruhen würde.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Die Zeit bis zur Abreise verging schnell und die Zeit im Flugzeug dank eines gesunden Schlafes noch schneller. Die Abfertigung an den Schaltern der Einwanderungsbehörde dauerte dagegen eine halbe Ewigkeit. Noch vor dem Ausgang wurde Alex von einem Taxifahrer abgefangen, der ihn für ,nur‘ zweitausend Baht nach Pattaya brachte, wo andere Neulinge es schaffen, einen Preis von 1.200 Baht auszuhandeln. In Pattaya kam er dann nach gut zwei Stunden Fahrt an seinem Hotel an und wurde mit einem Glas voll alkoholfreien rosafarbenen Wassers begrüßt, das man offensichtlich auf den Namen ,Cocktail‘ getauft hatte und mit dem man die Abneigung der thailändischen Regierung gegen Alkohol demonstrierte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex packte seinen Koffer aus und legte sich hin. Da er im Flugzeug viel geschlafen hatte, war er aber nicht müde und stand bald wieder auf. Er zog sich seine Urlaubssachen an und wollte in der Hotellobby nach einem guten Restaurant fragen, denn das Essen im Flugzeug hatte seinen Magen nicht überzeugt. Die Spanier sagen, mit solch einem Essen würde man nur ,den Magen betrügen‘. Da im Empfangsraum gerade niemand war, setzte er sich in einen der großen Sessel, vor denen ein Tisch mit Zeitungen stand, die er sich interessiert anschaute. Doch er hatte kaum zu lesen begonnen, als eine dezent gekleidete schlanke junge Dame erschien und ihn begrüßte. Sie fragte, ob sie sich setzen darf und Alex glaubte, daß es sich um eine längere Information für touristische Gäste handeln muß. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Doch die Dame gehörte nicht zum Hotelpersonal, sondern erklärte, daß sie gesehen habe, wie er alleine angekommen sei und wie sehr sie das bedauere. Sie freue sich aber immer, wenn sie eine Gelegenheit findet, sich mit Ausländern zu unterhalten, weil sie dadurch ihr Englisch verbessern kann. Ohne Unterbrechung fuhr sie fort, von Ausländern zu erzählen, die nach Pattaya kommen und von Ausländern, die sie kennengelernt hatte, was die in Pattaya gemacht hatten und was sie bei sich zuhause taten, was Alex eigentlich nicht so sehr interessierte. Als sich nach mehreren Minuten eine Gelegenheit ergab, sie zu unterbrechen, fragte er sie, ob sie in der Nähe ein gutes Restaurant kennt und sie erklärte sich sofort einverstanden. Sie war auch bereit, mit ihm mitzugehen und ihm das Lokal zu zeigen, so daß er sie nun anstandshalber zum Essen einlud. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das Restaurant war nicht weit entfernt, es war gut eingerichtet und das Essen schmeckte gut. Es hätte Alex allerdings noch besser geschmeckt, wenn seine Begleiterin auch hin und wieder einmal Luft geholt hätte, so wie andere Menschen das tun, wenn sie gleichzeitig essen und reden. Nachdem Alex auf ihre Erzählung über Ausländer nicht sehr begeistert reagierte, wechselte sie das Thema und sprach nun über das Leben auf dem Lande, die harten Lebensbedingungen und die ungerechte, schreiende Armut, die dort herrscht, die vielen Ernteausfälle und die grassierende Landflucht, bis es Alex doch einmal gelang, sie bei ihren angestrengten Bemühungen, ihr Englisch zu verbessern, zu unterbrechen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Er fragte sie, was sie in Pattaya macht. Nun stellte sich die Dame erst einmal vor. Sie hieße Samart, was soviel wie ,fähig‘ bedeutet, und sie komme auch vom Lande, wo sehr harte Lebensbedingungen und große Armut herrschen, wo Ernteausfälle die Einwohner zur Landflucht zwingen&#8230; Alex hob die Hand und unterbrach sie erneut, um nochmals zu fragen, was sie in Pattaya macht. Nach einer kurzen Pause erwiderte sie, daß sie am liebsten studieren würde, aber das sei sehr teuer und sie habe kein Geld und die Ausländer, die nach Pattaya kommen, glauben alle, daß es so einfach sei, zu studieren, doch sie kommt vom Lande&#8230; Wieder war es Alex gelungen, sie zu unterbrechen. Er beteuerte, daß es ihn interessieren würde, zu wissen, was sie in Pattaya macht. Sie hatte ihm gesagt, daß sie am liebsten studieren würde und daß sie kein Geld hat. Beides ist aber nicht sehr einträglich und auch keine gute Ernährungsgrundlage, deswegen möchte sie ihm doch bitte sagen, was sie in Pattaya macht und wovon sie sich ernährt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Während einer kurzen Pause schien es Samart zu stören, daß Ausländer so ausgesprochen unhöflich sind; ein Thailänder hätte sicher nicht ein drittes Mal gefragt, nachdem sie der Frage bereits zweimal ausgewichen war, aber ein Thailänder hätte auch sofort gewußt, aus welchem Grunde sie sich zum ihm setzt. Doch nun antwortete sie mit dem entwaffnendsten Lächeln, daß sie seine Lady sei. Es wäre eine Tradition, daß alleinreisende Ausländer, die nach Pattaya kommen, eine Lady haben und nun wäre sie für die Zeit seines Urlaubs in Thailand seine Lady, die ihm seinen Aufenthalt in jeder Beziehung Tag und Nacht angenehm gestalten würde. