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  • Archiv für Januar, 2014

    Gambia Videos!!!

    Erstellt von Admin am 25. Januar 2014

    Ein paar Videos aus Gambia habe ich für Euch erstellt und bei Vimeo raufgeladen. Es ist eine bunte Mischung aus Land und Leuten, natürlich kommen auch die schwarzen Girls nicht zu kurz.

     

     

     

     

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    Bangkok: Aus meinem Tagebuch

    Erstellt von Admin am 20. Januar 2014

    Ich gehe zum Gulati und hole meine Hemden ab, die sind doch noch gut geworden, kann ich nicht anders sagen.

    Ich habe einen Mordskohldampf, gehe in eins der Seafood Restaurants genau gegenüber dem Biergarten in Soi 7. Ja stimmt, das kennt jeder, gibt es schon immer und ist nicht billig (Touripreise). Aber das Essen ist wirklich spitze, der Service sehr nett. Ich esse eine Tom Yam Plaa (Thaisuppe mit Fisch) und was gebratenes vom Rind mit viel Pfeffer. Es ist dieser Thaipfeffer, der in ganzen Rispen mitgekocht (und auch so gegessen) wird. Super.

    Dann zurück ins Hotel, an der BTS Station NANA kommt mir eine riesige, aufgebrezelte Schwarze entgegen. Ich schau sie voll an, sie lächelt. Ich überlege kurz, gehe ihr nach. Sie hat mittlerweile die Treppe erreicht und ist auf halbem Wege nach unten, sieht aber, dass ich ihr nachkomme und hält an. Wir sprechen ein paar Sätze, sie ist freundlich, lächelt gleich. Ihr tiefes Dekolleté lässt die bei schwarzen Mädels üblichen Bindegewebe Probs vermuten. Ich stehe aufrecht, als ich ihr in die Augen schaue, die ist exakt so groß wie ich, und ich bin nicht klein. Muss das sein, jetzt hier eine Schwatte anzugraben. Meine Frage nach Blasen bejaht sie, ich bin gleich zur Sache gekommen. Ob ich ins Hotel will, fragt sie. Ja, meine ich, kann ich dir in den Mund spritzen? „No, only Bow Job“ antwortet sie. Dankenswerterweise hat sie es mir vorher gesagt. Ich bin auch ganz froh drüber, war irgendwie eine Schnapsidee. Ich wünsche ihr noch einen angenehmen Tag und mache kehrt.

    Im Hotel schieße ich ein paar Außenaufnahmen von Pool und  Skyline, es ist schon stockdunkel. Der Pool ist nett, hat was, hier oben über dem Skytrain, Soi Cowboy, dem ganzen Verkehrsgewusel usw. Und wenn man im Wasser ist, schaut man auf die ganzen Hochhäuser die den Pool überragen, er befindet sich etwa im 10. oder 12. Stock. Wieder nicht geschafft mal in den Pool zu springen, denke ich. Aber warum nicht jetzt am Abend. Ich bringe die Cam ins Zimmer und ziehe mir die Badehose an, lasse mir am Pool ein Handtuch geben und springe rein. Außer mir ist hier nur noch ein Wachmann. Das ist ganz schön im Dunkeln zu schwimmen.

    Hoteltest Grande Centre Point Hotel Sukhumvit Rd. Bangkok

    Ich mache mich landfein und fahre mit dem BTS zum NANA, gehe gleich ins Mandarin. Ich hoffe die „Showtante“ von gestern zu sehen, die, die gleich ausgelöst wurde und schön mitgemacht hatte bei ihrem Customer am Stage. Ist nicht da. Eine Mamasan scheucht 2 Hühner zu mir, die mich nun flankieren und mir nur zum Tanzen von der Seite weichen. Sie bekommen alle einen Ladydrink, auch die 2. Mamasan, die inzwischen ebenfalls angeschnorrt kommt. Ist aber OK, dafür haben sie immer ein offenes Ohr für mich.

    Das mit dem Wechsel der Tanzschichten hat Vorteile, während die beiden aus der langen Liga nun in Richtung Stage verschwinden, nicht ohne vorher zu versichern, wiederzukommen, klar, hier gibt’s ja auch was zum Saufen, kommt nun die Schicht mit den laufenden Metern an meinem Tisch vorbei, ich sitze strategisch günstig. Winke mir eine heraus, sie setzt sich brav zu mir. Das Übliche. „What’s your name, where you from, how long bla bla bla”. “You can smoke?” frage ich, sie kichert verlegen. Durchgefallen.

