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Archiv für März, 2009

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Erstellt von Admin am 27. März 2009

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Foto: Philippinen

Erstellt von Admin am 27. März 2009

Die meisten Waitressen in Angeles City brauchen sich wahrlich nicht hinter den Bargirls zu verstecken. Die meisten gehen mit, wenn man sie nett fragt, die Tarife sind gleich.

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Die reservierte Urlaubsfrau

Erstellt von Admin am 27. März 2009

- 6 Seiten –  (‘Victor Schluff’ in ‘Schnipselbuch)

- Richard findet eine Frau, die fast ideal ist. Deshalb will er sie für seinen jährlichen Urlaub reservieren. Er schickt regelmäßig Geld und trifft sie tatsächlich auf ihn wartend. Die Sache hat nur einen kleinen Haken, aber das kann Richard ja nicht wissen –

Kurzgeschichte von Gad Labudda

 

Eine größere Anzahl von Männern kommen in Pattaya nicht von dem Gedanken los, daß sie sich unbedingt eine junge Frau reservieren müssen, die abgeschieden von der Welt darauf wartet, daß ihr geliebter Farang sie jedes Jahr ein- oder zweimal besucht. Doch gegen entsprechende Unterstützung wird in Thailand jede Illusion umgehend erfüllt.

Pa und Pen hätten eigentlich ein besonders kräftiger Junge werden sollen. Zumindest hatten die Dorfbewohner das vorausgesagt, nachdem die Mutter schon im siebenten Monat ihrer Schwangerschaft einen stark gewölbten Bauch zeigte und ihr Mann sehr groß und kräftig gebaut war. Man prophezeite dem Ungeborenen eine große Zukunft. Doch dann erschienen zur Verblüffung des ganzen Dorfes die zwei Schwestern. Es muß für die Eltern ein großer Schock gewesen sein, denn sie legten vor der Produktion einiger Nachzügler eine zehnjährige Pause ein, obwohl sie etwas spät geheiratet hatten und schon nicht mehr die Jüngsten waren.

Pa und Pen waren sich zum Verwechseln ähnlich, sie wuchsen gemeinsam auf, gingen gemeinsam zu Schule und verließen diese gemeinsam im zarten Alter von zwölf Jahren. Dann warteten sie gemeinsam auf die Möglichkeit irgendeiner Tätigkeit. Währenddessen kamen noch drei kleine Geschwister hinzu. Das war wohl der Grund, daß die Eltern überzeugt waren, daß sie eine der Schwestern brauchten, damit sie sich um die Geschwister kümmern konnte. Diese Aufgabe sollte Pen beibehalten, während sie Pa hiervon befreiten und mit einem jungen Mann aus einem Nachbardorf vermählten, als sie siebzehn Jahre alt wurde. Es verlief alles wunschgemäß, auch die Geburt des ersten Enkelkindes war vorausgesehen und gewünscht worden. Irritierend war dagegen, daß auch Pen fast zeitgleich ein Kind erwartete, obwohl sie doch nachweislich gar nicht geheiratet, sondern nur an der Hochzeit teilgenommen hatte.

Irritierend war auch, daß Pas Ehemann nach scheinbarem Einvernehmen bei der Hochzeit doch bald viele heftige Auseinandersetzungen mit ihr erlebte und nach einer recht kritischen und heftigen Zeit mit seiner jungen, schwangeren Frau unvermutet spurlos verschwand, nachdem er noch kurz zuvor geschworen hatte, daß er nur mit seiner Frau im Bett gewesen wäre, wozu die Schwestern sich nicht weiter äußerten.

Doch die Eltern waren sehr pragmatisch und erkannten spontan die Nützlichkeit der von den Schwestern an den Tag gelegten Fähigkeiten. Deshalb entschieden sie, daß zwei Töchter mit zwei Kindern unbedingt einen Ernährer benötigten, nachdem ihnen gerade einer entlaufen war. Am zweckmäßigsten erschien es deshalb, daß Pen einen Ernährer suchte oder notfalls selbst etwas unternahm, um zur Versorgung ihrer Familie und insbesondere ihres Kindes beizutragen.

Da Pattaya sich im Verlaufe langer Jahre  einen guten Ruf als Urlaubsressort für einzelne sowie besonders ruhebedürftige Personen erworben hatte, konnte kein besserer Ort für Pens neue Erwerbstätigkeit gefunden werden. Während ihrer Einarbeitungszeit wurde sie denn auch weitgehend in Ruhe gelassen, wobei sie nur die tobenden Lautsprecheranlagen der Bar als etwas störend empfand. Doch es war der Formschönheit der gerade achtzehn Jahre alt gewordenen Pen, ihrer hohen Eigenaktivität als auch ihrem sehr thailändischen Lächeln zuzurechnen, daß sie bald viele Ruhelager und anschließend auch viele Ruhebedürftige kennenlernen konnte. Deshalb konnte sie ihrer Familie regelmäßig eine ausreichende Unterstützung zuschicken, was diese ungemein beruhigte und keine Sorgen über das Befinden der jungen Mutter aufkommen ließ.

Je mehr Erfahrungen Pen in ihrer Tätigkeit sammelte und je besser ihre Englischkenntnisse wurden, desto häufiger fand sie auch Kunden, die mit ihr mehrere Tage oder ihren ganzen Urlaub verbringen wollten und auch jene Leute, die sie sich gleich ganz reservieren wollten. Diese Menschen treffen ein Mädchen im Alter von vielleicht achtzehn oder zwanzig Jahren, das sie für hübsch und sexuell brauchbar halten und sind fest überzeugt, daß dieses Mädchen sich in Zukunft in sein Zimmer einschließt und ein Jahr lang darauf wartet, daß ihr sie heiß liebender Farang mit ihr ins Bett geht. Dafür sollen sie dann jeden Monat ein paar tausend Baht bekommen, damit sie genug zu essen haben und nicht Hunger leiden, während sie auf ihren Farang warten.

Der Gedanke, daß ein Mädchen hier in Pattaya von zwei- bis dreitausend Baht monatlich leben kann und sich einschließen will, ist völlig absurd. Die Farang, die solch einen Vorschlag unterbreiten, reden sich tatsächlich ein, daß sie ein gutes Werk vollbringen, indem sie ein Mädchen aus einem schrecklichen Leben mit der Sünde befreien. Daß dieses Mädchen keine andere Arbeit finden kann, ist bekannt. Und nun glauben diese Farang, daß das Mädchen glücklich ist, weil es nicht zu arbeiten braucht und monatelang alleine in einem Zimmer sitzen darf, bis sein großherziger Gönner kommt, um mit ihm zwei oder drei Wochen lang ins Bett zu gehen. Die Großherzigkeit zeigt sich darin, daß diese Leute sogar bereit sind, dem Mädchen für seinen monatlichen Lebensunterhalt in Pattaya so viel Geld zu geben, wie sie selbst in Pattaya an einem oder zwei Tagen für ihr Vergnügen ausgeben, die Reisekosten nicht mitgerechnet.

Es ist aber wohl denkbar, daß ein Mädchen, das zuhause ein gesundes Familienleben und vielleicht ein oder zwei Kinder hat und tatsächlich nur nach Pattaya gekommen ist, um seine Familie zu unterstützen, lieber bei der Familie im Dorf als in Pattaya lebt, wenn es vier- oder fünftausend Baht im Monat erhält. Für ein Leben mit einer Familie in einem Dorf ist das viel Geld, nicht aber für einen einzelnen Menschen in Pattaya.

Üblich ist es aber, daß viele Mädchen ganz begeistert auf den Farang eingehen, wenn der sagt, es soll sich eine andere Arbeit suchen, er zahlt dann jeden Monat zwei- oder dreitausend Baht dazu, wenn es ein anständiges Leben jenseits der Sünde als auch anderer Männer führt und nie wieder mit einem anderen Mann ins Bett geht, sondern nur noch mit ihm, und darauf wartet, daß er im nächsten Jahr wiederkommt. Wenn die Mädchen zwei oder drei solcher Leute beisammen haben, kann das als eine willkommene Unterstützung der Familie bezeichnet werden und das Mädchen wird sich auch ernsthaft bemühen, sich für den Farang Zeit zu nehmen, wenn er denn tatsächlich im nächsten Jahr wiederkommt.

Pen hatte bisher nur zwei solcher Leute, die ihr im Monat zwei- bzw. dreitausend Baht schickten, damit sie ein Jahr auf sie wartet. Dieses Geld hatte ihr auch geholfen, zum ersten Geburtstag ihrer Tochter für einige Tage nachhause zu fahren. Bei dieser Gelegenheit hatten die Schwestern eine lange Unterhaltung über das Leben in Pattaya, bei dem man viel freier lebt und viel besser verdient, als im Dorf. Pen wollte viel lieber mit ihrer Schwester in Pattaya zusammenarbeiten und hoffte währenddessen, eine andere Lösung für die Unterbringung der Kinder zu finden.