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Danach berichtete sie weiter über das Leben auf dem Lande, was nicht uninteressant war, aber den Aufenthalt im Restaurant ungemein verlängerte, wodurch Alex Zeit hatte, nach dem Essen noch zwei Flaschen Bier zu trinken. Nachdem er endlich die Rechnung bezahlt hatte, führte Samart ihn mit einem ausgedehnten Spaziergang zum Hotel zurück und erklärte ihm, daß er dadurch Pattaya besser kennenlernt. Dieser Weg zum Kennenlernen der Stadt führte an einem Laden vorbei, in dem so eine entzückende Bluse war, die sie ja so gerne gehabt hätte, und nicht weit hiervon entfernt standen ein paar unglaublich süße Schuhe in einem Schaufenster, die Samart so sehnlich erwünschte, aber sicher niemals kaufen konnte, wo sie doch so arm ist, daß sie noch nicht einmal das erforderliche Geld für ihr Studium hat. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Daß sie diesen reizenden und äußerst preiswerten Sachen begegneten, war sicherlich ein reiner Zufall, der nichts damit zu tun haben konnte, daß Alex den Eindruck machte, an einer hilflosen Gutmütigkeit zu leiden. Gleichermaßen beeindruckt von ihrer Armut als auch von ihrer Figur entschloß er sich, sich in einem guten Licht zu zeigen, indem er die Sachen kaufte, an denen ihr so viel gelegen schien. Im Hotel angekommen gingen sie an die Hotelbar, wo Samart Alex noch bis in den späten Abend unterhielt, bis sie ihn schließlich auf sein Zimmer brachte. Nach einer weiteren Weile munterer Unterhaltung, die Alex nach der Einnahme eines Schmerzmittels der Firma Singha viel erträglicher erschien, führte sie ihn in das Doppelbett des Hotelzimmers, das sie nun gemeinsam belebten. Es dauerte zwar noch eine Weile, bis ihr Mundwerk verebbte, doch dann war es nicht schwer, Alex in Bewegung zu bringen, worauf er bald einschlief.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Von einem Kinnhaken getroffen, schreckte er plötzlich hoch und bemühte sich, die Situation zu erfassen. Neben ihm lag Samart friedlich schlafend. Nach einiger Zeit legte Alex sich wieder hin und schlief auch wieder ein. Ein Tritt in den Bauch war sehr schmerzhaft und sorgte dafür, daß er sich gekrümmt hinsetzte und auf die friedlich schlummernde Samart schaute, was nicht verhinderte, daß er nun eine Faust auf die Nase bekam. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Ja, richtig, er erinnerte sich, ,Muay Thai‘ soll diese Kampfsportart genannt werden, ,Kickboxing‘. Aber er fände es besser, wenn Leute, die es in dieser Sportart schon zu einem gewissen Können gebracht haben, ihre Gegner wenigstens vor Kampfbeginn warnen, während Samart dabei ungestört weiterschlief. War der Abend noch zwischen erträglich und angenehm gewesen, so wurde die Nacht grauenhaft und Alex kam kaum noch zum Schlafen. Nach dem Morgengrauen schlief er einmal kurz ein, bis ein Schlag in die Rippen ihn wieder aufschrecken ließ. Noch einmal döste er ein. Beim Aufwachen sah er, daß Samart sich an seiner Hose zu schaffen machte, die über einem Stuhl hing. Sie entleerte die Taschen und sagte, sie muß unbedingt die Hose waschen, weil die schmutzig sei und sie keine schmutzige Wäsche verträgt. Alex stand auf und ging mit ihr frühstücken.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Zu seiner Überraschung saß Hugo dort schon mit einer begleitenden Anstandsdame. Der war verwundert, Alex bereits mit Begleitung zu sehen. Die jedoch schien sehr unangenehm überrascht und während die Freunde sich herzlich begrüßten, zog und zerrte sie an Alex, um ihn von dem unheildrohenden Hugo wegzuziehen. Schließlich sagte sie ihm, daß er ihr eine Goldkette versprochen hat und daß sie nun sofort losgehen müssen, diese Kette zu kaufen. Hugo fragte Alex, wo er diese Dame eingefangen hat, während sie weiter an ihm zerrte und auf ihn einredete. Alex erklärte, daß nicht er sie eingefangen hat, sondern daß es eher umgekehrt war und erzählte kurz die Tragödie der Bekanntschaft vom ersten Treffen über die Einkäufe bis zu seinen wiederholten Niederlage im Kickboxen während der Nacht und ihrem Waschzwang zur frühen Morgenstunde.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Da Samart weiterhin an Alex herumzerrte und zog und dabei auf ihn einredete, fragte er, ob Alex etwa vorhabe, sich seinen ganzen Urlaub lang mit dieser Frau zu erholen. Auf dessen entsetztes Gesicht hin riet er ihm, ihr fünfhundert Baht zu geben, damit sie ihn in Ruhe läßt und geht. Alex zückte seine Brieftasche und gab ihr fünfhundert Baht, aber sie wollte nicht gehen. Sie fing nun vielmehr an, mit beiden Männern zu schimpfen, daß sie nur nach Pattaya gekommen sind, um die armen hilflosen Frauen auszunutzen, daß sie schlechte Menschen sind, die überhaupt nicht in ihr Land kommen dürften, weil sie nur die Armut der Menschen ausnutzen wollen und einen schmutzigen Charakter haben. Die fünfhundert Baht wären für sie überhaupt kein Geld für den Schaden, den sie ihr angetan haben und sie wollte wenigstens fünftausend Baht als Entschädigung haben. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Dabei steigerte sich ihre Stimme zusammen mit ihrer Wut, in der sie das Gewürzkästchen vom Tisch nahm und auf den Boden warf. Als Alex wieder seine Brieftasche zückte, wehrte Hugo ab. Im Kreise der Zuschauer, die sich eingefunden hatten, waren auch zwei Männer des Hotelpersonals, die Hugo nun herbeiwinkte. Er erklärte ihnen kurz, daß die Dame fünfhundert Baht erhalten hat, aber noch weitere fünftausend haben will und bat, daß man ihr doch bitte die Tür öffnen möge, die sie nicht zu finden schien, was die Männer mit Vergnügen und tatkräftiger Unterstützung taten. Nun hatten sie ihre Ruhe und Alex versuchte zunächst, sich bei Hugos Begleiterin zu entschuldigen, aber die winkte ab und meinte, daß das Mädchen einen schlechten Charakter hat und bestimmt etwas verrückt sei.