    Ich warte auf die Rückkehr meiner beiden langen Gestelle und barfine die, die mir am besten zusagt, für Short Time. Nach Long Time frage ich schon gar nicht mehr, ich will aber auch gar keine. Nach dem Spritzen brauch ich meine Ruhe. Die andere ist enttäuscht, auch die Mamas wollen mir natürlich gern beide aufs Auge drücken. Aber die andere gefällt mir nicht.

    Heute ist es relativ ruhig in der Bar, kaum Gäste. Im Gegensatz zu gestern.

    Wir fahren mit dem Taxi ins Hotel. Sie ist supernett und sagt immer „Khun Glubiii“ zu mir. Bläst nett, sehr einfühlsam. Ich lasse sie auch an der Sitzbank antreten bzw. niederknien. Als ich sie hochziehe und sage „bumbum“ sagt sie sofort „condom“. Ich will ihr die Geschichte mit meinem Attest erklären, aber sie würgt das gleich ab. Das wird so nichts. Ich merke es schon an der Art und Weise, wie es eine sagt. Bei der hier ist die Klappe längst gefallen, jedes weitere Wort wäre überflüssig. Wenn eine Tante nicht will, muss man das halt akzeptieren. Und ich habe keinen Bock auf ein Streitgespräch.

    Also Plan B = Mundschuss, dahin wär’s ja eh gegangen. Egal. Ich spritze ihr mit Mühe gelangweilt in den Rachen. Es sei das erste Mal, dass ihr jemand in den Mund spritzt, meint sie. Soll ich das glauben? Sowieso wurscht. Ich mache noch ein paar Pics von ihr und schicke sie weg. Wiederholungsgefahr: Null. Sie kann nichts. Ist aber eigentlich wie gesagt lieb und willig gewesen.

    Ach ja, ich mache mir ihr eine Fotosession für den nächsten Tag aus, ohne Sex, wozu eigentlich, überlege es mir dann auch anders und sage per SMS ab. Muss morgen sicherheitshalber noch mal anrufen, nicht, dass die hier auf der Matte steht und ihre Kollegin liegt in meinem Bettchen. Morgen habe ich noch bis 2000 Zeit, dann Kofferpacken, die Limo von Emirates kommt um 2200, der Flug geht nach 0100. Da will ich doch meine Zeit nicht mit einer Gummizicke verplempern. Ich werde wohl die Kleine anrufen, ob sie Geld braucht, oder die Große, oder mir ersatzweise eine Ölmassage der schmutzigeren Art verpassen lassen. Am letzten Tag muss ich nun wirklich noch mal was Nettes erleben.

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    Nichts mehr roger in Kambodscha: Siem Reap (Angkor Wat)

    Erstellt von Admin am 18. Januar 2014

    Siem Reap (Angkor Wat)

    Schon bei meinem letzten Besuch hatte ich Siem Reap als kleines, sauberes, nettes Städtchen beschrieben, das hat sich nicht geändert. Im Gegenteil, es wurde offenbar noch mehr Geld in die Infrastruktur investiert. Es wirkt alles sehr aufgeräumt und hell, Slums oder allzu sichtbare Armut gibt es nicht. Natürlich gibt es überall Cash Machines und Banken, jede Menge Hotels und Restaurants, Shops für alles Mögliche. Das ganze Brimborium, das man erwarten kann. Schaut auch in die ausliegenden Stadtführer mit den Adressen. Man merkt, dass der Ort DIE Attraktion des Landes hat, die Tempel von Angkor sind ein echtes Pfund. Es ist gut für den Ort und ganz Kambodscha, vernünftig und nachhaltig mit alledem umzugehen und auch möglichst viele zahlungskräftige Touristen anzuziehen.

    After Dark

    Es spielt sich alles mehr oder weniger am “Alten Markt” (“Old Market”) ab, hier findet sich auch die Pub Street mit dem Flaggschiff “Red Piano” und die Amok Street. Wenn man einige Zeit nicht mehr hier war, erschrickt man zunächst heftig, um wie viel alles gewachsen ist. Es gibt alles Erdenkliche, vor allem Restaurants und Seafood Markets, Souvenirs (“Angkor Night Market”), Bars, Reisebüros, Massage, Internet Cafés usw. usw. Allerdings keine Hotels hier mittendrin, es wäre wohl auch zu laut. Was Lautstärke und Trubel angeht fühlt man sich fast an Pattayas Walking Street erinnert, nur dass es keine Sexangebote gibt. Laute Beschallung und “Attraktionen” wie die mittlerweile wohl überall gegenwärtigen “Fish Massages” ja, wirkliche Möglichkeiten für Singlemänner sich zu vergnügen, nein.