Doch hier zeigte sich, daß die Schwestern, so identisch sie auch aussahen, doch unterschiedliche Meinungen hatten. Zwar hatte Pa keine Angst vor Männern, doch sie hatte Angst davor, alleine in einer Stadt zu leben. Im Dorf hatte sie ihre Familie, die Nachbarn, einige ehemalige Schulfreundinnen und die zwei Kleinkinder, zu denen sie noch ein weiteres zur Pflege angenommen hatte. Hier war sie beschäftigt und hatte ihre Gesellschaft, während sie in einer Stadt keinen Menschen kannte und sich bestimmt nicht zurechtfinden konnte. Pa wollte nicht nach Pattaya gehen. Sie sah aber ein, daß sie nicht erwarten konnte, von Pen ernährt und versorgt zu werden. Deshalb erklärte sie sich bereit, sich auch um Farang zu kümmern, wenn Pen einen hätte und wenn jemand da wäre, der sich um die drei Kleinkinder und die jüngeren Geschwister kümmerte.

Es dauerte nicht lange, bis Pen da auch schon einige Ideen hatte und sie nahm ihr das Versprechen ab, Englisch zu lernen, wenn sie ihr einen Cassettenkursus zum Erlernen dieser Sprache schickte. Das erledigte sie sofort, als sie nach Pattaya zurückkam und wartete auf den geeigneten Farang, der sich eine hübsche Urlaubsfrau gegen eine regelmäßige monatliche Unterstützung reservieren wollte.

In den folgenden Monaten hatte sie den normalen Kundenverkehr; Ausländer, die ein kurzes Abenteuer suchten, Geschäftsreisende, die sich von ihren Geschäften mit einer hübschen Begleiterin erholen wollten und Urlauber, die noch eine oder zwei Wochen weibliche Gesellschaft wünschten. Dann endlich kam Richard, der das erste Mal in Thailand war und noch seinen ganzen Urlaub vor sich hatte. Er befand sich gerade auf einer Geschäftsreise in Abu Dhabi, hatte er seiner Frau gesagt, worauf diese ihm das Flugticket buchte und ihn bedenkenlos ziehen ließ. Doch Richard flog nach einem kurzen Geschäftsgespräch in Abu Dhabi gleich am nächsten Morgen weiter nach Thailand. Das Leben mit seiner Frau war sehr unterkühlt und gar nicht erbaulich, doch war er von ihr abhängig, da ihr die Firma gehörte, in der er arbeitete und sehr gut verdiente. So war es kein Wunder, daß er nur eine einzige Nacht brauchte, um sich in die viel jüngere, schönere und anschmiegsame Pen zu verlieben, die ihm auch nach wenigen Stunden prompt gestand: „I love you too much!“

Nur wenige Tage dauerte es, bis Richard sich im siebten Himmel befand und überzeugt war, daß er sich dieses Glück erhalten mußte. Den anfänglich aufkommenden Gedanken, sich von seiner Frau zu trennen, wies er allerdings aufgrund ökonomischer Erwägungen weit von sich. Doch er bemühte sich um eine praktikable Lösung. Auf keinen Fall konnte er zulassen, daß irgendein Mann ihm seine Pen wegnahm und womöglich noch heiratete, wo er sie doch so liebte und sie mit einem anderen Mann sehr unglücklich sein mußte. Unerträglich war ihm auch der Gedanke, daß ein anderer Mann sie auslösen und mit ihr ins Bett gehen könnte.

Er hielt es für sehr geschickt und umsichtig, Pen zu fragen, warum sie an einer Bar arbeitet und fand umgehend eine Lösung aller Probleme, als sie ihm versicherte, daß sie dazu gezwungen ist, weil ihre Eltern so arm sind und sie Geld verdienen muß, damit ihre Eltern etwas zu essen haben. Wenn sie eine andere Arbeit verrichten könnte, würde sie selbstverständlich etwas anderes tun. Da sie aber nichts gelernt hat, würde das Geld, das sie verdienen kann, nur sehr knapp für ihren eigenen Lebensunterhalt, aber auf keinen Fall für die Eltern reichen. Nun wollte Richard wissen, ob sie lieber in Pattaya oder in ihrem Heimatdorf lebt, worauf sie ihm versicherte, daß sie viel lieber mit ihrer Familie in ihrer Heimat leben würde, als hier in einer fremden Stadt, die sehr teuer und voller Lärm ist, wo sie keinen Menschen kennt. Das hatte ihre Schwester einmal gesagt und es hatte sich sehr überzeugend angehört.

Nun brachte Richard seinen völlig neuen Gedanken hervor und fragte Pen, ob sie denn nicht lieber mit ihrer Familie in ihrem Heimatdorf leben würde, wenn er sie unterstützt, damit sie nicht in einer Bar arbeiten muß. Er versprach ihr sogar, daß sie ihn dann nicht verliert, weil er sie zwei- bis dreimal im Jahr besuchen würde, damit sie mit ihm zusammensein könnte und nicht so einsam ist. Pen zeigte sich hoch erfreut und sagte ihm: „I love you too much.“ Richard versprach ihr eine monatliche Unterstützung von zweihundert Euro, etwa zehntausend Baht. Pen war begeistert, weil dies eine Summe war, die im Dorf bereits einen außerordentlichen Wohlstand garantierte und sagte ihm, daß sie so glücklich wäre, wenn sie im Dorf mit ihrer Familie leben könnte und er sie besuchen kommt.

Als Richards Urlaub zu Ende ging, gab er ihr das Geld für die ersten drei Monate und bezahlte die Kosten für den Umzug ins Dorf. Um ja nicht übervorteilt zu werden, hatte er sich von Pen ihre Heimatanschrift geben lassen und nachgefragt, was ein Lastwagentransport nach Ubon kostet. Dem Farang sagte man natürlich, man gäbe ihm einen Sonderpreis von zwölftausend Baht, was weit überhöht, also nicht gelogen war. Pen wunderte sich zwar, warum sie für ihre zwei Plastiktüten und die Schlafmatte einen Lastwagen brauchen sollte, befand das Geld aber für ausreichend. Im letzten Moment des Abschieds gab er ihr auch noch seine restlichen Scheine thailändischer Baht und versprach, so bald wie möglich in ihr Dorf zu kommen. Pen meinte, das sei für einen Ausländer schwer zu finden und sie vereinbarten, daß er ihr vorher schreibt und sie würde ihn dann von einem Hotel in Ubon abholen.

Pen hatte nun viel Arbeit, denn sie mußte Pa ganz genau aufschreiben, was sie mit Richard erlebt hatte, worüber sie gesprochen hatten, wie er seinen Kaffee trank, welches Essen, welche Getränke er bevorzugte, wie er am liebsten schlief und welche anderen Gewohnheiten er hatte.

Tatsächlich dauerte es nur fünf Monate, bis Richard sich meldete und nach Ubon fuhr. Als Pa ihn vom Hotel abholte, umarmte er sie in alter Liebe und war glücklich, seine Pen wiederzusehen. Als sie ins Dorf kamen, sah er sofort, daß sie die ganze Zeit mit ihrer Familie und den Kindern verbracht hatte, zog es aber vor, die Zeit mit ihr in Pattaya zu verbringen, weshalb Pen dringend die Bar wechseln mußte, damit er ihr nicht begegnete. Als er Pa sagte, sie hätte sich verändert, erklärte sie, daß sie krank gewesen sei und noch nicht wieder ganz gesund ist, und daß sie in ihrem ruhigen Dorf ein ganz anderes Leben hat, was er voll verstand. Er freute sich, daß sie sich daran erinnerte, daß er Singha Bier ohne Schaum wollte, Kaffee ohne Zucker trank und zum Schlafen zwei Kopfkissen haben wollte. Er gestand ihr, daß er sich schon gleich am ersten Tag in sie verliebt habe, weil sie so einmalig und so ganz anders sei, als alle anderen Frauen und Ta sagte ihm: „I love you too much.“

 

 

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Foto: Vietnam

Erstellt von Admin am 27. März 2009

In Vung Tau in der Karaoke Bar.

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Hotel vor Ort buchen in Pattaya? Cash mitnehmen?

Erstellt von Admin am 27. März 2009

Frage:

Das hört sich doch schon einmal alles sehr vielversprechend an. Aus der FAQ konnte ich herauslesen, dass es ziemlich dumm ist eine Reise über einen Veranstalter zu buchen, da meistens Hotel dabei rauskommen die außerhalb vom Geschehen sind und dort zuviel “Familienleben” anzutreffen ist. Allerdings fände ich es zu unsicher nur den Flug zu buchen und vor Ort auf gut Glück ein Hotel zu suchen, vor allem wenn ich meinen ganzen Kram mitschleppen muss. Am besten wäre eine genaue Adresse, wo mich das Taxi dann auch hinbringt, ich einfach rein gehen muss, einchecken und gut. Hast du da vielleicht einen Tip? Oder doch ins Reisebüro gehen, die Karten auf den Tisch legen und sagen, Flug nach Thailand plus reservierten Hotelaufenthalt buchen, wobei das Hotel aber mitten in Pattaya sein soll.

 

Zur Reisezeit ist es wohl wie überall oder? Im Sommer (Juli, August) viel los. Dann kurze Ruhephase bis zum Ende des Jahres und am Ende nochmal volle Kanne. Würde da den Juni fokussieren oder halt September.

 

Sollte man sein Geld für den gesamten Urlaub vorher einplanen, abheben und dann Bar mitnehmen oder gibt es die Möglichkeit dort Geld von Automaten abzuheben?