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hugo erklärte Alex nun, daß das eine ganz seltsame Nudel gewesen ist, wie man sie in Pattaya nicht oft trifft und daß man sich vor solchen Leuten in acht nehmen muß. Der normale Weg wäre, daß man sich in einer Bar ein Mädchen aussucht, das man nett oder sympathisch findet und dann die Auslösung bezahlt. Das ist eine Summe, die man dem Barinhaber offiziell als Entschädigung dafür zahlt, daß die Mitgenommene nun an diesem Tag nicht mehr in der Bar arbeitet, eine Entschädigung für die entfallene Arbeitszeit. Die Auslösung beträgt meistens einhundertfünfzig oder zweihundert Baht und ist nur in Go Go-Bars höher. Was man dann mit dem Mädchen macht oder nicht macht, ist eine Sache der Absprache mit dem Mädchen. Wenn man nichts abmacht, dann ist es üblich, daß man mit ihm ins Bett geht und daß es während der Nacht im Hotel bleibt. Am nächsten Morgen sollte man dem Mädchen dann normalerweise fünfhundert Baht oder die am Abend vereinbarte Summe geben und sich überlegen, ob es weiterhin bleiben soll oder nicht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"><span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Um Enttäuschungen zu vermeiden, sind die Barfrauen in den letzten Jahren dazu übergegangen, ihre Preise vor der erwarteten Leistung auszuhandeln und je nach Aussehen und eingebildeter Qualität der Dame werden siebenhundert bis achthundert Baht recht häufig verlangt und auch Forderungen von 1.000  Baht haben nicht gerade einen Seltenheitswert. Wenn man nicht ein ganz unangenehmer Kunde ist, wird das Mädchen versuchen, ihren Job zu behalten, aber die Entscheidung darüber hat man schließlich selbst. Im übrigen sei es ratsam, von Frauen Abstand zu halten, die sofort Kleider und Goldkettchen haben wollen, weil die es meistens nur darauf absehen, ihren Kunden auszunehmen, während andere Mädchen das Verhältnis als einen klaren Arbeitsvertrag sehen; sie bekommen für ihre Arbeit ihr Geld und davon können sie sich dann auch ihre Sachen kaufen. Wenn man ein Mädchen besonders nett findet, kann man ihm sicher auch etwas kaufen, aber möglichst nicht, wenn das Mädchen etwas verlangt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Vor allen Dingen sollte man sich vor den Mädchen hüten, die man nicht an einer Bar trifft. Die Barmädchen haben normalerweise regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen und vor allen Dingen hat die Bar eine Kopie ihrer Identitätskarte mit Name und Heimatanschrift. Wenn solch ein Mädchen mit der Brieftasche verschwinden sollte, kann man zur Polizei gehen und das wissen die Mädchen, für die es dann sehr unangenehm wird. Die freiberuflichen Künstlerinnen haben hingegen keine Gesundheitsuntersuchungen und es kann durchaus sein, daß sie freiberuflich arbeiten, wie es viele Mädchen am Strand tun, weil sie wegen Geschlechtskrankheiten an keiner Bar ankommen, oder weil sie darauf aus sind, daß man sie nicht finden kann, falls sie mit einem Kunden gehen und in dessen Zimmer zufälligerweise etwas Wertvolles finden. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Eine Anzeige mit der Personenbeschreibung: „&#8230;nennt sich Lek, ist klein und hat schwarze Haare“ habe außer dem Gelächter der Polizisten keinen weiteren Erfolg. Nachdem sie sich ausgiebig unterhalten hatten, vereinbarten sie, daß Alex erst einmal seinen versäumten Schlaf nachholen sollte. Man würde sich dann gegen sechs Uhr nachmittags in der Hotellobby treffen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex war rechtzeitig wach geworden und hatte sogar schon eine Zeitung gelesen, als Hugo mit seiner Begleitung erschien. Er schlug vor, daß sie vor dem Abendessen noch in eine Bar gehen. Sie gingen in eine von den offenen Bars, die in einer Reihe standen, vor der sie schon von vielen Mädchen empfangen wurden. Hier saß eine Schar knapp und sexy gekleideter kleiner Mädchen und sehr junger Frauen hinter der Theke, wo die meisten noch mit ihrer Füllung als auch einer kosmetischen Runderneuerung beschäftigt waren, um das Aussehen kleiner Schulmädchen mit einem farbenfrohen Schmetterlingsanstrich zu übertünchen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als sie sich setzten, rief ein Mädchen Alex zu: „Eh you, farang, ring bell!“ Als der seinen Arm hob, um die Glocke zu läuten, sagte Hugo: „Willst Du wohl Deine Finger da weglassen“, doch Alex meinte: „Aber sie hat doch gesagt, ich soll die Glocke läuten“, hielt aber in der Bewegung inne. „Ja, hat sie gesagt“, bestätigte Hugo. „Und wenn Du das tust, dann bezahlst Du eine Lokalrunde mit zwölf Ladydrinks à achtzig oder neunzig Baht und jedem Gast ein Glas von dem, was er gerade trinkt. Das ist hier so üblich, wenn ein Gast die Glocke läutet. Manche Leute machen das, wenn sie ankommen oder wenn sie Geburtstag haben.