    Man hat nach erster Sichtung der Scene den Eindruck, die Neckermänner essen noch gemütlich nach den Tempelbesuchen und nehmen einen Absacker, und das war’s dann auch schon. Allerdings kann man überall mehr oder weniger gut und preiswert essen, und man wird freundlich bedient. Die Konkurrenzsituation bei den Lokalen untereinander ist offenbar vorhanden – und trägt Früchte.

    Bars, Massagen, Karaokes, Dissen…

    Das wird ein unerfreuliches Kapitel. Um es kurz zu machen: Essig. Es gibt sage und schreibe noch eine einzige Bar in der Stadt, wo etwa 10 – 15 Freelancer abhängen – das war’s leider, Freunde. Keine “Massagen” mehr mit Viet Chicks in der Straße, wo das ZoneOne ist, alles dicht gemacht von den Offiziellen, der Sex soll raus aus der Stadt, man will mit Gewalt weg vom Schmuddel Image Kambodschas.

    Doch von vorn. “Mickey’s” Night Bar heißt der Laden mit den Freelancern. Er befindet sich auch gleich am Old Market, kennt jeder Taxler. Wenn Ihr das Gebäude mit dem großen “X” auf dem Dach seht, seid Ihr richtig. Es sind immer 5 – maximal 15 Mädels anwesend, ich denke mehr gibt’s da einfach nicht. Von denen sind ein paar natürlich immer besetzt mit Billard Heinis und Händchenhaltern. Wenn man Glück hat erwischt man eine von den wenigen erträglich aussehenden Girls, wie ich am ersten Abend. Ich lief da vorbei, sie lächelte mich an, kurzes Gespräch, ich setzte mich draußen an einen Tisch, zog sie auf meinen Schoß und machte es klar. Aber das sollte das Highlight meines einwöchigen Siem Reap Aufenthaltes bleiben, ich buchte sie später noch mehrfach, wie beim ersten Mal nur Short Time (30). Sie konnte blasen und Mundschuss, aber erst nach gutem Zureden. Ich lernte noch ein paar Expats dort kennen, die mir die Preise bestätigten und den Umstand, dass diese Bar das Beste ist, was man in SR erleben kann.

    Im gleichen Gebäude gibt es noch eine “Rooftop Bar” (das große “X”), erspart Euch bloß die vielen Treppen, über die man in den Langweiler Laden kommt. Mausetot, ein paar Touri Pärchen beim Mojito, keine Nutten.

    Das “Martini” heißt jetzt “Hip Hop”, und da geht nichts mehr. War 2 Mal dort, jedes mal Khmer Mucke, Einheimische in Gruppen an den Tischen, ein paar Touris, keine Freelancer gesichtet.

    Das “ZoneOne” war früher eine ganz normale Disse, dort gab es auch viele Freelancer. Heute ist das so etwas wie eine Karaoke, nur als Disse halt. Die Mädels sind da alle fest angestellt, 70 $ (!!!) Barfine und es werden mindestens 30 Tipp erwartet (angeblich Long Time). Ich habe mit einer ganz netten, gut aussehenden Viettante gesprochen, aber sie wollte nicht blasen. Wo bin ich da bloß gelandet, die haben doch alle den falschen Job – und den Schuss nicht gehört. Sie wollte mir dann eine Freundin ranrufen, die blasen konnte, ich sagte ausdrücklich, dass ich nur “young and skinny” mag, OK. Die war dann aber auch angeblich beschäftigt. Egal, wahrscheinlich viel Geld und noch mehr Ärger erspart. Bin dann einfach nur angewidert gegangen. Man fragt sich, woher all die Deppen kommen, die für so einen Scheiß so viel Kohle auf den Tisch legen, das kann ich auch in Europa haben.

