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    Erstellt von Admin am Mittwoch 2. Januar 2019

    Nach längerer Abstinenz vom schwarzafrikanischen Kontinent war ich nun wieder mal in Kenia. Eigentlich war mein Plan, eine neue Ausgabe von Mombasa Newbie zu schreiben. Ich habe jedoch sehr schnell gemerkt, dass das im Grunde völlig unnötig ist – es haben sich nur ein paar Kleinigkeiten überhaupt geändert. Die Scene dort ist diesbezüglich nun mal das extreme Gegenteil der schnelllebigen Hot Spots in Asien u.a.

    Insofern wäre eine Neuauflage des Reiseführers klar überdimensioniert bis überflüssig. OK, das Tembo ist Geschichte und ein paar Namen von Bars haben sich geändert, die eine oder andere ist verschwunden, dafür kamen neue Bars hinzu. Alles eigentlich nur am Rande erwähnenswert. Das hat man nach zwei Tagen raus. Also werde ich nur an dieser Stelle gelegentlich ein paar Abenteuer und allgemeine Infos zu Kenia, Mombasa, Mtwapa, Bamburi und Diani bringen.

    Die gute Nachricht: die Mädels sind nach wie vor da, brauchen dringend Geld und finden uns. Mann kann sich gar nicht wehren 🙂

    Zudem sind die Preise in den letzten Jahren nicht gestiegen – im Gegenteil. Durch einen noch besseren Wechselkurs als eh schon sind viele Preise real sogar gesunken. Das gilt auch für die Girls! Mir fällt kein anderes Land ein, in dem das so wäre.

    Noch ein wichtiger Hinweis: nach wie vor ist es dringend ratsam, sich vor (!!!) einem Besuch Kenias den oben erwähnten Reiseführer zuzulegen. Die essentiellen Infos, Verhaltenstipps, Sicherheitslage, grundsätzliche Informationen usw. sollte man (vor allem natürlich vor einem Erstbesuch) unbedingt kennen. Mombasa Newbie ist außerdem nicht nur ein Reiseführer, sondern auch ein Reisebericht, der viele Situationen anschaulich wiedergibt und authentisch beschreibt. Das gilt selbstredend vor allem für die Begegnungen und den Umgang mit den schwarzen Gazellen – aber nicht nur. Auch Mombasa Town und die Strände hat hier einiges zu bieten.

    Anreise, Einreise, Immigration, Zoll in Kenia

    Ich fliege mit den Türken via Istanbul (ein Stop). Die Business Class auf dieser Strecke lohnt eigentlich nicht; ursprünglich hatte ich sie gebucht, weil

    • mir der Preis günstig vorkam
    • ich gute Erfahrung mit Turkish Airlines in BC habe (auf der Bangkok Strecke)
    • die Freigepäckmenge bei 46 kg liegt.

    Ich brauche ja immer etwas mehr, unter 30 kg geht gar nicht.

    Allerdings relativiert sich das Ganze doch ziemlich:

    erstens ist der Preis günstig, es wird aber auch relativ wenig geboten. Im Gegensatz zu allen anderen Flugstrecken BC, die ich mit dieser Airline schon geflogen bin, auch jetzt dem Stückchen Frankfurt – Istanbul, gibt es hier nach Mombasa keinen „richtigen“ Business Sessel. D.h. er lässt sich nicht zum Bett umfunktionieren (180 Grad), sondern es sind nur große und bequeme Ledersessel, deren Rückenlehnen sich aber nur ein Stückchen weit zurückbewegen lassen. Kein Vergleich zum besseren Standard. Man sitzt gut und kann auch schlafen, aber lange nicht so bequem. Das Essen ist OK, aber auch nicht sooo doll. Ausklappbarer Monitor, was an Filmen geboten wird weiß ich nicht, habe keine Lust mir was anzuschauen;

    zweitens kann man tatsächlich auf dieser Strecke auch in der Eco 46 kg mitnehmen. Hätte ich das alles gewusst bzw. mich vorher schlau gemacht, hätte ich wahrscheinlich Eco gebucht, es sind immerhin fast 2000€ Unterschied. Ich hätte umbuchen können, war dann aber zu geizig, die 250 € Gebühr zu berappen und habe es dann halt so gemacht. Wenn ich jetzt nach hinten sehe in die rappelvolle Sardinenbüchsenabteilung, bereue ich das nur mäßig.