Antwort:

Schau Dir die Hoteltipps auf meiner Homepage oder im Blog an. Da sind auch, soweit vorhanden, die Webadressen der Hotels dabei. Such Dir eins aus und buche von hier aus schon mal für 2 oder 3 Nächte. Kannst faxen oder anrufen (billige Vorwahl z.B. 01051), oder per Mail. Adresse hast Du dann ja auch für das Taxi. Wenn Dir das Hotel zusagt, bleibe dort, wenn nicht, schau Dir in der Zeit ein paar andere an und such Dir ein neues aus. Du findest zu den angegebenen Zeiten immer reichlich Hotelzimmer in Pattaya. Nur zur Peak Season Dez/Jan könnte es mal eng werden.

 

Meine Hotels sind alle mittendrin und nehmen keine Ladyfee (wenn doch ist es beschrieben).

 

Es ist absolut nicht nötig viel cash mitzunehmen, es gibt ATMs an jeder Ecke, die funzen mit Kreditkarten UND mit der normalen Bankkarte.
 

 

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Foto: Thailand

Erstellt von Admin am 27. März 2009

Mit die besten Thai- und Ölmassagen meines Lebens habe ich in diesem Massage House in White Sand Beach auf Koh Chang erhalten.

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Ein Club von Mauerblümchen in den Bars

Erstellt von Admin am 27. März 2009

- ‘Victor Schluff’ in ‘Treffpunkt Pattaya’ -

In manchen Bars finden sich Frauen, die wirklich mit niemand mitgehen. Sie haben ihre Gründe, aber auch sie können hier leben –

Kurzgeschichte von Gad Labudda

 

Man sollte nicht glauben, daß es in Pattaya noch Mauerblümchen gibt. Bei dem regen Verkehr, der hier herrscht, erwartet man, daß diese Gattung in den Straßen der Stadt zumindest genau so selten anzutreffen ist, wie etwa Löwenzahn oder ,Rühr-mich-nicht-an‘. Auch Pa, die aus Ubon kommt, hätte nie geglaubt, daß es hier Mauerblümchen gäbe – und nun war sie eins.

Sie hatte eine hübsche Figur, war hochgewachsen und schlank, hatte helle Haut, eine lange, gerade Nase und dunkelbraune Haare. Ja, ihr Vater war ein Farang, aber ihre Mutter hat nie viel von ihm erzählt. Ihre Mutter hat früher lange in Pattaya gelebt, bis sie nach Ubon zurückgekehrt ist, wo sie sich im Dorf ihrer Großmutter neben deren großem Holzhaus ein eigenes kleines Steinhaus gebaut hat, das der Stolz des Dorfes wurde, denn es war wesentlich besser und vor allen Dingen auch teurer als das große Holzhaus des Kamnan, des Dorfvorstehers.

Früher hat Pa in dem großen Holzhaus zusammen mit der Großmutter gelebt. Von dort ist sie dann auch zur Schule gegangen und nach der Schule ist sie noch ein paar Jahre dort geblieben hat tatenlos herumgesessen und auf Wunder gewartet, bis der Großvater einen jungen Mann aus Ubon geholt hat, den sie heiraten mußte. Nach der Hochzeit ist sie von zuhause weggezogen und hat drei Jahre mit dem jungen Mann gelebt. Nein, eigentlich hätte die Mutter das schöne neue Haus nicht bauen müssen, meint Pa, denn jetzt vor knapp einem Jahr ist die Großmutter gestorben und das große Holzhaus steht ganz leer.

Die Mutter hatte daran gedacht, das Haus der Großmutter zu vermieten, aber es gab auch noch viele andere leerstehende Häuser und niemand wollte dort ein Haus mieten. Die Bewohner zogen in die Städte. Pa sinnierte, wenn die Mutter das Steinhaus nicht gebaut hätte, dann hätte sie jetzt sicherlich mit der Mutter glücklich in dem großen Holzhaus leben können. Aber nun hatte die Mutter das ganze schöne Geld, das sie verdient hatte, für das neue Steinhaus ausgegeben und es war nicht mehr genug übrig, daß sie dort ohne große Kosten und Probleme mit ihrer Mutter leben konnte.

Pa war drei Jahre verheiratet gewesen und hatte eine kleine Tochter, die jetzt bei der Mutter lebte. Während der drei Jahre hatte Pa mit ihrem Mann am Rande der Stadt Ubon gelebt. Als ihr Mann eines Tages seine Arbeitsstelle verloren hatte, ging er nach Bangkok und hat sich seitdem noch nicht wieder gemeldet, seit gut anderthalb Jahren. Pa hatte noch eine Weile gewartet und sich Geld von der Mutter geliehen, bis die gemeint hatte, es sei billiger, wenn sie mit ihrer kleinen Tochter zur Mutter käme. Nach einemweiteren Jahr ohne Arbeit und ohne Einnahmen hatte die Mutter dann gemeint, daß Pa wohl nichts anderes übrig bleibt, als auch nach Pattaya zu gehen und dort ihr Leben zu verdienen, wie die Mutter es früher getan hat, denn sie hätte nicht mehr soviel Geld, als daß Pa fortwährend mit ihrer Tochter bei ihr leben konnte, ohne selbst Geld zu verdienen.

Pa hatte dann von der Mutter sehr viele gute Ratschläge, dafür aber recht wenig Geld bekommen und war daraufhin nach Pattaya gefahren, wo sie schon ein halbes Jahr an einer Bar gearbeitet hatte, die aber schließen mußte, weil keine Gäste kamen. Nun war Pa schon seit fünf Monaten in einer gutgehenden Bar an der Second Road, aber bisher war sie trotz des guten Betriebs erstaunlicherweise immer noch nicht ausgelöst worden.

Wenn ich angedeutet habe, Pa war dekorativ, so habe ich damit wohl auch die meisten ihrer Charaktereigenschaften ausführlich beschrieben. Pa stand meistens halb verdeckt hinter der Kühltruhe mit den Getränken und sah freundlich lächelnd dem Betrieb zu, womit sie sich so geschickt verhielt, wie die sympathischen Beamten, die auf ihrer Arbeitsstelle nur wenig stören, indem sie freundlich lächelnd auf Geld warten. Nur wenn die Chefin nicht da war, dann saß, hing oder lag Pa in der hintersten Ecke der Bar, wo man nur noch einige Quadratzentimeter ihre Körpers erblicken konnte. Eines Tages fragte eine Kollegin nach ihren Erfahrungen. Nein, mit den Getränken kannte sie sich nicht aus, meinte sie, sie sei noch neu hier. Nur Bier, das könnte sie schon bringen, aber die anderen Getränke kennt sie nicht. Auf die Frage: „Und die Farang?“ Die Farang stören sie nicht, beteuert Pa, die wären manchmal ganz lustig.

Lek geht gerade an ihr vorbei und hört die letzten Worte. Lek ist wirklich klein, dafür aber sehr rundlich und sie gehört auch schon zu den Auslaufmodellen. Mit ihrer Knollennase, einem fleckigen Gesicht und den Haaren, die sie sich offensichtlich regelmäßig von einigen Mäusen an der Bar trimmen läßt, gehört sie nicht zu den Schönheiten der Bar, aber Lek ist eine allgemein beliebte Ulknudel. Auch sie gehört zum Club der Mauerblümchen. Wahrscheinlich kommt das daher, daß kein Farang sie wollte und jetzt rächt sie sich und sagt, daß sie keine Farang will. Sie kümmert sich um die Gläser, kennt sich mit allen Getränken und allen Tricks aus und ist in krassem Gegensatz zu Pa dauernd in Bewegung.

Als sie an Pa vorbeihuscht, die zwar sagt, die Farang wären ganz lustig, selbst aber dauernd hinter der Kühltruhe Verstecken spielt, meint Lek zu ihr, die Farang könnten noch viel lustiger werden, wenn sie sich einmal dazu aufraffen könnte, ihren Hintern aus dem Eiskasten zu nehmen und zu den Farang hinüberzugehen. Doch das ist für Pa kein Argument: „Dann gucken die wieder so komisch und sagen irgend etwas, was ich doch nicht verstehe und dann wird es langweilig und dann komme ich doch wieder hierher zurück, da kann ich auch gleich hier stehen bleiben.“

Nein, Englisch hat sie noch nicht gelernt, aber das liegt nur daran, daß ja keiner mit ihr Englisch spricht und außerdem hat sie nicht genug Geld für einen Englischlehrer. Deswegen braucht sie auch nicht mit den Farang zu sprechen, weil sie die ja doch nicht versteht und die Farang, die sprechen ja auch alle kein Thai. Auf die indezente Frage, was sie wohl glaubt, warum kein Farang sie mitnimmt, meint sie überzeugt, daß sie das nicht weiß, vielleicht wäre sie nicht hübsch genug, oder die Farang hätten eben einen anderen Geschmack oder sonstwas. Lek huscht wieder vorbei und meint, Pa wäre schon gut, man müßte sie nur einmal in Bewegung bringen. Aber Pa will davon nichts wissen. Statt dessen erzählt sie, daß Lek überhaupt nicht mitreden darf, weil Lek schon weit über vierzig Jahre alt und erst mit dreißig Jahren aus ihrem Dorf im Isan hervorgekrochen ist und bisher weder ein Kind noch einen Farang gehabt hätte und sie würde wetten, daß Lek nicht einmal weiß, was sie machen müßte, um ein Kind zu haben.

