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  • Phuket – bad news

    Erstellt von Admin am Freitag 20. September 2013

    “Hey sexy man – where you go?!” schallte es uns vor Jahren noch aus sämtlichen Bars entgegen, wenn wir unsere Astralleiber, selbst dann, wenn diese bereits in die Jahre gekommen und von jeder Strandtauglichkeit schon weit entfernt waren, auch nur in Sichtweite der Mädels vorbeischwangen. Oft noch mit dem süffisanten Nachsatz “Please com inside” und dem verschmizt betonten “me!” am Ende…

    Hatte ich den letzten Bericht noch “Phuket 4ever – eine Liebeserklärung“ getitelt, scheint mittlerweile die Bar- und Nightlife Scene auf meiner (leider muss ich nun sagen “ehemaligen”) Lieblingsinsel dermaßen runtergekommen, dass das Auffinden einer Urlaubsbegleitung mit normalen Vorstellungen, was Preis und Service angeht, mir persönlich als “Mission Impossible” erscheint. Da gehört schon viel Glück dazu. Selbst das Auffinden adäquaten Short Time Vergnügens ist kompliziert geworden bzw. ist dieses wirklich nicht mehr das, was es mal war. Mag sein, dass es z.T. an mir selbst liegt, an meinem Alter, meinen Ansprüchen, daran, dass mein letzter Besuch am Ende der High Season zu Songkran stattfand, wo die Mädels bekanntermaßen satt sind bis unter die Hutschnur. Vielleicht habe ich auch nur besonders viel Pech gehabt. Ich glaube das alles nicht, denn anderswo geht’s ja auch (noch), zudem hört man in letzter Zeit zunehmend Geschichten über Abzocke und Desinteresse seitens der Girls.

    Jemand schrieb letztens in einem Forum, er habe ein Mädel an einer Bierbar für 1000 THB ausgelöst (nur Barfine!) und mit ihr einen Zug durch diverse Dissen gemacht. Als er dann ins Hotel wollte mit ihr, sagte sie so was wie: nein, zum Vögeln bin ich eigentlich nicht mitgekommen, nur zum Abtanzen, ich gehe jetzt nach Hause. Da fällt einem alles aus dem Gesicht, aber offenbar greift so was um sich und die Mädels können es anscheinend auch machen.

    Gelangweilt dreinschauende Bargirls, horrende Preise, leere Bars lassen vermuten, dass die gar nicht anders wollen, als eben NICHT ausgelöst zu werden. Vielleicht lebt es sich mittlerweile besser von Ladydrinks und den regelmäßigen Zuwendungen, die man sich im Internet erschnorrt oder von den üblichen Liebeskaspern, Mösenbettlern und Sugardaddys überwiesen oder für nichts zugesteckt bekommt.

    Strände und Natur auf Phuket entschädigen für vieles und waren schon immer ein Teil dessen, was einen tollen Inselurlaub ausmachte. Leider sind inzwischen fast alle Strände dermaßen zugebaut und überfüllt, dass man sich willkürlich fragt, ob man das eigentlich noch schön und gut finden soll. Bei mir hat sich leider auch diesbezüglich einiges stark relativiert. Es wird nach wie vor gebaut, jedes freie oder auch nur mögliche Plätzchen mit schöner Aussicht wird zugebaut und betoniert. Dieser Trend ist seit dem Tsunami vermehrt zu beobachten und treibt nun teils wie ich finde seltsame und vor allem hässliche Blüten.

    Ich frage mich nun, wo ist die Ursprünglichkeit geblieben, auch die Freundlichkeit und Authentizität der Einwohner ist meiner Meinung nach nicht mehr das, was es mal war. Natürlich war am Patong Beach schon immer Busines as usual. Aber dass Strände wie Kamala und Surin dort, wo früher nur ein kleiner Teil mit kleinen Strandrestaurants und Budchen belegt war, der Rest war unberührt, nun wirklich von vorn bis hinten dicht an dicht zugeklatscht sind mit hochtouristischer Infrastruktur alá Neckermann, gibt mir einen Stich ins Herz.

    Bleibt das Essen, na klar, das ist toll und ist ein echtes Highlight. Wer Thai Food mag wird es hier auf der Insel sicherlich lieben. Die Frage bleibt, ist das ein Grund Phuket zu besuchen? Ich glaube nicht, denn das findet man auch anderswo in Thailand.

    phuket ladyboy

    Ich habe nun doch schon etwas von dem leider eher negativen Fazit meiner letzten Reise vorweg genommen. Ich werde meiner Linie auch in diesem Bericht treu bleiben, ehrlich sein und offen berichten, was ich erlebt, und wie ich es empfunden habe. Auch wenn es nicht so toll war und ist auf der Insel wie früher. Meine Einstellung ist: Schönlügen nützt niemandem. Natürlich steht es jedem frei, alles anders zu erleben und bessere Eindrücke zu bekommen! Ob der Mix, den ich nun vorgefunden habe, eine Reise wert ist oder ob doch andere Ziele geeigneter sind, ganz besonders aus spaßtouristischer Sicht, muss jeder für sich selbst entscheiden…

    Ein Kommentar zu “Phuket – bad news”

    1. Darken sagt:

      So leid es mir tur, ich muss und kann dem leider nur zustimmen. Ich war im April diesen Jahres für zwei Wochen in Phuket und es war von meinen 5x der bisher schlechteste Aufenthalt was die Mädels und deren Feundlichkeit angeht. Zudem kommt auch noch ein weiteres großes Problem aus dem kalten Osten dazu (nicht erträglich). Für mich ist Phuket ersteinmal für eine ganze Zeit lang von der Reisekarte gestrichen. Doch Gott sei dank ist Thailand groß genung und es gibt noch genügend andere schöne Strände und netterer Mädels.