    Ich hatte übrigens 50 kg auf der Waage mit den beiden Koffern, man ist hier (im Gegensatz zu z.B. Emirates in BC) nicht pingelig. Wurde durchgewunken.

    Bin gespannt wie die Einreise in Mombasa verläuft. E-Visum habe ich gemacht, muss nur noch funzen. Laut Stewart sollen kurz vor der Immigration noch Formulare ausliegen, die man ausfüllen muss, werde ich wahrscheinlich trotz fertigen Visums machen müssen, es nervt etwas.

    Vor allem die Abzocke bei der Einreise… aber ich lasse mich überraschen. Zahle ja gerne 10 €, wenn die dafür meine Koffer nicht aufmachen. Ist wohl keiner scharf drauf. Habe zwar kaum Spielzeug dabei, nur zwei kleine Plugs, die aber nicht unbedingt als Sexspielzeug erkennbar sein müssen (wenn man sich nicht auskennt) und einen Massagestab, der aber keine verdächtige Form hat, sondern auch als „katholisch“ durchgehen müsste. Wegen meiner Nackenschmerzen 😉 Allerdings jede Menge Wäsche für die Mädels und ein paar Masken und so etwas. Habe mir schon überlegt, dass das für eine private Halloween Party ist und überhaupt kommt meine deutsche Freundin nächste Woche nach, die zieht das dann alles an…

    An der Immigration geht es fix, bin einer der Ersten dort, das Gepäck habe ich auch recht bald vom Band. Der Zoll winkt mich natürlich ran, ich denke die checken jeden mehr oder weniger. Einen der beiden Koffer soll ich aufmachen und kann mir aussuchen, welchen. Zufällig (natürlich!) habe ich den, in dem kaum Verdächtiges ist, vorne stehen und zufällig öffne ich den. Lediglich der „Massagestab“ erregt Interesse. Nachdem ich aber glaubhaft von meinen Schulterproblemen berichtet habe, kann ich das Teil wieder schließen – und fertig. Also keine Abzocke diesmal.

    Der ATM hier am Airport in Mombasa funzt nicht, weder bei mir noch bei einem anderen Deutschen, dem ich beim Procedere behilflich bin. Habe zum Glück noch etwas Elefantengeld vom letzten Mal und bin nicht auf den üblen Kurs der Wechselstube hier angewiesen. Dort versucht man mich schon von Weitem heranzuwinken.

    „Jambo!“ ruft mich ein Mann mit einem Preisschild für Taxen an.

    Nach Mtwapa soll es lt. Liste 3400 kosten, ich sage, zu teuer, ich suche einen Fahrer für 2000. 2500 bietet er an und ich stimme zu.

    Im Mona Lisa komme ich gegen 4:30 Uhr an. Die Security schließt auf und schleppt mein Gepäck an die Rezeption. Der Rezeptionistin gebe ich meinen Pass. Sie erkennt meinen Namen, lacht. Mit ihr hatte ich schon öfter telefoniert und gemailt für die Zimmer Reservierung. Sie hört auf den schönen Namen „Gertrud“ (kein Witz!) und ist sehr freundlich.

    Wir schäkern. Habe ja ein Doppel mit Frühstück gebucht für 4500, teuerste Variante. Sage, ich bin alleine gekommen, habe aber gelegentlich Gäste. Dann bring ich meine Freundin mit. Sie lacht.

    „Frag mich, wie die heißt“, sage ich. „Wie heißt sie?“ fragt sie. „Keine Ahnung, woher soll ich das jetzt schon wissen“, antworte ich. Sie kriegt einen Lachanfall.

    Ja, ganz lustig. Bis jetzt nur nette Leute getroffen in Kenia, bin aber auch gerade erst aufgeschlagen.

    Ich bekomme bis zum regulären Einchecken mittags die Besenkammer, hier ist wenigstens Duschen und etwas Ablegen möglich. Soll dann ein besseres Zimmer bekommen, ist auch nötig. Bin gespannt. Ist ziemlich laut hier, aber das war ja klar.

    Die Security bekommt 200 fürs Kofferschleppen und Gertrud 500, weil sie nett ist, ich sie mir warmhalten will und ich auf ein gutes Zimmer hoffe. Die sind tatsächlich ausgebucht, ist irgendein Kongress derzeit.

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    Sex führer Kenia Mombasa Mtwapa Diani Beach