Voller Dankbarkeit für diese Worte gießt ihr Lek einen halben Kübel mit Eiswürfeln und kaltem Wasser in den Rückenausschnitt ihres Kleides, worauf Pa mit einem spitzen Schrei hinter der Kühltruhe hervorprescht und ihre attraktive Vorderfront weit nach vorne streckt, um den Eiswürfeln zu entgehen. Sofort ertönt lautes Gelächter und Pa erntet diverse anerkennende Bemerkungen über ihr Aussehen von den Farang, von denen auch sofort einer meint, sie solle doch mal etwas nach vorne kommen. Aber Pa denkt nicht ans Geschäft und schon gar nicht an männliche Gesellschaft, sie sinnt vielmehr auf Rache, nimmt einen Eiswürfel und geht auf Lek zu.

Die aber nimmt ihr den Eiswürfel blitzschnell ab, steckt ihn in den Mund und meint: „Gut, kannst mir gleich noch einen bringen.“ Gelächter, aber Pa lacht mit. Sie will sich in ihre neutrale Ecke ganz nach hinten verziehen, aber da liegt inzwischen Ao in süßem Schlummer. Ao war mit einem Farang auf Ko Samet gewesen und erst kurz vor sechs Uhr zurückgekommen. Sie hat sich dann nur geduscht und hat überhaupt nicht geschlafen, klar daß sie Mitleid verdient sowie als auch den Schlummerplatz. Pa kommt also wieder zurück und hält die Kühltruhe fest.

Auf die Frage, ob sie Angst vor den Farang hat, schüttelt sie mit dem Kopf und meint, die wollten auch nichts anderes, als was ihr Mann gewollt hätte, aber die Farang kennt sie ja nicht, sie wäre vielleicht ein etwas langsamer Typ und müßte jemand erst etwas kennenlernen, bevor sie mit ihm ins Bett geht. Auf Leks Frage, wie lange es wohl dauert, bis sie hinter der Kühltruhe einen Farang näher kennenlernt und ob sie ihr vielleicht besser einen hübschen Farang dort vorbeischicken soll, wehrt sie erschrocken ab. Zu erschrocken, als daß man nicht auf den Gedanken kommen müßte, daß sie gar nicht so gerne etwas mit einem Farang zu tun hat, was sie nur nicht zugeben will. Auf die Frage, wie sie mit ihrem Gehalt auskommt, wenn sie kein Geld bei den Farang verdient, meint sie ohne rechte Begeisterung, na ja, sie hätte ja immer noch den Monatslohn und dann käme noch der Tip dazu, den manche Farang geben. Der käme immer in einen Topf und wird gleichmäßig auf alle Mädchen verteilt. Und dann würde sie sich ja auch nach der Arbeit nebenher noch etwas Geld verdienen.

Sie lebt mit Lek und zwei weiteren Mädchen zusammen, die auch noch nicht mit einem Farang mitgegangen sind. Sie waschen und bügeln nebenher Wäsche von Ausländern, die in kleineren Apartments und Pensionen in der Nähe leben und dann gibt es noch verschiedene alleinstehende Männer, die ihnen ihre Wäsche bringen, bei denen sie hin und wieder auch saubermachen und sie gehen für diese Leute auch einkaufen, meistens zu Foodland, außerdem bekommen sie auch von einigen Frauen, die mit Farang leben, die Wäsche zum Waschen. Nebenher nehmen sie auch stundenweise oder tageweise Kinder auf. Weil die beiden Mädchen, mit denen sie zusammenleben, nur tagsüber arbeiten, ist praktisch immer jemand im Haus, so daß sie nicht nur am Nachmittag auf Kinder aufpassen, sondern auch Kinder aufnehmen könnten, wenn die Eltern kurz verreisen.

Alles zusammengerechnet reicht es schon zum Leben. Es bleibt zwar nie etwas übrig und manchmal müssen sie auch zu Fuß nachhause gehen, statt mit dem Motorradtaxi zu fahren, aber das halten sie nicht für so schlimm, als daß sie etwas tun müßten, wenn sie es gar nicht wollen. Um ja nicht richtig verstanden zu werden, erklärt Pa das näher und meint, wenn also ein Farang einmal total betrunken wäre, dann brauchte sie nicht unbedingt mit ihm mitözugehen, weil sie immer genug zum Essen hat und ihrer Mutter nicht soviel Geld für den Unterhalt der kleinen Tochter schicken muß, wenn sie gerade nicht so viel hat. Ihren Freundinnen hat sie allerdings einmal erzählt, daß die nächtlichen ,Vergnügungen‘ mit ihrem Mann der schlimmste Teil ihrer Ehe gewesen war und daß sie da sehr viele negative und schmerzhafte Erlebnisse gehabt hat, die sie nicht vergessen kann. Nun nimmt sie wohl an, daß diese nächtlichen Gemeinsamkeiten immer negativ und schmerzhaft sind und verzichtet darauf.

Während bis jetzt alle Mädchen mit einem Farang beschäftigt waren, sei’s zur Unterhaltung, sei’s um mit ihm eines der üblichen Spiele zu spielen, kommt nun ein Farang im Alter von etwa fünfzig Jahren, der alleine dasitzt. Pa kann sich offensichtlich nicht dazu aufringen, zu ihm zu gehen, also kommt Lek von der Spüle her an Ao vorbei, klatscht ihr kräftig auf den Hintern, geht zu dem neuen Kunden und fragt, was er trinken möchte. Dann drückt sie Ao ein Glas Black Label mit Soda in die Hand, das diese dem Kunden bringt. So verschlafen wie sie ist, reichen die fünf Schritte und das Bewußtsein, daß der Farang Black Label trinkt, also vermutlich ein Neuer ist, der Geld hat, um sie ausgesprochen munter zu machen, denn schließlich ist sie müde und möchte bald schlafen gehen, aus welchem Grund sie sich schon einmal den zweitobersten Knopf ihrer Bluse aufknöpft, damit der Farang auch gut erkennen kann, ob er nicht vielleicht auch bald schlafen gehen möchte und nur die passende Begleitung sucht.

Inzwischen kommt ein kleines, knubbeliges Mädchen mit dreißig Zentimeter hohen Gerüstschuhen und einem Haarschnitt, der eine exakte Kopie von Leks Haarkunst zu sein scheint, bekleidet mit einem bunten Kinderpullover und einem schwarz-weiß gestreiften fußlangen Rock, der ihre fußballähnliche Kapitalsanlage an der Körpermitte sehr gut zur Geltung bringt und spricht mit Lek, als wäre sie zuvor als Flaggenkadett auf einem Kriegsschiff gewesen. Doch Lek schaut nicht einmal hin und versteht sie dennoch, kommt später zu Pa und erklärt ihr, daß sie nach der Arbeit an zwei Pensionen Wäsche abholen muß. Lek selbst muß die Wäsche von einem Farang abholen, die sofort gewaschen werden muß, weil der Mann schon gegen Mitternacht von Bangkok aus nachhause fliegt und vorher noch unbedingt seine Wäsche einpacken und mitnehmen will. Lek strahlt und erklärt, das wäre immer gut, weil Farang, die abreisen, immer etwas übrig haben, was sie nicht mitnehmen können. Entweder etwas, was man essen kann oder manchmal sogar etwas, was man verkaufen kann und meistens freuen sich die Farang über die pünktliche Wäsche so, daß sie auch noch das übriggebliebene Kleingeld als Tip geben.

Lek bestätigt meine Vermutung, daß die in Streifen gewickelte Dame eine der Zimmerkolleginnen ist, die auch nicht mit Farang mitgehen. Lek nickt mit dem Kopf, kommt etwas näher und sagt ganz leise: „Thong kommt aus Mukdahan, aus einem ganz armen Dorf. Mit sechzehn ist sie nach Bangkok gegangen, um Geld zu verdienen. Nach zwei Tagen Arbeitssuche ist sie von fünf Männern vergewaltigt worden und lag zwei Monate im Krankenhaus. Sie will nicht mehr mit Männern gehen, ist aber sonst ein sehr guter Mensch, eine echte Freundin.“

Als ich mein Glas für eine Nachfüllung vorschiebe, verabschiedet sich Ao, die inzwischen auch den dritten Knopf ihrer Bluse geöffnet hat, mit einem Wai und strahlendem Lächeln, das verrät, daß die Nachtruhe und die Ernährung der nächsten Woche gesichert sind.

Mit einer knappen Geste und einem Grinsen deute ich Pa an, daß sie es hätte sein können, die jetzt unterwegs ist zu einem gewinnträchtigen Schlafplatz, doch Pa ist weder beleidigt, noch irgendwie getroffen, sondern meint ganz gemütlich, das wäre schon ganz gut so, weil Ao für ihr Kind Geld nachhause schicken muß und nicht genug zusammengehabt hat, und sie selbst hätte heute auch nicht gerade so viel Lust gehabt, mit einem Farang mitzugehen. Nach einer kurzen Pause fügt sie noch hinzu, vielleicht läßt Ao ihr das nächste Mal den Vortritt und außerdem hätte sie ja auch schon versprochen, daß sie morgens die Wäsche abholt.