“ </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Schon kamen mehrere Mädchen, die alle Ladydrinks haben wollten, doch Hugo schüttelte nur mit dem Kopf und bestellte ihre Getränke. Danach sagte er zu Alex: „Das ist hier eine Bar, die lebt vom Durchgangsverkehr. Hier versuchen sie, aus jedem Gast so viel Geld wie möglich herauszuholen, mit ,Glocke läuten‘ und ,Ladydrinks‘ und Du mußt anschließend aufpassen, ob die Rechnung stimmt oder ob sie sich um ein paar Gläser oder mit den Preisen ,vertan‘ haben. Die rechnen nicht damit, daß die Kunden noch einmal wiederkommen. Deshalb nehmen sie ihren Kunden so viel Geld ab, wie irgend möglich ist, auch wenn sie damit Kunden verlieren. Morgen kommen ja wieder neue, die man ausnehmen kann. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als Alex meinte, daß das dann ja richtige Betrüger sind, lachte Hugo und sagte: „Schau sie Dir an. Das sind kleine Mädchen. Die haben keine Ahnung, die glauben, daß jeder Farang endlos reich ist und alles bezahlen kann. Die denken nicht viel und sie überlegen nicht, ob dem Farang das schadet, was sie machen, sie tun, was ihnen befohlen wird. Der Farang ist denen vollkommen gleichgültig. Aber sie verhalten sich immer nur so, wie es der Inhaber von ihnen verlangt. Er bringt ihnen das Verhalten und das Benehmen bei und sagt ihnen, was sie an seiner Bar zu tun haben.“ </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Als Alex meinte: „Dann ist also der Inhaber ein Betrüger“, meinte Hugo: „Das will ich nicht ausschließen.“ Dann fügte er hinzu: „Ich wollte Dir diese Bar nur einmal als ein Beispiel zeigen, damit Du weißt, wo Du besser nicht hingehst. Wenn Du hörst, daß man Dich ,Eh you, Farang!‘ ruft, dann ist das bei den für gewöhnlich äußerst höflichen Thailändern außerordentlich rüde; es heißt soviel wie ,Eh, du Ausländer‘. Thailänder rufen ihnen nicht bekannte Menschen ,Khun‘. In anständigen Lokalen ruft man Dich vielleicht ,Mister‘ oder aus Scherz ,Darling‘. Dort, wo Du „Eh, you, Farang!“ gerufen wirst, brauchst Du gar nicht hinzugehen, Du darfst davon ausgehen, daß man Dich nicht als Gast, sondern als Schlachtschwein betrachtet und daß es ein Nepp-Lokal ist. Und wenn man Dir sagt, Du sollst erst einmal die Glocke läuten oder diverse Ladydrinks spendieren, gehst Du am besten gleich wieder raus, wen Du noch kein Getränk bestellt hast und keinen Ärger suchst.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdem sie ihre Getränke erhalten hatten, meinte Hugo: „Die ganzen Mädchen, die wir unterwegs an den Bars gesehen haben und die Mädchen, die hier vor Dir sitzen, sind die berüchtigten, entsetzlichen Prostituierten, von denen Du in Deutschland gesprochen hast. Du brauchst hier aber nicht in der Schlange stehen, bis Du drankommst, hier stehen sie Schlange und warten auf Dich. Wenn Du ein Mädchen nett oder sympathisch findest, dann bezahlst Du an der Bar vielleicht zweihundert Baht Auslöse und das Mädchen geht mit Dir mit. Wenn Du mit dem Mädchen mehrere Wochen oder Monate zusammenbleiben willst, dann machst Du mit ihm einen Pauschalpreis aus. Aber Du solltest dann schon wissen, ob Du mit dem Mädchen zurechtkommst oder ob es Dich nur ausnehmen will. Du solltest wissen, was Du selbst suchst, ob Du Dich mit dem Mädchen verstehst und ob Du Dich mit ihm verständigen kannst.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">In diesem Augenblick kam ein Uhrenverkäufer vorbei. Alex suchte sich eine Uhr aus und fragte nach dem Preis. „6.500 Baht“, sagte der Mann und Alex fragte Hugo: „Du hast gesagt, ich soll die Preise herunterhandeln. Soll ich ihm fünftausend bieten? Hugo seufzte: „Das sind doch keine echten!“ Alex meinte, das wäre klar, aber diese eine Uhr gefällt ihm. Hugo sah ihn an, als wäre er ein hoffnungsloser Fall, sagte aber: „Dann schenk’ ich sie Dir. Paß’ ‘mal auf.“ Zum Verkäufer gewandt sagte er: „Okay, I give you twohundred.“ Der schüttelte den Kopf und antwortete: „Cannot, I need money, too, give me twohundred-fifty“, worauf Hugo zweihundertfünfzig Baht gab und die Uhr erhielt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex saß mit offenem Mund da und sagte: „Das ist ja glatter Wucher!“, worauf Hugo meinte: „Es gibt in Thailand keinen Wucher. Wenn ich Dir mein kaputtes Kofferradio für zehntausend Euro verkaufe, dann bin ich hier kein Wucherer und kein Betrüger, sondern ein geschickter Geschäftsmann. Wenn Du hier für tausend Baht ein Hemd aus reiner Seide kaufst, das aber aus Plastik ist, dann ist der Verkäufer kein Betrüger, sondern ein geschickter Geschäftsmann, nur Du bist der Dumme.“ Alex meinte erschüttert: „Dann kann man hier ja gar nichts kaufen.“ </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Erleichtert nickte Hugo: „Richtig. Hier versucht jeder, Dich übers Ohr zu hauen. Aber das macht nichts, wenn Du es weißt. Hier gibt es ,Farang -Preise‘, das heißt, extra teure Preise für die westlichen Ausländer, die hier Farang genannt werden. Du zahlst extra hohe Preise für Zigaretten, für den Friseur, für Deine Teebeutel, für Hemden, das Taxi und alle Waren, die nicht ausgezeichnet sind. Weil die Farang so dumm sind. Manche sagen auch, weil die Farang so reich sind. Wenn Du Dich nicht auskennst, kannst Du in Thailand nichts kaufen, was nicht mit einem Preisschild versehen ist. Du kannst in den Läden von ,seven eleven‘ , bei ,Foodland‘, bei ,Tops‘, im ,Big C‘ und in allen Warenhäusern Sachen kaufen, wenn die Preise ausgezeichnet sind. Das sind Preise für Käufer, nicht unterschiedlich für Thailänder oder Ausländer. Manche Leute suchen gar keine Kunden, sondern Idioten, die sie reinlegen können. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Manche Ausländer finden das auch noch gut, denn sie haben diese Preise zu bezahlen „weil die Thai ja so arm sind“. Und dann stecken die wohlhabenden aber geldgierigen Geschäftsleute wie auch Beamte von den dummen Farang oft das Mehrfache von dem ein, was Thailänder zu bezahlen haben, weil die Thai ja so arm sind. Wenn sie dabei lächeln, dann kommt das nur daher, daß sie sich über die dummen Farang amüsieren, die nicht merken, daß dieses Geld in den Taschen der dicken Geldgierigen bleibt und kein Baht an die wirklich armen Thailänder weitergegeben wird, von denen die meisten auf dem Lande leben, die sogar zu ehrlich und zu stolz sind, von Ausländern, die sie als Gäste des Landes ansehen, auch nur einen Tip anzunehmen. Was wir mehr zahlen, als jene, die nicht aus dem Westen kommen, wie neben den armen Thai etwa die armen Saudis, die armen Leute aus Hongkong, Brunei, Taiwan und Singapur, das bleibt in den Taschen derer hängen, die wir für korrupte Betrüger halten, die aber hier als geachtete und geschickte Geschäftsleute gelten, auch wenn sie zufälligerweise nebenher Beamte sind.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Aber dann sollte man doch gar nicht in so ein Land fahren, wenn das alles Kriminelle und Betrüger sind“, meinte Alex entsetzt. Doch Hugo schüttelte den Kopf: „Wir müssen uns nur darauf einstellen. Die Betrüger versammeln sich in den Städten und besonders in touristischen Orten. Sie gehen in die Politik, sind Geschäftsleute oder Beamte. Die Mehrheit der Thai aber ist ehrlich, auch wenn es meist die armen Leute sind. Auch in Pattaya gibt es anständige und ehrliche Leute, gute Leute, mit denen es Freude macht, Kontakt zu haben. Wir müssen nur sehr vorsichtig sein, wenn wir uns die Leute aussuchen, mit denen wir zu tun haben. Das ist im Grunde gar nicht so schwer. Du mußt nur sehen, ob sie Achtung vor anderen Menschen haben und überprüfen, ob es nicht etwa nur Angst ist, wenn sie vor jemand Respekt zeigen. Wenn ein Mensch andere Menschen achtet, auch wenn sie ärmer, kleiner, dümmer oder schwächer sind, dann kann man mit diesem Menschen Gemeinsamkeiten aufbauen und kann annehmen, daß es kein Betrüger und kein Krimineller ist.“ </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachdenklich sah Alex auf und sagte: „Du meinst also, wenn jemand zu mir sagt: „Eh you farang!“ oder mir sagt, ich soll erst mal die Glocke läuten oder eine Runde Ladydrinks ausgeben, dann soll ich mich gleich umdrehen und weitergehen?“ Kuno nickte und meinte: „Am besten ja. Du kannst natürlich sitzenbleiben und ein Bier trinken, wenn Du mit der Situation fertig wirst. Aber Du solltest wissen, daß Du für diese Leute genau so viel wert bist wie Du ihnen gibst und ansonsten ein feuchter Kehricht. Aber Du kannst in Thailand noch sehr viele, sehr gute Menschen kennenlernen, auch unter den Mädchen, die hier an einer Bar arbeiten.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Hugo wurde unterbrochen, als ein Junge kam, der Feuerzeuge verkaufen wollte, die auch in der Form von nackten Frauen, Hämmern, Feuerlöschern oder Toilettentrümpfen zu haben waren. „360 Baht.“ Alex schaute auf Hugo und fragte scherzeshalber: „Was soll ich dem jetzt anbieten, zehn Baht?“ Alex lachte und meinte: „Der normale Preis für Feuerzeuge ist einhundert Baht. Du kannst ihm auch noch zwanzig Baht Tip dazugeben, aber am besten kaufst Du hier gar nichts, wenn Du nicht wirklich etwas brauchst, außer vielleicht Zigaretten. Die sind zwar geschmuggelt, aber die Verkäufer haben einen Einheitspreis von fünfzig Baht für ein Päckchen Marlboro und der Preis ist fair. Allerdings wird der Verkauf geschmuggelter Zigaretten seltener, seit das Risiko gewachsen ist und dieselben in Thailand hergestellten Zigaretten etwa denselben Preis haben“ </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Er zeigte auf ein etwa vierjähriges Mädchen, das nicht weit entfernt mit einem Bauchladen herumlief und Kaugummi anbot. „Besonders Kindern sollte man kein Geld geben, gleich, ob sie etwas verkaufen oder betteln. Viele Kinder werden von ihren Eltern dazu gezwungen, andere Kinder werden durch fremde Leute von ihren Eltern für fünfzig Baht am Tag ,ausgeliehen‘, um zu betteln oder Sachen zu verkaufen, während die Eltern zuhause sitzen und Karten spielen. Manche Kinder werden auch irgendwo in der Provinz oder bevorzugt in Kambodscha gekauft, aufgeschnappt  und entführt und dann von zwei, drei Erwachsenen zum Betteln gezwungen. Wenn wir nichts geben, brauchen sie nicht zu betteln oder Sachen zu verkaufen, dann können sie spielen und zur Schule gehen. Nur wenn wir aus Mitleid Geld geben, dann bringen sie Geld ein, sie sind dann ein Geschäft und müssen arbeiten. Wenn Du schon mit einem Kind Mitleid hast, dann kauf’ ihm ein Fleischspießchen oder Obst oder was Du gerade in der Nähe findest, aber gib ihm kein Geld.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex meinte, daß er langsam hungrig wird und Hugo stimmte zu: „Am besten gehen wir zum Heinz in das ,Noble House‘, das ist nicht weit entfernt an der Strandstraße.