Frage:
Wenn man sich zur Abflughalle bemüht, kann man dann ein günstigeres Taxi erwischen? Ich will nicht zu viel bezahlen!
Antwort:
Kann man durchaus. Aber welchem Newbie, erstes Mal Thailand, erstes Mal Survanabhumi Airport, soll ich das empfehlen… ich meine, selbst mir ist es viel zu umständlich und unbequem, mich mit dem vielen Gepäck (ok, ich hab mehr als andere) per Fahrstuhl eine Ebene höher zu begeben, um da bei den Departures einen Taxler anzusprechen, ob er mich denn nach Pattaya fahren möchte. BTW, auch da gibt es viele Schlepper, die wieder Commission kassieren wollen. Das heißt, ich müsste mich auch noch mit meinem Gepäck in Richtung Ausgang (Straße, wo die Taxen dann rausfahren) bewegen, um den Preis von etwa 1200 klarzumachen. Ich könnte das, will es aber nicht, aus o.g. Gründen. Ich will schnell ans Ziel, und das bequem, ohne Schlepperei und Bargain Stress. Es sind 35 Grad Celsius, und ich bin platt, brauche meine Kraft später noch für Besseres. Das Geld spare ich dann lieber mit Hilfe der richtigen Tipps, wie ich Nutten preisgerecht anheuere. Ein Newbie ist doch mit jedem einzelnen der Schritte überfordert, die dazu nötig wären, diese meinetwegen 1000 Baht, und dass sind immerhin € 20,- einzusparen.
Jungs, wenn Ihr meine Meinung hören wollt, der Flug hat soundsoviel gekostet, die Anfahrt zum Airport in Europa auch soundsoviel, rechnet das Taxi nach Patty mal mit 30 Euro ein. Oder teilt es Euch mit einem Kumpel, oder zwei, oder fahrt mit dem Bus, oder fahrt in den Schwarzwald, resp. bleibt daheim. Aber versucht an der Stelle keine fünf Euro einzusparen, das bringt’s einfach nicht. Zurück kommt Ihr dann locker für 1000 oder gar 800 Baht an den Airport aus Patty, wenn Ihr das wollt (mit den Taximeter Taxen, steht überall angeschrieben in Pattaya).
Klar kann man sich einen Wagen vorbestellen, wirklich raten will ich das keinem. Denn: Den Stress, ob der Typ nun auch da ist, und wenn, wo denn eigentlich, würde ich mir niemals antun, um Cents (sorry) zu sparen. Wer mal 1 oder 2 h in der Hitze, nach dem langen Flug und voll der Vorfreude, auf ein Taxi gewartet hat, das dann trotzdem nicht kam, der weiß, wovon ich rede.
Einen Taxler bei den Ankünften upstairs anzuheuern, das geht. Aber es ist, auch das soll nicht unerwähnt bleiben, unsicher. Gut, Thailand ist (realtiv) sicher. ABER: Du kommst aus dem Flieger, hast Deine ganze Reisekasse in der Tasche, die Cam und was weiß der liebe Gott noch alles. Das ist der schlechteste Zeitpunkt, sich von irgendjemand, und sei es ein verrückter Taxler (auch die gibt es, glaubt es mir) kalt erwischen zu lassen. Der kann Dich theoretisch unterwegs rausschmeißen und Dein Gepäck behalten. Dazu muss er Dich noch nicht mal, und auch das ist, wenn auch selten, vorgekommen, tot in einen Klong werfen. Was willst Du der Polizei denn erzählen? Du kannst ja noch nicht mal das (Thai-) Nummernschild entziffern. So sollte man die ganze Debatte wirklich auch mal sehen.
Also, das Glück nicht herausfordern, und schon gar nicht überstrapazieren. Ihr braucht es später in Patty noch bei der Vermeidung von ortspezifischen Geschlechtskrankheiten.
Und alles, um 20 Euro zu sparen?
Gehe lieber den etwas teureren, aber sichereren, vor allem aber bequemeren Weg. Es sei denn, Du hast 6 Monate Zeit und ein absolut knappes Budget. Aber auf wen trifft das schon zu… die Jungs mit dem Rucksack hinten drauf fahren alle mit dem Bus in die Khao San Road in BKK, niemals nach Pattaya. So ein Glück – für uns. Die braucht ja nun wirklich kein Mensch.
Eine Limousine geordert (selbst für meinen Geschmack inzwischen unverschämt teuer), oder, besser, ein reguläres Taxi unten mit Quittung (man gibt das Fahrtziel an, und der Fall wird notiert) genommen, mag ein paar Steine mehr kosten. Aber Du bist auf der sicheren Seite. Selbst ich würde das niemals anders machen.
Rechne in Thailand niemals damit, dass Du überfallen oder ausgeraubt wirst, auch nicht von einem unbekannten Taxler. Trotzdem muss der gesunde Menschenverstand im Spiel bleiben, vor allem auch wegen der ganzen Kohle und Sachen, die Du mit rumschleppst bei der Anreise. Es wird mit einiger Sicherheit nicht, aber es kann passieren! Shit happens, hat er gesagt. Was mich betrifft, ich lasse mich, wenn schon, denn schon lieber mit 5000 Baht in der Tasche irgendwo im Dunkeln überfallen, dann sind nur 100 € weg. Das war dann ein stressfreier Unfall. Ohne alles irgendwo im Niemandsland zu stehen, das ist das Gegenteil davon. Und der Urlaub ist praktisch vorbei.
Wir hatten das Thema Sicherheit, wenn ich nicht irre, auch in Bezug auf Cambodia gelegentlich schon an anderer Stelle. “Alles nicht so wild” oder so ähnlich hat jemand gesagt. Stimmt. Und jemand in einem anderen Forum meinte bezügl. Phnom Penh, meine ewige Warnerei vor Kriminalität und Überfällen bewege ihn dazu, sich lachend auf dem Boden zu wälzen. Aber ich habe mich schon nachts um 3 blutend auf dem Boden gewälzt in Phnom Penh. Da war niemand. Polizei? Haaaaa haaa. Und nur dem glücklichen Umstand, dass die Typen keine der in Cambodia immer noch reichlichst (!!) vorhandenen Faustfeuerwaffen, sprich Zimmerflacks, dabeihatten (Pol Pot mit den die Roten Khmer ist erst ein paar Jahre Vergangenheit, eigentlich immer noch präsent), und dem, dass ich betrunken genug war, um mich zu wehren, habe ich den Umstand zu verdanken, dass ich nichts verloren habe dabei, außer ein paar blaue Flecken und eine dreckige Jeans. Allerdings habe ich mich in mehrfacher Hinsicht damals auch saudumm benommen, ich war Anfänger.
Darum mein Rat: erst denken, dann sparen!