    “Top Town” heißt die große Karaoke/KTV, zu der ich mich einmal tagsüber (noch geschlossen) und einmal nachts habe fahren lassen. Ja, das Schmuddel Image soll raus aus der Stadt, aber wenn es so teuer ist wie hier, dann geht’s offenbar. Ist halt immer eine Frage, was die noch an Schmiergeld abkassieren können. In dem Laden etwa 30 Weiber (muss man leider so sagen), mehr oder weniger alt und hässlich und fett geschminkt. Kann man sich in etwa so vorstellen wie eine Bodymassage in Thailand, nur ohne Glasscheibe dazwischen. Die Mamasan und der Manager nahmen mich zu zweit in die Zange, ob ich schon mal hier gewesen sei etc. Es sollte 100 (!!!) kosten mit einem Mädel. Ich stehe eh nicht auf diese genormten 90 Minuten Geschichten und wollte schon laut lachend “Hacke kehrt” machen, da meinte die Mamasan, 70 wären auch OK. Also gut dachte ich, ich probier das mal aus, und wenn’s nur für den Bericht ist. Ich suchte mir eine einigermaßen erhaltene, schlanke Künstlerin aus und nahm sie ins Schlepptau.

    Ich wollte sie mit ins Hotel nehmen, aber sie meinten dazu sei die Zeit zu knapp (nur 1 h). Auch das noch. Wir sollten in ein nahegelegenes ST Hotel gehen (was natürlich wieder 10 oder 20 extra kostet). Auch damit war ich noch einverstanden. Aber als ich dann sicherheitshalber fragte, ob sie auch ohne Gummi bläst, und die Mamasan auf Nachfrage beim Girl nur den Kopf schüttelte und was von Conti faselte, hatte ich die Faxen endgültig dicke und hab die ganze Bande einfach stehen lassen. Was für eine Verarschung!!!

    Massagen wie gesagt alle weg. Früher konnte man in den Vietläden noch gut einen versenken für 10 – 20, oder einen guten Blow Job bekommen. Was es jetzt noch an Massagen gibt ist alles hochkatholisch, vielleicht könnte man hier oder da noch Glück haben, ich glaube aber eher, nein.

    Leider insgesamt alles mehr als ernüchternd.

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    The Gambia Newbie – aus dem Tagebuch einer Sexreise

    Erstellt von Admin am 16. Januar 2014

    Prolog

    ”The Smiling Coast”? Oh ja!!! Das vorab, ich wurde von dieser Reise in fast jeder Hinsicht sehr angenehm überrascht und das mit der “Lächelnden Küste” ist tatsächlich so. Nach einigen negativen Berichten bzw. Stimmen, von denen mir aber im Grunde vorab klar war, dass diese mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Realität wenig zu tun haben würden, und einigen Beiträgen, die das krasse Gegenteil berichteten, war ich total gespannt auf das, was mich erwarten würde. Wie so oft liegt die Wahrheit (die natürlich auch ich nicht gepachtet habe, ich hoffe aber doch wie immer relativ nüchtern und klaren Blickes die Dinge schildern zu können) irgendwo in der Mitte. Allerdings mit deutlichen Vorteilen in Richtung der positiven Stimmen.

    Die Menschen sind unglaublich nett, die Mädels teils zum Niederknien schön und auch begabt, das Essen ist überraschend gut und der Urlaub gestaltete sich alles in allem recht stressfrei. Dass es sich eben doch um Afrika und die dritte Welt handelt, habe ich trotzdem immer bewusst im Hinterkopf behalten. Zu Recht: krumme Hunde, Diebe und Hardcore Nutten (hier ausnahmsweise mal im schlechten Sinn gemeint) gibt es leider überall, aber dafür muss man nicht nach Gambia reisen. Jedoch wurde mehrfach versucht mich zu beklauen, und es wurde gar ein K.O. Tropfen Anschlag auf mich verübt. Dass mir nichts passiert bzw. abhandengekommen ist, habe ich meiner Aufmerksamkeit, Einstellung und viel Glück zu verdanken. Was genau passierte, lest Ihr weiter unten im Text.

    ”The Gambia Newbie” versteht sich als Reiseführer für Singlemänner und versucht, möglichst komplett zu sein in Dingen, die man woanders nicht, nur schwer, sehr subjektiv beschrieben oder nur bruchstückhaft findet. Die “üblichen” Dinge wie Sehenswürdigkeiten, Trips, Safaris etc. entnehmt bitte der gängigen Reiseliteratur, dafür bin ich wie immer nicht zuständig. Allgemeine, praktische Infos und Tipps findet Ihr aber trotzdem. Ich habe selbst im Vorfeld versucht, möglichst viele Informationen zu bekommen, was das Nachtleben und die Szene angeht, Infos, die eben nicht im “normalen” Reiseführer stehen, das war gar nicht so leicht. Es erging mir wie vor meinem ersten Kenia Besuch, belastbare und zweifelsfrei zuverlässige Quellen waren/sind nur sehr schwer zu finden.