“ Als Alex wissen wollte, ob das etwas Besonderes ist, antwortete er: „Es ist nicht das billigste Restaurant und Du bekommst da kein Eisbein für 98 Baht, aber das Essen ist gut und wird immer von einem gelernten Koch bereitet. Das Lokal ist gemütlich und die Bedienung ist gut. Du sitzt da in einem tropischen Garten und es herrscht eine nette Atmosphäre. Der Inhaber ist Heinz, ein deutscher Rheinländer, der war früher Kapitän auf Passagierschiffen, der kennt gute Gastronomie und auch die Küche. Der ist schon über zwanzig Jahre in Pattaya und gehört zu den Pionieren. Heinz kennt sich auch hier in Pattaya aus und wenn Du einmal Probleme hast oder einen dringenden Rat brauchst, kann es sein, daß er Dir helfen kann und Du kannst sicher sein, daß Heinz nicht versucht, Dich übers Ohr zu hauen oder auszunehmen, der ist immer fair und es ist wichtig, daß man solche Leute hier kennt, wenn man fremd ist. Außerdem kann es auch schon einmal vorkommen, daß er aus der Vergangenheit Pattayas und von den illustren Leuten erzählt, die hier in den letzten zwanzig Jahren gelebt haben, dann wird’s immer lustig.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Das Essen hatte etwas länger gedauert, weil sie noch mit einigen Leuten von einem Nebentisch ins Gespräch gekommen waren, die schon länger hier leben und es war ganz lustig geworden und für Alex sehr aufschlußreich. Alex meinte, daß sie noch ein letztes Glas in einer Bar nehmen sollten und so brachen sie auf. Hugo steuerte auf eine Bar zu, die nicht so laute Musik laufen ließ und wo die Mädchen auch nicht mehr so ganz jung waren. Ein etwas älteres Mädchen brachte ihnen die Getränke und zog auch gleich verschiedene Spiele unter der Theke hervor, mit denen sie sich beschäftigen konnten. Alex entschied sich für Domino, weil man das auch mit mehreren Personen spielen kann, so daß Alex und seine Freundin mitmachen konnten. Die Frau sprach etwas Englisch, aber sie fragte Alex nicht etwa, wie es sonst üblich ist ,Where you come from‘, ,where your wife‘ und ,where you stay‘, sondern sie wollte wissen, wie es ihm geht und welchen Eindruck er von Pattaya hat.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Während Alex ihr beim Spiel antwortete, musterte er sie und fragte sie anschließend über ihre Person. Sie war 29 Jahre alt, hieß Noi und kam aus Korat. Noi hatte zwei Kinder im Alter von zehn und zwölf Jahren, die bei Verwandten in Bangkok lebten und zur Schule gingen. Noi verdiente gerade genug für den Unterhalt, die Schulkosten ihrer Kinder und ihr eigenes Leben, es blieb kaum etwas übrig. Aber sie wollte, daß ihre Kinder eine bessere Schulbildung und ein besseres Leben haben, als sie, und wenn sie es sich erlauben konnte, dann fuhr sie alle zwei oder drei Wochen einmal nach Bangkok, um ihre Kinder zu besuchen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Während des Spiels sagte Alex auf einmal: „Du, Hugo, wie ist das eigentlich mit den Ladydrinks, das habe ich noch nicht ganz verstanden.“ Der schaute zu Alex und dann zu Noi hinüber, die nicht nach einem Ladydrink gefragt hatte und meinte: „Wenn Du eine Lady hast oder haben willst, kannst Du ja einen bestellen. Aber in der Regel ist das immer Nepp, mit Sicherheit, wenn die Mädchen Dich an einer Bar damit begrüßen, daß sie von Dir Ladydrinks verlangen. Die Ladydrinks sind normalerweise ein Glas mit einem wässerigen Irgendetwas und kosten Dich achtzig oder neunzig Baht. Die Ladies bekommen davon aber zehn oder fünfzehn Prozent Kommission, deshalb schreien sie alle nach den Ladydrinks, obwohl sie ihnen meist nicht schmecken. Die jungen, die noch nicht lange hier sind, mögen keinen Alkohol. Wenn Du nicht selbst auf den Gedanken kommst, einen Ladydrink zu spendieren, ist es meist der Inhaber der jeweiligen Bar, der den Mädchen die Anweisung gibt, nach Ladydrinks zu fragen oder zumindest nicht die Anweisung gibt, daß sie nicht danach zu fragen haben. Manche Inhaber wollen damit die Einkünfte verbessern. Nur in den Go Go-Bars sind die Ladydrinks üblich, aber dort setzt sich die Lady, die den Drink erhält, dann auch meistens zu Dir.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">„Ich kann doch einem Mädchen irgendein Getränk bestellen, das es mag, ohne, daß es ein Ladydrink ist“, meinte Alex. Hugo schüttelte den Kopf und meinte: Dann erzähl’ ich Dir ‘mal, wie das in einer Bar zugeht, die gar nicht weit weg von hier an der Second Road ist. Du kommst da hin und dann erzählt Dir ein Mädchen, daß es krank ist und so einen schrecklichen Durst, aber keine Geld hat, Du möchtest ihr doch bitte ein Glas Wasser oder einen Orangensaft bestellen. Was machst Du dann?“ Alex sah auf und meinte: „Dann bestelle ich einen Orangensaft und sage dazu, daß es kein Ladydrink ist, weil ich keine Lady suche, das ist doch ganz einfach.“ Hugo grinste: „Ja, und dann bekommt das Mädchen einen Orangensaft und Du bekommst eine Rechnung für neunzig Baht, weil der Eigentümer beschlossen hat, daß Du einen Ladydrink zu bezahlen hast.“ Alex schüttelte den Kopf: „Dann bezahl’ ich sofort und geh’ in eine andere Bar.“ Hugo meinte, das wäre ein Irrtum: „Dann gibst Du zweihundert Baht, es dauert eine Weile, dann kommt das Mädchen und gibt Dir fünf Baht zurück.“ Alex stutzte: „Das kann ja nicht stimmen, bei einem Mekong und 90 Baht. Dann laß’ ich mir die Rechnung zeigen und reklamiere.