Es dauerte einige Zeit, bis der Klub ein neues Mitglied erhielt. Sen war vom Flaggenkadett an der Busstation aufgegabelt worden, wo sie stundenlang heulend in einer Ecke auf dem Boden saß. Als Thong das dritte Mal dort vorbeikam und das Mädchen immer noch da saß, ging sie hin. Sen war noch keine achtzehn Jahre alt und von zuhause weggelaufen. Sie hatte sich das Fahrgeld für den Bus zusammengebettelt und der Busfahrer hatte ihr noch die fehlenden achtzehn Baht dazugegeben. Sie sah schlimm aus und ihr Gesicht war nur schwer zu erkennen. Als sie dreizehn Jahre alt wurde, war ihre Mutter gestorben und seither hatte sie den Haushalt zu führen und dem Vater und dessen Bruder zur Verfügung zu stehen. Sie war zuhause eingeschlossen worden.

Als sie siebzehn Jahre alt wurde, sollte sie einen Freund des Onkels heiraten. Der zog in die Wohnung des Vaters mit ein und nun verlangten alle Drei von ihr Sex. Sie gebrauchten sie nacheinander und erlaubten sich ihre Späße mit ihr, sehr schmerzhafte Späße. Die übrigen zwei schauten dann zu. Als sie zur Hochzeitsfeier in den Tempel gebracht wurde, riß sie sich los und lief weg. Vater, Onkel und Freund fingen sie ein, sie wehrte sich und wurde von den Dreien zusammengeschlagen, bis sie von einigen Dorfbewohnern befreit wurde. Die halfen ihr, wegzulaufen. Nun hat sie kein Geld, keine Unterkunft und nichts zu essen, aber sie will nicht an einer Bar arbeiten, sie kann es nicht.

Thong hat sie mitgenommen. Sie soll ihre Wunden heilen lassen. Dann kann sie an einer Bar Gläser spülen und putzen, sie braucht nicht mit Männern mitzugehen. Und zuhause kann sie Wäsche waschen, nähen und auf Kinder aufpassen. Fürs Essen wird es reichen, hat Thong ihr versprochen. Wenn es ihr besser geht, kann man sich vielleicht etwas überlegen.

 

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Foto:Philippinen

Erstellt von Admin am 26. März 2009

Fliegendes Bargirl in Angeles City: Keine Angst, ich hab sie aufgefangen ;-)

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Suchata ist so richtig verspielt

Erstellt von Admin am 26. März 2009

 - (‘Victor Schluff’ in ‘Kunterbuntes Pattaya’)

Kurzgeschichte von Gad Labudda

 

Suchata ist in einem Slum großgeworden. In ihrer Kindheit hatte sie nicht viel Gelegenheit zum Spielen und sie hatte auch kein Glück. Doch als sie größer wurde, suchte sie Spiel und Glück und die beliebten Farang.

An ihre frühe Kindheit kann Suchata sich nur noch schwach erinnern. Der Vater hat oft davon erzählt, daß sie Felder gehabt und Reis angebaut hatten. Es soll ein schönes Leben gewesen sein. Bis es nicht mehr genug Erträge einbrachte, um davon leben zu können. Dann hatten sich die Eltern entschlossen, mit ihren drei Kindern in die Stadt zu ziehen, um Arbeit zu suchen. Damals war Suchata zwei Jahre alt. Aber es gab keine Arbeit. Der Vater suchte lange und er suchte überall, aber man brauchte gerade keine Reisbauern in der Stadt. Und auf dem Bau brauchte man Fachkräfte; die Stellen für Hilfsarbeiter waren überlaufen. Keine Arbeit ernährt genausowenig, wie keine Ernte. Aber nun waren sie in der Stadt. Hier hatten sie nicht einmal eine Wohnung. Doch es hatte keinen Sinn, in ihr Haus zurückzugehen. Man wohnt auch in einem eigenen Haus nicht gut, wenn man nichts zu essen hat. Der Vater mußte einen Ausweg suchen.

Nach einer Woche, die sie auf der Straße lebten und schliefen, suchte der Vater einen früheren Schulfreund, der nun hier in einem Slum wohnte. Er fand ihn nach langem Suchen und sie hatten ein sehr langes Gespräch. Dann zogen sie bei dem Schulfreund ein. Für eine Übergangszeit. Der Schulfreund bewohnte eine Hütte, deren gesamtes Mobiliar aus einem Gaskocher bestand. Die Wände hingen an einem wackeligen Gerüst, sie bestanden aus Sperrholzplatten und einem großen Reklameschild aus Blech. Das Dach war aus Wellblech, das tagsüber die Sonnenstrahlen auffing und das Innere der Hütte auf Backofentemperatur brachte. Aber wenn es regnete, wurde es kühler und man hatte einen Platz im Trockenen und nachts konnte man sich auf die Rattanmatten legen und schlafen, wenn man sich nicht an den Ratten und den Kakerlaken störte, die überall herumliefen.

Nach dem Gespräch mit dem alten Schulfreund mietete der Vater einen Kastenwagen mit zwei Rädern. Damit zog er dann durch die Straßen, suchte Altpapier, Flaschen, Aluminiumdosen und alles, was sich auf den Schrottplätzen verkaufen ließ. Für den Wagen mit den etwas eierigen Rädern mußte der Vater am Tag zehn Baht bezahlen. Aber er war den ganzen Tag unterwegs und wurde bald von den älteren Geschwistern begleitet. Sie zogen nach kurzer Zeit um, in eine andere leergewordene Hütte, die sie mieten konnten. Der Vater verdiente mit seiner Arbeit Geld und es reichte zum Leben, wenn auch nur zu einem sehr ärmlichen Leben. Bald blieb Suchata bei einer Nachbarfamilie und die Mutter ging mit dem Vater mit.

Das war, nachdem einige Leute von irgendeiner Organisation gekommen waren und mit den Eltern gesprochen hatten, daß es doch besser sei, wenn die Kinder in die Schule gingen. Sie sorgten dafür, daß der Vater wegen der Schule keine Ausgaben hatte und sie brachten auch die Schulkleidung. Der Vater mußte beim Müllsammeln nur auf die Hilfe seiner Kinder verzichten. Die Eltern waren sehr froh, daß ihre Kinder in eine Schule gehen konnten. Weil dem Vater nun aber die Hilfskräfte fehlten, ging die Mutter mit ihm mit, während die Kinder in die Schule gingen. Als die Kinder dem Vater sagten, sie wollten nach der Schule mit ihm mitgehen und weiter helfen, lehnte der Vater das ab. Er sagte, er schämt sich zu sehr, und sie sollten zur Schule gehen und gut lernen. Er wollte nicht, daß sie von ihren Schulkameraden beim Müllsammeln gesehen werden. Aber sie sollten gut lernen, damit sie später ein besseres Leben haben.

Die Eltern arbeiteten sehr hart und nach drei Jahren konnten sie einen alten Wagen kaufen, mit dem die Mutter auf den Straßen Pla Mük und Sai Krok verkaufte, getrockneten Tintenfisch und kleine Bratwürste, die mit einer Art Hackfleisch und Reis gefüllt sind. Sie zogen auch bald in ein kleines Holzhaus, das auf dem Gelände des Slums stand. Hier hatten sie auch einen Tisch, an dem die Kinder ihre Schularbeiten machen konnten. Die Mutter mußte schon gegen fünf Uhr morgens das Haus verlassen, um einzukaufen und dann rechtzeitig an der Busstation und später vor den Fabriken zu sein, wo die Leute sich auf dem Weg zur Arbeit für fünf oder zehn Baht ihre Sai Krok holten. Sie war den ganzen Tag unterwegs, denn spät abends konnte sie noch an den Geschäftsstraßen und vor den Bars etwas verkaufen, bis sie dann gegen Mitternacht wieder nachhause kam.

Die Eltern arbeiteten lange, aber eines Tages hatten sie genug verdient, daß nun auch der Vater einen Wagen mit einem Grill kaufte, auf dem er Fleischspießchen, Hühnerherzen, Hühnerleber und ähnliche Sachen zubereiten und verkaufen konnte. Von nun an gingen der Vater und die Mutter mit ihren Wagen zusammen durch die Straßen und der Verkauf lief ganz gut, aber die Eltern hatten keine Zeit, zuhause zu sein, weil sie dann nicht genug verkaufen konnten und die Kinder bekamen sie kaum zu sehen. Nur an den Wochenenden und an schulfreien Tagen gingen sie Kinder mit den Eltern und ihren Verkaufswagen mit.

So verliefen die ersten Schuljahre von Suchata in Armut, doch ohne Hunger – und ohne Eltern. Sie fand zusammen mit ihren Geschwistern genug laufende Fersehegeräte und einige Freunde im Slum, was sicher nicht gut war, aber unvermeidlich. Es nützt nicht viel, wenn die Eltern ihren Kindern sagen, sie sollen zuhause bleiben und lernen, wenn die Kinder von fünf Uhr morgens bis zwölf Uhr nachts alleine sind. Es hilft auch nicht viel, wenn die Eltern den Kindern erklären, daß sie unterwegs sein müssen, um den Lebensunterhalt für die Kinder zu verdienen.