    Insofern habe ich einiges an Lehrgeld gezahlt, was vermeidbar gewesen wäre – Ihr könnt Euch das nach der Lektüre dieses Reiseführers gerne sparen, denn auch dafür habe ich ihn geschrieben. Und es reicht, dass ich diese Fehler gemacht habe…

    Außerdem habt Ihr neben dem Reiseführer AUCH einen Reisebericht vor Euch. Ich habe wieder ein sehr umfang- und facettenreiches Tagebuch geführt, welches allein schon Buchstärke hat. Die Texte sind wie immer ungeschönt und authentisch. Ich denke Ihr könnt auf diesem Wege zusätzlich viele Infos ziehen, wenn Ihr nachlest, wann es mir wo mit wem wie erging – ich streue die Tagebucheinträge zwischendurch immer locker ein. Und ich hoffe so wird das Lesen nebenher etwas unterhaltsam. Aber seht selbst!

    Übrigens, am Ende des Berichts findet Ihr die (wichtigen!) Sicherheitstipps und das Stichwortverzeichnis, Maps, Links usw. Ihr könnt zum Navigieren innerhalb des Reports natürlich auch die Navi Leiste im Footer einer jeden Seite benutzen!

    Anreise

    Geflogen bin ich mit Brussels Airlines (Star Alliance) von Frankfurt via Brüssel nach Banjul. Ich kann diese Airline wärmstens empfehlen, das Preis- Leistungsverhältnis ist top. Neue Airbus, guter Sitzabstand (ich bin selber eher groß), sehr guter Service, Essen OK. Vor allem, man kann hier ZWEI Gepäckstücke á 23 kg = 46 kg Gepäck einchecken, zusätzlich zum Handgepäck (welches bei mir immer sehr groß und schwer ausfällt, keine Probs). Allerdings darf jedes Gepäckstück, welches man eincheckt, nicht schwerer als diese 23 kg sein, Kulanzbreite ist 1 kg. Die Umsteigerzeiten (Wartezeiten) in Brüssel sind moderat. Gekostet hat der Flug incl. des Zubringerfluges mit Lufthansa komplett 702 €, wovon das meiste Steuern und Gebühren sind. Gebucht habe ich bei Opodo. Ich würde sofort wieder mit den Belgiern fliegen.

    Wer noch etwas Geld sparen will oder muss (ich denke bis zu 200 € je nach Saison wären möglich) kann auf Schnäppchenangebote bei Vueling Airlines achten, allerdings ist dort die Gepäckauslegung bei Weitem nicht so großzügig und die Umsteigerzeiten können problematisch knapp sein. Also eher etwas für Kollegen mit wenig Gepäck. Ansonsten soll auch Vueling Air ganz OK sein, was ich so höre.

    Condor fliegt auch, und das non stop ab Frankfurt, allerdings nur während unseres Winterhalbjahres (Hochsaison in Gambia). Preise sehr unterschiedlich, einfach mal schauen.

    Für deutsche Staatsbürger besteht keine Visa Pflicht, d.h. es wird “on arrival”, also bei der Einreise am Immigration Counter, kostenlos per Stempel in den Pass für 28 Tage erteilt (kann problemlos auch für längere Zeiträume verlängert werden). Österreicher und Schweizer müssen sich leider vorab ein Visum bei der Botschaft besorgen, aus welchem Grund auch immer. Man kann dafür Visa Agenturen benutzen, die das gegen Bezahlung für einen übernehmen, bitte mal googeln. Die Bestimmungen wechseln offenbar häufig. Die Angaben, die man im Internet findet, weichen teils grundlegend voneinander ab, es ist daher wichtig, sich vor allem über Einreisebestimmungen vorher schlau zu machen.

    Die Einfuhr von Pornografie (was im Zweifel sehr eng ausgelegt werden könnte), also auch z.B. dieses Berichts, ist verboten, genauso wie Homosexualität. Macht Euch vor der Reise unbedingt noch auf den offiziellen Seiten Eures Landes schlau, denn Änderungen und aktuelle Hinweise können relevant sein. In Deutschland gibt es dafür das Auswärtige Amt, in Österreich ist das Außenministerium zuständig, Schweizer werden z.B. hier fündig (besser sind offizielle Stellen).

