Travel-Funblog – Sexurlaub für Singlemänner

Reiseblog für Singlemänner, Sexurlaub Karibik, Asien, Afrika, Südamerika

  • Abonnieren



  • Meta

  • Gambia: In Tanji

    Erstellt von Admin am Dienstag 26. August 2014

     

    Mein Fahrer holt mich pünktlich für die Beachtour ab. Erster Stopp ist Ghana Town, hier gibt es nicht wirklich viel zu sehen.

    Dann kommt Tanji auf der Coastal Road, hier gibt es ein großes Vogelreservat. Mein Guide weiß schon, das interessiert mich nicht, er lacht darüber, ALLE wollen hier die Vögel knipsen. Aber ich will lieber Land und Leute. Also fährt er mich zum Fischereihafen, und das hier ist wirklich ein toller Platz. Dutzende Boote sind vom Fang zurück, liegen in Reih und Glied vor dem Strand, verkaufen ihre Ladung an hunderte Leute. Alles wuselt scheinbar durcheinander, doch jeder weiß natürlich genau, was er tut.

    Da gibt es junge Mädchen in klitsch nassen T-Shirts, durch die man schon mehr sieht, als man erahnen kann, und das kann sich sehen lassen. Ohne spannen zu wollen, aber da sieht man schon, was die Töchter des Landes optisch zu bieten haben, nämlich eine Menge, und für jeden etwas. Jungs schleppen Motoren, Frauen sitzen an ihren Plätzen vor Haufen von Fischen, die ihren Abnehmer suchen und finden. Man steht beieinander und schwatzt, während andere hart arbeiten, indem sie die Boote entladen oder an Land ziehen. Für die großen von ihnen sind mehrere Dutzend Männer nötig, die die Fahrzeuge auf groben Holzrollen oder Teilen von Baumstümpfen Stück für Stück an Land ziehen.

    Die vielen Farben sind schon toll. Heute ist Freitag und die Frauen und teils auch Männer haben traditionelle Kostüme an. Auch die Boote sind bunt, auf ihnen arbeiten die Männer und machen Boot und Ausrüstung klar für den nächsten Seegang. Es gibt jede Menge Futter für meine Cam.

    Fotografieren insgesamt ist nicht ganz so einfach, das war ja klar und wurde erwartet – jedoch ist es mit etwas Fingerspitzengefühl durchaus machbar. Viele Personen posieren gern und unaufgefordert vor meiner Cam; manche allerdings wollen nicht fotografiert werden und geben entsprechende Handzeichen. Das muss man natürlich akzeptieren. Es lässt sich halt nicht immer umgehen, wenn man einen Platz fotografiert, auf dem viele Leute sind, dass da der eine oder andere dabei ist, den das stört. Dann ist es eben so.

    Es ist eine sehr gute Idee, einen Guide dabei zu haben, das setzt die Toleranzschwelle der Leute zum einen schon doch stark rauf, zum anderen hält er einem die Schnorrer vom Leib bzw. jene, die meinen, sie hätten nun Anspruch auf 50 Dalasi, oder was auch immer, weil sie zufällig da stehen. Ist mir hier nicht einmal passiert, obwohl ich den Guide nach fünf Minuten aus den Augen verlor. Ich hab mich frech auf die höchste Stelle gestellt und los fotografiert – und gefilmt.

    Ich latsche den ewig langen Strand rauf und runter und mache jede Menge Pics. Ein Einheimischer kommt und sagt seinen Spruch auf, „Hey, how are you“ usw. Ich bin freundlich und schaue ihm ins Gesicht. Er erklärt mir, was hier gerade wo passiert… er ist von nun an mein 2. Guide – eine sehr gute Investition. Der ist hier natürlich bekannt und in seiner Begleitung ist alles noch einmal viel leichter. Er erhält anschließend 100 von mir und wir sind beide happy. Er ist für mich echt Gold wert, ich habe 500 – 600 Pics allein hier geschossen, zuzüglich der Vids. Auch in die Räucherkammern komme ich so hinein, mache ein paar klasse Pics mit dem Weitwinkel im Rauch, unten Feuer und die Sonne scheint in dicken Strahlen von schräg oben hinein. Echt gut geworden.

    Also an den richtigen Stellen nicht geizig sein und immer auf Augenhöhe mit den Leuten, nett ins Gesicht lächeln und ggf. Shake Hands, das wirkt immer. Wer allerdings arrogant rüberkommt und die Leute von vornherein als Schnorrer oder Bumster ansieht, hat ein Problem. Die spüren so was natürlich sofort. Ich erlebe auch heute wieder fast nur total freundliche Leute. Ich will nächste Woche unbedingt nochmal her, dann aber nachmittags, dann soll hier noch mehr los sein, incl. einiger Touris – heute war ich der einzige Weiße am ganze Strand.

    Stimmt schon, das mit der „Smiling Coast“!!!

    Wir fahren weiter an den „Paradise Beach“ bzw. „Diamond Beach“, hier ist ein Resort untergebracht, total am Arsch der Welt, denn bis wir uns mit dem Benz über die mit Schlaglöchern, die so groß sind wie Einfamilienhäuser, übersäte Landstraße gequält haben, vergehen bestimmt 20 Minuten. Zudem hat es gestern stark geregnet und es gibt jede Menge Pfützen.

    Die Stelle dort ist ganz schön, wir sind eigentlich zum Essen hergekommen. Ich bestelle Fisch mit Reis, superlecker. Er isst Chicken & Chips. Es sei mit das beste Restaurant hier überhaupt, meint er. Ich habe mit etlichen Softdrinks 590 auf der Uhr, billig.