So blieb es nicht aus, daß die Kinder bei ihren Freunden und deren Familien mit Drogen und Glücksspielen konfrontiert wurden. Als Suchata aus der Schule kam, war sie schon eine geschickte Kartenspielerin, allerdings hatte sie bisher meist nur zum Vergnügen gespielt, mit anderen Kindern oder auch dann, wenn nicht genug Erwachsene zum Spiel zusammenkamen. Aber sie hatte auch schon öfter zugesehen, wenn die Leute um Geld spielten. Da sie keins hatte, konnte sie natürlich nicht mitspielen. Das änderte sich, als ihr ältester Bruder einen gewissen Wohlstand entwickelte. Er gab ihr auch einmal Geld und Suchata spielte.

Es war sicher nicht gut, daß sie dabei auch noch gewann, denn von nun an war sie der Überzeugung, daß man beim Kartenspielen viel Geld verdienen kann, hatte sie doch aus den zweitausend Baht, die ihr der Bruder gegeben hatte, in wenigen Tagen über achttausend Baht gemacht. Sie gab dem Bruder sofort die zweitausend Baht zurück, denn sie würde ihn wahrscheinlich noch öfter um Geld bitten müssen, falls das Glück ihr einmal nicht so gut gesinnt war. Es störte sie auch nicht, daß sie nur zwei Tage brauchte, um alles Gewonnene wieder zu verlieren, denn schließlich hatte sie gesehen, daß sie gewinnen kann, sie mußte eben nur auf eine richtige Glückssträhne warten. Leider war ihr dazu das Geld ausgegangen, aber der Bruder gab ihr hin und wieder einige hundert Baht, mit denen sie dann erneut mit sehr wechselhaftem Glück versuchte, viel Geld zu machen.

Es war ein schlimmer Tag, als die Polizei eines Tages ins Haus kam und eine Hausdurchsuchung durchführte. Es wurde nichts gefunden, aber man hatte ihren ältesten Bruder beim Drogenhandel erwischt. Er hatte mit einem verkappten Polizisten einen Handel mit einer größeren Menge der thailändischen Metamphetamine ‘Ya ba’ abgesprochen und wurde bei der Lieferung verhaftet. Nun würde ihr Bruder lange Zeit im Gefängnis sitzen. Das war schlimm. Besonders schlimm deshalb, weil sie gerade wieder Schulden gemacht hatte, die sie dringend zurückzahlen mußte. Sie hatte sich darauf verlassen, daß ihr Bruder wieder einmal aushelfen könnte, aber das war nun unmöglich.

Ihr zweiter Bruder hatte eine Arbeitsstelle bei einer Autowerkstatt bekommen und hatte kein Geld, das er ihr leihen konnte. Die Schulden wurden immer größer und immer drückender. Suchata versuchte, sich Geld zu leihen und durch Spielen genug zu verdienen, ihre Schulden zu bezahlen, aber sie verlor immer wieder. Schließlich blieb ihr auf den Druck ihrer Gläubiger nichts weiter übrig, als ihre Schulden mit ihrem Körper ,abzuarbeiten‘. Das waren ihre ersten Männerbe-kanntschaften, die sie als schlimm und gar nicht als Liebe empfand.

Die Eltern waren von der Inhaftierung ihres ältesten Sohnes sehr getroffen. Jahrelang hatten sie hart gearbeitet, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen und nun war eines der Kinder als Drogenhändler im Gefängnis. Der zweite Sohn war schon von zuhause weggegangen, weil die Autowerkstätte, in der er arbeitete, sehr lange Arbeitszeiten hatte und weit entfernt war. Es lohnte sich nicht, jeden Abend nachhause zu fahren und er schlief dort in der Werkstatt. Nun war nur noch Suchata zuhause, die trotz ihrer und der Eltern Bemühungen bisher noch keine Arbeit hatte finden können. Ihre Arbeitssuche war der Grund dafür, daß sie nicht mit den Eltern mitgehen sollte. Sie sagten, zwei Personen verdienen am Essensstand auch nicht mehr, als eine.

Die Eltern meinten nun, der älteste Sohn wäre vielleicht nicht in den Drogenhandel geraten, wenn sie nur zuhause gewesen wären und kamen zum Schluß, es wäre jetzt besser, am Abend zuhause zu sein, um darauf zu achten, daß nicht auch Suchata noch irgendwelche Dummheiten macht. Das war insofern gut, weil Suchata wegen ihrer permanenten Spielschulden nicht nur zu Liebesdiensten gezwungen worden war, sondern weil man ihr auch schon erklärt hatte, daß sie mit Drogenhandel gutes Geld verdienen kann, das sie für ihre Glücksspiele braucht. Suchata verstand das erst nicht, weil sie doch nur Karten spielte, um Geld zu verdienen und nicht arbeiten zu müssen. Sie hatte nie daran gedacht, daß sie arbeiten gehen sollte, um Karten spielen zu können, was ihr völlig absurd vorkam.

Nachdem die Eltern nun meistens zuhause waren, gab es für Suchata kaum noch Gelegenheiten, zu ihren Glücksspielen zu gehen, aber sie hatte auch kein Geld. Als die Eltern dann anläßlich einiger Festtage doch wieder eine Möglichkeit sahen, gutes Geld zu verdienen, indem sie zum Fest mit ihren Wagen auch abends unterwegs waren, sah auch Suchata wieder eine Möglichkeit, gutes Geld zu verdienen, indem sie zu ihrem Spielerclub ging. Man lieh ihr auch prompt Geld, das sie ebenso prompt verlor. Ihre Liebesdienste reichten aber nicht zum Bezahlen, so verlangte man von ihr, daß sie Drogen verkauft. An den ersten Abenden hatte sie auch einige bescheidene Erfolge, doch dann waren die Feiertage vorüber und die Eltern blieben wieder zuhause. Suchata hatte nun keine Möglichkeiten mehr, abends das Haus zu verlassen, um weiterhin Drogen zu verkaufen.

Glücksspiel, Prostitution und Drogenhandel waren in dem Slum eigentlich an der Tagesordnung und bei vielen Slumbewohnern als ein Mittel zum Unterhaltserwerb üblich. Nur eben nicht bei Suchatas Eltern. Deswegen waren diese äußerst bestürzt, als eines Tages ein Mann erschien, um von Suchata die Spielschulden einzukassieren, die restlichen Drogen abzuholen und sie auch gleich für ihre Liebesdienste mitzunehmen. Es gibt in den Slums viele Familien, die ihre Kinder losschicken, um auf diese Weise den Unterhalt zu finanzieren und Suchatas Gläubiger war der Überzeugung, daß auch Suchata von ihren Eltern losgeschickt worden war, um auf diese Art Geld zu verdienen, deshalb redete er sehr offen. Der Mann erhielt von Suchata das Geld, das sie eingenommen hatte, der Vater geriet außer sich vor Wut, er zerstörte die restlichen Pillen, die Suchata noch hatte und nachdem er den Mann ‘rausgeworfen hatte, erhielt Suchata eine fürchterliche Tracht Prügel von ihrem Vater, die gar nicht enden wollte.

Nun hatte sie Spielschulden, mußte die vom Vater zerstörten Drogen bezahlen und durfte das Haus nicht verlassen. Es war sehr gefährlich, Spielschulden oder Drogenschulden zu haben, aber sie war nicht in der Lage, jetzt irgendetwas zu unternehmen. Sie wollte zunächst abwarten, bis ihre geplatzten Lippen und die geschwollenen Augen sich wieder normalisiert hatten, abwarten, bis sich irgendeine Gelegenheit ergab, etwas zu unternehmen und sie wußte, daß sie sich damit nicht lange Zeit lassen durfte. Aber der Vater konnte sich nicht beruhigen. Er ging nicht arbeiten und verprügelte sie auch an den nächsten Tagen, wenn er ihrer habhaft werden konnte oder sie in erreichbare Nähe kam. Das Gesicht wurde nicht besser, sondern nur jeden Tag etwas schlimmer.

Nachdem sie vier Tage gewartet hatte und am vierten Tag am Abend noch einmal eine besonders schlimme Tracht Prügel erhalten hatte, wartete sie nur noch, bis die Eltern schlafen gegangen waren. Da die Haustür verschlossen war, kletterte sie aus dem Fenster und ging zu dem heimlichen Spielerclub, der im Slum bis weit nach Mitternacht Betrieb hatte. Ihr Schicksal hatte sich inzwischen herumgesprochen und ihr Aussehen bestätigte die schlimmsten Annahmen. Man äußerte vollkommenes Unverständnis den Eltern gegenüber, denn schließlich gilt für Menschen im Slum nur das Gesetz, zu überleben, was bedeutet, Geld zu machen, egal, wie. Und Suchata hatte nichts weiter getan, als Geld gemacht.  Man zeigte ihr gegenüber Verständnis und ließ sie in Ruhe, wies aber darauf hin, daß man nicht lange warten würde, bis sie ihre Schulden bezahlt.