    Die üblichen Formulare, die man ausgefüllt am Immigration Schalter abgibt, werden schon im Flugzeug verteilt, s.d. man sie dort in Ruhe ausfüllen kann.

    Tipp: Lasst Euch für die Strecke nach Banjul im Flieger einen Platz relativ weit vorne geben, dann seid Ihr schneller raus und eher an der Immigration, was die Wartezeit sehr verkürzen kann. Insgesamt geht es dort aber relativ fix zu. Ich versuche trotzdem immer VOR dem Gepäck am Gepäckband zu sein, damit mir keiner was abgreifen kann (was ich übrigens in Phnom Penh mal in letzter Sekunde verhindern konnte, eben weil ich schnell war). Auch und vor allem in Afrika heißt es, hellwach zu sein.

    Nach dem Aufnehmen des Gepäcks vom Band wird dieses nochmals durchleuchtet, wer Pech hat wird ausgewählt und extra kontrolliert. Vor allem Alleinreisende sind betroffen, man kann die Prozedur durch Schmiergeldzahlungen beschleunigen (5 – 10 €, s. Tagebuch).

    Tipp: steckt ein paar € Münzen ein für die Gepäckträger am Airport, die haben offenbar das “Monopol” auf die Trolleys. 1 € pro Gepäckstück ist OK.

    Das Taxi vom Airport zum Hotel (es wohnen ja sicher die meisten in Kololi am Senegambia Strip) kostet 600 Dalasi, angeblich wäre das verhandelbar, ich hab’s nicht probiert. Macht Euch darauf gefasst, dass die Taxler Euer Hotel nicht kennen, am besten die Adresse auf einen Zettel schreiben und mitführen.

    Im Airport befinden sich Wechselstuben, der Kurs ist eher schlecht. Also hier nur das Nötigste (Taxi) wechseln.

    Aus meinem Tagebuch

    Mein Ticket mit Brussels Airline von Frankfurt nach Banjul (via Brüssel, Zubringer mit Lufthansa) hat incl. der Steuern und Gebühren 702 € in der Holzklasse gekostet. Genau genommen beträgt der reine Flugpreis 260 €, der Rest sind eben diese Steuern und Gebühren. Ich darf 2 Gepäckstücke a 23 kg mitnehmen. Da ich neuerdings im Besitz einer Star Alliance Gold Card bin, dürfte ich sogar 3 Gepäckstücke a 23 kg mitnehmen, aber das kann selbst ich nicht händeln. Zumal mein Handgepäck, es ist eine große, sehr stabile Reisetasche (in die ich auch mein Schleppi packe und diverses techn. Zubehör) und meine Fototasche, insges. gut und gerne auch 20 – 25 kg wiegen.

    Ich packe wie immer „nur das Nötigste“ ein und komme auf zwei pickepacke vollgepackte Samsonite Hartschalenkoffer (die größten die es gibt mit je 111 l Volumen) mit je 27 kg. Ich hoffe man ist bei der Lufthansa angesichts der Gold Card weniger pingelig und drückt ein Auge zu.

    Tipp: wie ich zu der Gold Card gekommen bin ist vielleicht interessant für den einen oder anderen Kollegen. Drum kurz angerissen: Aegean Air stellt einem die Karte nach nur 20.000 Meilen aus. Ich hatte mich dort angemeldet und gleich 2000 oder 3000 geschenkt bekommen, als Begrüßung sozusagen. Dann habe ich mit der Thai ein Business Ticket via Bangkok nach Manila gebucht, auf dem Rückweg (Stopover in Thailand) noch ein Hüpfer nach Phuket und zurück. Danach hatte ich etwa 25 k  Meilen auf dem Konto – die Goldkarte kam nach einigen Wochen mit der Post. Ich denke so „einfach“ kommt man ansonsten nicht zu so einer Karte. Sie hat den Vorteil, dass man Eco anstatt 20 immer 30 kg mitnehmen darf (Star Alliance), und eben Zutritt zu den Lounges bekommt, egal, welches Ticket man hat. Das kann insbesondere bei Zwischenstopps und den daraus resultierenden Wartezeiten ziemlich angenehm sein.