“ Hugo grinste wieder: „Dann darfst Du noch eine Viertelstunde da stehen, bis der Inhaber das Wechselgeld für Dich frei gibt.“ Alex war entrüstet: „Dann sind das ja richtige Verbrecher, die Thai!“ </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Doch Alex schüttelte den Kopf und meinte: „Nein. Denn erstens war das eine einzelne Bar und nicht ,die Thai‘, und zweitens ist der Inhaber ein Deutscher.“ Nun war Alex entrüstet: „Ja, ist der denn nicht ganz dicht im Kopf?“, worauf Hugo feixte und meinte: „Du könntest da schon ein Problem sehr gut erkannt haben. Es ist schon möglich, daß da gewisse Probleme mit dem Kopf vorlagen, aber spätestens seit seine liebe Frau Gemahlin den platten Kopf des Barbetreibers zum Flaschenzerkleinern benutzt hat, ist Deine Frage natürlich gerechtfertigt. Aber das ändert nichts daran, daß Du Dir am besten mit etwas Vorsicht ein Stammkneipe suchen solltest, wo man Dich bald kennt und wo Du weißt, was Du zu erwarten hast.“</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie hatten nun einige Spiele hinter sich und keine rechte Lust mehr zum Domino. Noi dachte, das sei ein Zeichen zum Aufbruch, berührte leicht Alex’s Hand und fragte: „Can I go with you?“ Alex schaute sie einen Augenblick an, dann nickte er mit dem Kopf und bezahlte die Auslöse. Aber sie bestellten noch ein Glas, blieben etwas sitzen und unterhielten sich über das ,Noble House‘ vom Heinz. Es dauerte nicht lange, bis ein Wagen mit einem Grill vorbeikam. Noi fragte, ob sie etwas essen wollten und sagte, was der Wagen anzubieten hat. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Sie selbst wollte nichts, Hugo und seine Freundin waren noch satt, aber Alex wollte zwei kleine Spießchen Hühnerleber probieren, die der Verkäufer auch bald brachte und Alex mit den Worten: „Fourty Baht“ hinhielt. Das war der Moment, als Noi anfing, zu schimpfen. Dann gab sie dem Mann zehn Baht und schickte ihn weg. Alex grinste, er sah, daß er sich wahrscheinlich nicht mehr viel um Alex zu kümmern brauchte, der bei Noi in den guten Händen einer Frau zu sein schien, die etwas gegen ,Farang-Preise‘ hatte und Alex wohl nicht ausnehmen wollte. Als sie ihre Gläser ausgetrunken hatten, gingen die Männer in Begleitung ihrer Damen ins Hotel, wo sie sich nach einem letzten Schlaftrunk für die Frühstückszeit verabredeten und trennten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex nahm im Zimmer noch eine Dose Bier aus dem Kühlschrank und Noi trank einen Orangensaft. Er fragte sie nach ihren Kindern und Noi erzählte, bis die Gläser leer waren. Dann raffte sie sich auf, ging in die Dusche, kam eingewickelt in ein Handtuch zurück und legte sich aufs Bett. Alex ging anschließend. Als er zurückkam, hatte er eine modische Unterhose an und schaute auf Noi, die ihn mit großen Augen ansah. Sie schien sich gar nicht wohl zu fühlen. So schüttelte Alex nur seinen Kopf, lächelte schwach, sagte leise: „Maybe tomorrow“ und legte sich ins Bett.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Am nächsten Tag trafen sich die Vier zum Frühstück und Alex wollte wissen, was man eigentlich in Pattaya unternehmen kann. Hugo erklärte, außer den Stränden und den Bars hat Pattaya nicht sehr viel zu bieten. Es gibt einige Einkaufszentren fürs ,Shopping‘ und einige Strecken für einen ausgedehnten Einkaufsbummel, man kann an die Strände gehen oder einige Ausflüge in die Umgebung machen, über die das Tourismusamt und bessere Reisebüros informieren. Im Grunde sind es dann ab dem späten Nachmittag nur die Restaurants und die Bars, an denen sich die Ausländer aufhalten, weil es sonst keine interessanten Angebote gibt. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Unglücklicherweise hält die Regierung die Bars für Drogenzentren, das Trinken von Alkohol und den Aufenthalt an Bars für unanständig, weshalb auch die ,Neue soziale Ordnung‘ erlassen wurde, nach der alle ,Unterhaltungsbetriebe‘, wie Bars, Restaurants etc. um zwei Uhr morgens schließen müssen. Da es aber in Pattaya sehr viele offene Bars gibt, die keine Wände haben und die man auch gar nicht schließen kann, außerdem wohl auch Geschäftsleute wie Polizei die Regierung für etwas verschroben halten und nicht gerne die Kunden verjagen wollen, so schalten diese Bars um zwei Uhr nachts die Musik aus, dämpfen das Licht bis auf ein Minimum – und schenken getrost weiter Getränke aus, was den Vorteil hat, daß man nun in Ruhe dort sitzen kann, um sich zu unterhalten. Schließlich kommen die Ausländer ja nicht wegen der schönen Mittagshitze, sondern wegen der angenehmen Abende und Nächte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex wollte mit Noi einmal an den Strand von Jomthien und sie verabredeten sich für den nächsten Tag zum Frühstück. Hierbei begegnete Hugo einem sehr aufgeräumten Alex, der ihm nach einiger Zeit eröffnete, daß er den guten Einfall gehabt hätte, Noi und ihre Kinder für das Wochenende zu einer gemeinsamen Fahrt nach Kanchanaburi einzuladen. Doch, Hugo freute sich. Alex schien im Moment wirklich in guten Händen zu sein. </span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Alex fand das auch. Er verlängerte seinen Urlaub um zwei Wochen und er war sicher, daß er jetzt öfter nach Pattaya kommen wird. Sicher konnte er Noi nicht als Ehepartner ansehen oder in irgendeiner Weise mit seiner verstorbenen Frau vergleichen. Aber sie war ein nettes Mädchen, dem er einen angenehmen und unterhaltsamen Urlaub zu verdanken hatte. Er hatte ohnehin nicht vor, noch einmal zu heiraten, aber es war doch angenehmer, die Zeit mit einem netten Menschen zu verbringen und es war auch schön, ein hübsches Mädchen in den Arm nehmen zu können. Er sagte Noi, daß er in drei Monaten wiederkommt. Und er würde sich überlegen, ob er sich in Pattaya ein Apartment mieten wird.</span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