Suchata hatte vom Verkauf der Drogen noch eintausend Baht abgezweigt. Die nahm sie jetzt, um noch einmal ihr Glück zu versuchen. Und ausgerechnet in dieser Nacht hatte sie Glück. Sie machte über siebentausend Baht, mußte aber gleich zweitausend davon für alte Schulden zurückzahlen. Hätte der Vater die Drogen nicht vernichtet, so hätte dieses Geld für ihre Schulden ausgereicht, aber so hatte sie noch weitere sechstausend Baht Schulden, die sie unmöglich bezahlen konnte, solange die Eltern zuhause waren.

Suchata wußte, daß sie sich zuhause nicht mehr sehen lassen konnte und sie wußte, daß sie auch nicht im Slum bleiben kann, solange ihre Eltern dort wohnten und sie Drogenschulden hatte. Die Eltern, die Polizei und die Drogenhändler würden sie suchen. Es war sicher auch besser, Bangkok vorläufig zu verlassen, denn alle Leute im Slum kannten sie, die Leute kamen durch ganz Bangkok und irgendeiner würde sie in nicht allzulanger Zeit sicher treffen oder finden. Am sichersten war es wohl, in eine andere Stadt zu gehen, um dort Geld zu verdienen.

Suchata fuhr nach Pattaya. Ihre Spiel- und Drogenschulden im Slum waren nur noch gering. Sie wußte, daß man sie deswegen nicht extra suchen oder nach Pattaya fahren würde, selbst, wenn man erfahren sollte, wo sie ist. Aber mit ihrem demolierten Gesicht konnte sie auch nicht an einer Bar nach Arbeit fragen, so suchte sie erst einmal ein billiges Zimmer, in dem sie abwarten konnte, bis ihr Gesicht verheilt war. Inzwischen hatte sie Zeit, sich Pattaya anzusehen, um eine geeignete Bar zu suchen, an der sie später arbeiten wollte und sie hatte auch Zeit genug, sich geeignete Kleidung zu suchen. Als ihr Gesicht nach einigen Tagen etwas besser aussah, fand sie mühelos eine Bar, die sie aufnahm. Sie fand, sie war hier gut aufgehoben, denn sie hatte zuvor schon beobachtet, daß die Mädchen hier viel Zeit mit Würfelspielen verbringen. So hatte sie also gute Gesellschaft und wurde auch bald in den Kreis der Mädchen mit aufgenommen.

Am zweiten Tag wurde sie den Gästen auch gleich als ,die Neue‘ angeboten und von einem Ausländer, der offensichtlich wegen ihres immer noch leicht melierten Gesichts Mitleid hatte, ausgelöst. Dann kam allerdings einige Zeit der Ruhe, wenn man einmal davon absieht, daß Suchata bei emsigem Würfelspiel in der Bar etwas Geld gewann und bei aufregendem Kartenspiel nach Barschluß ihre gesamte Geldreserve verspielte. Sie war nun darauf angewiesen, sich intensiv um jeden einzelnen Farang zu bemühen, der an die Bar kam, weil sie dringend Geld brauchte. Etwas hinderlich war dabei, daß sie kein Wort Englisch verstand. Da Glücksspiele aber viel interessanter sind, als Englischbücher, meinte sie, es würde schon reichen, wenn ihre Kollegen ihr die wichtigsten englischen Worte beibrachten, die sie zum Geldverdienen bei den Farang brauchte. Den Rest würde sie dann mit den Farang lernen und tatsächlich machte sie auch einige Fortschritte.

Suchata kam allerdings nicht auf den Gedanken, daß sie längere Zeit nur Kunden für eine Nacht hatte, weil niemand rechtes Interesse daran hatte, längere Zeit mit einer Frau zu verbringen, die kein Wort versteht. Es dauerte fast ein halbes Jahr, bis sie von einem Kunden gleich für sieben Tage ausgelöst wurde. Der Mann hatte vor, insgesamt drei Wochen zu bleiben, aber Suchata blieb bei ihm nur fünf Tage.
Nachdem sie in den ersten Tagen gutes Geld verdient hatte, befand sie, daß es bereits ausreichen könnte, um ihr Glück zu machen. So sagte sie ihrem Kunden an einem späten Nachmittag, daß sie nachhause muß, um sich umzuziehen, was sie auch tat. Dann ging sie allerdings ,nur für eine Stunde‘ direkt zu ihrem Spielclub in einem gemieteten Apartment, den sie zunächst mit ihren Einnahmen versorgte, bis sie gegen drei Uhr morgens nur noch ein kleines Häufchen Geld vor sich liegen hatte. Zu allem Unglück flog dann die Tür auf und der Raum war voller Polizisten, die alles, was auf dem Tisch lag, als Beweismaterial mitnahmen sowie als auch alle anwesenden Spieler zur Auffüllung des ‘Ban Ling’, dem ‘Affenhaus’ in der Polizeistation, wo sie über Nacht blieben und Strafe zahlen mußten.

Unglücklicherweise hatte sie kein Geld mehr, um die Strafe zu zahlen und ihre Freundinnen hatten dafür auch nicht mehr genug. So mußte sie bis zum nächsten Abend warten, bis ihre Chefin erschien, sie von der Polizei auslöste und in die Bar mitnahm. An verbotenen Glücksspielen teilzunehmen, ist in Thailand ein Kavaliersdelikt, wie etwa Steuerhinterziehung, das war also nicht weiter schlimm. Allerdings war die Chefin sehr ungehalten darüber, daß Suchata ihren Kunden hatte sitzen lassen, denn das bedeutete, daß der verärgert war und nicht mehr zur Bar kommen wollte. Damit hatte sie einen guten Kunden und die tägliche Auslösesumme verloren. Suchata erhielt eine Verwarnung. Sie hatte jetzt wieder kein Geld und Schulden bei der Chefin, so mußte sie sich wieder intensiv um Kunden bemühen und bekam immerhin bis zum Monatsende das Geld für die Miete zusammen. Ihr restlicher Monatslohn brachte ihr auch nicht das große Glück, sie spendete ihn dem Kartenclub.

Es dauerte nun drei Wochen, bis sie wieder einen Ausländer fand, der sie auf längere Zeit mitnahm. Nachdem die Chefin sie bei der letzten Gelegenheit mit einem Dauerkunden verwarnt hatte und sie auch einsah, daß es nicht gut ist, so einen schönen Dauerkunden einfach sitzen zu lassen, blieb sie fast drei Wochen bei ihm, bis er abreiste. Sie sagte sich, daß es besser ist, wenn sie mehr Geld zum Einsatz hat, um ihr Glück zu machen. Tatsächlich gewann sie auch einiges Geld, als sie am Tag seiner Abreise nachts in den Kartenclub ging. Aber schon am nächsten Tag wendete sich das Blatt und sie verlor alles, was sie bei sich hatte.

Ihr wirklich großes Glück erschien etwa vierzig Kunden und über drei Monate später, als sie von einem Farang ausgelöst wurde, der früher schon einigemale in Pattaya gewesen war und sich nun mit viel Geld hier niederlassen wollte. Hier sah Suchata ihre besten Chancen und sie gab sich alle Mühe, für diesen Farang alles ihr Mögliche zu tun, denn dies schien eine gute Geldquelle zu sein. Sie bekam gutes Geld und sagte ihrem Herbert nur hin und wieder einmal, daß sie zu ihren Eltern fahren muß, aber am nächsten Tag wieder zurückkommt. So fiel es nicht auf, wenn sie spielen ging. Wenn sie verloren hatte, sagte sie ihm, daß sie ihr Geld ihren Eltern gegeben hat. Dann gab Herbert ihr aus Mitleid auch noch ein paar kleine Scheine und merkte nicht, daß sie spielen ging. Als sie einmal zum Kartenspielen gegangen war, hatte Herbert ihr das strikt verboten und war sehr ärgerlich gewesen, obwohl sie doch gar nicht verloren hatte. Aber es war schon so, daß man die Farang nie verstehen konnte und daß sie ihm besser nicht sagte, wenn sie wieder einmal spielen ging.

Herbert hatte sich unterdessen nach guten Geschäftsmöglichkeiten umgesehen und hatte herausgefunden, daß in Pattaya viele Ausländer leben, die gerade eben kein Geld haben, während sie auf Geld aus dem Ausland oder andere Einkünfte warteten. So beschloß Herbert, Geld zu verleihen und es war gar nicht schwer, Kunden zu finden. Es war allgemein bekannt, daß Geldverleiher in Thailand um die zehn Prozent pro Monat einnehmen und das versprach eine gute Rendite, wenn man dabei darauf achtete, daß irgendwelche Sicherheiten vorhanden waren.

Das Geschäft lief auch über längere Zeit ganz gut. Herbert suchte jene Leute, die Geld brauchten, was nicht schwierig war, dann machte er die Verträge und da die meisten Rückzahlungen in Raten vorgenommen wurden, schickte er Suchata zum Einkassieren. Daß einige Leute nicht zahlen konnten und erklärten, daß man noch zwei oder drei Tage warten muß, war normal. So fiel es denn auch nicht auf, wenn Suchata eine größere Summe kassierte und erst einmal zu ihrem Spielclub ging, manchmal gewann sie etwas und konnte Herbert das einkassierte Geld gleich anschließend nach dem Spiel geben. Wenn sie verlor und ihr eigenes Geld nicht ausreichte, dann sagte sie Herbert, der Kunde hätte gesagt, sie sollte in drei Tagen wiederkommen. Dann hatte sie drei Tage Zeit, um das Geld beim Spielen wieder zu verdienen.