    Aber weit gefehlt. „Uuuuups“ sagt die Dame am Lufthansa Check In, als ich den ersten Koffer auf das Band stelle. „Der ist zu schwer“. Nachdem klar ist, dass auch der andere Koffer nicht leichter ist, stehe ich vor diesen Alternativen:

    – das Übergewicht aus beiden Koffern in meinen gelben Seesack packen, den ich dabei habe, und als 3. Gepäckstück einchecken. Der lässt sich aber nicht abschließen, und die Plastikkoffereinwickelmaschine ist hier um diese unchristliche Uhrzeit (es ist 0445 in der Früh) noch nicht in Betrieb. Ich habe einen Umsteiger Flug nach Afrika, die Chance, dass da keiner zugreift, schätze ich als gering ein. Und irgendwelches billige Zeug, auf das ich notfalls verzichten kann, habe ich nicht dabei.

    – 4 kg aus einem Koffer in den anderen packen, dann wäre nur der zu schwer und ich müsste nicht

    – für jedes zu schwere Gepäckstück 100 € blechen.

    Ich entscheide mich für die 3. Variante, da Lösung a aus genannten Gründen nicht in Betracht kommt und ich wenig Bock auf die Umpackerei für Lösung b habe. Die Aussicht in irgendeiner stillen Ecke meine Wäschesammlung neu zu sortieren ist nicht sehr verlockend.

    Ich muss 200 € am Ticketschalter zahlen, der erst um 0545 öffnet, Einsteigen ist um 0615. Das passt gerade so.

    Der Hüpfer mit Lufthansa nach Brüssel verläuft wie erwartet ereignislos. Ich schleppe mein Handgepäck durch den ewig langen Airport bis zur Business Lounge, immerhin ist diese genau bei meinem Gate und ich muss auch nicht erneut durch eine Sicherheitskontrolle – super. In Frankfurt waren sie mal wieder sehr gründlich, den Compi hatte ich natürlich schon aus der Tasche rausgenommen, trotzdem schauen sie (wie eigentlich immer hier) noch gründlich in mein Handgepäck und durchleuchten es mehrfach. Hab mich schon dran gewöhnt, ich hab halt viel Technik dabei.

    In der Lounge schlage ich mir noch mal den Bauch mit Brötchen, Gebäck und leckerem Kaffee voll, ich habe drei Stunden Aufenthalt. Hier lässt es sich gut aushalten. Ich bin gespannt auf die Bestuhlung des Brussels Air Airbusses; obwohl es „nur“ 6 Stunden Flugzeit bis Banjul sind, hoffe ich als langer Kerl natürlich auf genügend Beinfreiheit. Ich habe mir einen Platz ganz vorn in der 2. Reihe geben lassen, damit ich schnell raus bin und nicht so lange an der Immigration in Banjul in der Schlange stehen muss. Ich bin gespannt auf Gambia.

    *****

    Der Flug nach Banjul verläuft angenehm, der Sitzabstand ist recht gut und der Service nett. Ich checke fast als letzter ein, da ich noch im Ruheraum der Lounge die Füße hochgelegt hatte und auf den letzten Drücker los bin. Ich sitze kaum, da sehe ich schräg hinter mir eine völlig leere Mittelreihe. Knapp vor dem Start setze ich mich kurzentschlossen in diese. Sofort nach dem Erlöschen der Anschnallzeichen klappe ich die Armlehnen hoch und lege mich hin. Eine Decke hatte ich mir bereits bringen lassen. So verschlafe ich die knapp 6 Flugstunden so ziemlich. Die Maschine scheint zu etwa 70 % ausgelastet.

    Im Banjul angekommen bin ich ohne nennenswerte Wartezeit am Schalter der Immigration, die Beamtin ist sehr nett und wünscht mir nach der recht kurzen Prozedur einen angenehmen Aufenthalt. Am Kofferband stelle ich fest, dass es keine Trolleys gibt – außer die, die sich die Kofferträger von draußen geholt haben, dort stehen die Teile nämlich „praktischerweise“. Die Jungs haben sozusagen das Monopol auf die Koffer Trolleys. Ich heure einen an, frage, was der Spaß kosten soll. Er meint ausweichend „Ohh, nooo payment“. Als wir gemeinsam auf meine Koffer warten, fragt er dann doch, wie viel ich ihm gegen würde. „Zwei Euro“ sage ich, wissend, dass die Jungs hier üblicherweise von den Touris mit € Münzen entlohnt werden, in meinem Reiseführer steht was von 1 € pro Gepäckstück. Er fängt gleich an Gesicht zu ziehen, von wegen, das sei aber nicht viel, ich sage nur „Take it or leave it“.