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		<title>Gad Labudda, Liebeserklärung und Nachruf</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 20:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gad Labudda]]></category>
		<category><![CDATA[Gastautoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Gad Labudda ist mein absoluter Lieblingsautor, was Literatur in Bezug auf Thailand angeht. Seine überaus witzig geschriebenen, vor allem aber tiefsinnigen Geschichten sollten zur Pflichtlektüre für jeden Thailandreisenden erklärt werden. Dieses gilt in ganz besonderem Maße für alleinreisende Herren! Die hier vorliegenden Kurzgeschichten und Leserbriefe bieten eine amüsante Unterhaltung mit der Schilderung der verschiedensten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Dr. Gad Labudda ist mein absoluter Lieblingsautor, was Literatur in Bezug auf Thailand angeht. Seine überaus witzig geschriebenen, vor allem aber tiefsinnigen Geschichten sollten zur Pflichtlektüre für jeden Thailandreisenden erklärt werden. Dieses gilt in ganz besonderem Maße für alleinreisende Herren!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Die hier vorliegenden Kurzgeschichten und Leserbriefe bieten eine amüsante Unterhaltung mit der Schilderung der verschiedensten Personen, die sich in Pattaya treffen und stellt eine Vielzahl von Erlebnissen dar, und das aus oft ungewohnter Sicht. In den Kurzgeschichten, von denen die meisten unter den Pseudonymen Victor Schluff, Paule Plapper, Anton Stoneless und ,Dan Eltmann&#8217; in verschiedenen Publikationen veröffentlicht wurden, werden viele Auszüge aus dem Geschehen in Pattaya humorvoll, aber tiefsinnig beschrieben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Der Autor, Dr. G.M.Gad Labudda, ist Handwerker, Künstler und Psychologe. Er lebt seit 1987 in Thailand und ist in Pattaya unter dem Namen : Dr. Gad&#8217; als Herausgeber einer Zeitung bekannt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Seine Geschichten zeigen, dass das Leben in Pattaya ganz anders ist, als man es sich in Europa vorstellt und dass die Leute, die sich hier in Pattaya treffen, oft ganz anders sind, als man es erwartet. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Durch die Kürze der Artikel sind die Bücher eine ideale Unterhaltung für den Reisenden, der unterwegs amüsante Informationen über das Leben in Thailand und über die Menschen in Pattaya sucht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;">Dabei werden hauptsächlich jene Leute beschrieben, die auf der Suche nach einer Frau für einen Abend, einen Urlaub oder ein Leben kommen, die hier Geschäfte oder „ein neues Leben“ suchen, wie natürlich auch jene Mädchen und Frauen, die aus dem ganzen Land kommen, um Geld, Versorgung oder einen Partner zu finden. Das Zusammentreffen der verschiedenen Menschen und ihrer sehr verschiedenen Interessen entbehrt nur selten der Komik, auch wenn manche Begegnung einen tragischen Ausgang findet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana; mso-bidi-font-weight: bold;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Nachruf</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 10pt; color: black; font-family: Verdana;">Gad ist leider von uns gegangen. Im Juni des Jahres 2006 verstarb er unter unglücklichen Umständen in Pattaya. Ich vermisse einen gutmütigen, humorvollen, kritischen, scharfsinnigen und wortgewandten Freund, der nicht nur schriftstellerisch immer mein Vorbild war, sondern auch menschlich. Er ging mit offenen Augen durch das Leben und hat seinen klaren Blick auf die Menschen mit möglichst einfachen und verständlichen Worten auf geniale und unnachahmliche Art festgehalten. Er war streitbar in der Sache, doch niemals selbstgefällig oder ungerecht. Seine offene, positive und vor allem tiefsinnige Denkweise überstrahlte manch kontrovers geführte Diskussion.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Gad, Du wirst mir immer in der besten Erinnerung bleiben.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Um das Gedenken an Gad Labudda aufrecht zu erhalten, aber auch um den vielen Suchenden, die stetig nach Thailand strömen, die Richtung zu weisen, erscheinen an dieser Stelle einige seiner Kurzgeschichten, zu deren Veröffentlichung er mich persönlich ermächtigt hat. Ich glaube und weis, dass dies in seinem Sinne war und ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;">Grubert</span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </span></div>
<div><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: Verdana;"> </p>
<p></span></p>
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