Wenn das nicht gelang, dann mußte sie das Geld vom nächsten Kunden nehmen, um es Herbert auf den Namen des vorigen Kunden zu geben und hatte wieder einige Tage Zeit, um nun das Geld vom nächsten Kunden zu verdienen. Dabei mußte man geschickt vorgehen, um zu wissen, welche Kunden in welchem Abstand ihre Rückzahlungen vorzunehmen hatten, damit man die Rückzahlungen so verschieben konnte, daß man die Zahlung des nächsten Kunden rechtzeitig erhielt, um das zurückgezahlte Geld der Kunden mit einer möglichst geringen Verspätung abzugeben, damit der Zwischenhandel nicht auffiel.

Herbert sah, daß das Geschäft gut lief und kaufte sich nun ein Haus, das eigentlich für zwei Personen viel zu groß war. Aber das Haus wurde von einer Thailänderin angeboten, deren ausländischer Mann in seiner Heimat hinter Gittern saß und so schnell nicht wiederkommen würde. Die Frau wollte dringend zurück in ihr Dorf zu ihren Eltern und ihren Kindern. Sie war inzwischen auch schon etwas älter und hatte nicht viele Chancen, noch weiter in einer Bar zu arbeiten. Sie sah aber, daß sie in Pattaya sehr viel Geld ausgibt und wollte daher das Haus so schnell wie möglich verkaufen. Mit dem Erlös könnte sie sicherlich viele Jahre problemlos in der Provinz leben. Herbert bezahlte in bar und hatte deshalb einen äußerst günstigen Preis, auch weil das Haus in einer guten Laufgegend lag und der Grundstückspreis wesentlich höher war, als er in dem letzten Kaufdokument angegeben worden war. Nun waren sie mit Einkäufen und Besorgungen beschäftigt. Das Haus mußte eingerichtet werden, wobei Suchata auch einiges Geld an Kommissionen in die Tasche stecken konnte, während das Geschäft des Geldverleihens weiterging.

Obwohl Herbert schon über 60 Jahre alt war, war er noch äußerst rüstig, er war beliebt und galt als unterhaltsam, während die knapp zwanzigjährige Suchata sehr hübsch, sehr freundlich und sehr agil war. Man beglückwünschte Herbert zu einer derart fleißigen und freundlichen Frau und man hielt die Beiden trotz des hohen Altersunterschiedes für ein glückliches Paar, zumal Herbert auch ein Gemütsmensch und für seine freundliche, ruhige Art bekannt war und man die Beiden nie streiten sah. Dazu kam, daß das Spielerglück ja auch sehr wechselhaft ist und Suchata zwischendurch einige Gewinne verbuchen konnte, was dazu führte, daß Herbert nun auch die Rückzahlungen seiner Kunden wieder pünktlich erhielt, so daß das Leben völlig problemlos verlief.

Als Herbert eines Tages zur Botschaft fuhr, weil er einen neuen Paß beantragen mußte, fuhr Suchata mit nach Bangkok. Während Herbert auf der Botschaft war, fuhr Suchata in den Slum und bezahlte ihre alten Spiel- und Drogenschulden. Dort hatte man verstanden, daß Suchata wegen der Probleme, die sie mit ihrem Vater hatte, verschwunden war und man akzeptierte nun die Rückzahlung, ohne irgendwelche Zinsen zu verlangen. Da es Suchata zu diesem Zeitpunkt finanziell sehr gut ging, lehnte sie es auch ab, Drogen zum Verkauf mitzunehmen, weil die Sache ihr zu heiß war. Sie dachte dabei an ihren Bruder, der wegen Drogenhandel noch lange Jahre hinter Gittern sitzen würde. Im Slum erhielt sie aber auch die Nachricht, daß ihre Mutter inzwischen krank geworden und verstorben war. Ihr Vater lebte jetzt allein, aber sie hatte keine Lust, ihren Vater zu sehen und so traf sie sich rechtzeitig wieder mit Herbert in einem Restaurant in der Nähe der Botschaft, wie sie es ausgemacht hatten. Suchata war nun einerseits beruhigt. Sie konnte sich jederzeit wieder in der Slumgesell-schaft sehen lassen und man würde ihr auch helfen, wenn sie in Not war. Andererseits war sie von dem Tod der Mutter sehr getroffen, was sogar dazu führte, daß sie fast einen ganzen Monat lang nicht Karten spielte. So gab es keine Störungen im Geschäftsablauf und Suchata hatte immer noch etwas Geld von ihren Gewinnen übrig und erhielt zudem auch das Geld von Herbert, das für sie und für ihre armen Eltern gedacht war.

Das Leben verlief nun völlig problemlos und in relativem Wohlstand. Es hätte auch problemlos weitergehen können, wenn da nicht etwas Wichtiges gefehlt hätte. Das war einmal die Unterhaltung, die da fehlte, denn die Unterhaltung mit dem zwar freundlichen und sympathischen, aber doch über vierzig Jahre älteren Herbert war doch nicht das, was ein junges Mädchen glücklich macht. Es war langweilig und Suchata suchte ein etwas bewegteres Leben. Dann war da auch noch das Spielerglück, das fehlte und dem sie ihrer Meinung nach die vergangenen glücklichen Monate zu verdanken hatte. Suchata beschloß, daß man diese beiden Punkte gut miteinander verbinden konnte und ging wieder einmal zum Kartenspielen.

Aber das Spielerglück war ihr diesmal nicht so gut gesonnen und sie verlor viel Geld. Um die Schulden wieder hereinholen zu können, mußte sie immer größere Einsätze wagen und verlor immer mehr. Nun wurden zunächst Herberts Kunden saumselig und verschoben ihre Zahlungen immer weiter. Als Herbert einmal laut darüber klagte, dauerte es nur noch eine Woche, bis sie wieder alle pünktlich zahlten, was ihm aber nicht auffiel. Suchata hatte nämlich an einen der Spieler, bei dem sie hohe Schulden hatte, heimlich das Haus verkauft, das seinerzeit auf ihren Namen eingetragen worden war. Sie verpfändete die Besitzurkunde.

Aber sie hatte sich ein Rückkaufrecht von zwei Monaten garantieren lassen. Sie saß jetzt nur noch an hoch dotierten Spielertischen, dort würde sie jetzt ganz bestimmt wieder Glück haben, dann könnte sie das Haus wieder zurückkaufen und Herbert würde von der ganzen Angelegenheit gar nichts merken. Sie mußte nur hohe Einsätze wagen, um diese hohe Summe durch große Gewinne aufbringen zu können.

Doch das Spielerglück machte nicht mit. Suchata verlor weiter mit ihren hohen Einsätzen und bald war das Geld, das sie für den Verkauf des Hauses bekommen hatte, verspielt. Sie mußte aber unbedingt das Haus zurückkaufen. So kam es dazu, daß Herberts Kunden nun wieder säumig wurden. Es war gut, daß sein Geschäft angewachsen war, so gab es nun viele Kunden und viele Rückzahlungen. Damit mußte sie ja einmal gewinnen. Und sie gewann auch manchmal etwas, aber nur, um gleich darauf um so mehr zu verlieren, worunter die Rückzahlungen zu leiden hatten..

Als Herberts Kunden schon fast einen Monat im Rückstand waren, entschloß er sich dazu, mit einigen von ihnen zu reden, denn ein Monat Zahlungsrückstand brachte ihm ja einen enormen Zinsverlust. So redete er mit einem nach dem anderen und einer nach dem anderen beteuerte, daß er die Rückzahlungen pünktlich geleistet hatte und legte ihm die Quittung vor. Als er Suchata zur Rede stellte, heulte sie fürchterlich und versprach, sie würde alles zurückzahlen, wenn sie nur bei den nächsten Spielen wieder einmal Glück hätte. Herbert rechnete zusammen, daß ihm über 400.000 Baht fehlten. Er war außer sich und warf Suchata raus. Anzeigen konnte er sie ja nicht, da er keine Lizenz als Geldverleiher hatte.

Während Herbert eine neue Liste anlegte, um herauszufinden, wer ihm nun noch Geld schuldig war und sich überlegte, wie er an ein Mädchen kam, dem er auch vertrauen konnte, klingelte es und drei Herren erschienen. Sie redeten auf ihn ein und zeigten ihm einige Dokumente, die er aber nicht lesen konnte. Die Herren gingen wieder und baten ihn, zwanzig Minuten zu warten. Sie kamen schon nach fünfzehn Minuten mit einem weiteren Mann wieder. Der sollte die Angelegenheit übersetzen. Und dann erfuhr Herbert, daß Suchata das Haus für 500.000,- Baht verpfändet hatte, daß die Frist bereits abgelaufen war. Großzügig gaben sie ihm eine Frist von drei Tagen, um seine Sachen zu packen und auszuziehen.

 

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Foto: Philippinen

Erstellt von Admin am 26. März 2009

Die “Empfangsdame” im Dollhouse in Angeles City.

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