    Schwer beladen muss ich feststellen, dass sie die Koffer nebst Handgepäck nochmals durchleuchten. So ein Mist. Zum Glück habe ich meine Massagestabsammlung nicht mit dabei. Jemand macht mit Kreide ein fettes Kreuz an meine Reisetasche, nachdem sie aus dem x-ray Gerät kommt, und auch noch auf einen meiner beiden Koffer. Na super. Ich werde nebst Gepäck in einen separaten Raum geführt, wo bereits zwei andere Touris ihren Koffer geöffnet haben. Meine Reisetasche wird gründlich untersucht, ich werde ausgefragt, was ich mache, wie lange ich bleibe, wo ich wohne usw. bla bla. Ich erzähle irgendeinen Stuss.

    Nachdem ich alles wieder eingepackt habe, soll nun wohl mein Koffer an die Reihe kommen. Ich werde dafür in einen weiteren Raum geführt, dort bin ich mit einem einheimischen Offiziellen alleine. Gleiches Bla Bla. Ob ich Lebensmittel dabeihätte oder Flüssigkeiten. Nein, aber ich habe wenig Lust meine Reizwäschesammlung Stück für Stück dem Schwarzfuß hier erklären zu müssen. Zum Glück wird der Koffer erst gar nicht geöffnet, stattdessen wird nun Sinn und Zweck der ganzen Übung klar, was ich denn für ihn hätte, will der Kollege wissen. Ich sage „4 Euro“, das sei aber ein bisschen wenig, meint er. Ich ziehe die Patte und sage, mal sehen, vielleicht habe ich einen 5er. Ein Zehner sei aber deutlich besser meint der Abripper. Ich ziehe einen raus, drücke ihm diesen lächelnd in die Hand und wünsche einen schönen Tag.

    Welcome to Africa!!!

    Wie ich später erfahre ist es wohl so, dass sie sich möglichst Alleinreisende rauspicken und mit denen das Spielchen treiben, ist wohl einfacher, da keine Zeugen. Klar, ich hätte mich auch stur stellen können, wirklich bezahlen hätte ich wohl nichts müssen. Aber wie gesagt, die ganzen Klamotten aus dem Koffer auf den Tisch, dann alles wieder einpacken und das Gegrinse bei der Wäsche. Wenn es beim Grinsen bleibt, man weiß nie, was die sich einfallen lassen. Also lieber einen 10er abdrücken und eine Menge Zeit und Stress sparen.

    Am Ausgang wird dann letztlich noch kontrolliert, ob die Anzahl meiner Gepäckabschnitte mit der meiner Koffer übereinstimmt, immerhin ein gewisses Maß an Sicherheit, wenn die Nummern selbst auch nicht gecheckt werden.

    „Taxi?“ fragt mich der erste Schlepper, ich frage, was es kosten soll. „600“ ist die Antwort, ich akzeptiere, da mir der Preis angemessen erscheint. Später erfahre ich, dass das der gängige Preis ist, der trotzdem weiter verhandelbar wäre (angeblich). Ich wechsle zuerst noch Geld, frage die Tante am Schalter, was sie mir für 100 € gibt.“4500“. Ich wechsle 50 €, was zu Enttäuschung bei der Dame führt, kein Wunder, der Kurs ist schlecht. Sie hätte lieber 100 gewechselt. Ich bekomme immerhin eine ordentliche Quittung.

    Das Taxi ist ein Schrotthaufen bester kubanischer oder kenianischer Ausführung. Kaum zu glauben, dass diese Rostlauben überhaupt noch fahren, aber sie tun es. Auf halbem Weg fahren wir eine Tanke an, der Fahrer tankt für 150 Dalasi, es gibt 2,8 Liter dafür. Der Liter kostet 54 Dalasi (Diesel: 45), das ist viel Geld hier.

    Irgendwann fahren wir auf mein Hotel zu und ich freue mich, angekommen zu sein. Der Fahrer fährt vorbei und fragt mich schon jetzt, wo ich denn hinwolle. Zum Glück hab ich das Oasis über Fotos im Internet erkannt und bin sicher, dass es richtig ist. Der Schriftzug „Oasis“ ist ausgewaschen und auf der Wetterseite kaum noch zu sehen. Reines Glück also, dass ich es selbst gefunden habe, denn der Fahrer kennt weder das Hotel oder den Namen, noch weiß er überhaupt, wo ich hinwill… nicht aufregen, Grubi. Bist in Afrika.

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